Aufschieben, oder besser gesagt Aufschieberitis, ist die „Volkskrankheit“ Nummer 1! Ganz besonders schlimm, wenn es die eigenen Träume und Ziele betrifft, und natürlich auch nicht gerade vorteilhaft, wenn es sich um unangenehme Dinge oder Aufgaben handelt, die viel Mühe, Einsatz und Aufwand bedeuten. Aber warum tun wir das eigentlich? Und die noch wichtigere Frage, gibt es Tipps und Tricks, die man anwenden kann, um Aufschieberitis zu vermeiden?


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12 Gründe für Aufschieberitis

Ich habe mich auf die Suche nach Gründen gemacht, warum wir Aufgaben eigentlich immer wieder vor uns herschieben, und möchte dir nun die fünf wichtigsten vorstellen. Denn nur, wenn du die Gründe dahinter enttarnst, kannst du Aufschieberitis auch sinnvoll bekämpfen.

Grund 1: Du hast Angst vor Fehlern

Ich will nicht sagen, dass die Angst vor Fehlern der Hauptgrund von Aufschieberitis ist, aber er ist in vielen Menschen einfach unheimlich stark ausgeprägt.

  • Wir zögern zu handeln, weil wir Angst haben, etwas falsch zu machen.
  • Wir zögern zu handeln, weil wir Angst haben, schlechte Ergebnisse zu liefern.

Und dabei ist es vollkommen egal, ob unser mutmaßlicher Erfolg privat oder öffentlich geschieht. Die Versagensangst ist da und sie ist ein Hauptgrund für Aufschieberitis. Versagensangst hat natürlich auch sehr viel mit Glaubenssätzen zu tun. Ich persönlich finde es schade, dass Fehler und Misserfolg in unserer Gesellschaft und in unserem Denken so negativ verankert sind. Fehler und Misserfolg sind doch nichts anderes, als einen Weg gefunden zu haben, wie es nicht funktioniert. Solange man denselben Fehler nicht immer und immer wieder macht, ist das für mich überhaupt kein Problem.

Grund 2: Angst vor Erfolg

Ja, du hast richtig gelesen, Angst vor Erfolg. Das kann sich in zweierlei Hinsicht äußern:

  1. Es kann die Sorge sein über die Herausforderung, die der Erfolg mit sich bringt.
  2. Angst vor Erfolg kann auch sehr mit einem Gefühl von Schuld einhergehen.

Erfolg zu haben heißt vielleicht auch, in Zukunft ein vollkommen anderes Leben führen zu müssen. Mit mehr Aufmerksamkeit durch sein Umfeld, durch die Presse oder durch Fans. Dadurch wird nicht nur die Latte für zukünftige Projekte um einiges höher gelegt, sondern so ein Leben mit mehr Aufmerksamkeit muss einem auch erst mal liegen und schon die Gedanken daran können natürlich zu Aufschieberitis führen.

Andererseits gibt es auch Menschen, die sich schuldig fühlen, wenn sie Erfolg haben:

  • „Ich darf doch nicht erfolgreicher sein als meine Eltern oder als mein Lebenspartner.“
  • „Ich habe es nicht verdient, erfolgreich zu sein, weil ich …!“

Ja, auch solche Glaubenssätze gibt es und man sollte sie so schnell wie möglich aus den Gedanken schaffen.

Grund 3: Perfektionismus

Ebenfalls eine sehr häufige Ursache für Aufschieberitis. Perfektionisten halten sich an extrem hohe Standards und akzeptieren nicht weniger. Das hat natürlich Vorteile, aber auch Nachteile. Der Vorteil ist, dass Perfektionismus Personen dazu bringen kann, Arbeiten von erstaunlicher Qualität zu produzieren. Allerdings mit dem gravierenden Nachteil, dass diese erstaunliche Qualität mit sehr langsamem Vorankommen oder gar mit Nie-fertig-Werden verbunden ist. Das führt zu Stress und Frustration und natürlich auch zu Aufschieberitis.

Grund 4: Ein Gefühl der Überforderung

Dazu können viele Umstände führen und es kann alle Lebensbereiche treffen. Man kann sowohl privat wie auch beruflich oder im Hobby überfordert sein. Es können selbstverständlich auch die verschiedensten Dinge sein:

  • Massive Schulden
  • Der Tod einer nachstehenden Person
  • Enormer Erfolgsdruck vom Chef
  • Usw.

Das Dumme an dieser Situation ist, dass sich das Gefühl von einem Lebensbereich auf alle anderen überträgt. Wenn du also privat im Moment gerade überfordert bist, dann wird sich das auch auf deine beruflichen Leistungen auswirken. Vielfach führt dieses Gefühl der Überforderung dann dazu, dass man aufschiebt und im Endeffekt gar nichts mehr oder nur noch sehr wenig weiterbringt.

Grund 5: Faulheit

Faulheit ist eine spannende Sache, denn in meiner Welt sagt Faulheit nichts anderes aus, als dass man eine Abneigung gegen die Aufgabe hat, die man zu erledigen hat. Das beste Beispiel stammt noch aus meiner Schulzeit: In Fächern, die mir Spaß gemacht haben, war die Hausübung ruckzuck erledigt. In Fächern, die mir hingegen keinen Spaß gemacht haben, war ich der Aufschieber Nummer 1 und die Aufgaben wurden immer erst in der letzten Sekunde erledigt.

Wenn du also Faulheit als Grund für deine Aufschieberitis identifizierst, dann solltest du mal hinterfragen, woher die Abneigung gegen jene Aufgaben und Projekte kommt, die du da ständig aufschiebst.

Aufschieberitis

Grund 6: Langeweile

Langeweile ist noch ein Stück schlimmer als Faulheit und zeigt noch viel mehr, dass du für diese Aufgabe absolut nicht brennst. Wenn dir lieber langweilig ist, anstatt diese Aufgabe zu erledigen, dann sagt das ohnehin schon alles. Such dir so schnell wie möglich Aufgaben, die dich inspirieren oder die dir Spaß machen! Sobald du eine solche Aufgabe gefunden hast, wird Aufschieberitis der Vergangenheit angehören.

Grund 7: Abneigung gegen harte Arbeit

Eine Aufgabe, die viel Arbeit bedeutet, wird vermutlich dann verschoben, wenn sie nicht sofortige Befriedigung verschafft. Einen Traumkörper zu haben verschafft Befriedigung, dafür aber im Fitnesscenter erstmal jahrelang hart trainieren zu müssen, kann dann durchaus zu Aufschieberitis führen.

Grund 8: Negative Selbstgespräche

Du schätzt oder kennst deine eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht. Du hast keinen Glauben an dich selbst. Dein innerer Kritiker flüstert immer wieder: „Du wirst versagen.“ Du lässt deinem inneren Kritiker freien Lauf, was in der Folge natürlich zu Aufschieberitis führt.

Grund 9: Niedrige Fehlertoleranz

Bist du schnell frustriert, wenn die Dinge nicht so laufen, wie du willst? Nimmst du unerwünschte Ereignisse immer schlimmer wahr, als sie tatsächlich sind? Eine Person, die unerwünschte Ereignisse nicht tolerieren kann, wird instinktiv versuchen, Situationen zu vermeiden, die nicht zum idealen Ergebnis führen könnten.

Grund 10: Die Unsicherheit darüber, wo du anfangen sollst

Viele Menschen sind überfordert, weil schlicht und einfach zu viele Aufgaben zu erledigen sind und sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Also ist es einfacher, aufzuschieben, als zu entscheiden, mit welcher Aufgabe man anfängt. Eine Strategie, die natürlich nicht lange gut geht.

Grund 11: Die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen

Wir Menschen leben im Luxus, immer die Wahl zwischen mehreren Entscheidungen zu haben. Ein Luxus, der allerdings auch seine Tücken hat! Vor allem dann, wenn man ein Typ Mensch ist, der nicht gerne Entscheidungen trifft. Je mehr Optionen einem dann zur Verfügung stehen, desto schlimmer wird es und ein Unentschlossenheits-Kreislauf beginnt. Unentschlossenheit führt fast in allen Fällen zu Aufschieberitis. Die Gründe für diese Unentschlossenheit haben wir ja auch schon besprochen: Angst vor Fehlern, Perfektionismus, Angst, Risiken einzugehen usw.

Grund 12: Es gibt Dinge, die eine schnellere Befriedigung versprechen

Netflix, statt ins Fitnesscenter zu gehen. Mit Freunden treffen, statt zu lernen. All diese Dinge versprechen nicht nur eine schnellere Befriedigung, sondern liefern sie in den meisten Fällen auch. Mit gravierenden Konsequenzen für jene Dinge, die du aufschiebst. Wer sich ständig auf die schnelle Befriedigung fokussiert, wird Meister in Aufschieberitis werden und im Leben wenig bis gar nichts weiterbringen!

Aufschieberitis

Deine Lösung: die Aufschieberitis-Challenge

Nun kennst du einen oder mehrere Gründe, die auf dich zutreffen und aus denen du Aufschieberitis betreibst. Was machst du aber nun damit?

Am besten meldest du dich noch heute zur Aufschieberitis-Challenge an!

Dort lernst du:

  • Strategien gegen diese 12 Gründe kennen
  • 37 Taktiken gegen Aufschieberitis im (Arbeits-)Alltag
  • 1 Schritt-für-Schritt-Anleitung gegen Aufschieberitis bei großen Vorhaben und Projekten

 

Alle weiteren Informationen zur Challenge findest du hier!

Fazit für dein Selbstmanagement

Setze Handlungen und keine Ausreden! Ausreden zu suchen ist relativ einfach, bringt dich aber keinen einzigen Schritt weiter. Ins TUN zu kommen ist eigentlich nicht viel schwerer, bringt dich aber sehr wohl weiter.

Was ist deine Meinung zu diesem Thema? Bist du jemand, der oft unter Aufschieberitis leidet? Und falls ja, warum?

Wie bekämpfst du deinen inneren Schweinehund und wie bezwingst du Aufschieberitis? Ich freue mich auf deine Antworten in den Kommentaren.

Mehr Aufgaben in weniger Zeit erledigen - mit meiner Not-to-do-Liste

Klar, eine To-do-Liste ist was Gutes und Wichtiges, aber mindestens ebenso wichtig ist eine Liste mit Dingen, die du unterlassen solltest, um produktiv und effizient sein zu können. In meinem kostenlosen Mitgliederbereich stelle ich immer wieder spannende PDF zur Auswahl. Die neueste Publikation ist meine Not-to-do-Liste, von der du sicher den einen oder anderen Punkt auch für dich verwenden kannst. Abschreiben ist also ohne Weiteres erlaubt.

Außerdem findest du da weitere spannende Publikationen wie zum Beispiel "10 goldene E-Mail-Regeln", eine "Checkliste zur Tagesplanung", "70 Dinge, die ich mit Evernote manage" und vieles mehr. Wie du in diesen kostenlosen Mitgliederbereich kommst? Ganz einfach hier unterhalb deine E-Mail eingeben und ein Passwort anfordern. Fertig!

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Thomas

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