7 Gründe, warum du deine Ziele nicht erreichst

Ziele hat eigentlich jeder Mensch, zumindest am 1. Jänner jedes Jahres. Die Ziellinie erreichen, tun aber die wenigsten. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, warum das so ist.

Als Beispiel, um die einzelnen Gründe besser zu veranschaulichen, nehmen wir das Ziel vieler Menschen dieser Erde, nämlich „Gewichtsreduktion“.  Du kannst hier natürlich auch ein beliebiges anderes Ziel einsetzen, dass du dir schon mal vorgenommen, aber noch nie umgesetzt hast.

Wir haben den ersten Jänner, es ist 0.01 Uhr und du schwörst dir in diesem Moment gerade, dass du mit dem Abnehmen beginnen willst. Also legen wir los:

Du beginnst nicht damit

Klingt irgendwie komisch oder, gerade schreibe ich noch vom „Beginnen“ und plötzlich steht da „du beginnst nicht damit“. Aber es ist tatsächlich so, viele Menschen setzen sich zwar Ziele, beginnen aber nie damit diese umzusetzen.

Mein Gott, heute ist der 1. Jänner, ich hab den Jahreswechsel groß gefeiert, da braucht der Körper halt noch einmal handfeste Kost. Am 2. Jänner kannst du dann auch nicht beginnen, denn da bist du bei Freunden zum Essen eingeladen. Am 3. Jänner würdest du dann zwar gerne beginnen wollen, aber leider hast du zu wenig Zeit um zu kochen, also muss schnell mal eine Pizza her. Am 4. Jänner ….

Und so weiter und so fort. Du merkst schon, du erfindest immer wieder Ausreden dafür, nicht damit beginnen zu müssen. Und je länger du ausreden suchst, umso weiter rückt das Ziel aus deinem Fokus. Am 21. Jänner brauchst du dann gar keine mehr zu suchen, denn da hast du dein Ziel ohnehin schon fast vergessen!

Was könnten die Ursachen sein, dass du nicht sofort beginnst?

  1. Das Ziel ist zu weit weg:
    Wenn du dir vorgenommen hast bis zum 31.Dezember zehn Kilogramm abzunehmen, dann ist das Ziel zu weit weg. Ach, damit kann ich ja im Februar auch noch beginnen, oder im März, oder im April.
    In diesem Fall musst du das Ziel vorverlegen, oder dir motivierende Teilziele suchen.
  2. Das Ziel ist zu wenig motivierend:
    Wenn du 90 kg hast und 10 kg abnehmen willst wird das vermutlich motivierend sein. Wenn du aber 200 kg hast und 10 kg abnehmen willst, wohl kaum, denn dadurch wird sich dein äußeres kaum verändern. Also suche dir motivierende Ziele!
  3. Das Ziel ist nicht hoch genug auf deiner Prioritätenliste:
    Das ist dann der Fall wenn du Ausreden suchst. Es ist dir dann eben wichtiger mit Freunden zu feiern und dabei auf nichts zu verzichten, als abzunehmen. Du nimmst dir nicht die Zeit gesund zu kochen und bestellst daher eine Pizza. Das bedeutet, das Ziel ist nicht hoch genug auf deiner Prioritätenliste.
    Stell dir vor eines Tages steht jemand mit einer Pistole vor dir, hält sie dir an den Kopf und sagt: In vier Wochen komme ich wieder, wenn du dann nicht 5 kg abgenommen hast drücke ich ab. Ich denke dann wäre das Ziel 5 kg abzunehmen ganz schnell an erster Stelle deiner Prioritätenliste. Du würdest bei deinen Freunden Salat essen anstatt den Schweinsbraten und anstatt Pizza zu bestellen würdest du gesund kochen, glaub mir!

Also kein Aufschieben mehr, denn das Morgen macht lediglich Versprechungen, nur das heute kann diese Versprechungen auch einlösen!

Wichtig ist daher täglich an seinem Ziel(en) zu arbeiten und sofort zu starten!

Du willst die Kosten nicht tragen

Jedes Ziel kostet etwas! Manche Ziele kosten Zeit, manche Schweiß, manche Leidenschaft und manche Geld. Und viele Ziele kosten Zeit, Schweiß, Leidenschaft und Geld!

Schon bei der Definition deines Zieles musst du dir daher auch überlegen, bin ich bereit diese Kosten zu tragen?

Bin ich bereit dazu, Salat zu essen während meine Freunde Schweinsbraten in sich hineinschaufeln? Bin ich bereit, mir die Zeit zu nehmen um gesund zu kochen? Bin ich bereit das Geld in gesunde Nahrung zu investieren, die ja bekanntlich wesentlich teurer ist als Fast Food?

Mach dir diese Kosten schon bei der Zielsetzung klar, dann hast du nachher keine Ausreden mehr, nicht am Ziel festzuhalten.

Du verschätzt dich

Es geht schneller? Es wird leichter? Es ist nicht mit hohen Kosten verbunden?  Oftmals verschätzen wir uns, was den Weg zum Ziel betrifft.

In unserem Beispiel der Gewichtsreduktion kann es vorkommen, das wir denken 10 kg abzunehmen klappt in zwei Monaten. So schnell geht es aber meistens nicht!

Als ich mit dem Training im Fitnesscenter begann, habe ich mir vorgenommen meinen damals schon leicht vorhandenen Schwimmreifen in einem halben Jahr gegen einen athletischen Körper zu tauschen. Eine schwere Fehleinschätzung, denn gedauert hat es fast ein ganzes Jahr länger, nämlich 18 Monate! Zum Glück habe ich trotz dieser massiven Fehleinschätzung an meinem Ziel festgehalten.

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Es sind nicht deine Ziele

Oftmals bekommen wir Ziele von anderen solange eingeredet und glauben nur, dass wir glauben es seien unsere. Egal ob vom Chef, vom Partner, von Verwandten, oder aber auch von der Werbung.

Wenn dir dein Partner einredet, dein Ziel muss es sein 10 kg abzunehmen, du dich aber ganz wohl fühlst so wie du bist, dann ist das nicht dein Ziel. Und sobald etwas nicht dein Ziel ist, wird auch die Umsetzung nur sehr träge bis gar nicht funktionieren.

Mach dir also klar, ob dieses Ziel auch wirklich dein Ziel ist!

Du bleibst nicht dabei

Oftmals startet man sehr engagiert, wenn man sich ein Ziel gesetzt hat. Die ersten Tage verlaufen super, es stellen sich auch erste kleine Erfolge ein. Aber je weiter man sich von dem Tag entfernt, an dem man das Ziel mit sich selbst vereinbart hat, umso nachlässiger wird man.

Du startest also mit dem abnehmen, hast erste Erfolge, die Waage zeigt schon 3 kg weniger an! Dann wirst du aber nachlässig. Dein Ziel ist nicht mehr so in deinem Fokus wie noch zu beginn, daher schwindet auch deine Motivation.

Des Rätsels Lösung ist ganz einfach. Schreibe deine Ziele auf, leg dir den Zettel auf deinen Nachtkästchen (oder speichere Sie in Evernote ab, dann hast du sie immer bei dir) und lies dir die Ziele jeden Abend und jeden Morgen durch.

Mach es dir zur Gewohnheit, deine Ziele immer und immer wieder zu lesen und sie so zu verinnerlichen und jeden Tag aufs neue in den Fokus zu rücken!

Du scheiterst, beginnst aber nicht von neuem

Eines ist ganz klar: Wer sich motivierende und nicht gerade einfach zu erreichende Ziele setzt, der kann auch scheitern. Und ein Qualitätsmerkmal der erfolgreichen Menschen in unserer Gesellschaft ist es, nach dem Scheitern nicht aufzugeben, sondern es einfach von neuem zu versuchen.

Als bestes Beispiel dafür dient Thomas Edison, der Erfinder der Glühbirne. Er hat über 1200 Versuche mit den verschiedensten Materialen benötigt, um zum ersten Mal eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Hätte er nach dem ersten, oder dem hundertsten oder dem tausendsten Mal aufgegeben, säßen wir heute vielleicht noch im Dunkeln ;-).

Jeder von uns kann einmal hinfallen, wichtig ist aber, dass man dann wieder aufsteht und weiter konsequent sein Ziel verfolgt.

Du hast zu viele Ziele

Ich habe in meinen Coachings mit vielen Menschen gearbeitet die extrem Ehrgeizig und extrem engagiert waren. Sie hatten aber ein Problem, nämlich zu viele Ziele. Oft sogar so viele, dass sie sich gar nicht jedes einzelne merken konnten.

Wenn du neben dem Ziel abzunehmen noch 25 andere Ziele verfolgst, dann ist das Ziel abnehmen eines von vielen. Du wirst möglicherweise nur einmal pro Woche daran denken und daher wirst du, wie mit den 25 anderen vermutlich auch, keinen Erfolg haben.

Wenn du wirklich konzentriert, fokussiert und intensiv an deinen Zielen arbeiten willst, dann darfst du maximal fünf Ziele haben. Das ist überschaubar und auch durchführbar.

Bist du bei einem Ziel an der Ziellinie angekommen, kannst du dir gerne das nächste auf deiner Prioritätenliste wählen.

Soweit also sieben mögliche Gründe, warum du deine gesetzten Ziele nicht erreichst. Kommt dir der eine oder andere Punkt bekannt vor? Hast du vielleicht noch weitere Gründe identifiziert warum es bei dir nicht klappt? Dann hinterlasse mir (uns) doch einen Kommentar!

Ich freu mich darauf!

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße,

Thomas

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und Invalid shortcode attributes.

2017-09-29T11:06:15+00:001 Comment

One Comment

  1. Sabine 17. Juli 2013 at 07:41 - Reply

    Wahnsinn, ich hab mich in diesem Artikel erschreckend oft wiedererkannt. Besten Dank für die viele guten Infos. Ich hoffe ich lerne für die Zukunft daraus!

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