Seit ich Achtsam durch leben gehe, lache ich über viele Situationen die mich vor einem Jahr noch zu einem Wutanfall gebracht hätten. Wie ich das geschafft habe und was das alles mit deinen inneren Landkarten zu tun hat, verrate ich dir jetzt.

Um in das Thema Achtsamkeit ein wenig besser einsteigen zu können, muss ich aber ein wenig ausholen:


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Deine inneren Stadtpläne und Landkarten

Deine Einstellungen, Vorurteile, Überzeugungen, Werte, Gefühle, sowie die Art und Weise wie du die Dinge siehst, sind die Quelle deines Denken und Handelns.

All diese Dinge geben dir den Weg vor, wie du dein Leben lebst und wie du in gewissen Situationen reagierst. Insofern lassen sie sich gut mit Stadtplänen oder Landkarten vergleichen, auch die geben dir Wege vor die du nehmen kannst, oder musst.

Wie entstehen diese Stadtpläne in dir?

Einer der gewichtigsten Gründe warum du so tickst wie du tickst ist die Erziehung, die du genossen hast. Aber auch das Land oder noch besser die Kultur in der du aufgewachsen bist, trägt einiges zur Ausbildung dieser inneren Stadtpläne bei. Zu guter letzt kommen dann natürlich auch noch die Erfahrungen, die du in deinem bisherigen Leben schon gesammelt hast hinzu.

Warum brauchen wir diese Stadtpläne?

Die Antwort ist schlicht und simpel: Sie geben uns Sicherheit!

Versetze dich einmal in folgende Situation:

Du kommst in eine fremde Stadt, in der du noch nie zuvor in deinem Leben gewesen bist. Du hast keinen Stadtplan und auch keinen Plan der öffentlichen Verkehrsmittel, oder ähnliches bei dir. Sprich du hast keinerlei Orientierung. Das heißt du wirst dich nur sehr unsicher fortbewegen.

Ähnlich ist es, wenn du in eine neue Situation kommst, in der du noch nie warst, zum Beispiel ein Vorstellungsgespräch. Dadurch, dass du noch nie in deinem Leben ein Vorstellungsgespräch hattest, hast du auch absolut keine Erfahrungen wie so etwas abläuft und was da auf dich zukommt. Ähnlich wie in der fremden Stadt ohne Stadtplan wirst du auch hier sehr unsicher und vorsichtig agieren. Du wirst besonders nervös sein, denn in deinem Kopf sind noch keine Stadtpläne mit dem Namen Vorstellungsgespräch gespeichert.

Das Gegenteil ist der Fall, wenn du Dinge tust die du schon 1.000 mal gemacht hast. Diese Dinge werden fast schon automatisiert ablaufen, quasi auf Autopilot. Du brauchst nicht mehr über jedes kleine Detail nachdenken und wirst deine Arbeit mit großer Sicherheit erledigen. Warum? Weil dein innerer Stadtplan schon sehr ausgefeilt ist. Es sind viele Straßen und Wege eingezeichnet, weil du in der Vergangenheit schon viele Erfahrungen zu diesem Thema gemacht hast.

Nimm hier als Beispiel deinen Weg in die Arbeit. Den hast du vermutlich schon viele male zurückgelegt. Du weißt wie die Einbahnregelung aussieht, wo du auf den Rechtskommenden aufpassen musst, welche Ampeln wie geschalten sind und wie du im Notfall einen Stau gut umfahren kannst.

Ähnlich wird es sein wenn du bei deinem 20. Vorstellungsgespräch sitzt. Die Fragen sind sich vermutlich sehr ähnlich, du weißt wie du darauf antworten musst und was dich erwartet. Mit der Konsequenz, dass du viel entspannter, ruhiger und vor allem sicherer in dieses Gespräch gehen wirst, als in das Erste. Denn deine innerer Stadtplan hat sich mittlerweile ausgebildet!

Warum du aus diesen Karten und Plänen ausbrechen solltest

Deine Stadtpläne sind sehr subjektiv! Sie können sehr realitätsnah, aber auch realitätsfremd sein.

[Tweet „Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern wie wir glauben, dass sie sind!“]

Das Ausbrechen aus diesen Karten hat zur Folge, dass wir überprüfen können wie nahe an der Realität unsere Karten tatsächlich sind.

Gründe deine Landkarten zu aktualisieren und zu erweitern:

  • Nutze auch mal andere Straßen auf deiner Landkarte, denn wenn du immer nur die selben Straßen im selben Stadtteil verwendest wirst du hilflos sein wenn du einmal einen anderen nehmen musst (zum Beispiel im Falle eines Staus oder eines Umbaus). Also erweitere ab und zu einmal deinen Horizont!
  • Du gewinnst an Sicherheit im Umgang mit neuen Situationen. Tust du das nicht, wirst du auf neues im Leben immer mit viel Angst und Misstrauen reagieren.
  • Nur durch die Erweiterung deiner Landkarten, kannst du auch deine Persönlichkeit weiterentwickeln und zu einer Persönlichkeit werden.
  • Das Leben ist keine Einbahnstraße. Es können sich Einbahnstraßen umdrehen, deine Ampeln hinzukommen oder Straßen verschwinden. Daher musst du dein Navi ständig aktualisieren.

Wie kann man aus diesen Karten ausbrechen?

Die Antwort darauf lautet: Paradigmenwechsel!

Mein größter Paradigmenwechsel war folgender:

[Tweet „Du kannst niemanden ändern, wenn der betreffende das nicht will. Du kannst nur dich und deine Einstellung dazu ändern!“]

Du kannst nur jemanden ändern, wenn der das auch will. Eine gute Metapher die ich zu diesem Thema gefunden habe ist: Diese Türe sperrt nur von innen.

Seither lebe ich viel angenehmer, weil die Last jemanden unbedingt ändern zu müssen weg ist! Als Fußballtrainer oder Sportmentaltrainer arbeite ich seither viel besser. Will er Veränderung, ist es gut. Will er es nicht, ist es seine Entscheidung und damit auch sein Pech.

Ich bereite natürlich die Basis und das Umfeld dafür auf, dass ihm eine Änderung so leicht und einfach wie möglich fällt. Ich lade ihn dazu ein, ich motiviere ihn dazu! Aber umsetzen muss es der Sportler dann selbst.

Hier noch ein sehr lustiges Beispiel für einen Paradigmenwechsel:

Es ist findet eine Marineübung mit vielen Schiffen statt. Am Tag der Übung ist es sehr nebelig und es stehen schwere Manöver an.

Der Späher des Schiffes meldet an den Admiral: „Licht voraus“. Damit befindet sich das Schiff des Admirals auf Kollisionskurs. Also befiehlt der Admiral ein Leuchtzeichen an das entgegenkommende Licht zu geben, dass dieses seinen Kurs um 20 Grad Backbord zu ändern hat. Aber es kommt ein Leuchtsignal retour: „Ändern Sie Ihren Kurs um 20 Grad Backbord“. Der Admiral ist erbost, schließlich hat er den höchsten Rang aller teilnehmenden Offiziere. Er befiehlt dem entgegenkommenden Licht nochmals: „Kurs um 20 Grad Backbord ändern“. Die Antwort lässt nicht lange auf sich warten: „Nein ändern sie ihren Kurs um 20 Grad.“ Der Admiral kocht vor Wut und gibt folgendes Signal durch: „Ich bin der Admiral dieser Flotte und sie haben meinen Befehlen zu gehorchen. Also ändern sie ihren Kurs um 20 Grad Backbord, aber sofort!“.

Das Lichtsignal das retour kam, bewirkte beim Admiral aber einen Paradigmenwechsel: „Ich bin lediglich Unteroffizier, sie sollten ihren Kurs aber trotzdem um 20 Grad ändern, denn ich sitze in einem Leuchtturm.“

Der Admiral wechselte sein Paradigma und den Kurs um 20 Grad Backbord. 🙂

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Was das alles mit Achtsamkeit zu tun hat

Überprüfe sein eigenes Verhalten immer wieder. Das funktioniert aber nur, wenn du achtsam bist!

Die falsche Landkarte

Du hast am Morgen Streit mit deiner Freundin. Du steigst ins Auto und wirst auf der Fahrt ins Büro von einem Autofahrer geschnitten, du schimpft und zeigst den Stinkefinger. Er zeigt dir den selbigen, was dich noch wütender macht. Dann ist dein Parkplatz in der Firma belegt und du bekommst auch noch eine freche Antwort eines Kollegen und schon ist der ganze Tag im A.

Die richtige Landkarte

Du hast am Morgen Streit mit deiner Freundin. Du steigst in dein Auto und bist kurz einmal achtsam. Durch diese Achtsamkeit nimmst du wahr, dass du im Moment sehr aggressiv drauf bist. Du nimmst dir eine Minute Zeit und machst eine Übung die ich dir gleich noch vorstellen werde.

Du fährst ins Büro und ein anderer Autofahrer schneidet dich. Aber anstatt in ihm den Stinkefinger zu zeigen, lächelst du und erhebst nur freundlich den Zeigefinger. Er entschuldigt sich bei dir.

Du kommst ins Büro, dein Parkplatz ist belegt, aber ein wenig weiter ist ohnehin noch einer frei und so kannst du die Sonnenstrahlen ein wenig länger genießen.

Den frechen Kollegen gibst du eine schlagfertige Antwort die das ganze Büro zum lachen bringt.

Fazit: Ein cooler Tag!

Du alleine bestimmst auf welcher Landkarte du unterwegs bist. Nicht deine Freundin, ebenso wenig wie der Autofahrer, oder der freche Kollege. Du alleine bist es, der bestimmt ob er die Landkarte „Aggressivität“, oder die Landkarte „ich bin ruhig und gelassen“ wählt.

Atemübung und Trigger

Das Problem: Im Alltagstrott vergessen wir ab und zu darauf Achtsam zu sein. Nutze daher Trigger und Erinnerungen: Ein PostIt das auf deiner Amatur im Auto. Ein Pop-Up am Computer das regelmäßig aufgeht, oder ein Aufkleber auf der Eingangstüre zu deiner Wohnung.

Sei achtsam und du hast ein besseres Leben!

Hier eine Atemübung dazu:

[youtube tfetFVePqWo]

Hier geht es zum Video bei Youtube!

Buchempfehlung „Sei Achtsam“

Wenn du mehr zu diesem Thema lesen und erfahren willst, dann empfehle ich dir dieses Buch hier:

Fazit für dein Selbstmanagement

Seit ich achtsamer durch das Leben gehe, habe ich wesentlich öfter Landkarten und Stadtpläne am laufen, die mir das Leben wesentlich einfacher machen.

Ja klar, auch die Landkarte „Aggressivität“ kommt ab und zu zum Vorschein, aber nicht mal mehr annähernd so oft, wie das noch der Fall war bevor ich auf das Thema Achtsamkeit gestoßen bin.

Hast du Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, Stadtplänen und Landkarten gemacht? Schaffst du es von einer Landkarte mit der du dich wenig wohl fühlst, auf eine die dir besser tut zu wechseln? Hinterlasse mir doch einen Kommentar mit deinen Erfahrungen und Botschaften. Ich freue mich darauf!

Hol dir jetzt meine - Stressless Weihnachts Checkliste

Viele Menschen, vielleicht ja auch du, empfinden die Weihnachtszeit als besonders stressig und mühsam. Ich finde das gar nicht, denn ich habe einen klaren Plan, wann ich was erledige.

Diesen Plan habe ich nun ein wenig ergänzt und in eine Checkliste gegossen. Eine Checkliste mit der du sicherstellst, dass die Weihnachtszeit für dich diesmal weder stressig noch mühsam wird und dass du sie in vollen Zügen genießen kannst. Und als kleinen Bonus findest du noch ein paar coole Ideen für Weihnachtsdekos auf der Liste.

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Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße

Thomas

Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Premium-Plattform SelbstmanagementRocks!

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