Das Experiment: Die tägliche Reflexion

Mein Experiment für den Mai war die tägliche Reflexion und die Auswirkungen auf meine Produktivität zu beobachten. In diesem Artikel und Podcast will ich dir die Vorteile und Auswirkungen, aber auch die Probleme die ich bei der täglichen Reflexion hatte, ein wenig näher bringen. Ganz am Ende präsentiere ich dir dann mein Fazit aus diesem Experiment.


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Die tägliche Reflexion

Zunächst möchte ich dir einmal die Grundvoraussetzungen näher bringen: Ich habe mich dafür entschieden täglich (abends) ca. 10 Minuten zu reflektieren. Die Ergebnisse dieser Reflexion wurden in Evernote notiert. Alles Weitere habe ich völlig offen gelassen, was sich aber später als Problem herausstellen sollte. Beginnen wir aber zunächst einmal mit den positiven Elementen.

Die Vorteile täglicher Reflexion

Ich habe das Thema Reflexion ja schon im Podcast 22 behandelt. Wenn du mit dem Thema noch nicht so vertraut bist, empfehle ich dir zunächst einmal diese Podcast-Folge zu hören und dann wieder zurück zu diesem Artikel zu kommen.

Es bringt neue Einsichten und erweitert den Horizont

Wer sich täglich mit der von ihm erbrachten Leistung beschäftigt, der wird zwangsweise neue Einsichten finden und immer öfter über den Tellerrand blicken können. Dazu ist es zwar nicht notwendig täglich zu reflektieren, aber natürlich auch nicht hinderlich.

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Ich will rocken!

Du kannst überprüfen, ob du noch am richtigen Weg bist (rauszoomen)

Man verzettelt sich sehr oft mit Kleinigkeiten und Dingen die mit dem Gesamtprojekt im Prinzip nichts zu tun haben. Bei der täglichen Reflexion wird das schonungslos aufgedeckt. Viele Entscheidungen die du im Laufe des Tages getroffen hast, kannst du noch am selben Tag überdenken und möglicherweise korrigieren. Das hat den großen Vorteil, dass du sehr flexibel bleibst.

Du kannst Szenarien ausarbeiten, um künftig nicht die gleichen Fehler zu machen

Bei der täglichen Reflexion ist man sehr nahe am Tagesgeschäft. Das mag einerseits ein Nachteil sein, in diesem Punkt ist das aber ein großer Vorteil. Kommst du bei der Reflexion drauf, dass gewisse Dinge anders gemacht gehören, kannst du sehr zeitnah darauf reagieren. Ich habe meine Arbeitsprozesse im Laufe dieses Monats mehrfach überarbeitet. Vor allem der Umgang mit Störungen wurde wesentlich effizienter. Und das alles nur weil ich reflektiert habe und entsprechend darauf reagiert habe.

Du weißt worauf du den Fokus legen musst

Das herauszoomen hilft auch, um den Fokus richtig zu setzen. Wenn du dich heute in diversen Kleinigkeiten verzettelt hast, musst du morgen den Fokus darauf legen, dich wieder auf das Wichtige zu konzentrieren.

Ich habe im Experiment-Zeitraum an meinem neuen Buch geschrieben und festgestellt, dass es mich wesentlich produktiver machte, wenn ich den Fokus zeitnah neu ausrichten kann.

Reflexion kann neue Denkweisen und Ideen produzieren

Während der Reflexion kamen mir jede Menge neuer Ideen in den Kopf. Das ist einerseits natürlich toll, andererseits aber auch sehr überfordernd. Schließlich will man die Ideen ja möglichst schnell umsetzen, aufgrund der Fülle der Ideen ist das aber nicht möglich. So musst du dich, zumindest für den Moment, auf die wichtigsten Einfälle konzentrieren, und die anderen im „Ideen und Inspirationen“-Notizbuch speichern.

Soweit also ein paar Vorteile der täglichen Reflexion, kommen wir nun zu den Nachteilen.

Die Probleme täglicher Reflexion

Natürlich gab es nicht nur Vorteile oder positive Punkte, sondern auch einige Probleme. Die wichtigsten liste ich dir hier auf:

Finde dein Ritual

Wo machst du es? Wie lange? Wie ist der Ablauf? Ich habe mehrere Versuche gebraucht um das optimale Ritual für meine tägliche Reflexion zu finden. Zuerst habe ich es im gehen probiert, was aber nicht geklappt hat, da das mitschreiben im gehen ein wenig kompliziert war. Auch in meiner Wohnung fand ich nicht den richtigen Ort um produktiv reflektieren zu können. Im dritten Versuch klappte es dann, mein Lieblingscafé musste als Ort herhalten. Dort hat es sehr gut geklappt, allerdings muss ich zugeben auch ein paarmal geschwänzt zu haben. Der Grund ist denkbar einfach: Nicht immer wollte ich abends noch raus, schon gar nicht bei schlechtem Wetter.

Gerade für die Reflexion ist es wichtig, einen geeigneten Ort zu finden, an dem man sich wirklich wohl fühlt und sinnvoll reflektieren kann.

Finde deinen Ablaufplan

Sich nur hinzusetzen und zu überlegen funktioniert nicht! Das Problem dabei ist, dass die Gedanken zu sehr abschweifen. Also habe ich für mich einen Ablaufplan entwickelt und diesen in der Folge sehr genau eingehalten:

Zunächst habe ich meine Termine und ToDo-Listen geöffnet. Bei mir befindet sich beides in ein und derselben Notiz (mehr dazu findest du im Artikel über die Wochenplanung).

Danach habe ich jeden Termin und jede Aufgabe genau analysiert: Was war gut? Was war schlecht? Hätte man gewisse Dinge, oder den ganzen Termin, eliminieren können? Hätte es mehr Vorbereitung gebraucht? Woran lag es, dass ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden war? Diese und viele andere Fragen habe ich mir bei der Analyse gestellt.

Im nächsten Schritt habe ich dann versucht heraus zu zoomen und das Projekt als großes Ganzes zu betrachten. Das hat mir dabei geholfen die kommenden Schritte sehr effizient planen zu können und das verzetteln bzw. abgleiten auf Nebenkriegsschauplätze zu vermeiden.

In der Folge habe ich alle Fehler notiert und die entsprechenden Gegenstrategien entwickelt. Daraus ergab sich dann auch oft der Fokus für den morgigen Tag.

Alle Ideen die mir bei der Reflexion eingefallen sind, habe ich im Notizbuch „Ideen und Inspirationen“ gespeichert.

Dieser Ablaufplan hat mir sehr geholfen produktiv und effizient zu bleiben und die Reflexion innerhalb von 10 Minuten zu erledigen.

Umsetzung planen

Die Planung der Umsetzung war ein weiteres Problem. Denn oftmals gab es Dinge, die sich nicht gleich am nächsten Tag umsetzen ließen. Viele davon werden vielleicht erst in Wochen, Monaten, oder gar Jahren wieder aktuell. Aber wie speichert man diese Dinge ab, damit man auch in Zukunft davon profitieren kann?

Ich muss ehrlich sagen, ich habe keine praktikable Lösung für dieses Problem gefunden. Ich habe mir einfach eine Notiz erstellt, in der ich alle diese Einträge speichere. Wirklich zufrieden bin ich mit dieser Lösung aber nicht.

Fazit für dein Selbstmanagement

Selbstreflexion: Ja, auf alle Fälle! Allerdings halte ich eine tägliche Reflexion nicht für notwendig. Ich werde zukünftig probieren Dienstag, Donnerstag und Sonntag eine Reflexion durchzuführen. Für meinen Bedarf sollte das reichen!

Ob du eine tägliche, wöchentliche, oder monatliche Reflexion brauchst, kannst du nur durch Versuch und Irrtum herausfinden.

Als Ergebnis kann ich festhalten, dass mich regelmäßige Reflexion auf alle Fälle produktiver und effizienter gemacht hat, vor allem innerhalb meiner Aufgaben und ToDo-Listen die während des Tages zu erledigen sind. Aber auch meine Projekte habe ich wesentlich effizienter abgearbeitet, auch dabei hat mir die tägliche Reflexion sicher sehr geholfen hat.

Ich kann dir also nur empfehlen Selbstreflexion anzuwenden, denn du wirst davon profitieren!

Genieße deinen Tag,

Thomas

P.S.: Das Realtime-Experiment für den Juni ist der „Power Nap“. Ich werde dir also Anfang Juli erzählen, ob mich der tägliche „Power Nap“ produktiver gemacht hat, oder nicht!

P.P.S.: Dieser Text wurde mit Spracherkennungssoftware erstellt (so bin ich dreimal schneller als mit tippen)!

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2017-07-05T06:45:46+00:0013 Kommentare

13 Comments

  1. Mathis 5. Juni 2014 um 09:39 Uhr - Antworten

    Hey Markus,
    ein interessanter Artikel! Vielleicht ist es eine Überlegung Wert, einmal etwas präzisierter selber so ein Reflektionsritual zur Gewohnheit zu machen.

    Aber kann es vielleicht sein, dass du den Artiel etwas übersetzt geschrieben hast? Es sind nämlich doch einige Fehler im Text, die teilweise den Lesefluss etwas stören. Will jetzt nicht den Korrektor raushängen lassen, also lies einfach nochmal drüber.

    Viele liebe Grüße,
    Mathis

    • Thomas 5. Juni 2014 um 09:59 Uhr - Antworten

      Hi Mathis!

      Ich habe den Artikel mit Spracherkennungssoftware „geschrieben“ und leider ist mir die unkorrigierte Version reingerutscht. Ohne dich hätte ich das nicht bemerkt, daher vielen Dank für den Hinweis.

      By the way, ich heiße Thomas 😉

      lG Thomas

      • Mathis 5. Juni 2014 um 12:52 Uhr - Antworten

        Entschuldige vielmals Thomas,

        so etwas passiert wenn man während man einen Kommentar schreibt eine Facebookunterhaltung führt. Multi-Tasking ist einfach nie eine gute Idee.

        Mathis

        • Thomas 5. Juni 2014 um 13:29 Uhr - Antworten

          Kein Problem Mathis! 🙂

  2. Stefan Ginal 5. Juni 2014 um 11:39 Uhr - Antworten

    Hallo Thomas,

    Reflexion steht schon länger auf meiner ToDo Liste 🙁
    Dank Deiner Erfahrung kann ich es jetzt gezielter angehen.

    Vielen Dank!!

    LG
    Stefan

    • Thomas 5. Juni 2014 um 13:30 Uhr - Antworten

      Sehr gerne Stefan! Geh es an, ich kann es dir nur empfehlen.

      lG Thomas

  3. Jeanette 5. Juni 2014 um 18:16 Uhr - Antworten

    Hallo Thomas
    Habe soeben den Podcast 57 von der täglichen Reflexion gehört.
    Ich habe alle deine Podcasts gehört und schon viel profitiert.
    Zu deiner offenen Frage für die Ideen und Tips für zukünftige Projekte:
    Ich glaube der Thomas würde das so lösen:
    Er öffnet Evernote, macht sich ein neues Notizbuch und nennt es «DAS NEUE BUCH». Hier drin landen nun deine Erfahrungen, Tips und Ideen aus den Reflexionen, egal ob du je ein weiteres Buch schreibst oder nicht. Du siehst ich hab‘ von dir gelernt…

    Jeanette

    • Thomas 5. Juni 2014 um 18:50 Uhr - Antworten

      Hallo Janette!
      Vielen Dank für deine Treue und dein Feedback.
      Deine Idee finde ich gut, hatte ich sogar auch schon überlegt. Ich denke ich werde hier wieder einige Dinge ausprobieren, aber das wird wohl eher ein Langzeitprojekt :-).
      Auf alle Fälle freut es mich, dass du von meinen Ideen profitierst und sie gleich zur Anwendung bringst :-).
      Vielen Dank dafür!
      lG Thomas

  4. Johannes 8. Juni 2014 um 15:36 Uhr - Antworten

    Wie immer ein sehr hilfreicher Artikel, mein Lieber 😉

    Ich glaube auch, dass eine tägliche Reflexion nicht notwendig ist. In einem Buch, was ich gelesen habe wird erzählt, dass sich ein amerikanischer Top-Manager jeden Samstag zurückgezogen hat und eine bis zwei Stunden seine ganzen Tätigkeiten und Gespräche, die er geführt hat nochmals hinterfragt hat. Das halte ich für sinnvoll.

    • Thomas 8. Juni 2014 um 15:45 Uhr - Antworten

      Hi Ja stimmt, zu diesem Fazit bin ich auch gekommen. Es ist auf alle Fälle zu viel. Ich teste jetzt mal 3 x pro Woche. Vielleicht gehe ich auch wieder auf 1x wöchentlich zurück. Mal sehen!

      lG Thomas

  5. […] in seinen täglichen Routinen gefangen. Wie du ja weißt versuche ich auch bei mir zu Hause in Wien regelmäßig zu reflektieren. Aber trotzdem hat einen der Alltag irgendwie in […]

  6. […] Was lief in letzter Zeit gut? Was schlecht? Wo muss ich mich verbessern? Was muss ich besser machen? Hast du dir über diese Fragen schon mal Gedanken gemacht? Die meisten machen sich darüber kaum, oder viel zu selten Gedanken. Wenn du dich aber persönlich weiterentwickeln willst, dann ist es unumgänglich sich diese Fragen regelmäßig zu stellen. Hier findest du einen weiterführenden Artikel zum Thema Reflexion. […]

  7. […] alles sind wichtige Fragen, die du dir beim Reflektieren stellen solltest. Du kannst täglich reflektieren oder, wie ich es mittlerweile mache, wöchentlich. Samstag ist der Tag, an dem ich mir meine […]

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