Der Weg vom Workaholic zum Mentor – Interview mit Paul Misar

Knapp 30 Flugtickets innerhalb von 6 Wochen. 7 Tage die Woche nur Termine. Lebensqualität null. Keine Zeit für dich und die wirklich wichtigen Dinge des Lebens? Das war das Leben von Paul Misar. Wie er das geändert hat, welches Business er aufgebaut hat und wie sein jetziger Tagesablauf aussieht, erfährst du im Interview.


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Transkript des Interviews:

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast.   #00:00:17-6#

Hallo und ein herzliches Willkommen zur 261. Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold, und ich freue mich sehr, dass du mir und meinem Gast wieder dein Ohr leihst. Heute ist Paul Misar bei mir. Paul hat eine ganz besondere Geschichte, nämlich vom Workaholic zu jemandem, der es bedeutend ruhiger und chilliger angeht. Er hat dreißig Flugtickets in knapp sechs Wochen verbraucht, hat sieben Tage die Woche nur Termine gehabt hat, kaum Lebensqualität und keine Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Er hat jede Menge Firmen gekauft und verkauft und ein ganzes Firmenimperium mit mehreren Niederlassungen besessen. Inzwischen pendelt er zwischen Wien und Mallorca hin und her und macht sein Business relativ gelassen.  #00:01:18-2#

Begleite uns in diesem Podcast auf dem Weg, wie es Paul von einem Workaholic zu jemandem geschafft hat, der in aller Ruhe sein Business vorantreibt. Er hat noch immer dreizehn Firmen, und wir plaudern darüber, wie er seine Leidenschaft, seine Lebensmission, wie er es nennt, gefunden hat. Außerdem beleuchten wir wichtige Punkte seines Tagesablaufs. Und heute lohnt es sich besonders, den Podcast bis zum Ende anzuhören, denn es gibt zwei Überraschungen, die Paul mitgebracht hat. Also unbedingt bis zum Ende dranbleiben! Und jetzt Ring frei für das Interview mit Paul Misar. #00:02:00-7#

Thomas: Hallo Paul, vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich habe dich im Intro schon ein wenig vorgestellt, aber du kennst dich selbst am besten. Deswegen stell dich bitte kurz vor, wer bist du, und was genau machst du? #00:02:12-1#

Paul: Herzlichen Dank, dass ich dabei sein darf. Es freut mich sehr. Was bin ich, was mache ich? Gute Frage. Ich bin ein Landsmann von dir und in Wien geboren. Als Kind lebte ich in einfachen Verhältnissen in einem Arbeiterbezirk. Wie wahrscheinlich viele der Zuhörer bin ich den klassischen Weg gegangen. Ich habe eine Karriere als Angestellter gemacht und mich mit Anfang zwanzig in einem Großkonzern hochgearbeitet. Ich habe im Verkauf begonnen. Mit vierundzwanzig Jahren war ich Verkaufsleiter, mit fünfundzwanzig Marketingleiter. Dann habe ich mir die Frage gestellt, „was passiert die nächsten fünfundvierzig Jahre meines Lebens?“ Sehr schnell habe ich erkannt, dass ich nicht der typische Großkonzernmensch bin. Ich bin ein Freidenker, weil Freiheit und Selbstbestimmtheit zu meinen wichtigsten Werten gehören. #00:03:09-3#

Dann habe ich mich sehr bald selbständig gemacht. Da war ich Mitte zwanzig. Mittlerweile bin ich Serienunternehmer. Ich habe in meinem Leben über dreißig Firmen besessen und habe dann mit Mitte dreißig beim Verkauf meiner ersten Firma gemerkt, dass das Verkaufen einer Firma mehr Spaß machen kann als das Betreiben einer Firma. Ich habe all die Jahre Firmen beziehungsweise Beteiligungen an Firmen gekauft, die gute Produkte oder ein gutes Kerngeschäft haben, aber wo es aus irgendwelchen Gründen Probleme gab, seien es Nachfolgeprobleme oder weil das digitale Zeitalter verschlafen wurde. Nach zwei, drei Jahren habe ich sie wieder verkauft, und daraus habe ich ein eigenes System entwickelt. Aktuell habe ich dreizehn Firmen, davon einige im Immobilienbereich. Immobilien sind meine zweite Passion. Ich habe relativ früh begonnen, in Immobilien zu investieren. Meine erste große Firma war eine Gruppe, die Niederlassungen in sieben Märkten Europas hat. Und weil sie schnell gewachsen ist, habe ich die ganzen Immobilien anfangs nicht gekauft, sondern gemietet. #00:04:18-3#

Irgendwann habe ich mir ausgerechnet, wie viel Miete ich für meine Bürogebäude und die ganzen Lagerhallen zahle. Meine Vermieter bekamen automatisch monatlich das Geld, und ich musste meine Verkäufer immer in den Hintern treten, damit genug Geld reinkommt, um alle Fixkosten bezahlen zu können. Dann habe ich mir gedacht, dass ich doch ein richtiger Volldepp bin, weil ich kein passives Einkommen habe. Diese Erkenntnis hat bei mir einen Schalter umgelegt, und dann habe ich damit begonnen, bewusst eine Geldmaschine zu bauen und passives Einkommen zu produzieren. Das, was ich heute aufgebaut habe, das hat mit sehr vielen negativen Erfahrungen in die falsche Richtung begonnen. Irgendwann merkt man, dass man auf dem falschen Weg ist.  #00:05:07-7#

Dank guter Mentoren bin ich dann relativ schnell wieder auf den richtigen Weg gekommen. Du kannst dir vorstellen, da war ich Mitte dreißig, ich bin jetzt knapp über fünfzig, und die letzten fünfzehn Jahre habe ich so viel erlebt, wie andere in zwei Menschenleben nicht schaffen. Aber das war nur, weil ich das Gefühl hatte, ein bisschen spät dran zu sein. Dann habe ich mir die besten Mentoren gesucht, die ich kriegen konnte, und das war eine meiner klügsten Entscheidungen. #00:05:41-5#

Thomas: Haken wir da ein, wo du die Firmen mit verschiedenen Niederlassungen erwähnt hast. Ich habe gelesen, dass du knapp dreißig Flugtickets innerhalb von sechs Wochen verbraucht hast und sieben Tage in der Woche Termine hattest. Deine Lebensqualität war null, und du hattest keine Zeit für die wirklich wichtigen Dinge. Nimm uns ein bisschen mit auf die Reise, wie das damals war und wie du es geändert hast. #00:06:00-2#

Paul: Ich habe so ziemlich alles falsch gemacht im Leben, außer dem Geldverdienen, das hat einigermaßen gepasst. Aber auch da waren viel zu viele Fremdparameter mit im Spiel. Ich habe die Firmen zu sehr mit Banken aufgebaut, das heißt, ich war in zu großen Abhängigkeiten. Ich hatte das Gefühl, dass ich vor irgendetwas flüchte. Ich habe mir eingeredet, dass ich so viel unterwegs sein muss, weil ich so fleißig bin und so viel arbeiten muss. Ich war ein Workaholic. Aber alle, die es ein bisschen übertreiben, die nicht mehr in der Balance sind und sich nur noch auf die Arbeit konzentrieren, die haben ein Fluchtproblem. Sie wollen sich irgendeiner Sache nicht stellen. Ich kann es zumindest von mir sagen, damals habe ich eine Beziehung gehabt, die im Argen war. Irgendwann, als ich auf die Vierzig zugegangen bin, habe ich mich gefragt, warum ich Depp in meinem Leben so viele unwichtige Dinge geplant habe, von der Gartengestaltung über den Swimming Pool bis hin zu den Steinen, die ich mir aus England importieren ließ, um einen Brunnen in meinem Garten zu bauen. Nur mein eigenes Leben, das hatte ich nicht geplant. #00:07:22-1#

Und dann habe ich mir gedacht, dass wahrscheinlich neunzig Prozent der Menschen mehr Zeit darauf verwenden, ihre Urlaube zu planen als das eigene Leben. Und das hat bei mir einen Schalter umgelegt. Ich dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann? Ich habe mir neun Tage Auszeit genommen und habe mich in das Wellness Hotel von Willy Dungl in Gars am Kamp an der tschechischen Grenze zurückgezogen. Dort habe ich Stille zelebriert und außer Laufen, Sauna, Schwimmen und mich mit mir selbst beschäftigen nichts gemacht. Während ich beim Laufen die Rehe beobachtet habe, habe ich über mein Leben nachgedacht und was ich besser machen könnte. Dann habe ich in der Stille ein Projekt begonnen, wo ich gesagt habe, dass ich mein Lebensdrehbuch neu schreibe. Mittlerweile gibt es ein fünftägiges Seminar auf Mallorca dazu. Die Teilnehmer durchleben in Begleitung das, was ich damals gemacht habe. Sinn dieser Sache war zu schauen, wo ich in zehn Jahren stehen möchte, wenn ich im Leben all das ändern könnte, was ich wollte. Heute weiß ich, dass es möglich ist.  #00:08:52-2#

Da waren ganz verrückte Sachen dabei, wie etwa, dass ich Bücher schreiben wollte. Mit sechzehn Jahren habe ich einen Schreibwettbewerb gewonnen, aber danach habe ich lediglich Geschäftsberichte und Firmenkorrespondenz geschrieben. 2009 ist dann mein erstes Buch entstanden. Die zweite Sache war, dass ich in der Schule gerne Theater gespielt habe. Das hat mir großen Spaß gemacht. Danach bin ich jedoch nie wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten. Fernsehen wäre ganz lustig, vielleicht mal einen Kinofilm, dachte ich mir. Achtzig Prozent dieser Sachen haben sich nachher erfüllt, nicht alles hundertprozentig, aber doch sehr vieles. Zum damaligen Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wie manches zusammenpasst. Da waren so viele unterschiedliche Dinge drin. Das ging von einer großen Immobilienentwicklungsfirma hin zu Seminaren und ein bisschen Fernsehen und ein bisschen Buch schreiben. Mittlerweile schreibe ich jedes Jahr ein Buch, und mir ist jetzt klar, wie alles zusammenhängt. Steve Jobs hat mal gesagt, dass sich am Ende die Punkte verbinden werden. Man überlegt wahrscheinlich viel zu lange, wie man etwas erreichen kann. Zunächst sollte man einfach aufschreiben, was man überhaupt erreichen will. #00:10:19-5#

Thomas: Eine sehr spannende Geschichte, die du hinter dir hast. Wie genau ist es dazu gekommen, dass du deine Lebensmission gefunden hast? Du hast erzählt, dass du bei Willy Dungl warst. Wie hast du dort all die Puzzleteile zusammengefügt? Hast du einfach mit gewissen Projekten begonnen und hast es geschehen lassen oder hat es einen größeren Plan dahinter gegeben? #00:10:41-3#

Paul: Teils, teils. Ich habe damals einige Sachen erkannt. Ich war zum Beispiel in meinen eigenen Firmen immer besonders gut, wenn ich noch einen Partner gehabt habe, der sich um das Operative gekümmert hat und ich der Coach der Mitarbeiter sein konnte. Da habe ich sehr früh bemerkt, dass ich ganz gut bin, wenn ich mir die Sachen von außen anschaue. Wir haben auch Niederlassungen in Belgrad und Budapest gehabt, und wenn ich dorthin gekommen bin und mit dem Blick von außen geschaut habe, was gerade nicht passt, dann habe ich relativ schnell die Ursachen erkannt und den Leuten helfen können. Und dann ist es wieder gelaufen. Das wir die eine Erkenntnis. #00:11:21-5#

Die zweite war, dass ich beim Schreiben meiner ersten zwei Bücher „Lebenssanierung“ und „Lebensdrehbuch“ gemerkt habe, dass ich gerne Leuten helfe, ihr inneres Potenzial zu entdecken. Und das war in der Phase, als ich meine eigene Firma verkauft und den Spaß daran entdeckt habe, andere Firmen zu kaufen und zu verkaufen. So bin ich sehr schnell zum Coaching gekommen. Wann sind Firmen günstig zu kaufen? Meist, wenn sie in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken. Es waren einige Start-ups darunter, aber die meisten dieser Firmen waren etablierte Unternehmen. Die hatten bereits zehn oder zwanzig Jahre lang Erfolge gehabt und sind dann in die Krise gerutscht, weil entweder der Inhaber zu alt war oder weil sich die ganze Führungsmannschaft mit dem Digitalisierungsthema nicht auseinandergesetzt hatte. Der Markt hatte sich verändert, ohne dass sie es gemerkt hatten. Das hat man bei großen Firmen auch gesehen, zum Beispiel bei Nokia, die sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben. Und genauso ist es vielen kleinen und mittleren Unternehmen mit zwanzig bis dreißig Mitarbeitern in unterschiedlichsten Branchen gegangen. #00:12:42-0#

Ich habe mir dann angeschaut, welche Prozesse man umstellen und was man automatisieren kann. Wie kann man die Digitalisierung in das Unternehmen hineinbringen? Und wenn Immobilien im Spiel waren, dann habe ich mir immer auch angeschaut, ob die vielleicht abgestoßen werden können. Manche Unternehmen hatten beispielsweise brachliegende Fabrikhallen, weil Geschäftsbereiche bereits verkauft wurden. Parallel habe ich mit meiner Immobilienentwicklungsfirma Projekte dafür entwickelt. Da Sanierungsfälle selten Geld haben, habe ich darauf geachtet, dass die Firmen wenigstens Immobilien besaßen. Das war eine Art Garantie, dass sich das Investment für mich lohnt.  #00:13:21-7#

So habe ich ein einzigartiges Modell entwickelt und bin als Coach zu diesen Firmen gekommen. Ich habe meist zwei, drei Mitarbeiter dabeigehabt, aber in den Firmen waren sehr viele frustrierte Mitarbeiter, die nicht wussten, ob das Unternehmen die Sanierung überlebt und ob sie morgen ihren Job noch gehabt hätten. Der Inhaber war auch nicht motiviert, weil er sich gedacht hat, dass da zwar ein Neuer kommt, dessen Kohle er braucht, aber der erzählt ihm nun, wo es langgeht. Das war eine blöde Situation. Dazu kommt, dass auch die Banken und die Geschäftspartner oft nicht motiviert waren, weil sie nicht wussten, ob sich ihre Investition lohnt. Ich hatte mit lauter komischen, demotivierten Menschen zu tun. #00:14:26-4#

Und so bin ich in diese Sache hineingewachsen. Außerdem war ich schon immer ein begeisterter Seminargänger. Alles, was ich in den Jahren zuvor in den USA auf Seminaren bei Tony Robbins oder bei Brian Tracy und wie sie alle heißen gelernt habe, habe ich einfach angewandt. Und das funktionierte. Die Menschen, mit denen ich zusammenarbeitete, waren auf einmal besser drauf, die menschliche Basis stimmte und die Kommunikation wurde besser. Natürlich musste ich mich auch von einigen Leuten trennen. Aber wenn du bei einer Gruppe von zwanzig einen rausschmeißt, dann funktioniert es für die restlichen neunzehn besser. Ich habe im Job Dinge angewandt, die ich vorher gelernt habe und habe dabei gemerkt, was funktioniert und was nicht. Später war es relativ leicht, diese Sachen auf Seminaren anderen Leuten zu vermitteln, weil ich es in der Praxis jahrelang selbst getestet hatte. #00:15:27-9#

Thomas: Sehr spannend. Mittlerweile hast du auch einen Podcast, der sich mit diesem Thema beschäftigt. Magst du darüber etwas erzählen? #00:15:36-2#

Paul: Sehr gerne. In meinem Podcast habe ich kürzlich auch ein spannendes Interview mit dir führen dürfen, Thomas, das auch für deine Zuhörerinnen und Zuhörer sicher sehr interessant ist. Die Webseite lautet firetalk.de, und da geht es um den Erfolg. Ich interviewe erfolgreiche Menschen aus allen möglichen Bereichen. Für die Zuhörer ist wichtig zu erfahren, dass alle Erfolgreichen auch einmal eine Phase hatten, in der sie durch schwierige Zeiten gegangen sind. Deswegen heißt der Podcast „FireTalk“, weil ich jedem Interviewpartner nach seinen Rückschlägen frage. Und die gibt es natürlich im Leben eines jeden Menschen. Das gibt den Zuhörern Mut, die in einer schwierigen Phase sind und die nicht wissen, wie es weitergehen soll. Vielleicht haben sie sich von einem Partner getrennt oder ihre Firma ist gerade den Bach runtergegangen. Manchmal stellt sich ein „Unglück“ im Nachhinein als ein großes Glück heraus.  #00:16:50-1#

Erst kürzlich habe ich mit einem Coaching Kunden gesprochen, der Anfang fünfzig ist und jetzt ein erfolgreiches Unternehmen führt. Er hätte das nie erreicht, wenn er nicht vor fünf Jahren einen sehr gut dotierten Job in einem Großkonzern verloren hätte, was damals eine Tragödie für ihn war. Wenn man Jahre später auf eine solche Zeit zurückblickt, dann kann sich eine solch schlimme Situation als ein Segen entpuppen. In jedem Leben gibt es Zeiten, in denen sich Weichen stellen, aber nicht alle sind freiwillig. Ich glaube, dass man grob planen kann, wohin man will. Man kann das Ziel planen, aber es ist ziemlich sicher, dass es im Laufe der Zeit Abwandlungen geben wird. Ziele ändern sich, und manchmal verschieben sich die Motivationen, zum Beispiel bei materiellen Zielen. Aber prinzipiell ist ein Ziel etwas Wichtiges. Das gilt nicht nur für Spitzensportler, die sich bereits beim Training als Sieger auf dem Podest sehen. In Gedanklich haben sie schon viele Male dort oben gestanden. #00:18:01-7#

Was wir nicht immer steuern können, das ist der Weg, wie wir dorthin kommen. Manchmal gibt es Entwicklungen, bei denen man flexibel sein muss und wo man sich nicht zu sehr in den eingeschlagenen Weg verbeißen darf. Es passieren oft Dinge, die gut für uns sind.  #00:18:27-2#

Thomas: Das macht die Spannung aus, denn wenn wir bereits am Anfang alles wissen würden, dann wäre der Weg zum Ziel relativ langweilig. Wie sieht dein jetziger Tagesablauf aus? Hast du vielleicht ein Guten-Morgen-Ritual, und wie planst du deinen Tag? #00:18:57-0#

Paul: Ich habe immer noch Phasen, in denen ich viel unterwegs bin. Aber ich bin in einer Sache unterwegs, für die mein Herz leidenschaftlich schlägt. Das ist meine Akademie, mit der ich Unternehmern oder denen, die es werden wollen helfe, erfolgreicher zu werden. Die müssen nicht das Lehrgeld zahlen, das ich bezahlt habe, sie können auch den kürzeren Weg gehen. Mit Mentoren geht vieles schneller. Ich habe Mentoren gehabt, die in der Öffentlichkeit nicht bekannt sind, zum Beispiel im Immobilien- und im Firmenbereich. Außerdem hatte ich Mentoren aus der Persönlichkeitsentwicklung wie Tony Robbins und T. Harv Eker. Der hat mich in Malaysia und in Phuket gecoacht. Ich bin in den Flieger nach Phuket gestiegen, weil das der einzige Termin war, den er frei gehabt hatte. Später hatten wir die Idee, gemeinsam etwas im deutschsprachigen Raum zu machen. Allerdings hat er sein Unternehmen danach an eine chinesische Firma verkauft, und dann ist nichts aus diesem Plan geworden. Aber nichtsdestotrotz habe ich viel von T. Harv Eker gelernt und bin im Nachhinein froh, dass es anders gekommen ist. Ich bin wie gesagt ein Freiheitsdenker und wäre wahrscheinlich nicht als Co-Trainer eines ganz Großen geeignet gewesen. Ich mache lieber meine eigenen Sachen.  #00:20:35-1#

Du hast das Morgenritual angesprochen. Ich habe festgestellt, dass alle erfolgreichen Menschen, die ich kennengelernt habe, eigene Rituale haben. Bei manchen ist das ein Morgenritual, bei anderen ein Abendritual, aber sie starten ihren Tag definitiv nicht mit dem Beantworten von E-Mails. Das habe ich früher gemacht und mir dann sehr schnell abgewöhnt. Ich habe einen Wohnsitz in Wien und einen auf Mallorca. Zurzeit bin ich auf Mallorca, und heute Vormittag saß ich auf meiner Dachterrasse, habe an meinen Zielen gearbeitet und mein Dankbarkeitstagebuch geschrieben. Ich habe vor vielen Jahren damit begonnen, weil es mir guttut. Warum ein Dankbarkeitstagebuch? Wenn du jeden Tag mindestens zehn Sachen aufschreibst, für die du dankbar bist und das Ganze mit einer positiven Emotion verbindest, dann bekommst im Leben immer mehr von den Dingen, für die du dankbar bist. Wenn du dich über alles beschwerst und beklagst, dann erhältst du vom Leben weitere Dinge, über die du dich beklagen kannst. An das glaube ich. Das kann man beobachten, wenn man sich Menschen anschaut, die immer nur jammern. Die bekommen neue Gründe geliefert, um sich weiter beklagen zu können. #00:22:13-4#

Die zweite Sache ist, dass ich versuche, mehrmals in der Woche Sport zu machen. Meistens laufe ich. Das Fitnesscenter ist bei mir in der Früh nicht so optimal, sondern das mache ich eher nachmittags oder abends. Aber da hat jeder seinen eigenen Rhythmus. Manche machen während der Mittagszeit Sport. Tatsache ist, ich versuche, den Tag mit etwas für mich Positivem zu beginnen. Meist ist es, wie gesagt, die Mischung aus den Zielen und der Dankbarkeit, und manchmal ist ein bisschen Yoga und das Laufen dabei. Ich habe nicht jeden Tag das gleiche Ritual. Ich variiere, damit es abwechslungsreicher bleibt. Aber es ist schon ein gewisser Rhythmus drin. #00:23:04-1#

Thomas: Mir geht es ähnlich, der Sport ist ein großes Thema für mich, und die E-Mails kommen auch erst sehr spät am Tag dran.  #00:23:15-9#

Paul: Bei den E-Mails bist du nur im Reagiermodus, und das ist schlecht. Man sollte den Tag aktiv beginnen. Wenn ich meinen Arbeitstag beginne, versuche ich immer, mindestens zwei bis drei Sachen zu erledigen, die mich meinen Zielen ein Stück näherbringen. Das kann ein Telefonat sein oder eine E-Mail, das kann eine Telefonkonferenz sein, irgendetwas, wo ich aktiv etwas plane, was mit meinen Zielen zu tun hat. Erst danach gehe ich in den Reagiermodus über, wo ich Mails beantworte.  #00:24:03-5#

Thomas: Du hast noch zwei kleine Überraschungen für meine Hörerinnen und Hörer mitgebracht. Um was geht es bei diesen Überraschungen? Und wo im Netz können sie mehr über dich erfahren?  #00:24:33-4#

Paul: Ich habe eine Homepage: www.paulmisar.com. Als Geschenk habe ich mir etwas für diejenigen deiner Hörerinnen und Hörer überlegt, für die das passive Einkommen ein Thema ist. Viele haben Angst vor Investitionen in Immobilien. Sie denken, sie bräuchten extrem viel Startkapital und die Hilfe einer Bank für die Finanzierung. Wie findet man Immobilien zu dreißig, vierzig Prozent unter Marktpreis? Das gibt es doch gar nicht! Dazu muss ich sagen, dass ich noch nie etwas bei Zwangsversteigerungen gekauft habe, weil du die Immobilien meist nicht besichtigen kannst und dabei die Katze im Sack kaufst. Und das kann teuer werden.  #00:25:29-0#

Wie man als Immobilieninvestor starten kann, mit einfachen Mitteln und ohne reich geboren worden zu sein, das beschreibe ich in meinem Buch „Lizenz zum Immobilien Tycoon“. Wir können das in die Show Notes hineinschreiben, die Seite lautet www.immobilien-tycoon.com. Dort könnt ihr euch das Buch gratis bestellen, es wird lediglich eine kleine Pauschale für den Postversand fällig. Ihr könnt das Buch auch bei Amazon kaufen, dort kostet es 29,35 Euro. Holt euch also das kostenlose Exemplar von der Webseite. Das ist das Geschenk, das ich für euch habe.  #00:26:04-8#

Für diejenigen, die mehr darüber wissen wollen, was einen Lifedesign-Entrepreneur ausmacht, also die ganzheitliche Balance, die ich heute lebe, empfehle ich den Lifedesign Entrepreneur Kongress, der am 27. und 28. Oktober 2018 in Offenbach bei Frankfurt stattfinden wird. Der Kongress wird von meiner Frau Jana und mir organisiert. Für deine Hörerinnen und Hörer möchte ich einige der Tickets verlosen. Die Verlosung kannst du auf Instagram, YouTube oder Facebook verfolgen. Wer Interesse an einer Teilnahme hat, kann an info@bestofbest.eu schreiben. Es reicht das Stichwort „Gewinnspiel“, dein Name, deine Telefonnummer und deine E-Mail-Adresse, die wir dann sowieso schon haben, weil du uns eine Mail geschickt hast. Wir verlosen zehn Tickets, deren regulärer Preis 197,- Euro beträgt. Die Gewinner werden wir im Netz bekanntgeben. #00:27:31-5#

Thomas: Perfekt. Vielen Dank für diese beiden Überraschungen. Wir werden das alles noch in den Show Notes deponieren. Paul, das war ein extrem spannendes Interview. Ich würde mich freuen, wenn wir es in einigen Monaten wiederholen und weiterplaudern könnten. Ich bin mir sicher, dass du noch sehr viel mehr wertvollen Input geben kannst. Für heute bedanke ich mich bei dir, und wie es in meinem Podcast üblich ist, gehören dir als Gast die Abschlussworte. Danke fürs Dabeisein! #00:28:07-8#

Paul: Dankeschön. ich freue mich sehr, dass ich dabei war. Das wichtigste Erfolgsrezept ist, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen. Dann kommst du früher oder später ins Ziel. Du kannst mal einen Kampf verlieren, aber dann gibt es einen Retourkampf. Bei Rocky heißt es in Teil 1, „es gibt keine Revanche“, aber schließlich gab es sieben Revanchen. So ähnlich ist es im richtigen Leben auch. Es ist nie vorbei, auch wenn es mal schiefläuft. Mein Schlussmantra für dich ist: Werde der der Beste, der du werden kannst! Du bist als Original auf die Welt gekommen, und werde dein bestes Original. Das ist mein Vorschlag für dich und für deine Hörerinnen und Hörer.  #00:28:56-0#

Thomas: Ich glaube, ich habe nicht zu viel versprochen am Start dieses Podcasts. Da war wirklich viel Input drin. Eine spannende Geschichte von Paul, und auch seine Überraschungen finde ich sehr spannend. Wie das alles funktioniert, die ganzen Webseiten, die Paul genannt hat, wie du die Tickets gewinnen und das Buch bestellen kannst, das kannst du alles in den Show Notes nachlesen. Und die findest du unter selbst-management.biz/261. #00:29:30-9#

Damit sage ich vielen Dank, dass du wieder dabei warst. Vielen Dank fürs Zuhören, machs gut und genieße deinen Tag. #00:29:39-6#

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:29:59-5#

Paul Misar

2018-10-08T06:05:51+00:002 Comments

2 Comments

  1. Jonas 13. Oktober 2018 at 19:19 - Reply

    Hallo Thomas,

    danke für diesen coolen Podcast, ich habe ihn sehr genossen und hab über viel Nützliches gehört!

    J.

    • Thomas 14. Oktober 2018 at 06:22 - Reply

      Hallo Jonas!

      Vielen Dank, freut mich sehr.

      lG Thomas

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