Dennis hat mit 16 Jahren seinen ersten Business-Ratgeber in Händen gehalten und seither über 500 davon gelesen. In diesem Interview plaudere ich mit ihm über die Learnings aus diesen 500 Büchern. Wir plaudern aber auch darüber wie man mehr und schneller lesen kann und wie man das Gelesene schnell in die Umsetzung bringt. Außerdem haut Dennis natürlich auch einige geniale Buch-Tipps raus. Reinhören lohnt sich also.


 Der Podcast zum Artikel:

Hier findest du alle weiteren Infos zum Podcast sowie eine Übersicht aller Folgen!

Podcast kostenlos abonnieren via iTunes (Apple), Google (Andriod)Spotify oder RSS Feed!

Täglich einen neuen Selbstmanagement-Tipp findest du in meinem Alexa Flash Briefing!


Links dieser Podcast-Folge:

Transkript dieser Podcast-Folge:

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:00:16-0#

Hallo und ein herzliches Willkommen zur 280. Podcastfolge. Ich freue mich sehr, dass du mir auch heute wieder dein Ohr leihst. Es gibt ein extrem spannendes Interview, so viel darf ich dir schon verraten, und zwar habe ich mit Dennis von 52ways geplaudert. Dennis hat mit sechzehn Jahren begonnen, Business Bücher zu lesen. Es fing an mit dem Ratgeber „Getting Things done“ von David Allen, und seither hat er über 500 Business Ratgeber gelesen. Das bedeutet ein Buch pro Woche, was wirklich eine beeindruckende Anzahl ist.  #00:00:59-6#

Mit Dennis habe ich darüber geplaudert, was die Learnings aus diesen 500 Büchern sind, und warum er trotzdem nicht empfiehlt, ein Buch pro Woche zu lesen. Er erklärt, wie du es schaffen kannst, mehr und schneller zu lesen und vor allem dann auch in die Umsetzung zu kommen. Außerdem besprechen wir, wie ein idealer Tag aussehen kann, wenn man das Wissen von 500 Ratgebern umsetzt. Dennis gibt uns jede Menge spannende Buchtipps und coole Hacks. Wenn du auf Business Ratgeber und Sachbücher stehst, dann musst du in den heutigen Podcast unbedingt hineinhören. Und jetzt möchte ich nicht mehr viel erzählen, sondern Vorhang auf und herzlich willkommen im Podcast, lieber Dennis. #00:01:44-1#

Thomas: Hallo Dennis, es freut mich sehr, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich habe im Intro schon etwas über dich erzählt, aber stell dich doch bitte noch einmal vor, denn schließlich kennst du dich selbst am besten. Wer bist du, und was genau machst du? #00:01:59-9#

Dennis: Vielen Dank für die Einladung. Ich bin Dennis, komme aus München und lese leidenschaftlich gerne Business Ratgeber, und zwar, seit ich sechzehn bin. Damals hat alles mit dem Thema „Selbstmanagement“ und David Allens Buch „Getting Things done“ angefangen. Daraus habe ich so viel gelernt, dass ich anfing, nach anderen spannenden Büchern zu suchen. Bis heute bin ich nicht mehr von ihnen losgekommen und habe inzwischen knapp 500 Bücher gelesen. Seit drei Jahren betreibe ich einen Blog, auf dem ich jede Woche ein Buch zusammenfasse. Ich nehme die zwei, drei spannendsten Denkanstöße heraus, die man direkt in seinen Alltag implementieren kann und stelle sie als Blogartikel online. Insgesamt ist das aber noch ein Zweitbusiness, denn ich kann noch nicht davon leben. Vor drei Jahren habe ich mit zwei Kollegen eine Innovationsberatung gegründet und bin dort als Coach und Trainer im Bereich Design Thinking und Innovationsmethoden unterwegs. Wir verhelfen Unternehmen, auch Dax Konzernen, auf neue Ideen zu kommen, sie schnell zu testen und ein Feedback vom Nutzer zu bekommen. #00:03:21-4#

Thomas: Super spannend! Auf deinem Blog habe ich gelesen, dass du gerade ein Buch schreibst mit den wichtigsten Learnings aus diesen 500 Business Ratgebern. Ich weiß, dass die folgende Frage nur kurz behandelt werden kann, du hast 500 Bücher gelesen, ein Buch pro Woche, eine super beeindruckende Anzahl, kannst du ganz kurz zusammenfassen, was diese Learnings aus den 500 Business Ratgebern sind? #00:03:45-6#

Dennis: Sehr gute Frage! Das Buch, an dem ich schreibe, umfasst zweiundfünfzig Kapitel, das heißt, es sind zweiundfünfzig Learnings, auf die wir nicht alle eingehen können. Mir ist aufgefallen, dass in den vielen Büchern immer wieder ähnliche Dinge auftauchen und dass der Inhalt dieser Bücher relativ knapp ist. Das heißt, die Aussage vieler Bücher könnte man auf zehn Seiten zusammenfassen, und der Rest sind Geschichten und Beispiele. Genau aus dem Grund habe ich beschlossen, ein eigenes Buch zu dem Thema zu schreiben. Aber eines der Learnings, das mich in den letzten Monaten ziemlich umgetrieben hat, möchte ich deinen Hörerinnen und Hörern gerne mitgeben, nämlich, dass es nicht ums Lernen geht, sondern ums Machen. #00:04:26-3#

Auch ich habe lange gedacht, dass ich einfach nur lesen müsste, und dann werden sich die Dinge schon fügen und ich von allein erfolgreich. Ich habe mit vielen erfolgreichen Unternehmern gesprochen, die bei Weitem nicht so viele Bücher gelesen haben wie ich. Wie kann man im Finanzbereich erfolgreich werden, ohne ein Buch gelesen zu haben? Doch, das geht definitiv! Auch bei meinen Lesern kommt immer wieder der Punkt auf, dass sie zwar viel lesen, aber schlecht ins Umsetzen kommen. Und das ist das wichtigste Learning. Lieber ein Buch lesen und dieses dann umsetzen, besser zwei, drei Monate Zeit nehmen, um die Dinge in sein eigenes Leben zu integrieren. Viele lesen im Urlaub zwei, drei Bücher und setzen nichts davon um.  #00:05:29-3#

Thomas: Das ist sehr spannend, denn diesen Eindruck habe ich auch. Es gibt viele Menschen da draußen, die zwar sehr viel lesen, aber nicht in die Gänge kommen. Das ist echt schade. Du empfiehlst also niemandem, ein Buch pro Woche zu lesen, so wie du es gemacht hast. Gibt es für Business Ratgeber einen Leserhythmus oder ist das zu individuell? #00:05:58-5#

Dennis: Es kommt auf das Buch an, denke ich. Gerade habe ich ein Buch von Jürgen Höller gelesen, das besteht mehr aus Fragen als aus Text. Wenn ich alle diese Fragen beantworten wollte, wäre ich wahrscheinlich zwei Jahre beschäftigt. Es gibt auch Bücher, die überwiegend aus Geschichten bestehen und nur hin und wieder einen Punkt bearbeiten, den man für sich umsetzen kann. Sechs bis acht Wochen sind sicher ein guter Zeitraum, um sich vorzunehmen, ein Buch zu lesen. Es dauert bei vielen vielleicht zwei Wochen oder auch drei, um sich beim Lesen die Dinge herausschreiben, die man umsetzen will. Danach kann man sich ausreichend Zeit nehmen, um ins Handeln zu kommen. Neue Gewohnheiten brauchen im Schnitt 66 Tage, sagt man, bis sie umgesetzt werden, also auch zwei Monate. Von daher glaube ich, dass dies ein guter Rhythmus ist. #00:06:52-4#

Thomas: Das denke ich auch. Jetzt eine Frage, die auch mich sehr beschäftigt, weil ich nicht unbedingt der schnellste Leser bin. Ich habe schon versucht, daran zu arbeiten, aber das hat nicht richtig funktioniert. Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass Lesen etwas Gemütliches für mich ist. Du hast ein Business Buch pro Woche gelesen, wie schaffst du es, mehr und schneller zu lesen und vor allem dann auch in die Umsetzung zu kommen? Wie sieht dein Prozess aus? #00:07:20-4#

Dennis: Genau die gleiche Frage haben mir viele meiner Leser gestellt, und daraufhin habe ich einen kleinen Online Kurs entwickelt, „Die 14-Tage-Challenge“. Ich versuche, mein Wissen in vierzehn Tagen weiterzugeben. Gerne nenne ich einige Punkte aus dem Kurs. Der wichtigste Punkt ist gleich am Anfang die Auswahl des Buches. Viele lassen sich durch meinen Blog, durch Amazon oder auch durch deine Buchempfehlung inspirieren und bestellen sich dann sofort ein Buch, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob es genau das Buch ist, das ihnen in ihrer aktuellen Situation hilft. Beantwortet es meine Fragen? Das kann man natürlich nie abschließen sagen, aber man kann sich schlau machen, welche anderen Bücher es in diesem Bereich gibt. Man kann sich eine Zusammenfassung anschauen, mit Freunden sprechen und so weiter. Man sollte also mehr Zeit in die Auswahl stecken, damit man weiß, auf welches Buch man sich einlässt und sich darauf freut.  #00:08:25-8#

Ein weiterer Tipp ist, das Lesen vorzubereiten. Ratgeber sind keine Romane, bei denen man nicht wissen will, ob Harry Potters Dumbledore sterben wird oder nicht, sondern es sind Sachbücher, aus denen man etwas mitnehmen möchte. Deswegen empfehle ich, das Buch von hinten aufzurollen. Ich lese zunächst den Klappentext, ich lese oftmals auch das letzte Kapitel, das meist eine kurze Zusammenfassung des Inhalts ist. Ich blättere ein bisschen durch das Buch und schaue, wie es aufgebaut ist. Hat es viele Grafiken, enthält es Zitate und Aufgaben am Ende des Kapitels? Dadurch verschaffe ich mir einen groben Überblick, um was es geht und fange erst dann an zu lesen.  #00:09:06-3#

Außerdem gibt es natürlich Speed Reading Tipps, die ich mir ebenfalls durch das Lesen entsprechender angeeignet habe. Manche Passagen dieser Bücher lese ich sehr gerne und genieße sie dann, das heißt, ich lese nicht mehr zwangsläufig alle Bücher komplett. Nach 500 Büchern hat man ein Gefühl dafür entwickelt, worauf der Autor hinauswill. Dann kennt man auch das Pareto-Prinzip und hat die Eisenhower-Matrix verstanden. Mit den Speedreading Techniken lese ich schneller durch die Bücher, nehme mir aber auch die Zeit, ein Kapital mehrmals zu lesen, wenn der Inhalt für mich neu oder besonders spannend ist. Ich verschlinge ein Buch nicht in zwei Stunden, sondern ich nehme mir täglich Zeit dafür. #00:09:54-0#

Und das ist der letzte wichtige Punkt, nämlich eine Routine zu etablieren. Man steht morgens zwanzig Minuten früher auf oder liest vor dem Schlafengehen noch fünfzehn Seiten. Wenn man eine solche Routine etabliert, fällt es einem nicht mehr schwer, im Alltag die Zeit für das Lesen zu finden. Am Wochenende hat man meist andere Dinge zu tun, und dann bringt es nichts, ein Buch in einem Rutsch durchzulesen. Jeden Tag ein bisschen zu lesen, das ist der bessere Tipp. #00:10:22-4#

Thomas: Wie sieht deine Routine aus, bist du ein Morgen- oder ein Abendleser?  #00:10:27-6#

Dennis: Ich bin definitiv ein Morgenleser. Abends habe ich es schon einige Male probiert, aber meist bin ich bei Seite 3 eingeschlafen. Da ist es egal, ob ich mit dem Kindle lese oder ob es ein physisches Buch ist, abends bin ich einfach platt.  #00:10:41-6#

Thomas: Das kann ich nachvollziehen, mir geht es ähnlich. Abends lese ich vielleicht noch einen Blogartikel, aber das wars schon. Ich blockiere mir im Kalender fünf Stunden pro Woche, in denen ich mich fortbilde, zum Beispiel mit einem Buch oder mit einem Videokurs. Das splitte ich auf fünfmal eine Stunde wöchentlich auf. Ich bin auch eher ein Morgenleser, aber ich finde die Zeit am Morgen zu schade, weil ich dann in einer hochproduktiven Phase bin. Deswegen habe ich das anders gelöst. #00:11:22-2#

Dennis: Das ist auch ein spannender Tipp.  #00:11:24-4#

Thomas: Wenn du dein Wissen aus den Business Ratgebern kombinierst, wie könnte der ideale Tag eines Menschen aussehen, um optimal durchs Leben zu gehen? Wie kann man sich das vorstellen? #00:11:39-2#

Dennis: Darüber habe ich mir schon viele Gedanken gemacht. Es gibt Ratgeber für alle Tageszeiten, aber für mich beginnt der optimale Tagesablauf bereits am Vorabend. Auch das steht in vielen Büchern, dass man am Vortag planen soll, was die wichtigsten drei To-do’s für den nächsten Tag sind. Das mache ich gerne mit einer Eisenhower-Matrix, mit der ich die Dinge festlege, die wirklich wichtig und dringend sind, beziehungsweise, was sind die Dinge, die nur dringend sind und nicht wichtig? Darüber kann man sich am Ende des Arbeitstages Gedanken machen, bevor man das Büro verlässt. Dadurch hat man am nächsten Morgen einen guten Start in den Tag.  #00:12:34-6#

Es gibt auch viele Bücher zum Thema „Morgenroutine“, was kann ich morgens machen, um mich langfristigen Themen zu widmen? Ein bisschen Sport machen, sich Gedanken über seine Ziele zu machen, zu meditieren et cetera. Da gibt es diverse Dinge, die man für sich zusammenstellen kann. Das ist ein extrem wichtiger Punkt. Selbst, wenn die Morgenroutine nur einer Viertelstunde dauert, es ist die tägliche Wiederholung, die sehr erfolgreich machen kann.  #00:13:08-7#

Wenn man anfängt, die Dinge zu tun, gibt das Buch „Eat that Frog“ von Brian Tracy gute Tipps. Man soll mit der schwierigsten Aufgabe anfangen, auf die man am wenigsten Lust hat. Wenn man diese Aufgabe nicht zu lange vor sich herschiebt, sondern sie einfach erledigt, dann ist man stolz auf sich und kann mit einem guten Gefühl weitermachen.  #00:13:31-1#

Ich empfehle, danach zunächst die E-Mails auszuschalten, sofern man nicht darauf angewiesen ist, weil man beispielsweise in der Kundenbetreuung arbeitet. E-Mails blocken, um Tätigkeiten zu machen, die einen langfristig vorwärtsbringen, die wichtig sind und für die man eine hohe Konzentration benötigt. Bei mir ist es so, dass ich morgens am produktivsten bin, und auch bei dir habe ich herausgehört, dass es so ist. Nach dem Mittagessen geht bei mir nicht mehr viel. #00:14:10-4#

Vor allem als Freiberufler oder Selbständiger ist es spannend, das Mittagessen mit dem Netzwerken zu verbinden. Ich gehe nicht jeden Mittag mit anderen Personen essen, denn das kostet zu viel Zeit, treffe mich aber regelmäßig mit interessanten Kollegen, Freunden und Bekannten. Ein weiteres interessantes Buch ist „The Sleep Revolution“ von Ariana Huffington. Es geht generell um das Thema „Schlaf“ und vor allem auch um die Power Naps. Man sollte sich nach dem Mittagessen zwanzig Minuten Zeit nehmen, um auszuruhen. Das ist schwierig, wenn man in einem Büro arbeitet, aber wenn ich von zu Hause aus arbeiten kann, nutze ich diese Möglichkeit gerne. Nicht länger als zwanzig Minuten, denn dann fährt mein Kreislauf zu stark herunter, und dafür ist mir dann die Zeit auch wieder zu kostbar, aber einen kurzer Power Nap nach der Mittagspause, der tut extrem gut. #00:15:13-4#

Thomas: Wir haben gleich Mittag, und ich habe heute übrigens einen eingeplant. #00:15:21-9#

Dennis: Sehr gut! Nach dem Mittagessen lege ich mir gerne Telefonate und Meetings in den Kalender und arbeite meine E-Mails ab. Bis etwa 16:00 Uhr ist meine Konzentration nicht mehr auf ihrem Höhepunkt, und dann versuche ich, Dinge abzuarbeiten, die weniger anspruchsvoll sind. Und von 16:00 bis 19:00 Uhr habe ich wieder eine produktive Phase, wo ich nochmal alles abschalte, um in Ruhe arbeiten zu können. Abends schaue ich, was für den nächsten Tag ansteht und schreibe noch einige E-Mails. Ich liebe und lebe die Inbox-Zero-Philosophie. Das ist der Abschluss des Tages, bevor ich dann abends rechtzeitig zu Bett gehe. Eine Stunde, bevor ich schlafen gehe, schalte ich alle Devices aus, Laptop, Handy und andere Blue Screens, die dafür sorgen, dass man noch aufgedreht ist und nicht richtig einschlafen kann.  #00:16:23-9#

Thomas: Da sind wir fast ähnlich, Dennis, es gibt kaum einen Unterschied. Sport ist noch in meinen Tag integriert, ich weiß nicht, wie das bei dir ausschaut? Trainierst du gerade für einen Marathon? #00:16:33-6#

Dennis: Ja und nein. Ich laufe tatsächlich ziemlich viel. Nach dem letzten Marathon habe ich mir gesagt, dass es zu viel Stress ist, mir wieder ein festes Ziel vorzunehmen. Aber ich habe dann wieder aus Spaß angefangen, zu laufen. Meine Morgenroutine besteht auch einer Runde Joggen, morgens zwei- bis dreimal in der Woche und am Wochenende ein längerer Lauf. Das mache ich meist um 06:00 Uhr morgens. #00:17:00-4#

Thomas: Meine Fokuszeit liegt auch morgens in den ersten drei Stunden, und danach fängt meine Reaktionszeit an, die Kommunikation und alles, was damit zu tun hat. Dann folgt Pufferzeit, Sport und anschließend die Freizeit. So ähnlich wie bei dir sieht es bei mir auch aus, und das ist sehr empfehlenswert. Jetzt eine spannende Frage für alle, die Unternehmer oder Selbständige sind, welche Buchtipps hast du, die in diese Richtung gehen? #00:17:35-1#

Dennis: Es gibt drei Empfehlungen, die ich gerne weitergebe. Die ersten beiden sind ein bisschen bekannter, das dritte Buch vermutlich nicht. Mein absoluter All-Time-Favorite ist immer noch „Sieben Wege zur Effektivität“ oder „Seven Habits of highly effective People“ von Stephen Covey. Dieser Ratgeber vereint viele andere, die ich gelesen habe, in einem Buch. Er beschreibt seine sieben Wege zur Effektivität, wobei das Wort „Effektivität“ etwas irreführend ist. Es geht in dem Buch nicht nur darum, effektiv zu sein, sondern darum, sich generell Gedanken darüber zu machen, mit welcher Haltung und mit welcher Einstellung man durchs Leben gehen will und welche Werte man lebt. Er geht natürlich auch auf Tipps und Tricks für das Zeitmanagement ein sowie im zweiten Bereich auf Win-Win-Situationen, sich um andere Menschen zu kümmern und so weiter. Das finde ich ein hilfreiches Buch, vor allem für Selbständige. Hast du das Buch auch gelesen? #00:18:38-4#

Thomas: Ja, das ist ein Klassiker, ein super Buch. Das kann ich auch allen empfehlen, die nicht selbständig sind. Das ist sicher für alle ein top Buch.  #00:18:50-1#

Dennis: Das stimmt. Das Zweite ist „Deep Work“ von Cal Newport oder auf Deutsch „Konzentriert arbeiten“, das gerade für unsere heutige Zeit sehr wertvoll ist. Ein Gedanke des Buches ist, welche der Tätigkeiten, die ich heute verrichtet habe, waren wirklich „deep Work“? Welche dieser Tätigkeiten hätte nur ich machen können, mit meiner eigenen Erfahrung? Eine spannende Frage ist, wie lange hätte ich gebraucht, um einen Absolventen meines Studiengangs anzulernen? Wenn man darauf kommt, dass man sich diese Tätigkeit locker in einer Woche hätte beibringen können, dann hat man keinen echten Mehrwert gestiftet. Man sollte also seine Tätigkeiten priorisieren. Gleichzeitig geht es darum, was ich an Social Media und anderen Ablenkungen abschalten kann, wie kann ich mir Fokuszeit nehmen, um hochkonzentriert an diesen wichtigen Dingen zu arbeiten? Das hat mich nachhaltig beeindruckt, und ich habe es auch schon mehrfach gelesen und empfehle es auch regelmäßig weiter. #00:19:56-8#

Das dritte Buch ist ein eher unscheinbares, kleines Büchlein: „Konzentration auf das Wesentliche“. Das ist speziell an Freiberufler und Selbständige gerichtet, vor allem an diejenigen, die schon einige Jahre im Geschäft sind. Die Autorin Monika Thoma beschreibt darin Fallstricke, in denen man sich immer wieder verheddert. Sie geht darauf ein, mit welchen Dingen man Umsatz macht, was die eigene Positionierung ist und wie man sie glattzieht. Das Buch enthält jede Menge Tipps und Tricks für den praktischen Alltag und zeigt speziell den Freiberuflern und Selbständigen, wie man den zahlreichen Fallen entgehen kann, die überall im Alltag lauern. Das ist ein spannendes Buch, von dem ich vorher nirgendwo gehört hatte. #00:20:55-3#

Thomas: Das kenne ich noch nicht und werde es mir gleich zulegen, wenn du es empfiehlst. Vielen Dank für die Tipps. Die ersten beiden Bücher kenne ich auch, die sind wirklich top. Dennis, du hast mit dem Lesen von Business Ratgebern begonnen, als du sechszehn Jahre alt warst. Insgesamt kennst du über 500. Ein wichtiges Learning hast du uns bereits mitgegeben, und zwar, dass man das Gelesene umsetzen muss. Gibt es noch einen weiteren Hack, einen einzigen, den du aus diesen vielen Büchern empfehlen kannst? Was wäre diese eine Strategie? #00:21:49-8#

Dennis: Das ist definitiv das Thema „Ziele“ und dass man sich darüber Gedanken macht, wo man hinmöchte. Und da ist es völlig egal, ob wir von Selbstmanagement reden, von Finanzen oder von anderen Bereichen, in denen man besser werden will. Es gibt diesen schönen Spruch von Seneca, „wenn man den Hafen nicht kennt, in den man segeln will, dann ist kein Wind der richtige“. Das trifft es für mich sehr gut. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die noch effizienter arbeiten wollen, aber wenn man sie fragt, warum und für welches Ziel sie effizienter sein wollen, dann wissen sie es nicht. „Ich will mehr Zeit haben“, sagen einige, aber wenn man sie fragt, wofür sie mehr Zeit haben wollen, finden sie ebenso wenig eine Antwort. Wenn man sich nicht im Klaren darüber ist, wo man hinwill, dann kann man sich die ganzen Bücher sparen. #00:22:55-9#

Andererseits kann man sich ebenfalls das Lesen vieler Bücher sparen, wenn man schon genau weiß, wo man hinwill, weil man dann seine Prioritäten automatisch setzt. Wenn es mein Ziel ist, dieses Jahr 200.000,- Euro Umsatz zu machen, dann merke ich bei der Planung, wo ich meine Prioritäten eventuell anders setzen muss. Klar, für die Zielsetzung gib es smarte Formulierungen und ein Vision Board und viele andere nützliche Dinge, die man beachten sollte, wenn man sich Ziele setzt, aber das Allerwichtigste ist meiner Meinung nach, sich zunächst proaktiv Gedanken darüber zu machen, wo man hinwill und was die Ziele für das nächste Quartal und für das kommende Jahr sind. Man muss vermeiden, reaktiv gelebt zu werden. #00:23:50-7#

Thomas: Das ist auf alle Fälle extrem wichtig. Du bist sehr gut organisiert, kannst du uns zwei, drei Tools, Apps oder Programme mit auf den Weg geben, die du für dein Zeit- und Selbstmanagement oder auch zum Lesen nutzt? #00:24:12-7#

Dennis: Tatsächlich bin ich ein bisschen Old School unterwegs und liebe die Eisenhower Matrix. Die habe ich mit Brainstorming kombiniert. Wenn ich mir am Sonntagabend überlege, was ich in der nächsten Woche machen will, dann schaue ich, ob es bereits fixe Termine in meinem Kalender gibt. Dann fange ich an, alles in einer kurzen Mindmap zu sammeln, was mir gerade in den Kopf kommt und was ich erledigen will. Dazu nehme ich mir auch die To-do’s der Vorwoche nochmal zur Brust und prüfe, was noch nicht umgesetzt wurde. Im zweiten Schritt übertrage ich diese gesammelten Ideen in die Eisenhower Matrix. Das mache ich tatsächlich physisch im Notizbuch und ordne sie nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Das kann ich jedem nur empfehlen. #00:25:05-8#

Es gibt auch einige Apps dazu, die ich bereits ausprobiert habe, aber irgendwie waren sie nicht richtig intuitiv und auch noch nicht richtig ausgereift. Deswegen bin ich wieder bei Stift und Papier gelandet. Außerdem nutze ich Google Tasks. Ich liebe es, abends eine Inbox Zero zu haben, das geht aber nur, wenn ich mir die E-Mails auf Wiedervorlage legen kann. Da ich G-Mail nutze, habe ich das Programm mit Google Tasks kombiniert, wo man die Mails sehr einfach auf Wiedervorlage auf einen bestimmten Tag legen kann. Man kann sie auch noch mit weiteren To-do’s versehen. Die ist relativ schlicht und für meine Zwecke ausreichend und gut geeignet. Für längerfristige Notizen, die ich festhalten möchte, nutze ich im Moment noch Wunderlist, wobei ich damit nicht so richtig happy bin. Vermutlich würdest du mir Evernote empfehlen.  #00:26:09-5#

Thomas: Auf alle Fälle! (Lacht) #00:26:10-7#

Dennis: (Lacht) Für die langfristigen Themen probiere ich immer wieder etwas Neues aus und werde mir Evernote noch einmal vornehmen. Das habe ich vor einigen Jahren schon getestet, deshalb ist es ein guter Hinweis, das noch einmal auszuprobieren. #00:26:26-9#

Thomas: Wenn du Google nutzt, dann empfehle ich Google Keep, das ist das Notiz Tool von Google. Dann hast du alles aus dem Hause Google. Das ist nicht ganz so optimal wie Evernote, aber es ist durchaus auch empfehlenswert. Jetzt komme ich schon zu meiner vorletzten Frage, und zwar, welches der vielen Bücher, die du gelesen hast, hat dich am meisten inspiriert und warum? #00:26:59-5#

Dennis: Ich glaube, da würde ich ein Buch herausstellen, dass nicht nur mich, sondern auch viele meiner Leser inspiriert hat. Es wird dich überraschen, dass das kein explizites Business Buch ist. Es handelt sich um das Buch „Magic Cleaning“ von Marie Kondo. Hast du es gelesen? #00:27:19-8#

Thomas: Ja, das habe ich gelesen. #00:27:20-1#

Dennis: Sehr gut. Viele meiner männlichen Leser sprechen mich darauf an, dass dieses Buch ihr Leben ein Stückweit verändert hat, und auch bei mir hat es etwas ausgelöst. Ich bin kein Minimalist, aber ich lege Wert auf saubere, aufgeräumte Räume und Flächen. Das Buch hat mir vor Augen geführt, wieviel Zeug man zu Hause aufhebt, das einen nicht glücklich macht. Das ist nämlich die Kernfrage des Buches, „macht dich dieser Gegenstand wirklich glücklich?“ Das klingt zunächst ein bisschen esoterisch, aber wenn man sich die Frage ehrlich beantwortet, dann muss man wahrscheinlich 50 Prozent der Dinge, die man in seiner Wohnung hat, aussortieren. Das habe ich ziemlich konsequent durchgezogen, und das ist ein Buch, was mich inspiriert hat. #00:28:10-0#

Thomas: Das ist wirklich ein cooles Buch, durch das ich auch sehr viel losgeworden bin. Es ist spannend, wenn man das Thema aus einer anderen Sichtweise betrachtet. Das ergibt mitunter ein komplett neues Mindset. Dennis, wir sind am Ende dieses Interviews angekommen. Es war sehr spannend. Ich habe viel gelernt und klasse Buchtipps bekommen. Wenn jemand mehr über dich und 52ways erfahren will, wo im Netz kann er dich finden? #00:28:48-5#

Dennis: Am besten auf 52ways.de gehen und sich da für meinen Newsletter eintragen. Ich bin keiner von denen, die tägliche Spam-E-Mails rausschicken, sondern ich sende in der Regel sonntags einen Buchtipp mit einem kurzen Summary und vielen Denkanstößen. Über das Kontaktformular kann man mich auch direkt anschreiben. Auf Facebook bin ich auch vertreten, aber am einfachsten ist es, bei 52ways vorbeizuschauen.  #00:29:23-3#

Thomas: Wer sich für den Newsletter anmeldet, erhält dann sonntags gleich zwei coole Newsletter, nämlich deinen und meinen. Das passt perfekt! Vielen lieben Dank Dennis für das tolle Interview, es hat Riesenspaß gemacht. Ich habe wieder viel gelernt, und das ist das Wichtigste. In diesem Podcast ist es Tradition, dass der Gast das letzte Wort hat. Wenn du meinen Hörerinnen und Hörern noch etwas mit auf den Weg geben willst, dann hast du jetzt die Möglichkeit dazu. #00:29:47-3#

Dennis: Dann noch einen letzten Tipp für ein Buch, dass ich letzte Woche gelesen habe: „Machen“ von den drei Gründern von „mymuesli“. Da geht es darum, ins Handeln zu kommen und einfach mal loszulegen. Und das wäre auch mein Tipp an alle, nicht so viel lesen und Seminare besuchen. Das ist zwar cool, aber macht es wie Thomas, nehmt euch dafür fünf Stunden in der Woche, und den Rest der Zeit: einfach mal machen!  #00:30:09-8#

Thomas: Ein herzliches Dankeschön für diese netten Schlussworte, Dennis. Wenn du zu all den Links kommen willst, die Dennis erwähnt hat, einerseits natürlich zu seiner Webseite und zu seinem Newsletter und andererseits natürlich auch zu den ganzen Büchern, die er vorgestellt hat, dann wechsle jetzt auf selbst-management.biz/280. Dort findest du alle diese Infos. #00:30:41-3#

Vielen Dank fürs Zuhören. Ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wiederhören, denn da kommt eine riesengroße Überraschung. Du darfst also auf den Podcast am nächsten Sonntag gespannt sein. Und wenn dir dieser Podcast generell gefällt, dann würde ich mich sehr freuen, wenn du auf iTunes, Spotify oder in die Podcast App deiner Wahl wechselst und diesen Podcast bewertest. Ich freue mich regelmäßig über Bewertungen, und es macht mir immer wieder großen Spaß. Insofern vielen Dank im Voraus dafür. #00:31:12-8#

Das soll es für heute gewesen sein. Dank fürs Zuhören, machs gut und genieße deinen Tag. #00:31:18-0#

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:31:36-1#

Mehr Aufgaben in weniger Zeit erledigen - mit meiner Not-to-do-Liste

Klar, eine To-do-Liste ist was Gutes und Wichtiges, aber mindestens ebenso wichtig ist eine Liste mit Dingen, die du unterlassen solltest, um produktiv und effizient sein zu können. In meinem kostenlosen Mitgliederbereich stelle ich immer wieder spannende PDF zur Auswahl. Die neueste Publikation ist meine Not-to-do-Liste, von der du sicher den einen oder anderen Punkt auch für dich verwenden kannst. Abschreiben ist also ohne Weiteres erlaubt.

Außerdem findest du da weitere spannende Publikationen wie zum Beispiel "10 goldene E-Mail-Regeln", eine "Checkliste zur Tagesplanung", "70 Dinge, die ich mit Evernote manage" und vieles mehr. Wie du in diesen kostenlosen Mitgliederbereich kommst? Ganz einfach hier unterhalb deine E-Mail eingeben und ein Passwort anfordern. Fertig!

Außerdem bekommst du jeden Sonntag spannende Tipps, Tricks und Informationen geliefert, die dich produktiver, effizienter und effektiver machen und dir dabei helfen, ganz entspannt mehr Aufgaben in weniger Zeit zu erledigen. Natürlich gibt es dafür eine 100-%-Zufriedenheit-Garantie: Sollte dir nicht gefallen, was ich dir da liefere, kannst du dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden.

Durch deine Anmeldung stimmst du zu, dass ich dir mehrmals wöchentlich meinen Newsletter mit Tipps und Angeboten rund um die Themen Produktivität, Zeitmanagement und Selbstmanagement per Mail zusende und die von dir angegebenen Daten zu diesem Zwecke verarbeite. Du kann diese Einwilligung jederzeit mit einem Klick widerrufen und Dich aus dem Newsletter austragen. In diesem Fall werde ich Deine Daten löschen und Du erhältst keinen Newsletter mehr.

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße

Thomas

Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Premium-Plattform SelbstmanagementRocks!

Zusätzlich findest du mich hier: