Digital Produktiv – ein Interview mit Lars Bobach

Digital Produktiv, so lautet das Blog-Thema von Lars Bobach. Ein sehr spannendes Thema wie ich finde und daher habe ich mich sehr gefreut, dass er meiner Einladung zum Interview nachgekommen ist.


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Entwickelt hat sich ein sehr spannendes Gespräch in dem er über seine beiden Firmen, seinem Morgenritual, seinem papierlosen Büro und dem richtigen Umgang mit E-Mails erzählt. Außerdem verrät er seine Top-Tools die ihm dabei helfen produktiver und effizienter zu sein.

Ein super spannendes Interview, dass du auf keinen Fall verpassen solltest!

Digital Produktiv – die Links

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Das Interview

Thomas: Hallo und herzlich willkommen Lars Bobach, es freut mich, dass du dir Zeit genommen hast für dieses Interview.

Lars: Hallo Thomas, ich freue mich auch, danke.

Thomas: Sei doch so lieb und stelle dich meinen Hörerinnen und Hörern bitte kurz vor, wer du so bist und was du so machst.

Lars: Ich heiße Lars Bobach, ich helfe Firmen dabei, Interessenten und Kunden über das Internet zu gewinnen. Eigentlich habe ich von meiner Ausbildung her damit erst einmal gar nichts zu tun, ich habe Elektrotechnik studiert, Elektroingenieur, habe dann im Software-Bereich gearbeitet und mich vor elf Jahren selbständig gemacht, mit einem Geschäft. Wir legen feuchte Keller trocken. Das ist ein Handwerksbetrieb, wir dichten feuchte Keller ab, das ist ein Franchise-System, in das ich mich eingekauft habe, weil ich unbedingt selbständig sein wollte. Und darüber bin ich dann zum Online-Marketing, Internet-Marketing gekommen und habe jetzt eine Agentur, in der wir uns mit Online- und Internet-Marketing beschäftigen.

Thomas: Sehr cool, und du bist auch Blogger?

Lars: Bloggen tue ich auch, genau, danke, dass du mich daran erinnerst (lacht). Ich habe den Blog larsbobach.de, da beschäftige ich mich mit „produktiv in digitalen Zeiten“ und dem papierlosen Büro. Ich schreibe auch wie du relativ viel über Evernotes, das ist quasi noch ein Hobby nebenher.  

Thomas: Da haben wir uns auch kennengelernt, über die Produktivität, sagen wir es mal so. 

Lars: Du hattest einen Gastartikel bei mir mit deinem Setup veröffentlicht, genau, da haben wir uns kennengelernt.

Thomas: Genau, das sollten wir übrigens gleich erwähnen, das ist ganz, ganz spannend, das lese ich nämlich wahnsinnig gerne: Du stellst die Setups anderer Menschen vor, welche Computer sie haben, mit welchen Programmen, Apps und so weiter sie arbeiten. Das lese ich wahnsinnig gerne, muss ich sagen.

Lars: Schön, das freut mich! Die gehören auch zu den erfolgreichsten Beiträgen meines Blogs. Ich habe mir damals überlegt, was die Leute interessieren könnte, und dann habe ich mein Setup vorgestellt, so wie ich selbst arbeite, welche Computer und Apps ich nutze, welche Programme, und das ist so gut angekommen, dass ich mir gesagt habe, dass ich auch andere danach fragen kann. Und das ist inzwischen eine regelmäßige Serie geworden, die auch seit weit über einem Jahr läuft, und auch jetzt habe ich wieder einige Setups hier im Vorlauf, die ich vorstellen werde.  

Thomas: Sehr gut, darauf freue ich mich schon.

Lars: Ja, das kannst du auch!

Thomas: Jetzt kann man sagen, du hast deine Leidenschaft schon gefunden. Wie genau ist das passiert? Beziehungsweise, was empfiehlst du Menschen, die noch nach ihrer Leidenschaft suchen?

Lars: Ja, ich habe meine Leidenschaft gefunden. Meine Leidenschaft ist, immer wieder etwas Neues zu machen, das muss ich dazu sagen. Feuchte Keller sind nicht meine Leidenschaft, obwohl ich damit ein wirklich gutes Geschäft aufgebaut habe und auch gutes Geld damit verdiene. Aber feuchte Keller sind natürlich nicht meine Leidenschaft, jedoch das Aufbauen hat mir wahnsinnig Spaß gemacht, die Firma zu dem aufzubauen, was sie jetzt ist. Und genau das Gleiche mit der Agentur, dass ich da wieder bei null angefangen habe, mit etwas Neuem, und das ist jetzt noch im Aufbau, wir machen das jetzt fast zwei Jahre. Meine Leidenschaft ist eigentlich, immer etwas Neues zu machen.

Thomas: Also Startups.

Lars: Na ja, um Gottes Willen, das ist nicht mit den amerikanischen Silicon Valley Superstars zu vergleichen, aber in meinem bescheidenen Umfang schon, ja genau.

Thomas: Sehr gut, sehr gut. Du beschäftigst dich auch mit Produktivität, deshalb dahingehend die Frage, was sind deine drei besten Life-Hacks, die du empfehlen kannst?

Lars: Fangen wir mal morgens an, eine Morgenroutine ist für mich wahnsinnig wichtig. Ich bin grundsätzlich ein richtiger Morgenmuffel, meine Frau kann ein Lied davon singen. Und vor einigen Jahren, das ist jetzt fünf, sechs Jahre her, habe ich mir gesagt, dass ich daran etwas ändern muss. Ich bin morgens immer wahnsinnig schlechtgelaunt aufgestanden und habe dann damit begonnen, zu lesen. Ich bin eine halbe Stunde früher aufgestanden und habe einfach gelesen, um meinen Kopf in ein komplett anderes Mindset zu bekommen. Und das tut mir wahnsinnig gut. Man sollte sich also eine Routine für morgens überlegen, etwas, was einem gut tut. Es gibt viele, die schreiben morgens oder machen Sport. Ich versuche auch, Sport zu machen, aber es gelingt mir nicht immer jeden Morgen. Aber ich lese wirklich jeden Morgen eine halbe Stunde, und so starte ich wahnsinnig entspannt und wirklich mit einem ganz anderen Kopf in den Tag. Das ist bei mir mit das Wichtigste. Was ich seit anderthalb Jahren mache und was mir meiner Produktivität wahnsinnig geholfen hat, das ist, dass ich mir eine wichtigste Aufgabe des Tages ausgucke. Mein Task-Manager hat immer eine Aufgabe, die die höchste Priorität am Tag hat. Und die mache ich als Allererstes, morgens, noch bevor ich meine E-Mails angucke. Meine E-Mails öffne ich erst dann, wenn ich die diese Aufgabe abgearbeitet habe, und das hat mich auch meinen Zielen sehr viel näher gebracht. Ich gucke mir immer etwas aus, was ich tatsächlich machen muss, um meinen Plänen näherzukommen. Das geht aber auch nicht jeden Tag, klar, wenn man morgens schon Kundentermine hat und so, dann klappt das auch nicht, aber an den Tagen, an denen ich relativ frei in der Zeitgestaltung bin, da mache ich das immer, morgens erst einmal etwas Wichtiges abzuarbeiten, und dann gegen 10:00, 11:00 Uhr öffne ich erst mein E-Mail-Postfach. Denn bei den E-Mails ist man oftmals im Reaktionsmode, dann ist man nicht mehr so aktiv sondern eher reaktiv. Und das hat mir auch viel geholfen.

Thomas: Genauso ist es, ja.

Lars: Und das Dritte ist: Ich bin ordnungsliebend. Ich habe ein papierloses Büro in meiner Agentur und auch in meiner ganzen Firma eingeführt. Das hilft mir auch sehr dabei, fokussiert zu sein. Ich werde nicht von Papierbergen erschlagen, wie ich das früher als Student mal war, um Gottes Willen, welche Papierberge ich da hatte! Das ist auch nochmal ein Weg, um den Kopf frei zu haben. Im Englischen nennt man das „clutter-free“, das hilft mir wirklich sehr in der Fokussierung.

Thomas: Das ist cool. Ganz papierlos ist mein Büro noch nicht, aber ich bin auf dem Weg dorthin.  

Lars: Ich bin wirklich schon sehr, sehr weit, ohne, dass ich mich selbst loben will, aber ich mache es auch wirklich schon ein paar Jahre lang. Und in meiner Firma mit den Kellern sind wir auch auf einem guten Weg, aber überhaupt nicht papierlos. Dort sind wir „papierärmer“, sagen wir mal so, wir haben das Papier reduziert. Aber mit der Agentur sind wir vor einem halben Jahr umgezogen, und das Ganze war innerhalb von zwei Stunden abgearbeitet. Wir haben nicht mal mehr einen Server, alles liegt in der Cloud. Wir haben alle unsere Rechner genommen, meistens Laptops oder Macbooks, unsere drei Ordner, und dann waren wir umgezogen.

Thomas: (Lacht) Das ist genial! Ich bin jetzt am Sanieren meiner Wohnung, und Anfang Dezember kommt mein Büro dran. Und da wird auch vieles rausfliegen und nicht mehr wiederkommen.

Lars: So etwas ist natürlich immer ideal, um mal einen Schnitt zu machen.

Thomas: Genauso ist es, ja. Jetzt hast du schon gesagt, dass du ein sehr organisierter Mensch bist. Dahingehend eine vielleicht sehr spannende Frage, wie sieht dein Leben aus, wie organisierst du deinen Tagesablauf?

Lars: Das mache ich mit einem Task-Manger, in den ich wirklich alles hineinschreibe, weil ich sonst zu viel vergesse. Und selbst da vergesse ich manchmal etwas, wenn ich es nicht gleich eintrage, weil ich mich total darauf verlasse. Aber ja, das organisiere ich alles mit einem Task-Manager.

Thomas: Welchen Task-Manager verwendest du?

Lars: Ich nutze Todoist, das ist eine Cloud-Lösung, die für alle Plattformen Apps und Programme hat. Und den nutzen wir auch firmenweit, können uns damit Aufgaben zuteilen und schauen, wie weit eine Aufgabe abgearbeitet ist. Dazu habe ich auch viel auf meinem Blog geschrieben. Das ist für mich zurzeit von der Einfachheit her eigentlich der beste Task-Manager.

Thomas: Ich selbst verwende ihn auch, ich bin über dich und über Ivan Blatter auf den Todoisten gestoßen – ein herzliches Dankeschön!

Lars: Gerne, man kann ihn nur empfehlen!

Thomas: Was gibt es sonst noch an Selbstmanagement-Tipps, die du meinen Hörerinnen und Hörern empfehlen könntest?

Lars: Das Wichtigste für mich ist der Umgang mit E-Mails. Wie eben schon gesagt, öffne ich meinen E-Mail-Eingangskorb erst, wenn ich schon etwas am Tag erledigt habe. Den ganzen Umgang mit E-Mails, den finde ich wahnsinnig wichtig, was die Produktivität angeht. Es passiert mir auch, dass ich abends den Arbeitstag abschließe, ins Bett gehe und einen vollen E-Mail-Eingangskorb habe, das ist für mich wirklich ein Graus. Wenn das passiert und ich den Tag ganz hektisch beenden muss, weil ich mit der Familie noch irgendwohin muss, dann gibt mir das kein gutes Gefühl. Ich versuche immer, am Ende des Tages eine Inbox Zero zu haben, also den Tag über einen leeren Eingangskorb zu halten. Das machst du, glaube ich, auch?

Thomas: Ja genau, ich versuche das auch mit den E-Mails. Ich mache auch die „Eat the Frog-Aufgabe“ als Erstes, dann kommen vielleicht noch Schreiben, aber dann kommen irgendwann die E-Mails, und die letzte Arbeit vor dem Abschalten des Computers sind dann nochmal die E-Mails. Also zweimal pro Tag, das genügt vollauf.  

Lars: Bei mir nicht, ich mache es drei-, vier- bis fünfmal pro Tag.

Thomas: Manchmal cheate ich und rufe vom Handy aus meine E-Mails ab. Wenn ich gerade irgendwo sitze und nichts zu tun habe, dann beantworte ich ab und zu mal eine E-Mail, das kann schon sein, aber sonst nicht. Jetzt nehme ich mal an, dass wir zu deiner Lieblingsfrage kommen werden. Wir haben über Todoist schon gesprochen, Evernote hast du schon erwähnt, gibt es sonst noch irgendwelche Tools, Programme, Apps oder Setups, die du für dein Selbstmanagement nutzt und die du empfehlen kannst?

Lars: Also Evernote und Todoist, das ist klar, Evernote ist mein digitales Gedächtnis, da liegt wirklich alles. An diesem Tool liebe ich, dass ich dort alles finde, ohne dass ich mir groß Gedanken über Ablagestrukturen machen muss. Es gibt wirklich Blogs im Internet, die sich darauf verwenden, wie jedes Bit noch gedreht wird in diesem Programm, das mache ich gar nicht. Ich sehe es wirklich wie einen großen Aktenschrank, wo ich alles hineinstopfe. Und auch, wenn ich etwas nicht so gut organisiert habe, finde ich trotzdem immer alles, das ist der Riesenvorteil. Was mir noch wahnsinnig hilft, das sind E-Mail-Programme mit integrierter Wiedervorlage. Du kennst das, das sind einfach Programme, mit denen ich mir eine E-Mail auf ein bestimmtes Datum legen kann. Sie verschwindet in dem Moment aus dem Eingangskorb und taucht zum festgelegten Datum wieder dort auf. Und das macht mir das Leben sehr viel leichter, weil ich mir oftmals denke, dass es reicht, wenn ich eine bestimmte E-Mail morgen oder in der kommenden Woche bearbeite. Und so muss ich sie nicht als Aufgabe in den Task-Manager übertragen, sondern habe damit eine Wiedervorlage für die E-Mails in dem Programm. Und das finde ich wahnsinnig praktisch, und es hilft mir auch, die Inbox Zero zu erreichen. Wenn ich nämlich abends feststelle, dass ich drei Mails noch nicht beantwortet habe, von denen ich zwei morgen und eine in der nächsten Woche bearbeiten kann, dann verschiebe ich sie mir auf diese Tage – und zack, ist der Inbox-Korb leer!

Thomas: Welches Tool verwendest du da? Inbox oder Boomerang?

Lars: Nein, ich nutze Mailbox, das ist von Dropbox. Mailbox ist damals entstanden für IOS, das war ein Wahnsinnshype, da musste man sich auf eine Warteliste eintragen, und dann konnte man in der App gucken, wann man endlich dran war. Das war vom Marketing her genial gemacht. Und das ist irgendwann von Dropbox gekauft worden, und jetzt gibt es das für Android, für IOS und auch für MAC OS. Mittlerweile gibt es eine Beta-Version, die auch recht gut ist. Mailboxapp.com heißt die Webadresse.

Thomas: Gut, das notiere ich gleich. Sonst noch irgendein Tool, das du häufig verwendest?

Lars: Nein, das sind eigentlich diejenigen, die wir hauptsächlich verwenden. In meinem Handwerksbetrieb mit den feuchten Kellern benutzen wir Trello sehr intensiv. Trello ist ein Organisationstool, was mit Listen und Karten angelegt ist. Kennst du es?

Thomas: Ich kenne es, ich habe es kurz getestet, aber Todoist hat mir besser gefallen.

Lars: Das kann man nicht vergleichen, das ist ein ganz anderer Ansatz. Wir nutzen das als Tool, um die Projekte zu verfolgen und auch zur Projektarchivierung. Ich habe jede Menge Handwerker angestellt im Betrieb, und die sehen in den Aufträgen, in diesen Karten genau, was sie zu tun haben. Und wenn sie auf der Baustelle sind, machen sie zum Beispiel Fotos, und die sind dann sofort in Nullkommanix in der Karte, denn das läuft alles über die Cloud. Und man kann dann im Büro bereits sehen, wie weit sie auf der Baustelle sind. Wenn ein Kunde anruft, mache ich mir die Karte auf und sehe sofort, was abgesprochen ist. Ich sehe die Auftragsbestätigung, die Abnahmen, die Rechnungen. Wir nutzen das also auch direkt als Dokumentation und Archivierung.

Thomas: Sehr genial.  

Lars: Zu Trello gibt es auch Videos auf meinem Blog.

Thomas: Super, das werde ich verlinken. 

Lars: Gerne, danke.

Thomas: Wir kommen schon fast zum Ende des Interviews. Was sind denn für dich die wichtigsten Komponenten, um am Ende des Tages stolz im Bett liegen und sagen zu können, „wow, das war heute ein super produktiver Tag“?

Lars: Das gelingt mir vielleicht einmal oder zweimal in der Woche. Wie sieht das bei dir aus?

Thomas: Das kommt ganz darauf an, was ich gerade mache. Wenn ich zum Beispiel einen solchen Video-Kurs abdrehe, gelingt es mir öfter. Ansonsten auch nicht immer, ich komme auch so auf zwei- bis dreimal die Woche.

Lars: Bei mir ist es immer der Tag, an dem ich wenige Termine habe. Wenn ich viele Termine habe, viele Kundentermine, komme ich nicht zu den wichtigen Dingen. Kundentermine sind natürlich wichtig fürs Geschäft, gar keine Frage, aber wenn ich mir Ziele vornehme wie beispielsweise Projekte anzustoßen, dann ist es immer schön, wenn ich viel Zeit im Terminkalender habe. Und wenn ich das gemacht habe, wenn ich wirklich wichtige Dinge erledigt habe, dann falle ich auch mit einem zufriedenen Grinsen ins Bett.

Thomas: Super! Hast du vielleicht noch einen Buchtipp? Ein Buch, das dich am meisten inspiriert hat?

Lars: Ja, das hat jedoch nichts mit „Produktivität“ zu tun. Es gibt etwas, was mich wirklich super inspiriert und auch total zum Umdenken gebracht hat. Ich habe einige Mitarbeiter, insgesamt knapp 40, und was den Umgang mit ihnen angeht, da bin ich vor etwa vier Jahren auf das Buch eines Amerikaners gestoßen. Er heißt Michael Hyatt, und er hat das Buch „Coaching Leader“ geschrieben. Da geht es um den Umgang mit Mitarbeitern, dass man als Coach agiert und nicht als Vorgesetzter. Und das hat mich sehr, sehr inspiriert und mir geholfen in Hinsicht auf den ganzen Umgang mit meinen Mitarbeitern. Das kann ich wirklich jedem empfehlen. Es gibt es leider nur auf Englisch ohne deutsche Übersetzung, aber dieses Coachen und Helfen, das steht dort ganz klar im Vordergrund, das finde ich ganz toll. Ich mache es, seitdem ich das Buch gelesen habe, und das kann ich nur jedem empfehlen, der Mitarbeiter führt.

Thomas: Sehr genial, das werden wir natürlich auch in den Show Notes verlinken. Ganz kurz möchte ich noch erwähnen, Lars, du hast auch ein kostenloses E-Book auf deiner Seite, „Lars getting things done“ (lacht).

Lars: (Lacht) Genau!

Thomas: Das habe ich mir natürlich auch schon runtergeladen, da sind sehr, sehr viele coole Tipps drin. Magst du dazu noch kurz etwas sagen?

Lars: Ich bekomme jeden Tag E-Mails, das wird dir genauso gehen, „wie machst du das, wie machst du jenes…?“ Und da habe ich einfach mal gesagt, so, jetzt erstelle ich einen Ratgeber! Anfang des Jahres habe ich mich hingesetzt, viel Zeit darin investiert und das alles mal runtergeschrieben, wie ich mich organisiere, und wie ich priorisiere. Das habe ich alles in einem kleinen E-Book zusammengestellt, und das kann man sich kostenlos auf meinem Blog herunterladen.

Thomas: Genau, larsbobach.de, dort kann man es herunterladen. Letzte Frage, immer die spannendste für mich, wir haben vor der Aufnahme bereits ein bisschen darüber geplaudert: Wie wird dein Leben in zehn Jahren aussehen, was sind deine Ziele, Visionen, Projekte?

Lars: Ich bin ein Mensch, der sich sehr von seiner Intuition leiten lässt, sonst käme ich nicht von der Elektroingenieur-Software über feuchte Keller hin zur Internetagentur. Ich weiß überhaupt nicht, wo es mich beruflich hintreiben wird, und ich bin schon gespannt. Das nächste Projekt ist, die Internetagentur richtig erfolgreich zu machen, das wird innerhalb der nächsten zehn Jahre sicherlich passiert sein. Was ich danach mache, das kann ich gar nicht sagen. Ich bin schon gespannt darauf. Über die Jahre habe ich gelernt, mit viel Selbstbewusstsein an eine Sache ranzugehen. Denn wenn man mit Leidenschaft und mit richtig Bock auf die Arbeit rangeht, dann gelingt so etwas eigentlich. Bei mir war damals folgendes ausschlaggebend: Ich war angestellter Geschäftsführer in einer Firma, der es im Softwarebereich nicht sehr gut ging. Die hatten mir damals angeboten, die Firma für – damals noch – eine D-Mark zu übernehmen. Ohne Schulden, die hätten alle Schulden abgenommen, und ich hätte die Firma gehabt, aber das habe ich mich nicht getraut. Und da habe ich mir gesagt, dass mir das nie wieder passiert! Denn ein, zwei Jahre später habe ich das natürlich total bereut. Und deshalb, ich weiß gar nicht, wo es mich beruflich hintreiben wird, ich lasse mich überraschen, was kommt. Und wenn sich irgendetwas ergibt und wenn irgendwo eine Chance lauert, dann werde ich sie ergreifen. Privat: Ich liebe die Berge, das hatte ich dir schon erzählt, und ich glaube, dass ich mit meiner Frau gerne irgendwann mal in die Berge ziehen werde. Das wird in zehn Jahren eventuell möglich sein, dann sind meine Kinder alle groß und aus dem Haus. Das wird sicherlich so sein, dass wir dann in die Berge ziehen. 

Thomas: Sehr spannend! Vielleicht treffen wir uns in ein oder zwei Jahren wieder zum Interview.

Lars: Das würde mich freuen.

Thomas: Schau mal nach, wie weit du bist auf dem Weg!

Lars: Gerne, gerne, genau.

Thomas: Lars, es war ein extrem spannendes Interview, hat mir viel Spaß gemacht. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, und liebe Grüße in den Köln-Düsseldorfer Raum.

Lars: Vielen Dank, liebe Grüße nach Wien zurück, und danke, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast. Dir eine produktive Zeit, Thomas!

Thomas: Sehr gut, Dankeschön.

Lars: Danke, ciao.

2018-02-05T07:36:54+00:002 Comments

2 Comments

  1. Massimo 25. Januar 2016 at 17:40 - Reply

    Hallo.
    Gutes Interview und ein sehr sympathischer Herr Bobach.

    PS: Der Link
    https://selbst-management.biz/117
    funktioniert nicht. =)

    • Thomas 25. Januar 2016 at 18:28 - Reply

      Danke für die Info!

      Jetzt sollte es klappen.

      lG Thomas

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