Du bist die Bank – ein Interview mit Philipp Müller

„Du bist die Bank“, das ist der Slogan den Philipp Müller für seine Investment-Akademie gewählt hat. Ich habe den Namen von Philipp Müller schon ein paar Mal an verschiedenen Stellen gehört, als ich ihn bei einer Veranstaltung in Düsseldorf live auf der Bühne gesehen habe, habe ich mich sofort Entschlossen die Ausbildung bei ihm  in Hamburg zu machen.

Es waren tolle Inputs, die ich da erhalten habe und daher bin ich sehr froh, dass Philipp Teile davon auch mit meinen Leserinnen und Lesern teilt. Es ist ein wirklich spannendes Interview und ich kann dir nur empfehlen dir das bis zum Ende anzuhören.


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Transkript dieser Podcast-Folge:

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast.  #00:00:16-5#

Hallo und ein herzliches Willkommen zur 258. Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold und ich freue mich, dass du mir auch heute wieder dein Ohr leihst. In der 257. Folge haben wir über Finanzen und Selbstmanagement geplaudert. Ich habe erklärt, wie ich selbst meine Finanzen manage. Außerdem habe ich von Philipp Müller und Holger Grethe erzählt. Heute präsentiere ich euch das Interview mit Philipp Müller. Ich habe ihn auf dem Online Marketer Kongress „Die Contra“ kennengelernt. Er hat dort eine Rede gehalten, die mich sehr beeindruckt hat. Ich hatte vorher bereits von ihm gehört und wusste, dass er Sportler und Coach ist und dass er zum Beispiel Christian Bischoff in Geldangelegenheiten gecoacht hat. Auf der Contra habe ich ihn zum ersten Mal auf der Bühne gesehen. #00:01:25-7#

Zwei, drei Minuten, bevor der Vortrag zu Ende war, bin ich zu seinem Stand hinausgelaufen und habe sofort das Seminar gebucht, das er in Hamburg anbietet. Auf diesem Seminar habe ich sehr viel darüber gelernt, wie ich Geld anlegen kann. Es war wirklich extrem spannend. Deshalb freue ich mich sehr, dass er sich bereiterklärt hat, heute mit mir über Finanzen zu sprechen. Wir plaudern über das Finanzsystem, warum es so wenig Bildung zum Thema „Geld“ gibt und wie du dauerhaft Vermögen und Wohlstand aufbauen kannst. Es geht darum, wie du deine finanzielle Situation verbessern kannst, wie viel Zeit du damit verbringen solltest, deine Finanzen zu regeln und warum du dein eigener Bank- und Finanzberater sein solltest. Es wird also ein spannendes Interview.  #00:02:25-6#

Wenn dich das Thema „Geld“ interessiert, dann rate ich dir, bis zum Ende dranzubleiben, damit du nichts versäumst. Jetzt will ich nicht mehr viel erzählen, sondern mit dem Interview loslegen. Steigen wir ein in das Gespräch mit Philipp Müller. #00:02:44-1#

Thomas: Hallo Philipp, vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich habe im Vorspann schon ein bisschen über dich erzählt, aber niemand kennt dich besser als du selbst. Deswegen sei so lieb und stell dich meinen Hörerinnen und Hörern kurz vor. Wer bist du, was machst du und was willst du loswerden? #00:03:00-3#

Philipp: Hallo Thomas, ein Dankeschön für deine Einladung und ein herzliches Hallo an deine Hörerinnen und Hörer. Über sich selbst zu sprechen, das ist ein bisschen komisch, aber natürlich werde ich deinem Wunsch entsprechen. Mein Name ist Philipp Müller, ich bin vierzig Jahre jung und lebe mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen in Hamburg. Ich bin Gründer der PJM Investment Akademie. Wir zeigen Menschen, wie man seine Finanzen in den Griff bekommt und wie man ein regelmäßiges Einkommen aus der Börse generiert. Gleich am Anfang ist mir ein Punkt wichtig: Ich bin kein Redner, Trainer oder Coach im klassischen Sinn, sondern ich verstehe mich als Unternehmer. Ich habe neun Unternehmen gegründet, von denen ich sechs verkauft habe. Vor allem bin ich Investor, und das seitdem ich sechzehn Jahre alt bin. In diesem Jahr bin ich ziemlich genau fünfundzwanzig Jahre an der Börse. #00:03:54-3#

In Interviews werde ich häufig gefragt, wie man ein erfolgreicher Redner wird. Aber ich bin kein Redner, sondern Unternehmer und Investor. Gelegentlich bin ich als Mentor, Coach oder Trainer unterwegs, aber ich verstehe mich selbst als Robin Hood der Finanzbranche.  #00:04:11-8#

Thomas: Wir haben uns in Hamburg bei deinem Seminar kennengelernt, das ich wirklich sehr empfehlen kann. Dazu kommen wir später noch. Lass uns ein wenig bei der Basis angefangen. Kannst du kurz erklären, wie unser Finanzsystem funktioniert und warum so viele Menschen so wenig zum Thema Geld wissen, obwohl sie einen hohen Bildungsstand haben? Welche Meinung hast du dazu? #00:04:31-6#

Philipp: Das Problem ist die mangelnde Bildung zu Geld und Finanzen allgemein. Gerade mit diesem Thema befassen wir uns zurzeit, weil wir einen Bildungsfilm für Schulen im Rahmen eines sozialen Projekts produzieren wollen. In der Vorbereitung haben wir festgestellt, dass es tatsächlich im gesamten deutschen Schul- und Bildungssystem keine Ausbildung zu Geld und Finanzen gibt. Ich glaube, das ist das erste große Thema, warum die Menschen so wenig über Geld wissen. Der zweite Faktor ist, dass die soziale Absicherung der Bürger von staatlicher Seite her so gut und so komplex ist, dass sie sich selbst nicht intensiv mit der Vorsorge beschäftigen müssen. Du wirst alt und bekommst Rente, du wirst krank und bekommst Krankengeld. Du wirst arbeitslos erhältst Arbeitslosengeld und eventuell noch Sozialhilfe oder Hartz IV. Bei den Menschen gibt es wenig Bewusstsein. Und aus dieser Kombination von wenig Wissen und dem Erkennen eines Bedarfs hat sich ein Finanzsystem entwickelt, das in einer Parallelwelt lebt. #00:06:04-8#

Ich vergleiche das gerne mit einem Tischler. Wenn jemand einen Tisch baut, dann kann er mit Holz umgehen. Das Finanzsystem handelt und arbeitet mit Geld, und vereinfacht gesagt kaufen die Banken, Investmenthäuser und Versicherungen das Geld beim Kunden billig ein, indem sie ihm einen kleinen Zins geben. Sie arbeiten aber mit dem Geld an den großen Märkten und verdienen viel damit. Sie geben dem Kunden aber nur ein bisschen davon ab und behalten den Großteil für sich.  #00:06:40-8#

Thomas: Das gilt auf jeden Fall auch für Österreich. Auch bei uns ist das Thema „Geld“ im Bildungssystem nicht vorhanden.  #00:06:55-9#

Philipp: Wir leben in einem Land von finanziellen Analphabeten, und das meine ich mit höchstem Respekt, denn ich möchte den Menschen helfen, in eine andere Richtung zu gehen. Wenn man sich über Geld unterhalten möchte, dann ist das meist ein sehr sensibles Thema. Es ist schon fast unhöflich, jemanden zu Geldthemen zu befragen. Und die Ergebnisse sehen die Menschen tatsächlich in ihrem Leben, das finanziell oft nicht rosig aussieht.  #00:07:33-0#

Thomas: Das ist vielleicht auch der große Unterschied zu den USA. Wenn amerikanische Blogger ihre Einnahmen veröffentlichen, werden sie bewundert, wenn das ein deutscher, österreichischer oder Schweizer Blogger macht, erntet er Neid und Missgunst.  #00:07:48-4#

Philipp: Ich war für meine Börsen- und Investmentausbildung sehr oft in den USA, das ist sozusagen meine zweite Heimat. Wenn du dort am Tresen jemanden kennenlernst, dann fragt er dich nach drei Sätzen, was du machst. Wenn du ihm erzählst, dass du zwar zweimal pleite warst, aber danach ein Multimillionen Business aufgebaut hast, klopft er dir auf die Schulter und sagt, „toller Typ!“ Wenn du Spaß an einer Bar in Deutschland haben willst, dann geh auf einen Fremden zu, stell dich vor und frage ihn, „was verdienst du, und wie groß ist dein Vermögen?“ Dann kannst du dir sicher sein, dass du bald allein an der Bar bist. Die Wahrnehmung ist eine komplett andere als in anderen Kulturkreisen. #00:08:34-9#

Thomas: Sehr schade, vielleicht können wir gemeinsam etwas daran ändern.  #00:08:41-4#

Philipp: Vielen Dank für deine Unterstützung. (Lacht) #00:08:44-4#

Thomas: (Lacht) Schauen wir mal, was wir gemeinsam zusammenbringen, zumindest in meiner Community, denn du bist schon wesentlich größer unterwegs. Du hast gerade das Thema „Vermögen“ angesprochen. Wie kann man dauerhaft Vermögen und Wohlstand aufbauen? Was ist deine Herangehensweise? #00:08:59-1#

Philipp: Aus meiner Sicht sollten wir drei verschiedene Ebenen beleuchte. Zunächst benötigen wir eine Systematisierung unserer Finanzen. Im Alltag benötigst du ein Modell, das wir „Kontenmodell“ oder „Töpfemodell“ nennen. Das ist ein System, durch das deine Zahlungsströme automatisiert laufen. Ich erkläre es vereinfacht. Es gibt ein Konto, von dem du deine Alltagskosten bezahlst – Essen, Trinken, Miete, Auto. Dann hast du ein weiteres Konto, auf das deine Sparraten hinfließen, wo du Geld anlegst, um Vermögen aufzubauen. Es gibt einen Notgroschen, eine eiserne Reserve, einen Betrag für langfristige Investitionen und einen weiteren für soziales Engagement. Ich denke, das System ist erkennbar. Das Geld muss jeden Monat automatisch auf diese Unterkonten fließen, und von diesen Unterkonten werden die Ausgaben getätigt. Das erste ist also die Systematisierung deiner Finanzen. #00:10:07-8#

Der zweite Schritt ist zu lernen, wie du erfolgreich investierst. Warum ist das so wichtig? Die meisten Menschen in der westlichen Welt tauschen Zeit gegen Geld, egal ob als Angestellter, Unternehmer oder Freiberufler. Manchmal ist dieser Tausch effektiv, weil man sehr viel pro Stunde verdient. Als Ergänzung zu diesem Tausch ist es aus meiner Sicht sehr charmant, wenn du auch noch Kapital nutzt, um Einkommen zu generieren. Das Geld an der Börse arbeiten zu lassen, ist für mich eine zusätzliche Möglichkeit, Einkommen unabhängig von Zeit, von Kunden und von Unternehmen zu verdienen. Zweiter Punkt: Lerne investieren, damit du regelmäßige Einkommensströme hast, die unabhängig von deiner Arbeitskraft sind. #00:11:06-4#

Und der dritte große Bereich ist das Mindset oder das mentale Bewusstsein, also welche Gefühle, Emotionen und Gedanken verbindest du mit Geld, mit Wohlstand und dem Investieren? Ein praktisches Thema ist die Sprache. Wie sprichst du, und wie ist deine Kommunikation mit dir selbst und mit anderen, wenn es um Geld geht? Welche Gedanken hast du? Wenn du im Finanzbereich erfahren bist, weil du dich so wie ich seit fünfundzwanzig Jahren mit nichts anderem beschäftigst, dann kannst du im Gespräch mit einer fremden Person heraushören, wie viel derjenige verdient und welches Vermögen er aufgebaut hat.  #00:11:52-1#

Thomas: Das Töpfemodell finde ich auch sehr spannend. Ich höre immer wieder, dass die meisten Leute sehr gerne investieren würden, wenn sie nur das Geld dafür hätten. Hast du Tipps, was man im Alltag tun kann, um seine finanzielle Situation zu verbessern? Das Töpfe-Modell enthält bereits das Investieren, aber was kann man machen, um gerade am Anfang ein bisschen mehr für sich herauszuschlagen? #00:12:24-2#

Philipp: Wenn man damit beginnen möchte, Vermögen aufzubauen, dann sollte man einige ganz konkrete Tipps umsetzen. Zunächst sollte man sich eine Haushalts-App anschaffen oder einen Zettel und einen Stift zur Hand nehmen und sechs Monate lang jede Ausgabe zu notieren. Selbst, wenn man auf der Autobahn zur Toilette geht und siebzig Cent bezahlen muss, sollte man diese Ausgabe notieren. Schreib dir ein halbes Jahr lang alle deine Kosten auf, und dann prüfst du, an welchen Stellschrauben du drehen kannst. Schon nach einem Monat stellen die Menschen fest, dass sie unglaublich viel Geld für unnötige Dinge ausgeben. Das war der erste Punkt. #00:13:09-7#

Der zweite Punkt ist, gewöhne dir an, alles mit Bargeld zu bezahlen. Das ist meine ganz klare Empfehlung. Es gibt Untersuchungen darüber, dass wir drei- bis viermal mehr Geld ausgeben, wenn wir mit EC-Karte oder mit Kreditkarte bezahlen. Im Moment sieht es so aus, als ob das Bargeld in Europa in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren zur Neige gehen wird, aber so lange wir es noch haben, gewöhne dir persönlich an, alles mit Bargeld zu bezahlen. Ich würde sogar empfehlen, immer ein bisschen mehr Bargeld als sonst dabei zu haben, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass man sich mit Kapital wohlfühlt.  #00:13:54-9#

Außerdem würde ich jedem empfehlen, auf das Thema „Sprache“ zu achten. Wie spreche ich über Geld? Welche Kommentare gebe ich ab, und wie ist meine Wahrnehmung von Geld? Wenn du einen wohlhabenden Menschen kennenlernst, zum Beispiel einen Unternehmer, denkst du dann, dass das jemand ist, der viel Steuern zahlt und Arbeitsplätze schafft oder dass dieser Mensch jemand ist, der die Kunden über den Tisch zieht? Achte auf deine Kosten, hab immer genug Bargeld bei dir, zahle möglichst nicht mit Kredit- und EC-Karte und beginne, auf deine Sprache und deine Gedanken zum Thema „Geld“ zu achten. #00:14:29-8#

Thomas: Alle drei Punkte habe ich aus deinem Seminar mitgenommen. Ich war bislang kaum mit Bargeld unterwegs, und man muss sich am Anfang erst daran gewöhnen, mehr einzustecken. Aber dann geht es relativ schnell. In deinem Seminar macht eine kleine Milka-Kuh die Runde, und wenn man etwas Schlechtes über Geld sagt, dann darf man eine Spende hineinwerfen. Man muss es zunächst wahrnehmen, und das ist gar nicht so einfach. Eine solche Kuh habe ich mir auch angeschafft, und mittlerweile ist schon Einiges darin gelandet, muss ich zugeben. #00:15:04-9#

Philipp: Diese Milka-Kuh ist die tägliche Erinnerung an unsere neuen Vorsätze. Das ist ein unglaublich wertvolles Tool, weil wir alle im Alltag in einem Hamsterrad sind, der eine ein bisschen mehr, der andere ein bisschen weniger. Alle haben unterschiedliche Hamsterräder, Berufe, Finanzen und auch Familien, also die Rolle des Vaters oder der Mutter. Wir alle sind rund um die Uhr beschäftigt, wenn wir nicht gerade essen, trinken und schlafen. Es ist wichtig, dass man sich einen Knoten ins Taschentuch macht, um in Zukunft daran erinnert zu werden, dass man sich ab heute auch um seine Finanzen kümmert. Bist du fokussiert bei der Sache und bringst das Thema in deinen Alltag ein, dann musst du nicht viel Zeit dafür investieren. Es geht darum, mir immer wieder bewusst zu machen, dass ich mich mit einem Teil meiner Zeit um meine Finanzen kümmern möchte, genauso, wie ich mich einen Teil meiner Zeit um meinen Partner oder um meine Kinder kümmere. #00:16:10-7#

Thomas: Wie viel Zeit verbringst du täglich mit deinen Finanzen beziehungsweise, wie viel Zeit sollte man sich damit deiner Erfahrung nach damit beschäftigen? #00:16:23-1#

Philipp: Ich selbst beschäftige mich etwa zwei Stunden wöchentlich mit meinen Finanzen, wobei die klassische Börse etwa Stunde davon einnimmt. Der Rest sind andere Investitionen. Wir haben eine Holding, und ich habe noch einiges an Immobilien. Insofern beschäftige ich mich dann auch noch mit anderen Finanzthemen. Außerdem bilde ich mich gerne weiter auf diesem Gebiet. Ich habe bis heute etwa sechshundert Finanzbücher gelesen. Und das ist für mich ein Hobby geworden. Wenn ich die reine Verwaltung und Entwicklung meines Vermögens betrachte, dann kann ich sagen, dass ich etwa ein bis zwei Stunden pro Woche damit beschäftigt bin. Und wenn mich jemand fragt, wie er seine Finanzverwaltung in sein Leben integrieren soll, dann würde ich das mit einem Sportplan vergleichen. #00:17:10-1#

Wenn jemand fit und trainiert sein möchte, dann muss er pro Woche zwei bis drei Stunden Sport machen. Ähnlich würde ich es einem Finanzanfänger empfehlen, der seine Geldangelegenheiten sortieren möchte. Er sollte sich systematisch zwei- bis dreimal in der Woche eine halbe bis eine Stunde mit dem Thema beschäftigen. Später reicht einmal pro Woche eine Stunde aus.  #00:17:46-9#

Thomas: Das reicht wirklich vollkommen aus, bei mir ist es auch so. Als ich dich kennengelernt habe, standest du bei der Contra auf der Bühne und hast etwas gesagt, was mir die Schuppen von den Augen fallen ließ, nämlich, dass du deinen Finanzberater feuern sollst, wenn er dir nicht gewisse Dinge garantieren kann. Kannst du das in kurzen Worten erklären? Warum sollte man sich nicht auf seinen Bank- und Finanzberater verlassen, sondern seine Finanzen selbst in den Griff bekommen? #00:18:21-7#

Philipp: Deine letzte Formulierung gefällt mir besser. Den Bank- und Finanzberater zu feuern, das ist eine respektlose Umgangssprache, die ich an der Stelle nicht passend finde, weil es in dem Bereich auch Menschen gibt, die sehr gute Arbeit leisten. Ich persönlich gebe folgende Empfehlung. Es ist normal, dass man sich in den meisten Lebensbereichen Vorbilder sucht, die das, was man lernen möchte, beherrschen. Bleiben wir beim Sport und schauen uns jemanden an, der eine gesunde, fitte Figur und definierte Muskeln hat. Das muss kein Bodybuilder sein, aber jemand, bei dem man sehen kann, dass er seinen Körper, seine Bewegung und seine Ernährung im Griff. So einen Menschen würde ich mir als Vorbild suchen. Du bist sehr sportlich, Thomas, und wenn ich dich im Fitnessstudio treffen würde, dann würde ich dich fragen, ob du Lust hast, mir ein paar Sachen zum Thema „Fitness“ zu zeigen. Ich würde dich gerne als meinen Coach akzeptieren, weil ich sehe, dass es passt. #00:19:17-2#

Bei den Finanzberatern habe ich bis heute nur eine Handvoll kennengelernt, die wirklich selbst finanziell frei sind. Das bedeutet, du gibst die Verantwortung für deine Finanzen bei jemandem ab, der nicht bewiesen hat, dass er es kann. Meine Definition mag hart klingen, aber sie ist eindeutig definiert. Ich setze voraus, dass du mindestens Millionär, besser Multimillionär bist. Dann kannst du von dir behaupten, dass du Geld kannst. Meine Empfehlung ist deshalb, übernimm sofort Eigenverantwortung für deine Finanzen. Du wirst dann zwar Fehler machen, aber du bist die Person, die sich persönlich und daraus resultierend auch vermögensmäßig entwickelt. Hör bitte auf, dein Geld bei einer Person abzugeben, die nicht nachgewiesen hat, dass sie es besser kann. Um den Vergleich zum Sport zu schließen, du würdest wahrscheinlich kein Fitnesstraining mit einer Person machen, die stark übergewichtig ist, weil sie für dich kein Vorbild und kein Mentor sein kann. #00:20:27-1#

Thomas: Du hast einen sehr spannenden Slogan für dein Seminar, und zwar „Du bist die Bank“. Was kann man sich darunter vorstellen, und was darf man davon erwarten? #00:20:41-5#

Philipp: Es geht um den Punkt, den wir gerade besprochen haben, nämlich Eigenverantwortung für seine Finanzen zu übernehmen. Wir haben mittlerweile weit über 2.000 Teilnehmer aus über fünfzig Nationen ausgebildet. Das Ziel ist, dass die Leute keine Banken mehr benötigen. Du hast natürlich ein Girokonto bei einer Bank, das ist klar, aber grundsätzlich ist es so, dass sich die Menschen eigenverantwortlich um ihr Geld kümmern, es weiterentwickeln und daraus ein Einkommen generieren. Deswegen wollten wir einen ermächtigenden Slogan haben, also eine Formulierung, mit denen wir den Menschen das Gefühl geben, jawohl, wenn du bei uns in der Ausbildung warst, dann bist du deine eigene Bank und brauchst keinen Dritten mehr, der sich um dein Geld kümmert. #00:21:30-0#

Thomas: Das gelingt euch im Seminar perfekt, so viel darf ich jetzt schon verraten. Und wo wir schon bei den Seminaren sind, ich habe anfangs erzählt, dass ich auf einem eurer Seminare in Hamburg war. Ich bin wirklich begeistert, denn sonst hätte ich dich nicht zu diesem Interview eingeladen. Und seitdem habe ich damit begonnen, meine Finanzen in die Hand zu nehmen. Wenn jemand mehr über dich wissen möchte, wo kann derjenige deine Seminare besuchen? Ich weiß, dass du auch Webinare anbietest. Gibt es irgendwelche Voraussetzungen? Vielleicht kannst du dazu noch ein wenig erzählen. #00:22:07-7#

Philipp: Voraussetzungen gibt es keine. Webinarteilnehmer sowie Teilnehmer unserer Live-Vorträge auf großen Bühnen hatten wir mittlerweile viele Zehntausende, und über 2.000 Menschen haben unsere klassische Ausbildung absolviert. Wenn man den Schnitt nimmt, dann geht es mit vierzehn Jahren los und hört bei über achtzig auf. Wir haben ein Drittel Frauen und zwei Drittel Männer, und zu uns kommen alle Bildungs-, Einkommens- und Gesellschaftsschichten, vom Schüler und Studenten bis zum Rentner, vom Kaufmann und Unternehmer bis zum Privatier. Unsere Teilnehmer sind Rechtsanwälte, Ärzte und Erzieher, Lehrer und Diplom-Ingenieure. Wir haben die ganzen Handwerksberufe, die zu uns kommen, Maurer, Feuerwehrleute und so weiter. Mitbringen muss man nichts, aber es ist wichtig, dass die Teilnehmer ein für alle Mal ihre Finanzen in den Griff bekommen möchten.  #00:23:04-6#

Sie müssen den Willen haben, Geld zu einer unterstützenden Kraft machen zu wollen und weniger zu einem Sorgenthema ihres Lebens. Die meisten Menschen verwechseln Wohlstand und Reichtum. Es geht nicht darum, einen Porsche zu fahren und abwechselnd in einer Villa und in der Finca auf Mallorca zu wohnen. Natürlich kann man sich das alles anschaffen, wenn es einem wichtig ist, aber viel wichtiger ist zu erkennen, dass es um dein Wertesystem geht, um das „Warum“ in deinem Leben. Es geht darum, dich zu verwirklichen, Zeit zu haben als Papa, als Mutter, Zeit für Bildung, Gesundheit und für deinen Urlaub zu haben. Es sind viele Facetten, die in der westlichen Welt von Geld berührt werden, und das ist ein Kriterium, das unsere Teilnehmer verbindet. Sie sind mit dem Status quo nicht zufrieden und möchten sich weiterentwickeln.  #00:23:53-2#

Deinen Hörerinnen und Hörern empfehle ich, auf unsere Webseite zu kommen und sich dort das Webinar anzusehen. Es ist kostenfrei, und du kannst mir eine Stunde lang zuhören. Dort gebe ich dir vierzehn Regeln an die Hand, die du sofort umsetzen kannst, völlig unabhängig davon, ob du später in die Ausbildung kommst. Es lohnt sich, diese eine Stunde in das Webinar zu investieren.  #00:24:26-4#

Thomas: Wir werden alle Adressen in den Show Notes verlinken. Damit hat jeder die Möglichkeit, dein Angebot wahrzunehmen. Ich kann es sehr empfehlen, denn ich bin begeistert davon. Gerne werde ich auch wieder an einem der kommenden Events teilnehmen. Man hört sicher heraus, dass ich wirklich super zufrieden war und sehr viel für mich mitgenommen habe. Vielen Dank, Philipp, für das tolle Interview. Wenn du meinen Hörerinnen und Hörern noch einige letzte Worte auf den Weg mitgeben möchtest, dann kannst du das jetzt tun. Ich verabschiede mich und sage vielen Dank für deine Zeit. Das Interview war wirklich spannend. #00:25:08-8#

Philipp: Thomas, das erste Dankeschön geht an dich. Danke für deine Einladung. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Ein Dankeschön an die Zuhörer. Viel Spaß mit dieser Serie, und vor allem viel Erfolg bei der Umsetzung. Ich würde mich gerne mit meinem Standard-Slogan verabschieden, der ein wenig zum Nachdenken anregt: Bleibt gesund und werdet reich. Tschüss aus Hamburg, und machts gut. #00:25:34-9#

Vielen Dank für dieses spannende Interview, Philipp. Wenn du an Philipps Webinaren teilnehmen möchtest, dann lade ich dich herzlich ein, in deine Podcast-App zu schauen. Dort findest du den entsprechenden Link pjmueller.de/webinare beziehungsweise, du findest die ganzen Links und das Transkript dieses Interviews unter selbst-management.biz/258. #00:26:09-3#

Ich sage vielen Dank, dass du dabei warst. In der nächsten Woche wird es ebenfalls spannend, denn es gibt das Interview mit Holger Grethe, der mit Sicherheit eine ähnliche Meinung zum Finanzsystem und zu Geld und Bildung hat, aber das Ganze ein wenig anders anlegt. Dazu nächste Woche mehr. Machs gut und genieße deinen Tag. #00:26:34-6#

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast.   #00:26:52-3#

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2018-10-19T07:37:32+00:000 Comments

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