Entscheidungen treffen

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Entscheidungen treffen ist für die meisten Menschen keine einfache Sache. Vor allem, wenn es um schwerwiegende Entscheidungen geht, raucht der Kopf ganz gewaltig. Egal ob du lieber aus dem Bauch heraus entscheidest oder eher der Kopf-Entscheider bist, die quälenden Gedanken, ob diese Entscheidung denn nun die richtige ist, können sehr mühsam und anstrengend sein. Aber warum ist das so?


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Warum tun wir uns mit dem Treffen von Entscheidungen so schwer?

Die Antwort auf diese Frage ist recht einfach, Fehlentscheidungen tun unheimlich weh. Aber nicht nur das, sie können uns über einen sehr langen Zeitraum, vielleicht sogar ein ganzes Leben lang, enorm belasten.

Das ist auch der Grund, warum viele Menschen im Status quo verharren. Sie haben schlicht und einfach Angst- die falsche Entscheidung zu treffen. Also treffen sie lieber gar keine. Spoiler: Keine Entscheidung zu treffen, ist in der Regel die schlechteste Entscheidung!

Schön und gut, aber warum haben wir eigentlich eine solche Angst davor, die falsche Entscheidung zu treffen? Auch hier ist die Antwort eine recht einfach: Verlustaversion!

Wir gewichten Verluste weit stärker als Gewinne. Einhundert Euro zu verlieren, schmerzt uns 1,5- bis 2,5-mal mehr, als uns ein Gewinn von einhundert Euro freut.

Gerade bei großen Entscheidungen hast du, zumindest gefühlt, die Möglichkeit, weit mehr zu verlieren als zu gewinnen. Das ist auch der Grund, warum wir eine Entscheidung eher als Problem und nicht als Chance ansehen. Dabei ist es genau das. Jede Entscheidung ist eine Chance, den Kurs auf dein Ziel neu zu kalibrieren.

Sind Entscheidungen überbewertet?

Wir messen großen Entscheidungen ein unheimliches Gewicht in unserem Leben bei, aber ist das überhaupt gerechtfertigt? Lass mich dir dazu die Geschichte einer Bekannten von mir erzählen:

Diese Bekannte war eines Tages zu spät dran und die Chance, ihren Flug zu erwischen, war minimal. Trotzdem entschied sie sich, die Fahrt zum Flughafen anzutreten. Vielleicht hat der Flieger ja Verspätung oder es geschieht sonst noch ein Wunder und sie erreicht ihren Flug. 

Zwei Kreuzungen weiter nahm sie einem anderen Fahrzeug die Vorfahrt und es krachte. Zum Glück nichts Schlimmes, nur Blechschaden. Die Fahrt anzutreten, um das Flugzeug noch zu erreichen, war also eine ziemlich beschissene Entscheidung.

Könnte man meinen, wenn man aber in ihrem Leben ein wenig vorspult, war es die beste Entscheidung ihres Lebens. Ziemlich exakt 1,5 Jahre nach dem Unfall heiratete sie ihren Unfallgegner. So gesehen, war es also doch die goldrichtige Entscheidung, die Fahrt zum Flughafen anzutreten. Oder?

Ich fürchte doch nicht, denn die Ehe hielt nicht mal drei Jahre und endete in einem Rosenkrieg. Die Scheidung fraß nicht nur die Nerven meiner Bekannten, sondern auch den Geldbeutel. Im Endeffekt also doch eine ziemlich beschissene Entscheidung.

Könnte man meinen, aber ganz war dem dann doch nicht so. Denn circa 2 Jahre später heiratete sie ihren Scheidungsanwalt. Soviel ich weiß, leben sie noch immer glücklich zusammen und haben auch eine Familie gegründet. Die Fahrt zum Flughafen anzutreten, war so gesehen also doch eine gute Entscheidung, denn ohne Unfall kein Ehemann 1 und ohne Ehemann 1 kein Ehemann 2.

Hier endet unsere Geschichte vorerst. Ob es schlau war, gerade einen Scheidungsanwalt zu heiraten, wird die Zukunft zeigen. 😉

Entscheidung treffen

Das Problem bei der Bewertung von Entscheidungen

Wir müssen jetzt also noch mal sehr genau hinsehen und ein wenig die Probleme, die das Bewerten von Entscheidungen mit sich bringt, genauer ansehen.

Problem 1: Die Beurteilung kann erst im Nachhinein stattfinden.

Ob eine Entscheidung gut oder schlecht war, das lässt sich erst Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre später bewerten. Außerdem kann das Ergebnis etwas über die Qualität der Entscheidung aussagen, muss es aber nicht. Das haben wir am Beispiel meiner Bekannten gesehen.

Problem 2: Wann ist der genaue Zeitpunkt der Bewertung?

Nehmen wir nochmals die Geschichte meiner Bekannten her. Wann bewerten wir die Entscheidung „ich versuche, noch den Flieger zu erreichen“? Nach dem Autounfall? Nach der Hochzeit von Ehemann 1? Nach dem Scheidungsdrama? Nach der Hochzeit von Ehemann 2?

Also wann genau ist dieses Nachhinein, das wir zur Bemessung des Erfolges ansetzen?

Wir müssen Entscheidungen vom Ergebnis losgelöst bewerten.

Es ist sinnvoll, die Qualität der Entscheidung nicht einzig und alleine vom Ergebnis her zu bewerten. Das bedeutet, dass wir uns neben dem Ergebnis noch weitere Qualitätskriterien einfallen lassen müssen, ob eine Entscheidung gut oder schlecht war.

Wenn wir diesen Kriterienkatalog beisammenhaben und unsere Entscheidung nach gewissen KPIs (Key Performance Indikatoren) treffen, dann treffen wir auf lange Sicht auch bessere Entscheidungen und überlassen weit weniger dem Prinzip Zufall!

Sind nun Entscheidungen überbewertet oder nicht? Nein, Entscheidungen sind auf keinen Fall überbewertet. Überbewertet ist lediglich, das Ergebnis als einziges Qualitätskriterium einer Entscheidung festzumachen. Wenn wir uns andere Qualitätskriterien überlegen, dann werden wir auch lernen, qualitativ bessere Entscheidungen zu treffen. Die gute Nachricht ist also: Das Treffen besserer Entscheidungen ist erlernbar!

Bauch + Kopf = die perfekte Entscheidung?

Es gibt Menschen, die eher aus dem Bauch heraus entscheiden, und Menschen, die kopflastig entscheiden. Bauchentscheidungen wären also eher Entscheidungen aus der Intuition heraus und Kopfentscheidungen eher die analytische Form, zu einer Entscheidung zu kommen.

Aber was ist nun die bessere Entscheidung? Die Bauchentscheidung oder doch die Kopfentscheidung?

Die richtige Antwort lautet: weder noch! Weder die Bauchentscheidung noch die Kopfentscheidung ist die bessere Art der Entscheidungsfindung. Vor allem dann, wenn es um große und wichtige Entscheidungen geht.

Die Bauchentscheidung

Der große Vorteil mit dieser Art der Entscheidungsfindung ist, dass sie unheimlich schnell stattfindet und kaum Willenskraft benötigt. Daher ist es bei kleineren und unbedeutenderen Entscheidungen oft gar nicht so schlecht, auf seinen Bauch zu hören.

Bauchentscheidungen sind auch nicht so irrational wie ihr Ruf. Unser Bauch geht da vollkommen statistisch vor, indem er schnell unsere vergangenen Erfahrungen überprüft und anhand dieser Informationen eine Entscheidung trifft.

Allerdings hat die Bauchentscheidung einen entscheidenden Nachteil. Sie greift nicht auf das volle Informationsspektrum zu, sondern nur auf einen kleinen Teil davon. Und dabei übergewichtet sie Erfahrungen, die wir in junger Vergangenheit gemacht haben, höher als Erfahrungen, die schon weiter zurückliegen. Außerdem denken wir oft in vorgefertigten Mustern und diese kann die Bauchentscheidung nicht durchbrechen. Ein weiterer Nachteil ist der Ort, an dem wir die Entscheidung treffen. Dieser beeinflusst nämlich ganz unbewusst unser Bauchgefühl und hat damit einen viel höheren Einfluss, als ihm eigentlich zustehen würde.

Die Kopfentscheidung

Dabei gehen wir vollkommen analytisch vor. Die einfachste Methode ist eine Plus-Minus-Liste, in der wir versuchen, alle positiven und alle negativen Effekte einer Entscheidung aufzuzählen. Außerdem versuchen wir nicht nur die Informationen der jüngsten Vergangenheit einzubeziehen, sondern das gesamte Informationsspektrum abzuklappern.

Oftmals wird uns bei einer Kopfentscheidung auch viel eher klar, was für Informationen uns noch fehlen und an welchen Punkten wir noch Licht ins Dunkel bringen müssen. Es ist also eine Entscheidung, die auf fundiertem Research und den daraus entstehenden Gedankengängen entsteht.

Diese Genauigkeit hat aber natürlich auch seinen Preis. Der Nachteil von Kopfentscheidungen ist, dass sie unheimlich zeitintensiv sind und ein hohes Maß an Willensstärke verbrauchen.

Der beste Weg der Entscheidungsfindung

Was du also tun musst, ist, die Entscheidung nicht nur vom Bauch oder vom Kopf treffen zu lassen, sondern die beiden zu Partners in Crime zu machen. Das Zusammenspiel zwischen Bauch und Kopf ist unheimlich wichtig und bringt mit Abstand die besten Ergebnisse.

Um dieses Zusammenspiel perfektionieren zu können, brauchst du allerdings klare Qualitätskriterien und KPIs. Und du brauchst einen klaren Leitfaden, um Kopf und Bauch zu verbrüdern. Anders ausgedrückt musst du deine Bauchentscheidung durch den Kopf und diese klaren Qualitätskriterien überprüfen lassen. Dabei durchläufst du einen 10-Schritte-Plan, der zwar ein wenig mehr Zeit als eine einfache Plus-Minus-Liste braucht, aber trotzdem wesentlich mehr in die Tiefe und ins Detail vorrückt.

Um eine schwere Entscheidung zu treffen, brauchen wir:

  • Die Bauchentscheidung.
  • Einen analytischen 10-Schritte-Plan, um die Qualität der Kopfentscheidung massiv zu erhöhen.
  • Eine nochmalige Kontrolle durch den Bauch, ob der Kopf nicht irgendwo im Laufe der Entscheidungsfindung falsch abgebogen ist.

Sind Fehlentscheidungen damit Vergangenheit?

Nein, mit Sicherheit nicht, aber du wirst sehen, dass die bessere Qualität deiner Entscheidungen unheimlichen Einfluss auf deinen Erfolg und deine Zufriedenheit haben wird.

Was du dann noch brauchst, ist eine Methode, die getroffenen Entscheidungen immer wieder einer Kontrolle zu unterziehen. Damit stellst du sicher, dass du Fehlentscheidungen sehr schnell herausfiltern und mit wenig Aufwand eine eigentliche Fehlentscheidung in eine sehr gute Entscheidung umkehren kannst.

Der Entscheidungs-Workshop

Falls du Lust hast, in dieses Thema tiefer einzutauchen und die Qualität deiner Entscheidungen massiv zu erhöhen, dann lade ich dich in den Entscheidungs-Workshop ein. Dort bekommst du neben enorm spannendem Hintergrundwissen zum Thema Entscheidungen natürlich auch den genauen 10-Schritte-Plan der Bauch-Kopf-Bauch-Entscheidung mit auf den Weg. Selbstverständlich verrate ich dir da auch das Konzept, wie du eine Fehlentscheidung in eine gute Entscheidung umkehren kannst.

Hier findest du alle Informationen zum Workshop.

Viel Erfolg beim Treffen deiner zukünftigen Entscheidungen.

Liebe Grüße,

Thomas

Hallo & herzlich willkommen

Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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