Erfolg im Einklang mit der Gesundheit – ein Interview mit Britta Dohr

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Das Führen eines ausgeglichenen Lebens bei bestmöglicher Gesundheit, dabei unterstützt Britta Dohr viele Menschen. Deswegen  bin ich sehr froh, dass ich sie für ein Interview gewinnen konnte. Denn da besprechen wir nicht nur das Thema Erfolg und Gesundheit, sondern auch wie Menschen mit chronischer Erkrankung dabei unterstützt werden können, sich im Berufsleben wohl zu fühlen. Britta spricht über ihre eigenen Erfahrungen, aber auch über die Themen die für chronisch kranke Menschen eine Herausforderung sind und wie sich diese bestmöglich lösen lassen. Außerdem gefällt mir ihr ganzheitlicher Ansatz, denn sie unterstützt nicht nur chronisch kranke Menschen, sondern auch Unternehmer und Führungskräfte bei der bestmöglichen Integration chronisch kranker Mitarbeiter. Wenn du also Menschen mit chronischer Erkrankung kennst, dann solltest du ihnen den Link zu diesem Interview unbedingt weiterleiten.


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Transkript dieser Podcastfolge:

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für ein besseres Selbstmanagement. Das Ziel: Mehr Zeit für dich und für die wirklich wichtigen Dinge in deinem Leben. Weil deine Zeit wertvoll ist!   #00:00:26-1#

Hallo und ein herzliches Willkommen in dieser Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold, und ich freue mich sehr, dass du auch diesmal wieder mit dabei bist. Ein erfolgreiches und ausgeglichenes Leben im Einklang mit der Gesundheit führen, das ist der Claim von Britta Dohr. Ich freue mich sehr, dass Britta meine heutige Interviewpartnerin ist, denn sie hat uns viele spannende Dinge zu erzählen. Einer der Schwerpunkte ihres Coachings ist die Hilfe bei chronischen Erkrankungen. Welche Unterstützung Britta in diesem Bereich bieten kann und welche Themen ihr sonst noch am Herzen liegen, das wird sie uns gleich selbst erzählen.   #00:01:14-3#

Des Weiteren werden wir darüber sprechen, wie man als Unternehmer oder Führungskraft chronisch kranke Mitarbeiter bestmöglich unterstützt und welche Rolle das Selbstmanagement im Gesundheitscoaching spielt. Ich freue mich schon sehr auf Britta, und deshalb: Vorhang auf für das Interview mit Britta Dohr.  #00:01:41-8#

Thomas: Hallo Britta, es freut mich sehr, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich habe im Intro schon von dir erzählt, aber sei so lieb und stell dich kurz selbst noch einmal vor. Wer bist du, und was genau machst du?  #00:01:54-7#

Britta: Vielen Dank für die Einladung, lieber Thomas, ich freue mich, dass ich hier sein darf. Ich bin Britta Dohr, 45 Jahre alt und arbeite als Business- und Gesundheitscoach. Seit Anfang dieses Jahres bin ich selbständig. Ursprünglich komme ich aus den Bereichen Finanzen, Wirtschaftsprüfung und Steuern. Vor meiner Selbständigkeit habe ich viele Jahre lang eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geleitet und dort den Bereich Family Office geführt. Das heißt, ich habe mit vermögenden Privatpersonen und Stiftungen zusammengearbeitet. In diesem Aufgabengebiet baut man sehr persönliche Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern auf, erhält einen umfassenden Einblick in deren finanziellen Angelegenheiten und ist Ansprechpartner für viele verschiedene Dinge.  #00:03:02-3#

Die Branche Wirtschaftsprüfung und Finanzen ist immer noch sehr von Männern dominiert. Alles dreht sich um Zahlen und Performance. Für mich war das Wichtigste jedoch immer die Arbeit mit den Menschen, und die ist mir in diesem Bereich zu kurz gekommen. Als Führungskraft habe ich erleben dürfen, wie schön es ist, Menschen bei ihrer Entwicklung zu unterstützen und sie auf ihrem individuellen Weg zu begleiten. Ich habe gelernt, die Menschen ganzheitlich zu sehen und nicht nur ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Dazu gehören die persönlichen Ressourcen, aber auch Sorgen und Nöte. Im Geschäftsleben hat man leider viel zu wenig Zeit, um sich allen Facetten eines Kunden umfassend zu widmen.   #00:04:01-4#

Aus diesen Erkenntnissen heraus hat sich bei mir der starke Wunsch entwickelt, den Mensch in den Mittelpunkt meiner Arbeit zu stellen und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Ich möchte meine Kunden dabei unterstützen, sich dorthin zu entwickeln, wo sie wirklich hin möchten.  #00:04:17-0#

Thomas: Das ist ein spannender Werdegang. Wie passt Business-Coaching und Gesundheitscoaching zusammen? Gibt es Gemeinsamkeiten, und wie führst du die beiden Felder in deinen Coachings zusammen?  #00:04:33-7#

Britta: Das ist eine gute Frage, Thomas. Ganz häufig höre ich die Meinung, dass Gesundheit Privatsache sei. Unsere Geschäftswelt ist sehr schnelllebig geworden. Die Herausforderungen wachsen, wir arbeiten unter hohem Zeit- und Leistungsdruck und sind Konflikten ausgesetzt. Viele Menschen haben das Gefühl für ihre eigenen Bedürfnisse verloren. Sie können sie nicht mehr wahrnehmen. Zu mir kommen Menschen, die das Gefühl haben, ihre Kraft zu verlieren. Ihre verschiedenen Lebensbereiche sind nicht mehr in Balance.  #00:05:40-1#

Meist sind es Beruf und Finanzen, die Kontrolle über andere Lebensbereiche übernehmen und die Überhand gewinnen. Gleichzeitig stelle ich fest, dass viele Probleme nicht aus dem beruflichen Umfeld kommen. Ganz häufig spielen das Private und die Gesundheit mit hinein. Auch der Gedanke um einen Jobwechsel beschäftigt viele. Natürlich geht es darum, den richtige Arbeitsplatz für sich zu finden, aber genauso wichtig ist das soziale Umfeld. Dabei ist die Frage nach der Gesundheit sehr wichtig, und dazu gehört auch der Umgang mit Belastungen und Stress.   #00:06:29-6#

Sowohl im Business als auch im Gesundheitscoaching geht es häufig darum, gesund und glücklich zu leben und zu arbeiten, und zwar möglichst bis ins hohe Alter. Das wird immer wichtiger.  #00:06:40-4#

Thomas: Absolut! Das ist eines der Key Elemente. Erfolgreich wird man nur, wenn man gesund ist und das liebt, was man macht. Und wie du bereits erwähnt hast, ist die Balance sehr wichtig. In meiner Academy habe ich es oft mit Teilnehmern zu tun, denen es gesundheitlich nicht gut geht. Hier formt sich der Ansatz für den Beginn der Zusammenarbeit.  #00:07:08-4#

Britta: Es geht darum, hinzuschauen und den Grund für die Störungen herauszufinden. In vielen Fällen sind es die kleinen Stellschrauben, an denen man drehen muss, um etwas zu verändern.  #00:07:15-3#

Thomas: Das sehe ich auch so. Veränderungen im Kleinen können vieles bewirken. Du hast einen besonderen Schwerpunkt, nämlich die chronischen Erkrankungen. Warum interessierst du dich für dieses Thema? #00:07:33-2#

Britta: Meine Motivation kommt aus meiner eigenen Geschichte. Ich bin selbst chronisch krank, aber ich habe es während meiner beruflichen Laufbahn niemandem erzählt. Ich hatte Angst, mir meine Karrierechancen zu verbauen. Ich leide an einer Autoimmunerkrankung, dem systemischen Lupus. Als die Krankheit diagnostiziert wurde, hatte ich gerade meine Ausbildung abgeschlossen und war mitten im Studium. Nebenbei hatte ich meinen ersten tollen Job. Ich wollte nicht als „die Kranke“ wahrgenommen werden, und deshalb entschloss ich mich, nicht über die Krankheit zu sprechen. Ich hatte große Pläne, wollte durchstarten und Karriere machen. Mir stand die Welt offen, und plötzlich kam diese Erkrankung.  #00:08:46-3#

Das hat dazu geführt, dass ich sehr oft krank und mit Schmerzen zur Arbeit gegangen bin. Für jeden Arzttermin habe ich mir Urlaub genommen. Rückblickend denke ich, dass es dieses Verhalten war, das mir zur Karriere verholfen hat. Gleichzeitig beschäftigte mich stets die Frage, ob es nicht auch anders gegangen wäre, denn die Erkrankung war und ist ein Teil von mir. Heutzutage spricht man zum Glück sehr viel über das Thema Authentizität. Ich war damals das komplette Gegenteil. Ich habe immer einen Teil von mir versteckt, und das hat mich stark belastet.  #00:09:28-1#

Irgendwann später habe ich begonnen, darüber zu sprechen, allerdings nur mit einigen Wenigen. Ich habe die Krankheit nie an die große Glocke gehängt, aber ich begann, meine Beschwerden zu erwähnen, wenn ich es für richtig und wichtig hielt. Dadurch wurde das Berufsleben einfacher für mich, vor allem, weil ich bereits viel erreicht hatte. Ich hatte schon Karriere gemacht.  #00:09:46-9#

Thomas: Das ist sehr spannend. Wie kann ein Coaching dabei unterstützen? Wer kommt zu dir, und wie kannst du deinen Klienten helfen? Mit welchen Themen arbeitest du? Nimm uns mit in deine Coachings und erzähle uns darüber.  #00:10:09-3#

Britta: Das mache ich gerne. Bei meinen Coachings geht es darum, den Klienten zu helfen, ihren Weg trotz Erkrankung zu finden und zu beschreiten. Zu mir kommen sehr unterschiedliche Menschen. Die meisten sind Frauen, was damit zusammenhängt, dass Frauen häufiger von chronischen Erkrankungen und auch Autoimmunerkrankungen betroffen sind als Männer. Das betrifft die unterschiedlichsten Altersgruppen. Ich arbeite mit jungen Menschen, die gerade am Beginn ihres Berufslebens stehen und die sich die Frage stellen, wie sie mit einer Erkrankung im Beruf umgehen sollen. Es kommen aber auch Menschen zu mir, die an einem beruflichen Wendepunkt stehen.  #00:11:12-1#

Auch die Themen der Menschen, die sich an mich wenden, sind sehr unterschiedlich. Häufig geht es um die Offenlegung der Erkrankung, vor allem, wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem man Teile seiner Aufgaben nicht mehr ausführen kann. Andere möchten handeln, weil ihre Erkrankung plötzlich sichtbar wird, so dass man sie nicht mehr verschweigen kann. Diese Menschen haben häufig Angst vor beruflichen Konsequenzen bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes.  #00:11:50-4#

Es kann aber auch darum gehen, sich mit der Erkrankung im beruflichen Umfeld zu positionieren. Wie nehme ich meine Bedürfnisse wahr, und wie kommuniziere ich sie? Auch die berufliche Neuorientierung ist ein großes Thema, das häufig chronisch Kranke betrifft, weil sie ihren Arbeitsplatz entweder verloren haben, den Job nicht mehr ausführen können oder weil die bisherige Umgebung ihnen nicht mehr gut tut. Gerade Stress hat einen negativen Einfluss auf Menschen mit Erkrankungen. Dann gilt es, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, der den persönlichen Bedürfnissen besser entspricht.  #00:12:37-4#

Das betrifft natürlich auch den privaten Bereich, denn viele Erkrankte müssen lernen, mit der Herausforderung umzugehen und die Krankheit zu akzeptieren. Mit Hilfe der Coachings erkennen sie, wie sie die Erkrankung in den Alltag integrieren und Beruf und Krankheit in Einklang bringen. Dabei geht es um die eigenen Bedürfnisse aber auch um die Fähigkeit, Grenzen zu setzen.  #00:13:12-8#

In Zeiten der Corona-Pandemie ist die soziale Isolation zu einem großen Problem geworden, und zwar ganz besonders für kranke Menschen. Einem chronisch Kranken, der Vollzeit arbeitet, fehlt abends oft die Energie für soziale Aktivitäten. Ich kann mich gut an mein eigene Zeit erinnern, als ich die Wochenenden genutzt habe, um meine Energiereserven aufzuladen, damit ich wieder fit für die kommende Arbeitswoche war. Meine Freunde haben die Wochenenden mit Spaß, Aktivitäten und Treffen verbracht. Ich hingegen lag auf der Couch und habe mich ausgeruht.  #00:14:00-0#

Thomas: Das kann ich gut nachvollziehen. Ist ein Coaching für alle chronisch Erkrankten geeignet, oder gibt es Einschränkungen?  #00:14:16-9#

Britta: Generell ist ein Coaching an gewissen Punkten im Leben für jeden geeignet, egal ob gesund oder krank. Wenn man das Gefühl hat, dass man alleine nicht mehr weiter kommt, dann ist es empfehlenswert, sich Hilfe zu holen. Menschen kommen ins Coaching, weil sie in der Regel schon viele Schleifen gedreht haben und keinen Ausweg sehen. Sie sind unzufrieden mit der eigenen Situation, ohne zu wissen, was genau schief läuft und was sie selbst ändern können.  #00:15:04-7#

Wenn man sich die Frage stellt, wie es weiter geht, vor allem beruflich, dann kann eine Sicht von außen sehr hilfreich sein. Vielleicht steht eine schwierige Entscheidung bevor wie die Offenlegung der Erkrankung, ein Jobwechsel oder eine Neuorientierung. Manchmal geht es darum, sich selbst zu stärken und mehr Selbstbewusstsein zu erlangen, sei es mit oder ohne einer Erkrankung. Das betrifft alles, was über den medizinischen Bereich hinausgeht.  #00:15:46-5#

Thomas: Ich habe selbst schon einige Coachings genossen, und es ist genauso wie du sagst, irgendwann kommt man alleine nicht mehr weiter, und dann darf man sich Hilfe suchen. Nur so kann eine Weiterentwicklung stattfinden.  #00:16:09-0#

Britta: Man ist in einer Lebenssituation angekommen, in der es gut tut, einen externen Sparringspartner zu haben, einfach, um sich über verschiedene Themen austauschen zu können. Auch ich als Coach lasse mich regelmäßig von anderen Coaches beraten, und ich kann aus jeder Beratung neue Perspektiven und neue Erkenntnisse über mich selbst mitnehmen.  #00:16:31-9#

Thomas: Erkenntnisse, Ideen und Energie. Aufgrund deiner eigenen Geschichte kannst du viele Erfahrungen weitergeben, die für deine Klienten sehr wertvoll sind.  #00:16:50-3#

Britta: Meine eigene Geschichte hilft mir bei der Beratung, denn ich verstehe, mit welchen Themen meine Klienten ins Coaching kommen. Ich kann nachfühlen, mit was sie sich beschäftigen und was sie belastet. Viele Schwierigkeiten im Beruf habe ich selbst durchlebt. Ich weiß, wie es ist, wenn Konflikte oder strapaziöse Situationen auftauchen, weil die anderen nichts von der eigenen Krankheit wissen. Morgens hatte ich oft das Gefühl, mich hätte ein LKW überfahren, und es fiel mir sehr schwer, zur Arbeit zu gehen. Ich kann es nachvollziehen, und deswegen ist im Coaching schnell eine gemeinsame Ebene mit meinen Kunden vorhanden.  #00:17:30-6#

Durch meine Tätigkeit als Führungskraft habe ich auch die andere Seite kennengelernt. Das heißt, ich weiß, unter welchem Druck diejenigen stehen, die den chronisch Kranken im Team haben und woher ihre Anforderungen kommen. Auch sie müssen die besonderen Herausforderungen in den Griff bekommen. Ich kenne die Seite der Angestellten, der chronisch Kranken aber auch die der Führungskraft.  #00:17:59-7#

Thomas: Lass uns bei der Rolle der Führungskraft und des Unternehmers bleiben. Hier ist es ebenfalls wichtig, dass ein Coaching stattfindet. Es ist sicher nicht einfach, die richtigen Worte und Maßnahmen zu finden, um die passende Unterstützung geben zu können und eine Integration möglich zu machen. Worauf muss man achten, und warum ist die Einbindung von chronisch Kranken im Unternehmen wertvoll und wichtig?  #00:18:27-0#

Britta: Die Integration wird immer wichtiger, denn der Großteil der arbeitenden Bevölkerung wird im Laufe des Berufslebens irgendwann krank werden. Das kann eine chronische, aber auch eine akute Erkrankung sein. Krankheiten nehmen zu, was auch damit zu tun hat, dass wir immer länger arbeiten dürfen und müssen. Gerade im Unternehmenskontext hat man eine andere Sichtweise auf Krankheiten, denn hier muss der wirtschaftliche Aspekt berücksichtigt werden. Ein Mitarbeiter wird eingestellt, um einen Arbeitsplatz zu besetzen und um eine Aufgabe zu erfüllen. Im Coaching geht es dann ganz häufig um die Reduzierung von Krankheitstagen und die Zusammenarbeit von kranken und gesunden Mitarbeitern im Team. Ganz häufig spielt auch die Vermeidung von Konflikten eine Rolle, die durch Arbeitsausfälle und Mehrarbeit für die anderen Mitarbeiter entstehen.  #00:19:38-6#

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es weiterhilft, das gegenseitige Verständnis zu fördern. Das gilt sowohl für den chronisch Kranken, der die Bedürfnisse der Führungskräfte und der Teamkollegen verstehen muss, als auch für den Kollegen gegenüber dem Erkrankten. Deswegen arbeite ich im Unternehmen gerne mit allen Beteiligten gemeinsam. Beim Team geht es um die Verteilung und die Organisation der Arbeit. Auch die Kommunikation spielt eine wichtige Rolle. Wie kommuniziere ich, wenn aufgrund einer Einschränkung eine Arbeit nicht möglich ist?  #00:20:32-9#

Ganz wichtig ist natürlich auch die Arbeit mit den Führungskräften, und dabei steht besonders am Anfang die Beratung im Vordergrund. Es gibt einen immensen Informationsbedarf, und es beginnt mit der Definition einer chronischen Erkrankung. Es herrscht viel Unsicherheit im Umgang mit dem kranken Mitarbeiter. Die Vorgesetzten wissen nicht, was sie fordern können. Kürzlich erzählte mir eine Führungskraft, dass die Leistung einer seiner Mitarbeiter plötzlich extrem abgefallen sei. Er befürchtete Probleme im gesundheitlichen oder privaten Bereich, wusste aber nicht, ob und wie er den Mitarbeiter ansprechen soll. Es ist nicht einfach, mit solchen Herausforderungen umzugehen. Hier ist die Unternehmenskultur und ihre Form der Kommunikation sehr wichtig.  #00:21:29-5#

Thomas: Mir gefällt dein ganzheitlicher Ansatz sehr gut, der alle Beteiligten berücksichtigt. Warum ist gerade das Selbstmanagement für Menschen mit chronischen Erkrankungen wichtig?  #00:21:56-7#

Britta: Das ist eine spannende Frage. Grundsätzlich ist Selbstmanagement für jeden von uns wichtig, um erfolgreich zu sein und entspannt durchs Leben gehen zu können. Für Menschen mit chronischen Erkrankungen bekommt das Selbstmanagement eine ganz andere Bedeutung, denn es hat viel mit strategischer Planung und Struktur zu tun. Das hilft dabei, sich nicht ständig auf die eigenen Erkrankung zu konzentrieren. Ich erinnere mich daran, als meine Krankheit diagnostiziert wurde. Zu dieser Zeit hatte ich meinen Fokus nur auf die Krankheit gelegt. Ich recherchierte, habe gelesen und mich der schlimmen Schicksale anderer Menschen angenommen. Im Prinzip hat mich das nur noch kränker gemacht. Das hat erst aufgehört, als ich anfing, meinem Tag wieder mehr Struktur zu geben.  #00:22:55-6#

Gerade im beruflichen Kontext ist ein gutes Selbstmanagement unerlässlich. Klienten, die im Projektmanagement tätig sind und Fristen einhalten müssen, rate ich immer wieder, genug Zeit einzuplanen und ihre Arbeiten bereits vor der Abgabefrist fertig zu stellen. Bei einer chronischen Erkrankung kann es immer sein, dass man plötzlich krank wird und nicht mehr in der Lage ist, zu arbeiten. Daher ist es wichtig, sich einen Puffer einzubauen und die Arbeit gut zu planen.  #00:23:35-7#

Es geht auch darum, auf sich selbst zu hören und seine produktiven Tageszeiten zu kennen, denn bei Kranken ist die Leistungsfähigkeit vom Schmerz abhängig. Wenn ich weiß, dass ich morgens belastbarer ist, dann kann ich flexibel arbeiten und bin bestmöglich gerüstet. Dazu gehört auch die Organisation des Arbeitsplatzes, unabhängig davon, ob meine Krankheit bekannt ist oder nicht. Die Aufgaben sollten sofort von den Kolleginnen und Kollegen übernommen werden können, falls ich ausfalle. Das ist wichtig, um Konflikten vorzubeugen.  #00:24:25-0#

Das Selbstmanagement geht natürlich auch in den privaten Bereich hinein. Auch da sollte man in guten Zeiten planen, um für schlechte Zeiten gerüstet zu sein. Meine Aufgaben müssen klar definiert sein, sei es familiär oder im Haushalt. Wer kann übernehmen, wenn ich nicht mehr kann? Im Prinzip ist das Selbstmanagement eine Versicherung, die für den Fall der Fälle vorsorgt. Mit einer Erkrankung bekommt eine gute Organisation eine andere Bedeutung als bei jemandem, der gesund ist.  #00:24:58-4#

Thomas: Das ist ein sehr spannender Ansatz, über den wir noch lange sprechen könnten. Wo im Netz können dich unsere Zuhörerinnen und Zuhörer finden, wenn sie mehr über das Thema erfahren möchten?  #00:25:24-9#

Britta: Gerne über meine Webseite brittadohr-coaching.de. Dort gibt es alle Informationen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Auch über die Sozialen Medien kann man sich mit mir connecten. Ich bin auf LinkedIn, XING und auch auf Facebook zu finden und tausche mich dort gerne mit allen Interessenten aus.  #00:25:47-4#

Thomas: Das werden wir alles in den Show Notes verlinken. In meinem Podcast gehört dem Gast immer das letzte Wort. Wenn du noch eine kurze Message für meine Hörerinnen und Hörer hast, dann lass sie gerne da. Ich bedanke mich für die tollen Inputs und für deine Zeit, und ich würde mich freuen, wenn wir bald einen zweiten Teil aufnehmen könnten.  #00:26:13-6#

Britta: Lieber Thomas, vielen lieben Dank für die Möglichkeit, dass wir uns heute unterhalten durften und dass ich über mein Thema sprechen konnte. Es ist mir sehr wichtig, und gerne stehe ich dir für ein weiteres Interview zur Verfügung. Nicht nur den chronisch Kranken, sondern allen, die das Gefühl haben, dass ihr Leben nicht in Balance ist, rate ich, die Chance zu nutzen und sich helfen zu lassen. Sucht euch einen Coach, Mentor oder Sparringspartner. Scheut euch nicht, denn es wird euch auf jeden Fall weiterbringen. Krankheit ist kein Tabu mehr, und je mehr wir alle dieses Thema nach außen tragen, desto mehr wachsen Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft. Nur wenn wir alle zusammen daran arbeiten, können wir etwas verändern. Das ist mein Herzenswunsch, und dafür stehe ich. Ich freue mich über jeden, der Kontakt zu mir aufnimmt und sich mit mir austauschen möchte.  #00:27:16-3#

Thomas: Vielen Dank liebe Britta für diese wertvollen Infos und für deine Worte. Die ganzen Links zu Britta findest du in den Show Notes. Vielleicht kennst du jemanden, für den diese Podcastfolge spannend sein kann. Dann leite den Link zu dieser Ausgabe sehr gerne weiter.   #00:27:35-9#

Vielen lieben Dank fürs Zuhören, machs gut und genieße deinen Tag.  #00:27:53-3#

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Thomas

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Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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