Weniger ist (nicht) mehr, aber besser – die Leitprinzipien des Essentialismus

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Essentialismus, was ist das eigentlich? Die meisten Menschen verschwenden zu viel Zeit mit Dingen, die sie eigentlich gar nicht tun oder haben wollen. Dadurch ergibt sich ganz automatisch, dass sie zu wenig Zeit für jene Dinge haben, die das Leben wirklich ausmachen. In diesem Artikel habe ich mich nicht nur auf die Suche gemacht, wovon wir zu viel haben, sondern wir werden auch die Leitprinzipien des Essentialismus besprechen und uns ansehen, wie du mit der „Weniger ist mehr“-Methode zu einem besseren Lebensgefühl kommen kannst. Außerdem werde ich dir am Ende des Artikels mein Essentialismus-Projekt vorstellen.


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Wir haben von allem zu viel

Ein paar Beispiele gefällig?

  • Aufgaben
  • Termine
  • Alltagsverpflichtungen
  • Wünsche
  • Ideen
  • Kleidung
  • Tools & Programme
  • Equipment, Dekoartikel & Wohnaccessoires
  • Bücher
  • Sorgen
  • Geschirr
  • Gerümpel
  • Materielles

Ich bin mir sicher, dir wird noch das eine oder andere einfallen, von dem du zu viel hast.

Das Problem am „Zu viel haben“

Im ersten Moment würde man vielleicht sagen, „Besser zu viel als zu wenig“. Aber stimmt das wirklich für alle Bereiche unseres Lebens? Und ist es nicht eher umgekehrt, nämlich dass uns das „Zu viel“ auf Dauer nervt? Wäre es möglicherweise nicht viel einfacher,

  • weniger Aufgaben zu haben, diese aber mit höherer Qualität auszuführen?
  • weniger Termine, aber dafür mehr Zeit für sich selbst zu haben?
  • weniger Alltagsverpflichtungen zu haben, die restlichen aber mit weniger Stress auszuführen?
  • weniger Wünsche zu haben, dafür eine weitaus höhere Vorfreude darauf zu entwickeln?
  • weniger Ideen zu haben und damit auch weniger Stress in der Umsetzung der einzelnen Ideen?
  • weniger Kleidung und damit auch weniger Gedanken an „Was zieh ich heute ins Büro bloß an?“ zu haben?
  • weniger Tools & Programme zu verwenden, diese dafür aber wirklich gut zu beherrschen?
  • weniger Equipment, Dekoartikel & Wohnaccessoires zu besitzen und dafür Unmengen an Zeit fürs Abstauben zu sparen?
  • weniger Bücher im Bücherregal stehen zu haben und stattdessen das Wissen in den Büchern nicht nur zu konsumieren, sondern auch umzusetzen?
  • weniger Sorgen und ein viel einfacheres und angenehmeres Leben zu haben?
  • weniger Materielles zu besitzen und stattdessen lieber Erlebnisse zu sammeln, an die man sich im Alter gerne zurückerinnert?

Spannende Fragen, die du gerne mal für dich durchgehen und dir die richtigen Antworten überlegen kannst. Nimm dir dafür ruhig ausreichend Zeit.

Essentialismus

Es geht nicht um Minimalismus oder um Frugalismus, sondern um Fokus

Du kennst sie sicher, die Bilder der Minimalisten, die mit zwei Unterhosen, einer Hose, einem T-Shirt und einer kahlen Wohnung durchs Leben gehen. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Wenn es jemanden glücklich macht, so zu leben, dann ist das vollkommen okay. Und es geht auch nicht um Frugalismus, wo man sich mit jungen Jahren alles, was nur irgendwie möglich ist, abspart, um im Alter möglichst früh in den Ruhestand gehen zu können. Wenn jemand so gerne leben will, dann ist auch das vollkommen okay. Für mich ist weder der Minimalismus noch der Frugalismus etwas, mit dem ich leben wollen würde.

Was ist Essentialismus?

Wie bei vielen anderen Dingen, musst du die genaue Definition davon für dich selbst herausfinden. Es gibt bei diesem Thema keine klar abgesteckten Grenzen, sondern du kannst sie (zumindest zum Teil) selbst bestimmen. Meine Definition ist recht einfach:

Fokussiere dich in allen Lebensbereichen auf die wirklich wichtigen Dinge und lass alles andere getrost beiseite!

Es gibt aber noch ein paar andere Definitionen, die ebenso gut passen:

  • Weniger ist nicht mehr, dafür aber besser.
  • Essentialismus kommt von Essenz und das wiederum bedeutet, sich auf das Wesentliche zu beschränken.
  • Essentialismus ist die konsequente Suche nach dem wirklich Wichtigen.
  • Essentialismus ist, sich auf das zu beschränken, was man im Leben wirklich braucht.

Im Prinzip ist es also nichts anderes, als die weniger wichtigen Dinge aus dem Leben zu verbannen, um

  • mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge zu haben,
  • die wirklich wichtigen Dinge ohne Druck und Stress machen zu können,
  • die Zeit in vollen Zügen genießen zu können.

Was Essentialismus nicht ist!

Im Gegensatz zum Minimalismus und zum Frugalismus schreibt dir der Essentialismus nicht vor, was genau du zu tun hast. Du definierst für dich selbst, was essentialistisch für dich bedeutet. Du wirst im Essentialismus also keine Regeln finden, wie viele Hosen du besitzen darfst und wie viel Geld du für ein gutes Abendessen ausgeben darfst. Im Gegenteil, diese Grenzen kannst du selbst festlegen und an deinen Lebensstil anpassen.

Die Leitprinzipien des Essentialismus

Diese Auflistung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll dir einen kurzen ersten Einblick in die wichtigsten Prinzipien geben.

Mache weniger, aber mache es besser

Vielleicht bist du ja auch jemand, der auf zehn Hochzeiten gleichzeitig tanzt. Dass ist weder für dein Stresslevel noch für die Qualität deiner Arbeit förderlich. Du wirst alles irgendwie, aber nichts wirklich gut erledigen. Wenn du Essentialismus in dein Leben bringen willst, dann musst du im ersten Schritt mal herausfinden, welche deiner Projekte und Aufgaben eigentlich unnütz sind, und im zweiten Schritt genau diese verbannen. Mir ist durchaus bewusst, dass sich das sehr einfach anhört, in der Praxis aber enorm schwer umzusetzen ist. Daher ist es wichtig, mit den richtigen Strategien und Methoden an die Sache heranzugehen. Welche das sind, dazu kommen wir noch.

Fakt ist, die Quantität muss abnehmen, damit im Gegenzug die (Lebens-)Qualität zunehmen kann.

Mache große Fortschritte in eine, statt kleine Fortschritte in viele Richtungen

Das beste Beispiel dafür ist wieder mal der Jahreswechsel und die damit verbundenen Vorsätze. Menschen, die sich zwei oder mehr Vorsätze für das kommende Jahr vornehmen, scheitern damit meist schon im Jänner. Jene, die sich aber nur einen einzigen Vorsatz vornehmen und nur an diesem einen Vorsatz arbeiten, schaffen es mit einer signifikant höheren Wahrscheinlichkeit, diesen auch in die Tat umzusetzen und so das gesteckte Ziel zu erreichen. Tja, und was für den Jahreswechsel gilt, das gilt auch für das Leben.

Es macht also Sinn, sich das EINE „Ding“ zu überlegen, in dem man große Fortschritte machen will, und alle anderen „Dinge“ hintenanzustellen.

Essentialismus

Unternimm Dinge, die deine Zeit und Energie wirklich wert sind!

Ich lade dich zu einem kleinen Experiment ein, keine Sorge, es dauert nur ein paar Sekunden. Wirf mal einen kurzen Blick auf deine heutige To-do-Liste und auf deine heutigen Termine. Und dann stell dir die folgende Frage:

War diese Aufgabe oder dieser Termin die Zeit und Energie wirklich wert?

Als ich diese Übung zum ersten Mal durchgeführt habe, war ich erschrocken, wie oft ich NEIN geantwortet habe. Ebenso erging es all jenen, mit denen ich dieses Experiment durchgeführt habe. Erschrockene, aber auch ratlose Gesichter waren die Folge. Und in der Regel kam, nachdem sich der Schock ein wenig verflüchtigt hat, immer die gleiche Antwort: „Aber ich muss diese Dinge ja tun!“

Ich lasse diese Antwort jetzt einfach mal im Raum stehen, denn um die Antwort darauf kümmern wir uns im Blogartikel der kommenden Woche. Fakt ist, dass Essentialismus auch bedeutet, seine Tätigkeiten und die dazugehörigen Motive ständig zu überprüfen und zu hinterfragen!

Dient die aktuelle Beschäftigung dem Ziel, das ich mir gesetzt habe?

Auch das hört sich in der Theorie leicht an, ist in der Praxis aber gar nicht so einfach umzusetzen. Wie du es trotzdem schaffen kannst, auch dazu kommen wir an anderer Stelle noch.

Setze deine Ziele mit Effizienz in die Tat um

Es geht beim Essentialismus nicht darum, alles locker und lässig zu machen und die meiste Zeit des Tages zu chillen. Ganz im Gegenteil, es geht darum, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Du arbeitest also nicht nebenbei an deinem Ziel, sondern so effektiv und effizient wie nur möglich. Das bedeutet nämlich gleichzeitig, dass du dein Ziel mit einem ungeheuren Tempo erreichst und danach auch schon wieder die Zeit und die Muße für ein neues Ziel hast. Essentialismus bedeutet also nicht, im Schneckentempo am Pannenstreifen dahinzutuckern. Ganz im Gegenteil, es bedeutet einfach, leicht beladen und mit kaum Ballast an den ganzen LKWs, die mit Zielen, Projekten und Aufgaben nur so vollbepackt sind, vorbeizuziehen.

Mein Essentialismus-Projekt

Das Thema Essentialismus ist bei mir im Sommer 2021 plötzlich am Radar aufgetaucht, ich bin darin eingetaucht und es hat mich nicht mehr losgelassen. Ich habe sofort damit begonnen, all die verschiedenen Themen in mein Leben zu verpacken. Zunächst einmal habe ich meine Lebensbereiche definiert und nun bin ich nach und nach dabei, in jedem dieser Lebensbereiche den Essentialismus voranzutreiben. Und wenn ich dir was sagen darf, es fühlt sich großartig an. Und das, obwohl ich festgestellt habe, dass ich eigentlich schon recht essentialistisch gelebt habe.

Also habe ich mir fünf Freunde & Bekannte gekrallt und habe versucht, sie für das Thema zu sensibilisieren. Drei davon haben sich ebenfalls auf das Essentialismus-Projekt mit mir eingelassen und seit September 2021 arbeiten wir gemeinsam daran, den Essentialismus auch in ihre Lebensbereiche zu bekommen. Auch hier gibt es schon sensationelle Erfolge. Daher habe ich beschlossen, dieses Wissen auch an dich weiterzugeben. Der Startschuss dafür fällt im Jänner 2022, denn bis dahin habe ich fast sechs Monate Vorsprung mit meinen eigenen Erfahrungen und über drei Monate Vorsprung mit den Erfahrungen meiner Crashtest-Dummies. 😉

Das Ziel des Essentialismus-Projektes ist es, dich über zwölf Monate zu begleiten und sich innerhalb dieser zwölf Monate jeden einzelnen Lebensbereich vorzuknöpfen und mehr Essentialismus reinzubekommen. Das alles in kleinen Häppchen mit einem Video und einer Aufgabe pro Woche. Und natürlich auch mit gemeinsamen Team-Calls, um sich gegenseitig zu motivieren und über Probleme auszutauschen. Wenn du dazu mehr erfahren willst,

hier geht es zum Essentialismus-Projekt!

 Darin erfährst du unter anderem auch zwei Punkte, die wir in diesem Artikel besprochen haben:

  1. Wie du herausfindest, welche deiner Projekte und Aufgaben eigentlich unnütz sind und wie du diese Dinge schnell, einfach und effizient verbannen kannst.
  2. Wie du es schaffst, ständig zu überprüfen und zu hinterfragen, ob die aktuelle Beschäftigung dem Ziel dient, das du dir gesetzt hast.

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Liebe Grüße aus Wien

Thomas

 

Hallo & herzlich willkommen

Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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