FAQ-Session 011: Mit diesem einfachen Trick auf das Wesentliche fokussieren

Immer wieder bekomme ich E-Mails mit folgenden Problemen: „Ich kann mich nicht auf das Wesentliche konzentrieren“, „ich verzettle mich oft auf sogenannten Nebenschauplätzen“ und „wie setze ich mir mental selbst eine Deadline, wie halte ich mir quasi selbst eine Pistole an den Kopf“?

In diesem Artikel (bzw. Podcast) zeige ich dir auf, wie du damit am besten umgehst.


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Ich will rocken!

So konzentrierst du dich auf das Wesentliche

Immer wieder bekomme ich E-Mails mit folgenden Problemen: „Ich kann mich nicht auf das Wesentliche konzentrieren“, „ich verzettle mich oft auf sogenannten Nebenschauplätzen“ und „wie setze ich mir mental selbst eine Deadline, wie halte ich mir quasi selbst eine Pistole an den Kopf“?

Ein ganz besonders nettes Mail bekam ich von vorgestern von Melanie:

„Selbst wenn ich die von dir erwähnten Tipps und Tools anwende (z.B. Anti-Social und Freedome), schaffe ich es nicht mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Internet ganz abschalten kann ich nicht, weil ich es doch für die Recherchen benötige. Immer wenn ich an meinen Berichten schreibe, beginne ich mich mit anderen, eben unwichtigeren Dingen zu beschäftigen.

Dann brauche ich statt einer Stunde oft drei oder vier Stunden und werde mit meiner restlichen Arbeit nicht fertig. Das ist soooooo frustrierend.

Kannst du mir bitte bitte bitte helfen?“

Tipp 1: Trenne die Aufgaben in ihre Teilbereiche

Nehmen wir zum Beispiel meinen Blog hier her. So ein Blogpost entsteht bei mir in drei Arbeitsschritten:

  • Recherche
  • Artikel schreiben
  • Podcast produzieren

Für die Recherche brauche ich das Internet, aber kein Social Media (daher verwende ich Anti-Social). Ich sammle alles was ich zu einem gewissen Thema finde in Evernote. Dann erstelle ich mir eine Auflistung mit Überschriften und Schlagwörtern (ebenfalls in Evernote).

Als nächsten Schritt schreibe ich dann den Artikel. Dazu brauche ich keine Internetverbindung (also verwende ich Freedome und kappe den Zugriff).

Selbiges gilt für weite Teile der Produktion des Podcasts. Klar, wenn ich den Artikel und den Podcast dann hochlade, brauche ich wieder eine Verbindung. Aber das sind die absolut letzten Schritte des Produktionsprozesses.

Nun gut, in manchen Fällen kann man das Internet nicht ausschalten. Ich habe mit Melanie gesprochen und sie hat mir erklärt das sie immer wieder auch während der Berichterstellung Zugriff zum Internet braucht. Das kann natürlich gut möglich sein.

Tipp 2: Setze dir ein Zeitlimit – einen Countdown

Wenn du Tipp 1 anwenden kannst, dann nutze Tipp 2 als Ergänzung. Falls du Tipp 1 nicht anwenden kannst (wie Melanie), dann verwende nur Tipp 2!

Setze dir ein knappes Zeitlimit

Sich ein Zeitlimit zu setzen kann recht schwierig sein, vor allem weil man bei einer völlig neuen Tätigkeit den Umfang und die Arbeiten nur schwer einschätzen kann. Bei Routine-Tätigkeiten ist das aber sicher kein Problem.

Der Zeitrahmen muss so gewählt werden, dass du die Aufgabe noch schaffst, ohne dich stressen zu müssen. Schließlich will ich die Aufgabe ja ordentlich erledigen und nicht irgendwie hinfetzen.

Andererseits musst du dir das Zeitlimit auch so setzen, dass nicht viel Zeit für Ablenkungen bleiben.

Notiere dieses Zeitlimit auf deine ToDo-Liste

Ich notiere zum Beispiel: „Recherche für Artikel XYZ – 60 Minuten“. Du kannst aber natürlich auch ein genaues Zeitfenster wählen, also zum Beispiel 15.00 – 16.00 Uhr.

Nutze ein Countdown-App

Ich empfehle hier kein spezielles, denn die gibt es ohnehin wie Sand am Meer. Such dir einfach ein nettes aus.

Ich habe sowohl auf meinem Smartphone, wie auch auf meinem iPad so ein App.

Beginne ich mit der Recherche für den Artikel, stelle ich die gewünschte Zeit ein (also zum Beispiel 60 Minuten) und lasse sie immer gut sichtbar mitlaufen.

Meine Regeln

Natürlich gehören zu so einer Vorgehensweise auch Regeln, damit man das eigene Vorhaben nicht torpedieren kann. Meine Regeln sind folgende:

  • Ist die Zeit abgelaufen stelle ich die Tätigkeit ein!
  • Kein weiteres Recherchieren mehr, kein weiteres schreiben, nichts.
  • Geht es sich nicht aus, setze ich mir für morgen ein neues Finish-Ziel.

So schulst du deine Disziplin!

Fazit für dein Selbst-Management

  • Du konzentrierst dich auf das Wesentliche.
  • Du hast keine Zeit dich auf Nebenschauplätzen aufzuhalten.
  • Du arbeitest fokussiert.
  • Du hast nicht nur eine mentale, sondern auch eine sichtbare Deadline.
  • Du hältst dir die Pistole quasi selbst an den Kopf.
  • Du bist motiviert dieses Ziel zu erreichen.
  • Du hast die Zeit die dir zum Fertigmachen bleibt stets vor Augen.

Viel Spaß beim ausprobieren.

Welche Möglichkeiten sich auf das Wesentliche zu konzentrieren nutzt du? Hinterlass mir doch einen Kommentar.

Genieße deinen Tag,

Thomas

P.S.: Hast du Fragen zum Selbst-Management? Dann verwende doch die Kommentarfunktion und hinterlass mir einen Sprachnachricht, oder eine E-Mail.

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© moonrun – Fotolia

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße,

Thomas

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

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2017-09-29T11:06:03+00:009 Comments

9 Comments

  1. Peter Jaeger 18. März 2014 at 08:17 - Reply

    Hallo, das ist eine interessante Ansicht!

    Das erscheint mir ähnlich wie wenn ich mir eine Schachtel Zigaretten ans eine Ende vom Tisch lege und mich an der anderen Seite des Tisches ans Tischbein kette, weil ich eigentlich gar nicht rauchen will.

    Wie wäre es mal die jeweilige Motivation hinter dem Verhalten zu betrachten.

    Egal, was wir machen, wir wollen damit immer bestimmte emotionale Zustände erreichen. Und wenn uns das klar ist, wo wir hin wollen, dann finden wir vielleicht passendere Wege.

    Angenommen, die Scheinbefriedigung ist Social Media und ich will mich eigentlich mit anderen verbunden und beachtet fühlen. Wenn ich das weiß, kann ich z.B. mit einer Freundin eine Viertelstunde telefonieren und echte Inhalte austauschen und mich dann mehrere Stunden einer Aufgabe widmen, die ich wirklich anstrebe.

    Was ist denn mit den Aufgaben, die wir immer wieder aufschieben oder von denen wir uns leicht ablenken lassen – vielleicht sogar unbewusst die Ablenkung suchen?

    Wollen wir die überhaupt bearbeiten?

    Da können wir uns dann wie schon so oft Gewalt antun und uns die Pistole an den Kopf halten und in unserem Unterbewussten noch mehr Schaden anrichten und noch mehr Widerwillen setzen.

    Oder wir hören in uns hinein, werden uns unserer Bedürfnisse bewusst und arbeiten dann aus Überzeugung an unseren Vorhaben.

    Z.B. ich wäre angestellt und ich müsste eine total langweilige Recherche machen. Die Abneigung ist groß. Wenn ich mir dann bewusst werde, dass ich an dem Job hänge, weil er mir aufgrund des guten Gehalts heute Abend einen Wellnessabend ermöglicht und ich mir mit dieser Recherche diesen Genuss möglicherweise einer Massage als Belohnung ermögliche, wächst wahrscheinlich die Motivation und es geht leichter.

    Das nur mal als spontane Gedanken.

    Mein Spezialgebiet ist ja das Auflösen von emotionalen bzw. inneren Blockaden und das kann man noch nachhaltiger gestalten.

    Sonnige Grüße

    Peter Jaeger im Raum München

    • Thomas 18. März 2014 at 08:25 - Reply

      Hallo Peter!

      Sehr interessante Ansicht, die ich voll und ganz teile.
      Ich denke Social Media hat mittlerweile leider einen gewissen Suchtfaktor und ob da die Ersatzdroge „mit einer Freundin telefonieren“ weiterhilft wage ich zu bezweifeln.

      Aber ich gebe dir recht, wenn man eine Aufgabe gern macht und darin aufgeht, wird man keines der Tools brauchen, sondern ohnehin in die Arbeit vertieft sein. Leider klappt das halt nicht immer und bei jeder Tätigkeit. Zu jeder Arbeit gehören meist Dinge die man gerne macht und Dinge die man nicht so mag.

      Und bei denen die man nicht so mag, helfen diese Tipps vielleicht 😉

      lG Thomas

  2. Melanie 18. März 2014 at 15:49 - Reply

    Hallo Thomas!

    Vielen herzlichen Dank für dieses Beitrag und für die Beantwortung meiner Frage. Es ist nicht selbstverständlich so schnell und so profund Antwort zu bekommen.

    Da können sich andere Blogger eine Scheibe anschneiden.

    Bleib weiter so am Ball.

    Viele Grüße,
    Meli

    • Thomas 18. März 2014 at 15:50 - Reply

      Nicht zu danken Melanie!

      Vielen Dank für die Frage.

      Wenn du wieder eine hast melde dich einfach.

      Freu mich drauf.

      lG Thomas

  3. Laura Fröhlich 17. April 2015 at 08:56 - Reply

    Lieber Thomas, über das Mompreneur-Netzwerk bin ich hier gelandet. Vielen Dank für diesen hilfreichen Artikel, den ich mir für meine Arbeit sehr zu Herzen nehmen werde.
    Herzliche Grüße, Laura

    • Thomas 17. April 2015 at 12:00 - Reply

      Hallo Laura!

      Freut mich sehr, dass er dir gefällt 🙂

      lG Thomas

  4. […] Lösung hierbei sind Fokus-Zeiten, zu denen du dich weder stören noch unterbrechen lässt und wirklich total fokussiert an […]

  5. Laleluna 27. Oktober 2016 at 23:00 - Reply

    Hallo Thomas, ich arbeite an einem neuen Arbeitsplatz. Ich bin sehr umsichtig und gehe bei vielen Dingen zu sehr ins Detail. Ich bin ein fleißiger Mensch. Trotzdem werfen mir meine Kollegen vor, dass ich immer zu viel mache und mich nicht auf das Wesentliche konzentriere. Bei meinen Kollegen allerdings finde ich, dass sie zuviel weglassen, nicht immer aber zeitweise schon. Jetzt soll ich bei den Aufgaben die ich ausarbeiten muss, weniger machen, aber ich krieg das einfach nicht hin. Was könnte da noch helfen? Da wo ich bisher gearbeitet habe, war mein Fleiß und Engagement und aber auch meine Vielschichtigkeit und meine Lust auf Lernen sehr willkommen. Jetzt ist es das einerseits auch, aber ich werde sehr eingebremst und demotiviert.

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