Warum du im FLOW deine Produktivität verdreifachst

Der Flow-Zustand, oder das Flow-Erleben ist extrem wichtig, wenn du produktiver und effizienter arbeiten willst. Daher werde ich dir in diesem Artikel erklären, warum du im Flow produktiver bist, was passiert wenn du dich im Flow befindest, wie du den Flow-Zustand erreichen und wozu du ihn sonst noch so gebrauchen kannst.

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blog-Parade von Lebenskünstler Karl. Mittlerweile haben schon einige Blogger teilgenommen, ich empfehle dir also mal auf die Seite von Karl zu schauen!


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Warum du im Flow produktiver bist

Die Gründe die dahinter stecken sind folgende:

  • Du empfindest Motivation durch Neugierde: Diese Neugierde treibt dich an und gib dir einen unheimlichen Produktivitätsschub.
  • Du siehst Problemlösung als Herausforderung: Das Problem stellt in diesem Zustand keine Hürde, sondern ein Sprungbrett für dich dar. So gehst du voller Elan an diese Aufgabe heran und löst sie auch schnell. Außerhalb des Flow würdest du dich nur mit großem Respekt und sehr langsam an dieses Problem oder Hindernis annähern.
  • Du bist proaktiv: Im Flow-Zustand bist du automatisch proaktiv und nicht passiv oder nur halb aktiv. Du greifst die richtigen Arbeiten an und setzt die richtigen Hebel in Bewegung. Alles geht so viel schneller und viel produktiver voran.
  • Flow ist der größte Feind von Stress: Im Flow wirst du keinen Stress empfinden, sondern ganz im Gegenteil ruhig und entspannt arbeiten. Natürlich fördert auch das deine Produktivität.

Was passiert wenn du im Flow bist

Es geht etwas magisches vor, wenn du dich in diesem Zustand befindest. Allerdings bekommst du von dieser Magie nur wenig mit, wenn du nicht darauf achtest.

Im Flow gehst du voll und ganz in deiner Arbeit auf. Du bist sogar völlig darin vertieft und nimmst rund um dich herum nichts mehr war.

Körperliche Anzeichen für den Flow-Zustand sind die optimale Synchronisation von Herzschlag, Atmung und Blutdruck. Erkennbar ist das anhand der Herzratenvariabilität.

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Subjektives Flow-Empfinden

Jeder von uns erlebt Flow anders. Allerdings gibt es einige Punkte, an denen sich der Flow-Zustand ausmachen lässt:

  • Wir haben das Gefühl von voller Kontrolle über unsere Aktivität.
  • Die Ausführung der Tätigkeit erzeugt ein Gefühl von Mühelosigkeit. Unsere Sorgen um uns selbst verschwinden. Es entsteht ein intrinsisches (von innen heraus) Glücksgefühl.
  • Unser Gefühl für Zeitabläufe ist verändert. Wir sind sehr stark gegenwartsorientiert. Die Zeit scheint zu verfliegen. Gefühle wie Hunger oder Müdigkeit treten in den Hintergrund.
  • Handlung und Bewusstsein verschmelzen ineinander.

Ich möchte dir hier zwei Beispiele von subjektiven Flow-Empfinden geben. Das erste ist von Thomas Morgenstern (einem österreichischen Skispringer):

„In guten Zeiten funktioniert alles von allein. Wenn man gut springt und im Flow-Zustand ist, kann man tun, was man will. Dann ist man eh nur auf sich selber fokussiert.“

„Das Gefühl das ich haben möchte, soll so sein, wie wenn ich jetzt einsteige ins Auto und nach Salzburg raus fahre. Ich kann nebenbei telefonieren, kann tun was ich will. Brauche aber nicht zu denken: jetzt gebe ich den zweiten Gang rein, jetzt den dritten, sondern das läuft alles unbewusst ab. Ich sitzt im Auto und weiß genau, ich kann Autofahren. Da hab ich währenddessen noch nie nachgedacht ob ich das jetzt schaffe.“ (Beide „The red Bulletin“, Ausgabe Dezember 2011, Seite 40)

Ich möchte dir hier aber auch mein Flow-Erleben beim Laufen aber auch beim Arbeiten ein wenig näher bringen. Am besten schaffe ich es beim Sport in den Flow zukommen, daher kommt dieses Beispiel vom laufen:

Es verschwinden nach und nach alle Gedanken, eine Art Leere entsteht. Die Zeit vergeht wie im Flug und meine Bewegungen füllen sich rund, harmonisch und leichtfüßig an. Obwohl ich meist mit Musik laufe, tritt diese immer mehr in den Hintergrund und wird immer leiser, bis ich sie überhaupt nicht mehr wahrnehme. Es ist ein super Gefühl das mich extrem motiviert.

Wie du den Flow-Zustand erreichst

Man kann diesen Zustand natürlich auch willentlich herbeiführen, oder zumindest die nötigen Voraussetzungen dafür schaffen. Dazu müssen einige Punkte erfüllt sein:

  • Anforderung und Fähigkeit muss in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Es darf weder Langeweile noch Überforderung stattfinden (siehe Grafik unterhalb).
  • Es muss ein Ziel geben: Durch das Ausführen der Aktivität muss ein vorher gesetztes Ziel erreicht werden.
  • Konzentration auf das tun: Wir müssen fähig dazu sein, uns auf das tun zu konzentrieren. Daher gilt es so viele Störquellen wie möglich auszuschalten oder zu minimieren.
  • Es muss ständige Rückmeldung geben: die Aktivität liefert eine unmittelbare Rückmeldung, wir wissen ob wir etwas richtig oder falsch gemacht haben. Sie kann aber auch selbst belohnend sein, wie zum Beispiel das Spielen.

Ich möchte dir hier zwei Beispiele aus der Praxis bringen: Einerseits vom Joggen und andererseits von der Produktion von Podcasts und Artikel.

Praxis Beispiel „Laufen“

  • Ich versuche eine Laufgeschwindigkeit zu laufen die mich fordert, aber nicht überfordert.
  • Meine aktuelle Zielsetzung sind 8 km in 43 Minuten.
  • Es gibt keine Ablenkung außer die Musik aus meinem Smartphone und die hilft mir dabei in den Flow zu kommen.
  • Die App Runtastic gibt mir jeden gelaufenen Kilometer Feedback wie ich unterwegs bin (Kilometer-Zeit, Gesamtzeit, Kalorienverbrauch).
  • Die Pulsuhr und/oder mein Gefühl sagen mir, ob ich mich im richtigen Pulsbereich befinde.

Praxisproduktion von Artikel und Podcast

Ich versuche ein Thema zu finden das mich fordert, aber nicht überfordert.

Zielsetzung ist die Produktion von Artikel und Podcasts binnen 2 Stunden.

Ich versuche alle Ablenkungen auszuschalten (Social Media, Internet, Telefon). Umgebungsgeräusche mindere ich durch die App Focus@Will.

Ich unterteile die Arbeit in Milestones für die ich mir Zeitlimit setze: Artikel schreiben oder einsprechen (30 Minuten), Artikel korrigieren und formatieren (15 Minuten), Artikel in WordPress online stellen (5 Minuten), Podcast einsprechen (30 Minuten), Podcasts bearbeiten, schneiden und online stellen (15 Minuten), Podcasts und Artikel verknüpfen (5 Minuten), Social Media Aktivitäten für den Artikel programmieren (5 Minuten), Newsletter schreiben und Versand vorprogrammieren (15 Minuten).

Anhand dieser beiden Beispiele siehst du, dass ich so viele Voraussetzungen wie möglich für den Flow-Zustand schon im vorhinein herstelle. Dann fällt es mir wesentlich leichter schnell in diesem Zustand zu kommen.

Wozu Flow sonst noch gut ist

Für die Arbeit und den Sport habe ich ja schon oberhalb Beispiele gebracht. Aber Flow lässt sich auch für sämtliche andere Arbeiten einsetzen.

Nehmen wir hier die unangenehme Arbeit des Putzens und aufräumen sehr. Auch da setze ich mir ein Zeitlimit und mache einen Wettbewerb daraus. Auch bei dieser Tätigkeit versuche ich so viele Bedingungen wie möglich, für die Erzeugung des Flow-Zustandes zu schaffen.

Ich behaupte dass der Flow-Zustand auf alle, oder zumindest die meisten Tätigkeiten anwendbar ist.

Versuche deine Achtsamkeit einfach mal auf dieses Flow-Erleben zu lenken. Du wirst sehen du erlebst es öfters als du glaubst.

Fazit für dein Selbstmanagement

Schaffe so oft wie möglich die Voraussetzungen um in den Flow-Zustand zu kommen. Nimm wahr, dass du im Flow-Zustand bist. Genieße es in diesem Zustand zu arbeiten.

Je öfter du übst diesen Zustand zu erreichen, umso leichter wird es dir mit der Zeit fallen.

Ich würde mich über Kommentare freuen, in denen du erzählst ob du schon im Flow-Zustand warst und wie du ihn erlebt hast, bzw. was du tust um ihn zu erreichen.

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße,

Thomas

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.

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2017-09-29T11:05:56+00:00 9 Comments

9 Comments

  1. Glücksdetektiv 20. November 2014 at 14:03 - Reply

    Lieber Thomas,

    vielen Dank für diese anschaulichen Praxisbeispiele.
    Als Bloggerin bin ich auch ständig auf der Suche nach effektiven Zeit- und Arbeitstechniken und dein Beispiel, wie du deinen nächsten Beitrag planst und eintaktest finde ich sehr interessant. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob bei dieser genauen Zeitplanung überhaupt ein Flow-Gefühl eintreten kann.
    Denn zeichnet sich Flow nicht gerade dadurch aus, dass man das Zeitgefühl verliert? Wenn du in den Flow-Zustand gerätst, geht es dann nicht mit deiner Zeitplanung drunter und drüber?
    Würde mich über eine Antwort freuen. Vielen Dank schon mal im Voraus.

    • Thomas 20. November 2014 at 16:59 - Reply

      Hallo Katharina!

      Natürlich sehe ich nicht immer auf die Uhr und kontrolliere die Zeit, aber zwischendurch mal sehen wie weit man ist gehört da schon dazu. das unterbricht den Flow nicht wirklich.
      Nein im Gegenteil, wenn ich im Flow bin, dann bin ich in der Regel schneller fertig als geplant. Also „zeitgefühl verlieren“ heißt im Zusammenhang mit FLow eher „wow ich bin schon so weit“, oder „wow ich bin schon fertig“, als hinterherzuhängen.

      lG Thomas

  2. Marie 21. November 2014 at 13:32 - Reply

    Hallo Thomas,

    im Prinzip komme ich genauso in den Flow, wie du es oben beschreibst, nur zwei Punkte empfinde ich etwas anders. Einerseits möchte ich mich Katharina anschließen. Auch für mich sind zeitliche Kontrolle und Flow eher gegensätzlich. Sobald ich ein Zeitlimit habe, werde ich tendenziell nervös 😉
    Andererseits verbinde ich das Gefühl des Flows nicht mit Kontrolle über das, was ich gerade tue. Im Gegenteil. Für mich fühlt es sich eher so an, als würde ich Hilfe ‚von oben‘ empfangen (Unterbewusstsein oder Gott, ganz wie man möchte). Mir gefällt daran so gut, dass ich eben keine Kontrolle ausüben muss, um dafür zu sorgen, dass es irgendwie läuft. Es fließt eben einfach. 🙂
    Ich habe im Rahmen der Blog-Party schon festgestellt, dass es sehr unterschiedliche Ansätze bezüglich des Flow gibt. Das macht es sehr spannend 🙂

    Vielen Dank nochmal für die Inspiration!
    Liebe Grüße,
    Marie

    • Thomas 21. November 2014 at 15:00 - Reply

      Hallo Marie!

      Da hast du sicher recht. Ich kenne deine Definition vom Laufen. Da habe ich auch das Gefühl keine Kontrolle zu haben. Beim Arbeiten ist das bei mir aber ein wenig anders.

      Danke für dein Feedback.

      lG Tomi

  3. Charly Suter 1. Dezember 2014 at 00:55 - Reply

    Der Flow-Zustand ist wirklich der Idealzustand, um zu arbeiten. Ein Tool, das ich sehr empfehlen kann, um den Flowzustand aufrechtzuerhalten: Batching. Das bedeutet einfach ähnliche Aufgaben hintereinander zu erledigen (z.B. alle Schreibaufgaben oder alle Telefonanrufe). Dadurch bleibt man im „Flow“ einer Aufgabe – die Unterbrechungen werden minimiert. Ein weiteres Tool: Die passende Flowmusik (z.B. von focusatwill.com).

  4. […] Thomas von selbst-management.biz […]

  5. Thomas Rudolf 28. Oktober 2016 at 11:26 - Reply

    Toller Beitrag zum Thema Flow, Thomas 🙂 , gefällt mir sehr gut. Ich habe erst seit August diesen Jahres einen Zugang zu diesem Thema gefunden. Sport war immer ein Stiefkind in meinem Leben. Im Urlaub, nach einer Trennung fing ich an viel Sport zu machen, jeden Tag, Wandern, Radtouren und Schwimmen. Auf einer Radtour entdeckte ich dann was Flow ist. Ich fand plötzlich genau das Tempo in dem ich mich wohl fühlte, genau die Balance in dem ich noch entspannt atmen konnte, mich forderte aber nicht überforderte und je mehr ich diesen Zustand genoß wurde mir bewußt, dass es doch eigentlich für viele Tätigkeiten im Alltag einen Flowzustand geben kann. Momentan – ich bin Musiker und Programmierer – vertiefe ich dies in der Arbeit und beim Üben meines Musizierens. Aber auch bei trivalen Alltagsgeschichten wie die Wohnung aufzuräumen. Meine Lebensqualität ist gefühlt um über 50% gestiegen. Und merke, dass das nur der Anfang ist…
    Euch allen: Ein Leben mit täglichen Flow-Erlebnissen 🙂

    • Thomas 28. Oktober 2016 at 14:43 - Reply

      Hallo Thomas!

      Vielen Dank für dieses tolle Beispiel und weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung.

      lG Thomas

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