Meine drei wichtigsten Führungsprinzipien

In diesem Artikel und Podcast werde ich dir die (für mich) drei wichtigsten Führungsprinzipien vorstellen. Das sind Authentizität, Vorbildwirkung, sowie das richtige Wertesystem und die richtigen Regeln. Warum ich ausgerechnet diese drei Dinge für die wichtigsten halte, erfährst du in den kommenden fünf Leser Minuten.

Dieser Artikel ist gleichzeitig meine Teilnahme an der Blogparade von Bernd Geropp. Wirf bitte unbedingt einen Blick auf seinem Blog, denn da kannst du neben vielen anderen spannenden Inhalten zum Thema Menschenführung auch die Antworten der anderen Teilnehmer der Blogparade zur Frage: „Was sind aus Ihrer Sicht die drei wichtigsten Führungsprinzipien?“ nachlesen. Ich bin mir sicher, dass es einige spannende Artikel zu lesen gibt.


 Der Podcast zum Artikel:

Hier findest du alle weiteren Infos zum Podcast sowie eine Übersicht aller Folgen!

Podcast kostenlos abonnieren via iTunes (Apple), Google (Andriod)Spotify oder RSS Feed!


Die Links zu dieser Folge:

Meine drei wichtigsten Führungsprinzipien

Alle drei Prinzipien, die ich dir im folgenden gleiche näher vorstellen werde, habe ich in meiner Zeit als Fußballtrainer entwickelt. Bei der Arbeit mit einer Fußballmannschaft sind diese drei Prinzipien für mich unumgänglich. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen in denen Führung notwendig ist, gilt es im Fußball zumindest wöchentlich (bei den Spielen) Personalentscheidungen zu treffen. Schließlich können nur elf Spieler an einem Fußballspiel teilnehmen. Das bedeutet du musst zumindest fünf Spielern erklären, warum sie auf der Bank sitzen und einigen weiteren Spielern warum sie nicht einmal im Kader stehen.

Die jetzt im folgenden von mir vorgestellten Führungsprinzipien haben mir sehr dabei geholfen meine Teams zu führen und erfolgreich mit ihnen zu arbeiten.

Daher bin ich mir sicher, dass sie nicht nur auf den Fußball anwendbar sind, sondern auf alle anderen Bereiche ebenso.

Gratis Checkliste "Optimale Tagesplanung"

Trage dich einfach in meinen kostenlosen Newsletter ein, wenn du regelmäßig spannende Tipps zum Thema Zeit- und Selbstmanagement, sowie interessante Angebote von mir erhalten willst! Zusätzlich erhältst du die Checkliste und einige weitere spannende Bonis!

Durch deine Anmeldung stimmst du zu, dass ich dir mehrmals wöchentlich meinen Newsletter mit Tipps und Angeboten rund um die Themen Produktivität, Zeitmanagement und Selbstmanagement per Mail zusende und die von dir angegebenen Daten zu diesem Zwecke verarbeite. Du kann diese Einwilligung jederzeit mit einem Klick widerrufen und Dich aus dem Newsletter austragen. In diesem Fall werde ich Deine Daten löschen und Du erhältst keinen Newsletter mehr.

Authentizität

Nur wer authentisch ist, wird auf Dauer erfolgreich sein. Dazu gehört auch zu seinen Fehlern zu stehen. Oftmals schlüpfen wir in gewisse Rollen, nur um zu gefallen. Ich nenne das liebevoll Ego-Marketing und bin der Meinung dass man damit nur sehr kurzfristig Erfolg haben kann.

Ich möchte hier die vier Kriterien der Authentizität, die von den Sozialpsychologen Michael Kernis und Brian Goldman erarbeitet wurden näher vorstellen:

  1. Um authentisch zu sein, müssen wir ein Bewusstsein entwickeln, wir müssen unsere Gefühle und Motive kennen. Wenn du diese Gefühle und Motive deinen Mitarbeitern vermitteln kannst, werden sie dich als authentisch wahrnehmen.
  2. Ehrlichkeit ist ein zweiter wichtiger Faktor um authentisch zu sein. Dabei geht es nicht nur um Ehrlichkeit gegenüber seinen Mitmenschen, sondern auch um die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.
  3. Konsequent sein und mit Konsequenzen leben zu können gehört ebenfalls dazu. Den authentischen Weg zu gehen, ist nicht immer die einfachste Aufgabe, aber vermutlich die ehrlichste. Daher ist es immer wichtig nach den eigenen Werten zu handeln!
  4. Aufrichtigkeit ist der vierte Faktor der Authentizität. Wer authentisch ist darf ruhig auch einmal negative Seiten von sich offenbaren und hat es nicht notwendig seine Schwächen zu überspielen.

Zu Beginn meiner Trainerkarriere habe ich oftmals versucht Rollen zu spielen. Je erfahrener und routinierter ich wurde, umso klarer wurde mir, dass Authentizität das beste Mittel ist um mit seinen Mitarbeitern gut auszukommen.

Vorbildwirkung

Führungsprinzip Nummer zwei heißt für mich Vorbildwirkung. Es gibt für mich zwei Arten von Vorgesetzten: Einerseits den Antreiber, der auf seinem Chefsessel sitzt und versucht mit der Peitsche seine Mitarbeiter anzutreiben. Andererseits der Leader, der versucht voranzugehen und seine Mitarbeiter dazu zu motivieren es ihm nachzutun.

Der Leader hat für mich einige Vorteile und positive Eigenschaften im Gegensatz zum Antreiber:

  • Er coacht seine Mitarbeiter, anstatt sie anzutreiben.
  • Er ist wohlwollend und nicht autoritär.
  • Er erzeugt Enthusiasmus, anstatt Angst einzuflößen.
  • Er sagt „wir“ und nicht „ich“.
  • Er behebt den Schaden, anstatt lange nach dem Schuldigen zu suchen.
  • Er zeigt wie es gemacht gehört und gibt dieses Wissen weiter.
  • Er entwickelte Mitarbeiter und verwendet sie nicht nur.
  • Er gibt den Verdienst weiter, anstatt ihn nur für sich zu prolongieren.
  • Er fragt anstatt zu kommandieren.
  • Er lässt machen und sagt nicht nur „mach“.

Ein Chef der mit Vorbildwirkung arbeitet, vermittelt das er selbst Spaß an der Sache hat. Er ist überzeugt von dem was er tut und steckt mit seiner Motivation alle seine Mitarbeiter an. Er überträgt seinen Enthusiasmus und schreitet motiviert voran.

Führung, Prinzip

Ein Wertesystem und Regeln

Das dritte Führungsprinzip heißt für mich ein eigenes Wertesystem zu besitzen und die Fähigkeit zu haben ein Wertesystem innerhalb eines Teams etablieren zu können.

Aus Werten entwickeln sich dann ganz automatisch regeln. Zunächst ist es aber erforderlich seine eigenen Werte zu kennen. In weiterer Folge kann man dann gemeinsam mit seinem Team ein geltendes Wertesystem für die gesamte Mannschaft entwickeln.

Das hat mehrere Vorteile:

In kritischen Momenten wirst du leichter Entscheidungen treffen. Kennst du als Vorgesetzter deine Werte, werden dir viele Entscheidungen wesentlich einfacher und leichter fallen, als wenn das nicht der Fall ist.

Nehmen wir beispielhaft an, dass für dich der Wert „Fairness“ von enormer Wichtigkeit ist. Dieser Wert wurde auch als Wert für das gesamte Team entwickelt. Daraus ergibt sich die Regel, dass sich alle Teammitglieder untereinander fair behandeln. Widersetzt sich ein Teammitglied diesem Wert, muss es mit Konsequenzen rechnen.

Für mich als Trainer bedeutete das, dass ich möglicherweise auf meinem besten Spieler verzichten musste, weil diese sich nicht an unser Wertesystem hielt. In meinen jungen Jahren als Trainer wäre mir diese Entscheidung vermutlich sehr schwer gefallen, bzw. hätte ich sie vermutlich gar nicht getroffen. Denn auf dem besten Spieler zu verzichten stellt natürlich einen enormen Wettbewerbsnachteil dar.

Als routinierter Trainer mit meinen eigenen Werten und den entwickelten Team-Werten, fiel mir diese Entscheidung nicht mehr schwer. An diesem Beispiel kannst du erkennen, dass Werte etwas sehr positives sind.

Ein weiterer Vorteil von Werten und Regeln ist, dass sich alle entsprechend darauf einstellen können. Denn nur wenn Werte und Regeln innerhalb des Teams bekannt sind, ist es jedem Mitglied möglich sein Handeln nach diesem auszurichten.

Außerdem ist es für neu hinzukommende Mitarbeiter ein Vorteil, denn anhand dieser Werte und Regeln können sie sich wesentlich schneller in das bestehende Team integrieren.

Sein eigenes Wertesystem zu besitzen und ein Wertesystem in ein Team integrieren zu können ist für mich daher eine enorm wichtige Führungskompetenz.

So weit also mein Beitrag zur Blogparade von Bernd Geropp, den ich dir hier noch kurz vorstellen will:

Herr Geropp ist Führung-Coach und bietet Beratung, Coaching, Führungstraining und Impulsvorträge an. Außerdem ist er Blogger, Buchautor und Podcaster.

Hier der Link zu seinem Buch:

Genieße deinen Tag,

Thomas

Folge mir auf Facebook, Google+, oder Twitter und erlebe live mit wie ich neue Gewohnheiten, Rituale, Tipps und Tricks an mir selbst teste!

 

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.

2017-09-29T11:05:59+00:005 Comments

5 Comments

  1. Frank 26. Mai 2014 at 11:57 - Reply

    Hey Thomas!

    Kann ich nur voll unterstreichen, die von dir aufgezählten Punkte erachte ich ebenso als sehr wichtig.

    lG Frank

    • Thomas 26. Mai 2014 at 12:02 - Reply

      Danke Frank! 🙂

  2. Johannes 30. Mai 2014 at 11:47 - Reply

    Lieber Thomas,
    Ich gebe dir bei diesen drei vollkommen recht.
    Ich würde vielleicht noch Flexibilität anführen.

    Lg Johannes

  3. Leobald 19. Juni 2014 at 18:19 - Reply

    Ich stimme den anderen Kommentaren zu. Selbstmanagement hat eben auch viel mit der eigenen emotionale Intelligenz also dem EQ zu tun und wer eine hohe emotionale Kompetenz hat, dem fallen viele Sachen im Leben leichter. Kein Wunder, dass viele Firmen mittlerweile auch nach einem hohen EQ Level schauen, z.B. bei der Kaderselektion.

  4. Heike Lorenz 10. Juli 2014 at 14:34 - Reply

    Hallo Thomas,
    schön dieser Unterschied zwischen Leader und Antreiber – das sehe ich genauso.
    Einem Leader folge ich gern, einem Antreiber versuche ich aus dem Weg zu gehen…

    Sonnige Grüße
    Heike

Leave A Comment