Gewohnheiten umsetzen – Meine Erfahrungen mit den Miracle Mornings

Es freut mich immer ganz besonders, wenn mir Leserinnen und Leser erzählen, wie erfolgreich sie bei der Umsetzung jener Dinge waren, die ich in meinen Blogs und Büchern so vorstelle. So gemacht hat das Sebastian und er erzählt in seinem Gastartikel zum Thema „Gewohnheiten umsetzen“. Also Bühne frei für Sebastian:

Seit ein paar Monaten praktiziere ich es und es hat mein Denken auf den Kopf gestellt. Gewohnheiten sind der Schlüssel zum Erfolg. Ich möchte dir in diesem Artikel zeigen, wie stark Gewohnheiten dein Leben verändern können.

Es klingt jetzt schleimig, aber aller Anfang war Thomas Mangold.

Das erste Mal habe ich mich bewusst mit Gewohnheiten beschäftigt, als ich Thomas‘ Buch gelesen habe: Alles im Griff – Wie du erfolgreich und dauerhaft Gewohnheiten installierst: Teil 1: Theorie + Gewohnheit „Früher aufstehen

Aber dieses Buch war nur der Anfang.

Ich habe mich immer mehr mit dem Thema „Wie wird man erfolgreich?“ beschäftigt. Das Stichwort „Gewohnheiten“ tauchte in diesem Zusammenhang immer wieder auf. Ein Zufall?

Die Macht kleiner Gewohnheiten

BJ Fogg ist ein Professor der Stanford University und beschäftigt sich mit dem Thema Gewohnheiten. Er ist von der Kraft der „tiny habits“, also der kleinen Gewohnheiten, überzeugt.

Jedes Mal, wenn er auf die Toilette geht, macht er danach einen Liegestütz. Schauen wir uns diese Gewohnheit doch einmal genauer an:

Wie viele Liegestütz schaffst du am Stück oder machst du sogar regelmäßig?

Ein Mensch geht im Schnitt viermal pro Tag auf die Toilette. Also sprechen wir von 4 Liegestütz pro Tag. Das wären 1.460 Liegestütz pro Jahr, bei einem Mehraufwand von 4 Sekunden pro Toilettengang.

Die Zahl ist enorm. Bei zwei Liegestütz pro Tag wären das sogar 2.920 Liegestütz im Jahr.

Es sind nicht nur die großen Gewohnheiten, die große Veränderung bewirken können.

Möchtest du öfters laufen gehen? Warum startest du nicht mit 5 Minuten täglich? Das wären pro Jahr über 30 Stunden reine Laufzeit. Du müsstest also pro Tag nur 5 Minuten früher aufstehen und die gewonnene Zeit zum Laufen verwenden. Klingt machbar, oder? Ich denke, sogar 10 Minuten zu laufen ist machbar. Bei 10 Minuten wären es 60 Stunden pro Jahr.

Gehst du stattdessen, wie es viele tun, nur einmal pro Woche 30 Minuten laufen, würdest du auf lediglich 27 Stunden pro Jahr kommen.

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Was es braucht, um erfolgreich eine Mini-Gewohnheit umzusetzen?

Die Formel ist relativ einfach. Du brauchst:

  • einen Trigger (z.B. „zur Toilette gehen“)
  • eine Aktion (Was mache ich nach diesem Trigger?)
  • eine Belohnung (Sage dir: „Ich bin super“)

Gewohnheiten haben den Vorteil, dass sie sich mit der Zeit automatisieren. Man muss nicht mehr daran denken. Oder musst du noch aktiv daran denken, die Schuhe auszuziehen, wenn du nach Hause kommst? Oder Zähne zu putzen, bevor du zu Bett gehst?

Aus diesem Grund benötigen wir einen Trigger!

Kommt dieser Trigger im Alltag vor (zur Toilette gehen), wird die Aktion direkt im Anschluss ausgeführt (Liegestütz machen). Immer und ohne Ausnahme!

Sobald die Aktion durchgeführt worden ist, belohnst du dich dafür. Sag die Worte: „Ich bin super!“ Sag es dir wirklich leise vor, das wirkt Wunder.

BJ Fogg hat über 20.000 kleine Gewohnheiten umgesetzt. Hier ein TED-Talk-Video dazu:

Gewohnheiten für den eigenen Erfolg umsetzen – „The Miracle Morning“

Hast du von „The Miracle Morning“ schon einmal gehört? Es ist relativ simpel. Hier ein Beispiel aus meinem Leben:

Was möchtest du in deinem Leben erreichen?
Ich möchte eines Tages einer der besten Blogger aus Österreich sein.

Wie kannst du das erreichen?
Ich schreibe jeden Tag mindestens 250 Wörter für Blogartikel, eBooks usw.

Woher nimmst du die Zeit dafür?
Ich stehe früher auf.

Wie? Einfach früher aufstehen? Ja. Ich benötige im Schnitt 30 Minuten, um 250 Wörter am Stück zu schreiben. Dafür gehe ich natürlich auch 30 Minuten früher schlafen. So schaffe ich es, 91.250 Wörter pro Jahr zu schreiben. Das sind etwa 91 Blogartikel oder ein paar Bücher pro Jahr.

Durch diese regelmäßige Gewohnheit eigne ich mir enorme Praxis beim Schreiben an.

Bei mir hätten sich in der Vergangenheit beim Thema „Früher aufstehen“ alle Nackenhaare aufgestellt. Heute sehe ich das anders: Wenn ich früher aufstehe, ist es meine persönliche „Quality Time“. Keiner stört mich, alle schlafen noch. Ich kann zu 100 % für mich sein. Das motiviert!

Struktur des „Miracle Mornings“

Ob ich es zu 100 % nach Lehrbuch richtig mache, weiß ich nicht. Aber ich kann dir sagen, wie ich meine „Miracle Morning“-Zeit strukturiere.

Ich versuche, am Vorabend zwischen 21.00 und 22.30 Uhr schlafen zu gehen, ich stehe nämlich jeden Tag um 4.30 Uhr auf. Wenn ich es einmal nicht schaffe, bin ich echt enttäuscht und es nagt den ganzen Tag an mir.

Jetzt denkst du vielleicht: „Der ist ja verrückt?“

Hätte ich mir als Nachteule, die ich früher war, auch gedacht. Aber probiere es für eine Woche aus. Was hast du zu verlieren? Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

Wenn du andere Ergebnisse haben möchtest, musst du beginnen, andere Dinge (als heute) zu tun!

Wenn ich aufstehe, habe ich eine Checkliste, die ich in Evernote durchgehe:

  • 15 Minuten Buch lesen (Derzeit: Das Robbins Power Prinzip)
  • 15 Minuten Bulgarisch lernen
  • 15 Minuten Mikroorganismen-Buch lesen (Derzeit: Effektive Mikroorganismen kompakt.)
  • 5-Minutes-Journal für den heutigen Tag schreiben:
    • Ich bin dankbar für …
    • Was würde den heutigen Tag großartig machen?
    • Welches Versprechen gebe ich mir für heute?
    • Welche 3 unglaublichen Dinge sind heute passiert?
    • Wie hätte ich den heutigen Tag besser gestalten können?
  • 5 Minuten auf Facebook und Xing Leuten zum Geburtstag gratulieren.
  • 5 Minuten: Liste an persönlichen und beruflichen Ziele durchlesen
  • 15 Minuten laufen gehen
  • 5 Minuten Affirmation („Ich werde erfolgreich!“)
  • 5 Minuten Ziele visualisieren („Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn ich meine Ziele erreicht hätte.“)
  • 15 Minuten Buch schreiben
  • 15 Minuten mit den Hunden gehen
  • 15 Minuten Aufgaben für den Tag planen

Ich helfe dir beim Rechnen, es sind rund 2,5 Stunden, die ich dafür benötige. Nach diesem Miracle Morning ist es ca. 7.00 Uhr. Danach fahre ich noch eine Stunde ins Fitnesscenter und dann zur Arbeit.

Wenn ich zwischen 9:00 und 9:30 Uhr ins Büro komme, habe ich die für mich wichtigsten Dinge schon erledigt. Ein geniales Gefühl.

Guter Tipp zum Aufstehen: Ich habe mich zu Beginn sehr schwer mit dem Aufstehen getan. Stell deinen Wecker sehr laut und lege ihn ein paar Meter vom Bett entfernt, denn so musst du aufstehen, um ihn abzuschalten.

The „Miracle Morning“ ist ein Prinzip von Hal Elrod, welches er in seinem gleichnamigen Buch beschreibt.

Abschließend habe ich noch ein motivierendes TedX-Video über dieses Thema für dich. Schau dir das Video jetzt an und starte mit deinem „Miracle Morning“.

Über den Autor

Sebastian Prohaska ist Gründer von ithelps, einer Full-Service-Agentur aus Wien mit den Schwerpunkten auf IT-Betreuung, Bloggen und SEO.

sebastian

Bildrechte: biamimi / dollarphotoclub.com

2017-09-29T11:05:48+00:008 Comments

8 Comments

  1. Michel 12. November 2015 at 07:18 - Reply

    Holy Shit!

    Das ist ja mal ’ne Nummer. Habe bisher meine Morgenrituale. Doch mit Miracle Mornings werde ich dem ganzen Thema noch mehr Nachdruck verleihen.

    Einfach super.

    • Sebastian Prohaska 14. November 2015 at 17:13 - Reply

      Lieber Michel,

      freut mich das ich inspirieren konnte. Freue mich auf deine Erfahrungen damit.

      Liebe Grüße,
      Sebastian

  2. Kiwi 13. November 2015 at 10:28 - Reply

    Ich habe Hal Elrod ebenfalls ausprobiert. Und zwar über ungefähr 3 Wochen. Für mich passt das nicht. Ich lebe in Spanien, um 22 Uhr ins Bett zu gehen passiert hier äußerst selten. Am Ende, war ich so erledigt, dass ich ungefähr ab 14 Uhr nicht mehr wirklich produktiv sein konnte. Aber einige Dinge haben sich dadurch trotzdem verändert:
    1. meine Aufstehzeit hat sich deutlich nach vorne verschoben
    2. ich habe erkannt, dass ich morgens deutlich produktiver bin; ich fange meist direkt an zu arbeiten und mache dann eine Pause.
    3. Ich habe Rituale in meinen Alltag eingebunden. Nicht immer morgens, aber regelmäßig.

    Und das lohnt sich auf jeden Fall. 🙂

    Herzlichen Dank für die Anregung mit den Liegestützen und den kleinen Ritualen; da werde ich auf jeden Fall nochmal genauer hinsehen!

    Herzliche Grüße,

    Kiwi

  3. Sebastian Prohaska 14. November 2015 at 17:17 - Reply

    Liebe Kiwi,

    vielen DANk für dein ausführliches Feedback. Ja ich kämpfe auch gerade mit meiner Lebensgefährtin da Sie eine Nachteule ist und wir uns so kaum sehen.

    Aber wichtig ist es seinen Zeitraum zu finden wo man aktiv an sich arbeiten kann.

    Alles Liebe,
    Sebastian

  4. Sven - my-Lifedesign.de 12. Dezember 2015 at 15:56 - Reply

    Oh ja. Ich habe auch vor kurzem die Macht der Gewohnheiten erkannt. Ich habe angefangen mit dem Frühaufstehen =) Ich glaube das ist so eine Kultgewohnheit. Ich möchte jetzt jeden Monat eine Gewohnheit ändern.
    Deine Morgenroutine gefällt mir sehr gut. Ich werde davon mal einige Elemente ausprobieren.
    Ich wünsche dir ein erholsames Wochenende!
    LG
    Sven

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  7. […] ersten Mal auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch diesen Gastartikel von Sebastian Prohaska auch meinen Blog. Gleich danach habe ich mir dieses Buch bestellt (damals noch auf Englisch) und es […]

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