Healthy Hustlers: Energiegeladen und trotzdem entspannt durchs Leben gehen

Am vergangenen Wochenende war ich als Speaker auf der digitalen Nomaden Konferenz (DNX) zu Gast. Natürlich in erster Linie um dort vorzutragen, aber ich nutze solche Gelegenheiten auch immer gerne um selbst neues zu lernen und um spannende Menschen kennenzulernen.

Zwei dieser spannenden Menschen habe ich gleich am darauffolgenden Tag für meinen Podcast interviewt. Äd und Jules sind die Healthy Hustlers und haben viele spannende Inputs, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

Wir mussten aus mangel an anderen Möglichkeiten das Interview in der Lobby meines Hotels führen. Ich hoffe du entschuldigst das eine oder andere Nebengeräusch bzw. die Hintergrundmusik.


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Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:00:18-8#

Herzlich willkommen zur 237. Podcastfolge. Diesmal nicht wie letztes Mal vom Balkon, sondern aus der Hotellobby in Berlin. Ich war gestern auf der DNX als Speaker unterwegs und habe dort zwei sehr spannende Herrschaften kennengelernt: Jules und Äd. Die beiden sind von Healthy Hustlers und haben mir das Versprechen gegeben, dass man energiegeladen und trotzdem entspannt durchs Leben gehen kann. Das finde ich sehr spannend, und darüber werden wir heute natürlich auch plaudern. Euer Ziel ist es, Menschen dabei zu helfen, mit nachhaltigen und effektiven Routinen ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Dabei gibt es drei Bereiche, die wir uns noch näher anschauen werden. Ihr seid erfolgreiche Autoren und Podcaster, obwohl ihr erst vor Kurzem gestartet seid. Aber ich will gar nicht zu viel erzählen, stellt euch doch einfach selbst vor. Wer seid ihr, und was macht ihr? #00:01:14-6#

Jules: Wir sind eines der wenigen Coaching-Duos für Produktivität und Vitalität, die es bisher gibt. Das Ganze schaffen wir, wie du bereits erwähnt hast, durch nachhaltige Routinen. Wir haben uns darauf spezialisiert, den Leuten dabei zu helfen, energiegeladen, aber auch entspannter durch den Tag zu gehen. Wir sind der Meinung, dass du gleichzeitig Gas geben und auf deine Gesundheit achten kannst, und zwar ganz entspannt. Du musst nicht immer nur hustlen, um deinen Erfolg schnell zu erreichen. #00:01:50-5#

Äd: Ganz genau. „Hi“ auch von mir. Bei uns geht es um die Balance, dass man zwischen dem Hustle auch auf seinen Ausgleich achtet. Wir haben über die letzten Jahre hinweg festgestellt, dass wir dieses Konzept selbst schon eine ganze Weile lang leben. Irgendwann kamen viele unserer Freunde auf uns zu, die fanden, dass wir gut vorankommen, dabei unbeschwert und nicht gestresst sind und außerdem noch Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben. #00:02:17-9#

Jules: Sehr wichtig! #00:02:18-0#

Äd: Und es stimmt, das ist tatsächlich etwas, was wir gut können. Dann haben wir bei diesem großartigen Wettbewerb „Talentschmiede“ von Robert Gladitz mitmachen dürfen, und das war unser Beschleuniger für das Thema „Positionierung“ und für die Healthy Hustlers. Die gibt es auch erst seit acht Wochen. Wir fühlen uns jetzt so sehr im Reinen mit dem, was wir auf die Beine gestellt haben, weil wir wirklich voll und ganz dahinterstehen und für diese Themen brennen. Wir haben jetzt richtig Bock darauf, in die Welt hinauszuschießen, mit den Coachings, mit dem ersten Buch, das inzwischen da ist, mit dem Podcast und allem, was dazugehört.  #00:02:50-2#

Thomas: Über all das werden wir noch plaudern. Zum Start die Frage, wie habt ihr beiden euch kennengelernt, und wie ist es zu der Idee von Healthy Hustlers gekommen? #00:02:57-2#

Äd: Unsere Freundschaft besteht seit mittlerweile zwölf Jahren, also schon sehr lange. Wir kommen aus der Nähe von Frankfurt am Main, aus dem Main-Taunus-Kreis, und da lernt man sich innerhalb des Freundeskreises kennen. Irgendwann sind wir uns über den Weg gelaufen und haben uns so gut verstanden, dass wir trotz vieler Ortswechsel immer den Kontakt aufrechterhalten haben.  #00:03:25-5#

Jules: Wir waren mal zusammen im Kino, und ich hatte einen Monat vorher mit dem Fitnesstraining angefangen. Ich fragte Äd, ob er nicht Lust hätte, auch einmal mit zum Sport zu kommen. Und das hat uns so richtig zusammengebracht. Wir sind dann immer zusammen zum Sport gegangen und haben uns über Ideen ausgetauscht. Daraus hat sich eine enge Connection entwickelt, und diese Verbindung hat sich über die Studienzeit verfestigt. Wir haben auch später immer noch geskypt, auch als wir im Ausland waren. Und letztlich sind wir in derselben Stadt gelandet, und wir entdeckten, dass wir ähnliche Ziele hatten. Und das hat einfach perfekt gepasst. Wir sind zusammengezogen und haben damit begonnen, unser eigenes Ding gemeinsam durchzustarten.  #00:04:11-9#

Äd: Es gab zwei Events, die der Anfang waren für die Hustlers, für das, was jetzt vor dir sitzt. Wir gehen gerne in die Therme. Dort können wir wunderbar entspannen, ohne Handy, einfach mal nichts tun. Und vor anderthalb Jahren haben wir in der Therme in einem Außenpool gechillt und dabei über alles philosophiert, was wir im Leben noch erreichen wollen. Wir waren zwar beide schon länger im Ausland, wollten aber gerne nochmal die Welt bereisen. Wir sind jetzt beide achtundzwanzig Jahre alt, und wir haben uns vorgenommen, dass wir vor dreißig gerne nochmal um die Welt reisen wollen. Und wäre es nicht irgendwie cool, das mit einem Business zu verbinden? Letztes Jahr waren wir mit zwei Freunden für vier Wochen in Thailand, und dieser Lifestyle dort hat uns sehr gut gefallen, die Welt zu sehen und trotzdem etwas auf die Beine zu stellen. Diese Komponente hatte uns noch gefehlt. Wir waren noch im Angestelltendasein, bei mir war es eine Unternehmensberatung, und bei dir war es ein Account Management. Und dann haben wir gemerkt, dass wir gerne unser eigenes Ding machen und uns selbst verwirklichen wollen. Wir haben überlegt, wie wir damit starten könnten und sind auf die Schiene gekommen, mit Produkten anzufangen. Mit was ging es dann los? #00:05:24-9#

Jules: Wir haben ganz klassisch mit einem Journal über passives Einkommen mit Amazon geschrieben. Du kaufst in China irgendwelche Produkte mit einer guten Marge. #00:05:37-3#

Äd: Die Knoblauchpresse, das kennt man ja!  #00:05:38-8#

(Gelächter) #00:05:41-1#

Jules: Dabei sind wir auf den Bereich der Bürowaren gestoßen, genauer gesagt, auf die Nische der Notizbücher. Wir haben uns die Rezensionen angeschaut, und uns ist aufgefallen, dass die Leute nicht sehr zufrieden sind. Folglich wollten wir ein eigenes Notizbuch machen. Und bei der Recherche zu dieser Notizbuchidee sind wir nochmal auf das Thema „Journaling“ gestoßen, also auf die moderne Art des Tagebuchs. Wo du morgens aufschreibst, auf was du dich freust und für was du dankbar bist, und abends reflektierst du ein bisschen darüber, was an dem Tag erfolgreich war oder was nicht so gut gelaufen ist. Dann haben wir entschieden, unser eigenes Journal zu machen. Wir hatten selbst bereits schon „gejournalt“, wie wir immer sagen oder in ein Journal geschrieben. Uns haben dabei aber gewisse Dinge gefehlt, und wir waren deshalb nicht sehr zufrieden damit. Deshalb haben wir uns alle anderen Journals bestellt, haben dort das Beste herausgezogen, haben das verbessert, was uns selbst gefehlt hat und was die Leute kritisiert haben und haben darauf das ultimative neue Journal gemacht. So ist es dann zu unserem ersten Produkt gekommen, was allerdings nie verkauft wurde. #00:06:39-7#

Äd: Genau. Wir waren zu der Zeit zwei Jahre in unseren Ursprungsjobs und haben nochmal gewechselt, in München, wo wir zusammengezogen sind. Nach zwei Monaten haben wir jedoch wieder gekündigt, weil wir gemerkt haben, dass wir für dieses Projekt brennen. Da war auch das Thema „Routinen“ schon ganz mit dabei, weil wir das Journal als ein Tool gesehen haben, um Routinen aufzubauen. Das hat uns einen solchen Spaß gemacht, dass wir uns ganz dem Thema widmen wollten. Deshalb haben wir unsere Angestelltenjobs gekündigt. Und dann kam die Talentschmiede. Und mit diesem Zehn-Wochen-Programm, bei dem Business Starter mit vielen Coachings unterstützt werden, haben wir dann so richtig losgelegt. Und um auf deine Frage nach den Healthy Hustlers zurückzukommen, wir haben uns dann ganz intensiv mit uns selbst beschäftigt und mit dem, was wir am besten können. Und daraus haben wir versucht, eine Marke zu erschaffen. Wir hatten uns schon lange mit dem „hustlen“, aber auch mit dem „healthy“ beschäftigt, so dass wir gedacht haben, das wäre doch was. Und auch diese Begriffe, „hustle“ und „healthy“, die waren schon zehn Google Docs verteilt, und auf einmal hat es „klick“ gemacht. Und dann waren diese Begriffe da, und es hat sich einfach richtig angefühlt. Es war eine Phase mit vielen Ups und Downs.  #00:07:49-0#

Wir haben zwei Grants gekillt, einmal die Journal Nation, das war eine Idee, weil wir dachten, wir bringen zwanzig Journals heraus. Danach waren wir die Lifestyle Designers, Selbstverwirklichung, Unternehmertum und so weiter. Und jetzt sind wir die Healthy Hustlers, und das bleibt hoffentlich eine Weile so.  #00:08:05-2#

Thomas: Schaut gut aus, denke ich.  #00:08:07-9#

Jules: Noch eine kurze Ergänzung. Die Idee entstand aus einer Übung bei der Talentschmiede, als wir folgenden Satz ergänzen mussten: „Nur ich kann…“ Und dann eben einfach runterschreiben, was das ist, was macht dich aus? Das ist nicht, „nur ich kann zehn Kilometer laufen“, sondern das können viele, sondern du vereinst immer etwas. Du kannst zum Beispiel zehn Kilometer laufen und dabei noch etwas Anderes machen. #00:08:42-3#

Äd: Jodeln! #00:08:42-3#

(Gelächter) #00:08:41-7#

Jules: Bei uns war es beispielsweise das „healthy“ und das „hustlen“. Im Job haben wir immer gut performed, aber im Privatleben sind Gesundheit und Sport trotzdem nicht auf der Strecke geblieben. Wir haben das immer gut ausjongliert und ein gutes Selbstmanagement betrieben. Auch im Job wurden wir immer dafür bewundert, dass wir unsere To-do’s so schnell erledigt haben. Wir wurden oft gefragt, warum wir morgens nicht unsere Mails beantworten oder telefonisch nicht erreichbar waren. Wir wollten das einfach nicht mitmachen, was dort gemacht wurde und haben auch unseren Chefs Ansagen gemacht. Wir haben so gearbeitet, wie wir es für gut gehalten haben, und die Chefs waren zum Glück auch fine damit.  #00:09:19-7#

Äd: Weil die Ergebnisse gestimmt haben. #00:09:21-1#

Jules: Man muss den Leuten beibringen, dass nicht alles geht. #00:09:28-1#

Thomas: Sehr spannende Geschichte. Cool. Die Talentschmiede werden wir verlinken, denn dazu werden sicher einige Nachfragen kommen. Darüber haben wir auch auf der DNX gesprochen. Die DNX ist die Digitale Nomaden Konferenz, die voriges Wochenende hier in Berlin stattgefunden hat. „Healthy“ und „Hustler“, „gesund“ und „Arbeitstier“ (Gelächter), das schließt sich eigentlich aus. Oder besser gesagt, wie passt das für euch zusammen, wie bringt ihr das unter einen Hut? Wenn man im Online Business tätig ist, dann hat man bei dem Wort „Hustler“ schnell Gary „Vee“ Vaynerchuk vor Augen. Wie verbindet man es, „gesund“ und gleichzeitig ein Arbeitstier zu sein? #00:10:11-4#

Jules: Vielleicht kurz unsere Definition von „Hustle“. Viele, die sich Gary Vee anschauen, verbinden damit, dass man ohne Ende arbeitet, einfach Gas gibt und alles ausblendet. Es geht nur um das Ziel, erfolgreich zu sein und Geld zu verdienen. Das ist, glaube ich, der Hustle, gerade auch bei der jetzigen Jugend. Alle, die sagen, sie seien „gerade am hustlen“, die bauen sich etwas auf, und das ohne Konsequenz. Einfach mit dem Ziel vor Augen, in kurzer Zeit möglichst erfolgreich zu werden. Bei uns ist der Hustle eher ein Fokus. Wir arbeiten beispielsweise zwei Stunden lang ganz fokussiert und lassen uns nicht ablenken. Das Handy ist beiseitegelegt, und wir fokussieren uns nur auf eine Aufgabe, aber dann im Zwei-Stunden-Block, weil das die Aufmerksamkeitsspanne ist, in der wir am konzentriertesten arbeiten können. Dann kommt jedoch unser Healthy Part. Wir gehen eine halbe Stunde spazieren oder frühstücken ganz in Ruhe, aber dann geht es aber wieder in den Fokus hinein. Das ist der erste Punkt, der Hustle, sich nicht abzuarbeiten, sondern fokussiert zu arbeiten und dabei etwas zu bewegen. #00:11:21-1#

Äd: Klar, man kann projektbasiert für zwei, drei Wochen ranklotzen. Als wir das das Coaching herausgebracht haben, haben wir auch mehr gehustled, haben aber trotzdem noch viele healthy Komponenten drin gehabt. Wenn man effektiv und auch mit dem richtigen Ausgleich arbeitet, und zwar jeden Tag aufs Neue, dann kommt man meiner Meinung nach deutlich schneller voran und vor allem langfristig nachhaltiger, als wenn man ein Jahr lang durchhastet und anschließend sechs Monate ausgebrannt ist. Dann schaffst du auf keinen Fall so viel, als wenn du aufgrund einer guten Basis den Healthy und den Hustle verbindest und dieses Konzept in deine tägliche Arbeit implementierst.  #00:12:04-4#

Thomas: Zum eurem Tagesablauf kommen wir später noch. Bleiben wir kurz noch beim Thema „Gewohnheiten und Routinen“. Welche Gewohnheiten und Routinen habt ihr in eurem Leben? Du hast die Fokuszeiten erwähnt. Gibt es noch andere Dinge? #00:12:15-6#

Jules: Das ist ein sehr großes Thema, denn wir haben uns schon viele Routinen angeeignet. #00:12:20-5#

Äd: Oh ja! Wir können ja mal chronologisch durchgehen. #00:12:25-5#

Thomas: Einen Warenkorb an Routinen. #00:12:25-8#

Äd: Wir haben tatsächlich eine sehr ausgiebige Morgenroutine, die wir über Jahre aufgebaut haben. Gleich mal der Disclaimer: Das muss jeder für sich selbst experimentieren und ausprobieren. Einfach machen und testen, was funktioniert. Wir haben einiges in unsere Morgenroutine hineingepackt. Wir stehen gegen 07:00 Uhr auf, machen etwa ein Stündchen Morgenroutine, und von 08:00 bis 10:00 Uhr ist der erste Fokusblock. Was machen wir? Wir meditieren zehn Minütchen, und wir integrieren sportliche Bewegungselemente, bei denen man sich dehnt und streckt, um den Kreislauf in Schwung zu bekommen. Wenn wir aus dem Bett kommen, trinken wir zunächst einen Liter Wasser. Nach der Nacht ist man sehr dehydriert und braucht unbedingt Flüssigkeit. Wir reißen das Fenster auf, damit frische Luft ins Zimmer kommt. Es sind kleine Erfolge, die uns in die Gänge bringen, und das ist das Xen von Wasser, das ist das Aufreißen des Fensters und die frische Luft. Das ist auch, das Bett zu machen.  #00:13:24-7#

Jules: Ein kleiner Erfolg, den Stein ins Rollen bringen. #00:13:24-4#

Äd: Genau, ein kleines Erfolgserlebnis, das nur wenige Sekunden dauert und einen direkt munter macht. Dann reißen wir den Bewegungsblock ab, unsere Meditation und die Siegerpose.  #00:13:38-4#

Jules: Die Siegerpose, um dem Körper zu demonstrieren, dass man der Herr der Lage ist und jetzt super in den Tag startet. Dann das Journaling, das wir bereits erwähnt hatten. Die Priorität des Tages, das ist ein festes Element des Journals, komme, was wolle. Du wirst angefahren vom Bus, kriechst trotzdem noch und erledigst die Priorität des Tages. Die geht bei uns nie unter und wird immer erledigt. Und meist haben wir auch noch ein Element drin, mit dem wir uns weiterbilden. Das ist meist etwas Kleines wie zehn Minuten lang mit Duolingo Spanisch zu lernen. Das wird dann abends nochmal intensiver ausgelebt, aber morgens saugt man das besser auf, weil man noch frisch im Kopf ist.  #00:14:23-6#

Äd: Abgeschlossen wird das mit einer kalten Dusche. Das lieben wir, vor allem jetzt, wo es warm ist, bringt uns das so richtig in die Gänge. Dann setzen wir uns um 08:00 Uhr hin und haben unsere ersten zwei Stunden Full Focus, und dann über den Tag verteilt haben wir immer die Pausen mit drin. Gegen 10:00 Uhr frühstücken wir, und dann gibt es wieder zwei Stunden Fokus. Später gibt es noch eine Mittagspause, und dann kommt noch der Sport. Der ist uns ganz wichtig. Wir haben jeden Tag einen anderthalbstündigen Sportblock eingebaut, den wir ausfüllen, wie wir gerade Lust haben. Ich bin ein Ausdauersportler, und Jules macht ganz viel Krafttraining und Freeletics. Wir gehen laufen oder in den Stangenpark, und ich gehe Fahrradfahren. Das ist so krass, du machst diese Sporteinheit, und danach hast du schon wieder gefühlt den vollen Fokus. Es ist einfach ein Wundermittel. Das zum Thema „Routinen und Gewohnheiten“, die feste Morgenroutine und die Strukturierung des Tages, das ist zu einer Gewohnheit geworden, weil wir es jeden Tag so machen. Es gibt uns den Rahmen, um unsere Produktivität voll auslasten zu können. #00:15:26-8#

Thomas: Das ist sehr spannend. Sein Bett zu machen, das empfehle ich auch in meinem Buch „101 Produktivitätstipps“. Jetzt haben wir über den Tagesablauf gesprochen, lassen wir ihn noch ausklingen. Wie geht es bei euch abends weiter? #00:15:48-3#

Jules: Warum ist unser Tag so strukturiert? Klar, einerseits benötigen wir die Pausen, um wieder neue Kapazitäten zu haben und effektiv zu arbeiten, andererseits dreht es sich jedoch auch darum, dass man nur ein bestimmtes Kontingent an Entscheidungskapazität und Willenskraft hat. Deswegen machen wir morgens auch Dinge wie „Eat the Frog“. Aber auch von den ganzen Aufgaben oder Meetings her, die wir zusammen haben und die danach folgen, ist immer alles darauf ausgelegt, was noch Kreativität, Willenskraft oder Entscheidungsfähigkeit beansprucht. Und deswegen machen wir abschließend noch eine Skill Session, wo wir uns etwas Neues aneignen, beispielsweise das Schneiden von Videos, also etwas, was wir noch nicht können. Und dann machen wir ganz bewusst eine Stunde lang einen Nachrichten- und Social Media-Block. Da bleiben wir auch drin, das artet nicht aus, auch wenn dort hundert Nachrichten eingegangen wären. Wir schauen nach dem Wichtigsten und legen fest, was wir in der einen Stunde geschafft bekommen. Und dann geht es in die Abendroutine. #00:17:02-6#

Äd: Dann geht es in die Abendroutine. Wir sind dazu übergegangen, um 19:30 Uhr Schluss zu machen. Dann gibt es kein Business mehr. Wir essen zu Abend, auch gemeinsam, denn wir wohnen auch zusammen. Das macht es natürlich auch leichter, die Abläufe in der Geschäftsbeziehung zu koordinieren. Danach kann jeder von uns machen, was er will. Dann trifft man Freunde oder liest ein Buch, wie auch immer wir unseren Tag ausklingen lassen. Wir gehen auch etwas früher zu Bett als andere, denn wenn man um 07:00 Uhr morgens aufsteht, dann sollte man nicht um 01:00 Uhr ins Bett gehen. Das Thema „Schlaf“ ist uns sehr, sehr wichtig. Aktuell gehen bei uns um 23:00 Uhr die Lichter aus. Das bedeutet, dass wir gegen 22:00 Uhr die Badroutine fertig haben, und dann geht es ohne Handy ins Schlafzimmer, wo sich auch keine weitere Technik befindet. Einfach mal runterkommen, vielleicht ein Buch lesen, das machen wir abends sehr gerne, um den Tag ausklingen zu lassen. #00:17:58-5#

Und, ganz wichtig, dann kommt das Journal wieder ins Spiel. Einfach nochmal aufschreiben, was die Erfolge und Erkenntnisse des Tages waren. Es ist uns sehr wichtig, zu reflektieren, weil wir dabei das Gefühl haben, ständig weiter zu wachsen. Man findet immer etwas, was man noch verbessern kann. Wir setzen uns also mit dem Journal auseinander, lesen vielleicht noch ein bisschen, und dann ist man automatisch müde und kann so richtig schön in den Schlaf hineinsinken. #00:18:24-8#

Thomas: Ihr habt beide erwähnt, dass der Schlaf extrem wichtig für euch ist. Welches sind eure Top Tipps für einen gesunden Schlaf? #00:18:41-5#

Jules: Das fängt damit an, dass man sich am besten einen Wecker stellt, so komisch das auch klingt, der einem signalisiert, dass es langsam Zeit wird, sich fertig zu machen. Bei uns ist das um 21:45 Uhr der Fall. Bis 22:00 Uhr haben wir dann eine Viertelstunde Zeit, um uns vorzubereiten. Sollten wir gerade am Telefonieren sein, dann könnte man das Ende des Gesprächs einleiten, „für mich wird es jetzt Zeit, ins Bad zu gehen, die Zähne zu putzen“. Die Zahnseide gehört auch zu unserer Abendroutine.  #00:19:04-4#

Äd: Ja, das ist auch ein kleiner Erfolg. #00:19:07-2#

Jules: Genau. Diese letzte Stunde des Tages nutzen wir, um durch das Lesen oder das Journaling den Körper runterzufahren. Und wie Äd gerade schon sagte, wir haben nur einen Wecker im Zimmer. Das Handy bleibt draußen, und es gibt auch keinen Fernseher und kein unnatürliches Licht, so dass wir ganz ungestört nur durch das Lesen runterfahren, und das möglichst immer zur selben Zeit. Es kann auch mal eine Viertelstunde oder eine halbe Stunde drüber sein, aber der Körper merkt sich diesen Rhythmus. In den letzten fünf Tagen hatten wir gar keinen Rhythmus, weil wir an Events und Workshops teilgenommen haben. Und mittlerweile merken wir extrem, weil unser Organismus schon so feingetuned ist, wie uns das aus der Bahn wirft. Der Körper weiß, dass von 23:00 bis 07:00 Uhr Schlafenszeit ist, und wir wachen meist auch zur selben Zeit auf. Wenn wir uns keinen Wecker stellen, werden wir trotzdem um 07:10 Uhr wach. Man beobachtet, wie sich die Schlafqualität durch dieses System verbessert, das immer gleich abläuft. Der Körper gewöhnt sich daran. #00:20:19-1#

Äd: Dieses Thema, den Schlaf zur Gewohnheit werden zu lassen, wird mit den Schlafzeiten ganz groß. Das ist auch der krasseste Hack für jeden, der keinen guten Schlaf hat, sich langsam heranzutasten und auszuprobieren, was die persönlich optimalen Schlafzeiten sind. Wir gehen um 23:00 Uhr ins Bett und stehen um 07:00 Uhr auf, andere brauchen vielleicht nur sechs Stunden Schlaf. Das ist bei jedem unterschiedlich. Es gibt weitere Klassiker wie die frische Luft. Gerade jetzt im Sommer lassen wir die Fenster auf. Oder das bereits erwähnte Displaylicht, dass man kein künstliches Licht im Schlafzimmer hat. Das sind die wichtigsten Themen, um zur Ruhe zu kommen. #00:20:54-3#

Thomas: Das kann ich unterstreichen, denn mir geht es ähnlich. Ich merke es, wenn mein Körper aus dem Rhythmus kommt. Es ist spannend zu sehen, wie schnell sich der Körper an Routinen gewöhnt. Und wo wir gerade bei den Gewohnheiten sind, ihr habt sehr viele Gewohnheiten aufgezählt, aber wie ist euer System entstanden? Habt ihr eine nach der anderen implementiert? #00:21:20-7#

Äd: Man kann nicht alles auf einmal machen. Es gibt Leute, die suchen sich zwanzig Gewohnheiten heraus und implementieren sie über drei Monate. So war es aber bei uns nicht, und das können wir auch überhaupt nicht empfehlen. Es war ein Herantasten, das sich über Monate, ja sogar Jahre hingezogen hat und bei dem wir uns immer wieder etwas aus diesem „Gewohnheitsbuffet“ herausgesucht haben. So gehen wir auch im Coaching vor. Jede Woche gibt es etwas, an dem man arbeitet, und man nimmt sich Stück für Stück etwas hinzu. Man nimmt vielleicht auch einmal etwas weg und baut sich dann über Wochen und Monate die Routine auf. Ich muss immer überlegen, mit was wir angefangen haben.  #00:22:14-3#

Jules: Ich glaube, das waren die kleinen Sporteinheiten, die wir relativ früh ausprobiert haben, und auch das Meditieren. Wo wir gerade von „ausprobieren“ reden, bis Auswahl und Reihenfolge unserer Routinen standen, haben wir sehr viel ausprobiert. Viele Dinge davon haben wir nicht übernommen, weil wir gemerkt haben, dass sie nicht passen. Beispielsweise habe ich eine Zeitlang jeden Morgen gejoggt und Sprinttraining gemacht, kurzes Joggen mit Sprinttraining im Intervall. Das habe ich zwei Monate lang durchgezogen, aber dann gemerkt, dass ich es nicht hinbekomme. Man weiß, dass es im Durchschnitt sechsundsechzig Tage dauert, bis sich eine Gewohnheit etabliert hat, und dieses Training hat sich bei mir nicht wirklich etablieren können. Und obwohl ich eigentlich Lust darauf hatte, habe ich entschieden, dass es am Morgen nicht ganz so krass sein muss. Es reicht auch, wenn ich einige Liegestützen und Klimmzüge mache und ich mich ein bisschen bewege. #00:23:04-8#

Äd: „Ausprobieren“ ist hier das Zauberwort. In unserem Modell haben wir die Säulen der Produktivität, Vitalität und mentalen Stärke. Es gibt Bereiche, die wir schon immer drin hatten, nämlich den Schlaf, die Bewegung und die Ernährung. Diese Bereiche sind schon immer sehr wichtige Bestandteile unserer Routinen gewesen. Das sind die Felsen in der Brandung, und drumherum haben wir einfach unglaublich viel ausprobiert. Es gibt kein Patentrezept, um sein eigenes funktionierendes Modell zu finden. Man muss sich einfach anschauen, was für einen selbst funktioniert und das dann ausprobieren. #00:23:39-0#

Thomas: Genau so ist es, Step by Step, das ist auch bei mir der Erfolg gewesen, eins nach dem anderen. Ihr habt jetzt schon einige Male den Coach erwähnt. Wer ist das? Es ist euer Buch, das ihr herausgebracht habt, ein mehrstufiges Coaching Programm mit insgesamt neunzehn wöchentlichen Challenges aus den Bereichen Produktivität, Vitalität und mentale Stärke. Was genau erwartet den Leser des Buches? #00:24:10-8#

Jules: Bevor es in dieses Acht-Wochen-Programm hineingeht, erklären wir zunächst, was der Healthy Hustle ist. Du hast es gerade schon genannt, es sind die drei Säulen. Das muss man sich wie ein Haus vorstellen. Unten ist ein Fundament, das sind die Routinen, und die bestehen aus Produktivität, Vitalität und mentaler Stärke, die man sich im Laufe der Zeit durch ständiges Wiederholen zur Gewohnheit macht. Und drumherum ist ein Kreis, der symbolisiert die kontinuierliche Verbesserung. Wenn wir diese Säulen lediglich etablieren, ohne an ihnen zu arbeiten, sozusagen ohne das Feintuning auszuprobieren, dann ist das Programm nicht komplett. Und das muss man erst einmal wissen.  #00:25:02-4#

In unserem anderen Podcast haben wir noch ein System, dass man den Mitarbeitern einen Fragebogen schickt, um vorab herauszufinden, was in dem jeweiligen Unternehmen verbessert werden soll. Dafür haben wir ein umfangreiches Self Assessment entwickelt, wo man nochmal schaut, was die Stärken und Wünsche sind und wie man in welchem Bereich aufgestellt ist. Dazu haben wir eine Art Spinne entwickelt, wo man fünf Punkte für die verschiedenen Bereiche vergeben kann. Du fragst dich zum Beispiel, „wie effektiv bin ich?“ oder wie viel Bewegung habe ich aktuell?“ Das kannst du in die Spinne eintragen, und dann siehst du, wie viele Punkte du in dem Kreis für dich vergeben kannst. Von möglichen fünf Punkten hast du vielleicht drei, und das Ziel ist dann, den Kreis innerhalb der nächsten acht Wochen zu vergrößern. Wir können es hier kurz vorlesen. Im Bereich „Produktivität“ haben wir zum Beispiel Konzentration, Effektivität, Priorisierung und Strukturiertheit. Bei „Vitalität“ steht Ernährung, Bewegung, Ausgeglichenheit und Schlaf. Und bei der „mentalen Stärke“ ist das die Positivität, Willenskraft, Motivation und Selbstvertrauen. Das Ziel ist, sich all dies in den nächsten acht Wochen zu erarbeiten. #00:26:07-5#

Äd: Genau. Und es geht außerdem darum, auf welche Weise man sich den Gewohnheiten nähert. Unser Mantra ist wie gesagt, nicht alles auf einmal zu machen, sondern Schritt für Schritt. Deswegen umfasst unser Programm acht Levels in acht Wochen. Wir bringen auch ein bisschen Gamification mit hinein. Jede Woche bekommst du eine neue Challenge. Am Anfang fragen wir zunächst nach den ersten zwei, nach den anderen beiden nicht. Am Anfang ist es zunächst „Journal“ und „Schlaf“. Das Journaling ist unser Fundament in diesem Coach, wo man jeden Tag reflektiert, was man erreicht hat. #00:26:32-9#

Jules: Es ist ein Tracking Tool. #00:26:33-6#

Äd: Es ist ein Tracking Tool, genau, und der Schlaf ist eine sehr grundlegende Sache, die man zunächst etablieren sollte, bevor man sich den anderen Herausforderungen nähert. Und dann kommen mit Produktivität, Vitalität und mentaler Stärke weitere Challenges, die immer schwieriger werden. Wir haben Wert daraufgelegt, dass man mit jedem Level ein bisschen mehr gechallenged wird. Und ganz wichtig, wir haben eine Facebookgruppe mit dabei. Wir sagen ganz offen, dass in unserem Coach alles an Wissen drin ist, was wir zu bieten haben. Und die 250 Leute in der Facebookgruppe möchten wir motivieren und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Damit testen wir unser Konzept, auf das wir einfach krass Bock haben. Wir sagen selbst, „no one is perfect“, wir können so viel lernen, deshalb haben wir mega Bock drauf, selbst mitzumachen und uns acht Wochen lang sozusagen die Healthy Hustlers heranzuziehen. #00:27:27-8#

Jules: Du hast eben selbst gesagt, dass es um das „Machen“ geht und auch darum, uns noch weiter zu verbessern. Das liegt daran, dass es so viele Bereiche gibt, die man feintunen kann, bei denen es angemessen ist, sie auch selbst immer zu wiederholen. Außerdem gibt es immer direkt Theorie und Praxis. Du lernst etwas aus einem Bereich, beispielsweise über ein Produktivitätstool, und dann findest du für dich heraus, was dieses Tool ist, mit dem du dich beschäftigen willst. Außerdem gibt es in diesem Bereich eine „Challenge der Woche“. Lade dir das Tool herunter, nutze es eine Woche und schaue, ob es für dich passt. Wenn nicht, nimmst du ein anderes Tool. Genauso gibt es andere Challenges aus den Bereichen Vitalität und Produktivität. Das sind immer drei pro Woche. Dabei ist wichtig, dass das keine Sachen sind, für die du super viel Zeit einplanen musst, sondern das ist immer etwas, was du nebenbei machen kannst.  #00:28:16-1#

Zum Beispiel haben wir das Element der Bewegung drin. Und dabei schreiben wir nicht vor, einen Sportplan mit drei Einheiten pro Woche zu machen, denn das wäre viel zu viel. Wir wecken keine hohe Erwartungshaltung, sondern wir ermuntern dazu, die eigene Morgenroutine um einen Spaziergang oder um fünf Minuten Jogging zu erweitern oder während des Tages die Treppen anstatt des Aufzugs zu nehmen. Oder im Stehen zu arbeiten anstatt im Sitzen. Das sind ganz viele kleine Dinge, eben genau diese Routinen, durch die man sich ein viel ausgeglicheneres, produktiveres und effektiveres Leben schaffen kann. Das geschieht so nebenbei. Es sind kleine Dinge, die sich summieren, und nach drei Monaten fällt dir auf, „oh, was ist denn jetzt passiert?“ #00:29:05-5#

Äd: Vielleicht noch abschließend eine Sache. Wir sagen auch immer, dass diese Routinen wie ein riesiges Buffet sind. Diesen Begriff hast du auch schon benutzt, und ich finde ihn sehr passend. Wir geben viele Impulse und Denkanstöße, und es kann sich jeder etwas daraus aussuchen. Wir würden niemals nur bestimmte Strukturen empfehlen, die für alle funktionieren, sondern wir geben auf jedem Level etwas mit, und dann kann sich jeder herausholen, was für ihn passt. Dann sind wir uns sicher, dass der Healthy Hustle mit einer guten Basis am Start ist. Und natürlich hört das nie auf. Da sind wir wieder bei der kontinuierlichen Verbesserung. #00:29:37-3#

Thomas: Sehr coole Einstellung. Die Unterteilung in diese drei Bereiche, die finde ich sehr spannend, weil die im Prinzip alles abdecken, was wirklich wichtig ist, wenn ich mich optimieren will. Bleiben wir gleich beim Thema. Wo finden Interessierte euer Buch und eure Facebookgruppe? #00:30:04-8#

Äd: Über unsere Webseite www.healthyhustlers.de. Da ist im Moment der Coach sehr prominent, weil es das erste Produkt ist. Jeder, der ihn gekauft hat, bekommt von uns die Einladung zur Facebookgruppe. Die ist ganz exklusiv nur für die Käufer.  #00:30:22-6#

Jules: Und über Instagram. Da heißen wir auch healthyhustlers.de, wie die Webseite, nur ohne „www“. Und über den Link in der Bio kommt man direkt auf die Seite des Coachs. Dort ist nochmal erklärt, was der Coach genau ist und was er alles beinhaltet. Es gibt auch Auszüge aus dem Buch, Bilder und ein Video. Es gibt Informationen zu der Facebookgruppe und wie das Programm aufgebaut ist. Und, nochmal ganz wichtig, am Ende gibt es ein „für wen ist das, für wen ist das nicht?“ Dort wird erläutert, dass der Coach nicht für Leute gedacht ist, die schnelle Erfolge möchten und sich das Buch nur kaufen, weil andere ihnen gesagt haben, dass sie produktiver werden sollen. Wir haben Lust auf Leute, die etwas bewegen wollen, die von sich aus vitaler und produktiver werden wollen. Die möchten wir gerne acht Wochen lang in der Gruppe haben. Dann ist es auch einfacher für uns. #00:31:15-9#

Thomas: Generell ist das immer gut. Wenn du gezwungen wirst, diesen Podcast zu hören, dann schalte ihn lieber aus und de-abonniere ihn. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Das finde ich wirklich gut und kann es nur empfehlen. Sehr spannend. Wir werden das natürlich alles verlinken, keine Frage. Bleiben wir noch ein bisschen bei den Tools und Apps. Mit welchen Tools arbeitet ihr, und was könnt ihr empfehlen zum Thema „Produktivität“? #00:31:46-2#

Jules: Wir nutzen Trello. Das ist mittlerweile zum absoluten To-do-Tool unseres Projektmanagements geworden. Wenn man zu zweit ist, kann man super davon profitieren. Wir haben verschiedene Geschäftsfelder, die in Trello drin sind und die wiederum eigene Listen haben. Beispielsweise ist Äd für den Podcast zuständig und ich für Instagram, er eher für die Finanzen und ich mehr für das Marketing. Und in dem Programm sind verschiedene Säulen mit den einzelnen To-do’s drin. Die kannst du terminieren und priorisieren. Wir haben Prioritäten des Tages und Prioritäten der Woche sowie die einzelnen Bereiche. Und bei unserem daily Setup präsentiert wir uns gegenseitig, was wir für die Woche und für den Tag geplant haben. Damit kommen wir sehr gut zurecht. Es geht nichts verloren. Wenn du eine Karte erledigt hast, wischst du sie einfach weg. #00:32:52-5#

Äd: Das macht auch mega Spaß.  #00:32:56-6#

Jules: Innerhalb der To-do’s kannst du auch Checklisten anlegen. Als Tool für das Projekt- und To-do-Management sind wir damit sehr zufrieden.  #00:33:05-1#

Äd: Thomas, du bist der absolute Evernote-Junkie und hast auch ein tolles Buch dazu geschrieben, was wir uns noch zulegen werden. Evernote ist unsere zweite Basis, denn neben dem Projekt- und To-do-Management benötigt man auch etwas für den Content. Für Notizen und für alles, was man aus seinem Kopf auskippen möchte. Dafür nehmen wir seit einer ganzen Weile Evernote. Ich glaube, wir haben noch nicht das volle Potential von Evernote entdeckt, deswegen bin ich sehr gespannt, was du mit deinem Buch noch zu bieten hast. #00:33:30-6#

Jules: Wir werden es prüfen, das gute Buch. #00:33:33-8#

Äd: Wie viele Ideen hat man bitte täglich? Und wenn man die nicht aufschreibt, sind sie weg. Das heißt, wir haben natürlich auch Notizbücher für unsere Geschäftsideen in den verschiedenen Bereichen, da wird sofort etwas hineingeballert. Und alle paar Wochen schauen wir dort hinein. Und natürlich gibt es für jeden Bereich, sei es Podcast, Instagram oder jetzt den Coach, über den Tag verteilt irgendwelche Inspirationen und Ideen, aber auch Webseiten und Fotos, die man sich merken möchte. Es gibt diesen Scanner, den wir beim Whiteboard benutzen. In unseren Geschäftsräumen arbeiten wir mit einem Whiteboard, an dem wir viele konzeptionelle Dinge bearbeiten. Da nimmst du dein Handy raus, Evernote, der scannt einmal über das Whiteboard und sucht danach. Wenn beispielsweise „Äd und Jules“ auf dem Foto steht, dann kann ich nach „Äd und Jules“ suchen, und dann würde mir dieses Bild angezeigt werden. Das ist auch eine richtig geile Funktion. Trello und Evernote, das sind unsere Produktivitätstools. #00:34:24-4#

Jules: Wir haben auch schon mit mehr als diesen beiden Tools gearbeitet, sind jedoch mittlerweile Fans davon, Dinge möglichst einfach zu halten. Wir versuchen auch zu vermeiden, die Apps miteinander zu verknüpfen. Bestimmte Bereiche, zum Beispiel Notizen und Fotos, packen wir möglichst in eine App, und deswegen haben wir auch „nur“ Evernote und Trello, unsere beiden Haupttools. Natürlich haben wir auch den Google Kalender und arbeiten in der Cloud mit Google Sheets und Google Docs, weil man darauf „on the Go“ Zugriff hat. Heute beispielsweise für unser Podcast Interview, das haben wir in Google Docs hineingeschrieben und konnten uns vom Handy aus ein bisschen an den Themengebieten entlanghangeln. Darüber hinaus haben wir keine weiteren Tools, die unabkömmlich wären. Wir sind mittlerweile dazu übergegangen, bei Äd sieht man das ganz schön, dass wir unten in der Liste mittig direkt Zugriff auf Trello und Evernote haben. Da siehst du all das, was wir oft nutzen.  #00:35:29-6#

Thomas: Nutzt ihr auch Apps, um Gewohnheiten zu installieren? Produktive IO oder Streaks oder ähnliches? #00:35:41-0#

Jules: Wir haben es mittlerweile tatsächlich über den Coach gelöst, denn der Coach beinhaltet auch ein Kapitel, in dem es um Routinen geht. Da ist dieses Buffet der kleinen Erfolge drin, bis hin zu Sport oder irgendwelchen Entspannungsroutinen. Mittlerweile haben wir uns etwas zusammengestellt, was wir durch den Coach auf täglicher Basis tracken. Du stellst dir diese Aufgaben einmal zusammen, und dann kannst du hier auf den Seiten abhaken, was du erledigt hast. Du hast deine Morgenroutine dann, wenn sie freigeschaltet ist. Hier in diesem Beispiel darf man sie noch nicht machen, weil das den Teilnehmer überfordern würde. Wäre es freigeschaltet, könntest du hier einen Haken setzen, genauso wie abends, um zu kontrollieren, dass du deine Routine genauso gemacht hast, wie du sie aufgeschrieben hast. Wenn nicht, gehst du auf die Seite und änderst einen Baustein oder eine Reihenfolge. #00:36:24-3#

Äd: Interessanterweise haben wir zum Aufbau von Gewohnheiten noch nie eine App benutzt, aber da gibt natürlich verschiedenste Angebote, beispielsweise die Produktivitätsapps, für die wir Empfehlungen aussprechen können. Was den Bereich Meditation angeht, habe ich sehr lange „Head Space“ genutzt. Das empfehle ich jedem, der sich dem Thema „Meditation“ nähern will. Diese App hat mir extrem viel Spaß gebracht, weil das Programm super aufbereitet und einfach zu handhaben ist. Bei Apps spreche ich nicht viele Empfehlungen aus, aber das ist tatsächlich eine Herzensempfehlung, die ich noch mitgeben möchte.  #00:36:52-0#

Jules: Und noch ganz kurz zum Thema „Meditation“, ich weiß nicht, wie affin deine Hörer dafür sind. Viele verbinden Meditation mit etwas Spirituellem. Wir machen das hauptsächlich, um einen besseren Fokus zu bekommen. Wenn du es schaffst, dich zehn Minuten lang auf eine Sache zu fokussieren oder Gedanken einfach nur zu betrachten, ohne tiefer auf sie einzugehen, dann bekommst du im Laufe der Zeit eine enorme mentale Stärke und lässt dich nicht mehr so leicht ablenken. #00:37:23-3#

Thomas: Das waren sehr spannende Tipps. Eine abschließende Frage habe ich noch zum Thema „Willenskraft“. Von meinen Hörern erhalte ich immer wieder Fragen, „wie baue ich Willenskraft auf? Ich habe nicht genug Willenskraft“. Wie steht ihr zu dem Thema, und was könnt ihr dahingehend empfehlen? #00:37:37-7#

Jules: Für uns ist die Willenskraft alles. Sie entscheidet über das Handeln, und Handeln ist so überaus wichtig. Du kannst alles wissen, wirst aber nicht vorankommen, wenn du es nicht wirklich umsetzt. Von daher machen wir es uns wirklich zur Routine, nie aufzugeben. Wir haben beide noch nie aufgegeben. Außer natürlich, wenn wir keine physischen Möglichkeiten mehr gehabt haben, um weiterzumachen, weil wir so fertig gewesen sind. Wenn du einmal damit anfängst, dich der Herausforderung zu stellen und du über diesen Punkt des Aufgebens drüber bist, dann wird das ebenfalls zu einer Routine. Und wenn du jemand bist, der es gewohnt ist, Versuchungen regelmäßig nachzugeben oder ab und zu Dinge aufzugeben, dein To-do nicht mehr zu erledigen, dann wird auch das zu einer Routine.  #00:38:32-9#

Äd: Manche fragen vielleicht nach Hacks, wie sie ganz praxisnah ihre Willenskraft erhöhen können, dann empfehle ich Routinen wie das kalte Duschen. #00:38:41-7#

Thomas: Absolut! #00:38:43-1#

Äd: Das ist ein absoluter Hack. Wenn du morgens diesen Wasserhahn auf Anschlag drehst, dann tut es immer wieder aufs Neue weh, aber es ist wirklich geil. Es ist mentales Training vom Feinsten. Du gehst mit dieser erfolgreichen Herausforderung, die du gemeistert hast, in den Tag. Das ist eine mega Empfehlung. Oder auch einen Snack, den man total gerne mag. Unser absoluter Favorit ist beispielsweise ein Nuss Mix. Wenn man sich challengen will, stellt man den ganz prominent ins Zimmer und versucht, einen Tag lang nicht dranzugehen.  #00:39:17-1#

Jules: Am besten eine ganze Woche lang! Oder auch das Feierabendbier. #00:39:16-6#

Thomas: Wo du gerade dieses Beispiel bringst. Das Bier ist nicht so das Problem, aber wenn dann diese Erdnüsse hingestellt werden, dann greift man einmal hin, und es ist vorbei. (Lacht) #00:39:36-7#

Äd: Genau, wenn man einmal damit angefangen hat, hört man nicht wieder auf. #00:39:37-4#

Jules: Meinst du die hier? #00:39:37-6#

Thomas: Ja! (Lacht) Nach meinem normalen Training mache ich immer ein Tabata-Protokoll, ich weiß nicht, ob du das kennst? Das ist ein intensives Intervalltraining mit zwanzig Sekunden Vollbelastung und anschließenden zehn Sekunden Pause, und das Ganze achtmal hintereinander. Bei der letzten Übung fängt der Kopf an, sich zu wehren, „das mache ich heute nicht, mache ich heute nicht!“  #00:39:59-2#

Jules: Am Ende des Trainings ist man natürlich immer schon im Aufgebemodus, weil man denkt, man sei durch. Und sich dann nochmal durchzupeitschen, das ist nicht einfach. #00:40:09-5#

Thomas: Ich habe mich comitted, das zumindest bei jeder zweiten Trainingseinheit zu machen.  #00:40:14-2#

Äd: Wir haben uns auch durch das Fitnessstudio extrem verbunden. Der Sport gibt so viel mentale Stärke, das ist unfassbar, wenn man sich da immer wieder challenged. Ich bin Marathonläufer, mache Triathlon, ich finde es immer wieder so geil, zwei Minuten schneller zu werden. Und all das zahlt sich auch im Business aus. #00:40:33-1#

Thomas: Ja, absolut. Das sind super Tipps gewesen. Wer die ganzen Links nachvollziehen will, findet sie in den Show Notes beziehungsweise auf selbst-management.biz/237 für die 237. Podcastfolge. Und die letzten Worte dieses Podcasts, die gehören euch beiden. Was wollt ihr meiner Hörer- und Hörerinnen-Community noch mit auf den Weg geben? #00:40:56-2#

Jules: An der Stelle müssen wir predigen und sagen, Leute, seid produktiv, kommt gut voran und nutzt alle Techniken, die wir besprochen haben, aber vergesst bitte eure Gesundheit und euren Sport dabei nicht. #00:41:08-5#

Äd: Genau, und lasst euch nicht verarschen, sagen wir immer ganz to the Point. Wenn ihr Probleme habt, diese Tipps im Arbeitsumfeld durchzuziehen, traut euch einfach und sprecht die Themen bei eurem Vorgesetzten an. Zeigt auf, was die Vorteile sind, wenn ihr den Healthy Hustle Lifestyle integriert, denn davon hat nicht nur der Chef was, sondern auch ihr persönlich. Und probiert es einfach aus. Was du immer sagst, Thomas, das können wir nur voll unterstreichen, probiert es aus, habt Spaß dabei, euch selbst in den Bereichen Produktivität, Vitalität und mentaler Stärke weiterzubringen. Es wird euer Leben auf jeden Fall verändern, dahinter stehen wir voll und ganz. #00:41:43-4#

Jules: Und natürlich vielen Dank, dass wir hier zu Gast sein durften. Es ist uns eine große Ehre, beim Selbstmanagement- und Produktivitätsguru gewesen zu sein. Auch wir konnten hier noch einiges mitnehmen aus dem Podcast, den wir vorab auch noch für unseren Kanal aufgenommen haben.  #00:41:59-4#

Äd: Ein herzliches Dankeschön! #00:41:59-1#

Thomas: Herzliches Danke auch von meiner Seite. Alles Gute, und wir werden sicher in Kontakt bleiben. #00:42:03-7#

Jules: Danke. Ciao. #00:42:04-9#

Äd: Ciao. #00:42:05-4#

Thomas: Ciao. #00:42:08-9#

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:42:25-5#

2018-08-05T07:44:39+00:000 Comments

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