Klare Positionierung – ein Interview mit Marcus Amann

Heute geht es ein wenig mehr in Richtung Business, aber auch für Privatpersonen wird das eine oder andere dabei sein. Konzentration auf das Wesentliche spielt nicht nur im Selbstmanagement eine große Rolle, sondern auch in jenem Bereich in dem mein heutiger Interviewpartner, Marcus Amann, tätig ist: nämlich in der Positionierung. Marcus gibt in diesem Interview tolle Einblicke in seine Strategie.


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Das Transkript dieser Podcastfolge:

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:00:17-6#

Hallo und herzlich willkommen zur 219. Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold, und ich freue mich, dass du wieder mit dabei bist. Heute geht es ein wenig mehr in Richtung Business. Ich bekomme immer wieder E-Mails mit der Bitte, mehr aus dem Bereich Business zu machen, und dem werde ich heute gerecht. Aber es wird auch für Privatpersonen natürlich das eine oder andere dabei sein. Und, wer bis zum Ende dranbleibt, für den gibt es noch Special News. #00:00:43-9#

Thomas: Herzlich willkommen, heute ist Markus Amann im Podcast. Bei mir geht es um Konzentration auf das Wesentliche als wichtiges Element beim Selbstmanagement. Bei Markus geht es auch um die Konzentration auf das Wesentliche, aber in einem etwas anderen Bereich, nämlich der Positionierung. Da ist er ein sehr gefragter Experte, und deswegen freue ich mich ganz besonders, dass er sich heute Zeit genommen hat. Markus, ich heiße dich recht herzlich willkommen in meinem Podcast. Sei doch bitte so lieb und stell dich kurz vor, was du machst und was du so tust. #00:01:11-8#

Markus: Danke Thomas. Ich kenne deinen Podcast schon seit mehreren Jahren und freue mich jeden Sonntag, wenn morgens um 07:00 ein Newsletter reinkommt und die neue Podcastfolge zum Download bereitsteht. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich heute dabei sein darf. Zum mir, ich bin seit meinem achtzehnten Lebensjahr selbständig und habe gleich nach dem Abitur beziehungsweise der Matura einen Trendsportladen eröffnet und zusammen mit meiner Mutter vierzehn Jahre lang geführt. Wir hatten auch zeitweise zwei Filialen.  #00:01:42-5#

Nebenbei war ich immer mal wieder beim Studieren, zuerst Rechtswissenschaft und später Betriebswirtschaft. Parallel zum Sportgeschäft und Studium habe ich 1996 rein interessehalber angefangen, einen Newsletter zum Thema „Internet Marketing“ herauszugeben, der dann relativ schnell gefragt war. Darauf haben sich auch kleine Unternehmen gemeldet, ob ich sie nicht in diesem Bereich beraten könnte. Das waren Verlage mit Aufträgen für Fachbeiträge und auch ein Seminarunternehmen aus Vorarlberg mit der Bitte, Seminare für ihre kleineren Kunden zu geben. Auf diese Weise bin ich dann auch Berater, Trainer und Journalist für Internet Marketing in der Konzentration auf Kleinunternehmer geworden, weil ich selbst Kleinunternehmer war. Deshalb kannte ich natürlich auch die Sorgen und Nöte und die Ziele dieser Gruppe am besten. Eine klare Alleinstellung war deshalb für mich immer die Basis für Interneterfolg, aber auch für den gesamten Geschäftserfolg. Man muss sich aus der Masse herausheben. Und im Laufe der Jahre hat sich mein Arbeitsschwerpunkt immer mehr in Richtung Positionierung entwickelt, bei der Zielgruppe dann auch in Richtung Berater, Trainer und Coaches sowie beratungsorientierte Dienstleister bis zu fünfzig Mitarbeitern, weil diese Kundengruppe am stärksten wurde. #00:03:05-7#

Seit 1996 pendle ich zwischen Tübingen bei Stuttgart und Wien und betreue von Wien aus die österreichischen Kunden. Ich sitze auch heute im dreizehnten Bezirk im Wiener Büro und spreche mit dir. Wir sitzen nicht nebeneinander, aber wir sitzen in der gleichen Stadt. #00:03:26-1#

Thomas: Ganz genau. Und ich war auch schon bei dir im Büro, also alles super. Markus, warum ist heute vor allem im Internet Zeitalter eine gute Positionierung aus deiner Sicht so wichtig beziehungsweise, warum lohnt es sich, sich näher und genauer damit zu beschäftigen? #00:03:42-9#

Markus: Durch das Internet wird die Transparenz, die Vergleichbarkeit von Anbietern immer größer. Es gibt Untersuchungen, die herausgefunden haben, dass man nur zwei bis drei Sekunden Zeit hat, wenn jemand auf eine Internetseite kommt, um zu übermitteln, für was man steht und was das Besondere ist. Durch eine gute Positionierung erhebt man sich relativ schnell aus der Masse und kann eine Einzigartigkeit herausarbeiten. Ich beobachte bei Kunden immer wieder, dass eine innere Motivation entsteht, wenn man eine klare Positionierung hat. Ein Kunde aus dem Baubereich, der eine neue Position suchte und sich auch teilselbständig machen wollte, hat zu mir gemeint, „Herr Amann, als ich mein Expertenprofil vor mir hatte, bin ich abgegangen wie Schmidts Katze“. Stimmt auch, denn er hat einen lukrativen neuen Job bekommen, und auch sein erster Beratungsauftrag, den er aufgrund der klaren Positionierung erhalten hat, war ein voller Erfolg.  #00:04:45-5#

Was dann aber auch ganz, ganz wichtig ist: Man erzielt eine Sogwirkung durch Empfehlungen. Ich habe zum Beispiel nie Kaltakquise betreiben müssen, sondern die Kunden sind immer auf mich zugekommen. Man kann dann ganz klar sagen, für wen man tätig ist und was das Besondere, der Mehrwehrt dabei ist. Man erzielt höhere Honorare und Preise und kommt weg vom Verkauf von Stunden- und Tagessätzen. Ein Teil der Expertenpositionierung, wie ich sie betreibe, ist auch, dass man den Wert und keine Stunden- oder Tagessätze verkauft. Denn für den Kunden ist das, was man bewirkt, am wichtigsten. Man erzielt auch eine unheimliche Hebelwirkung. Alles, was auf der Expertenpositionierung aufbaut, wird einfacher, schneller und erfolgreicher, also effizienter und produktiver im Sinne deines Themas. Ob das Verkaufsgespräche sind, XING-Profile oder Webtexte, Präsentationen der Webseite, Vorträge oder Webinare, alles, die gesamte Positionierung zieht sich wie ein roter Faden durch den eigenen Auftritt. #00:06:03-1#

Man wird auch sehr kooperationsfähig. Wir machen bald ein gemeinsames Webinar, darauf werden wir später noch kommen, und wenn man klar positioniert und abgegrenzt ist, dann wird man auch für andere Experten interessant, so dass man ein gemeinsames Marketing und gemeinsame Kundengewinnung bis hin zu gemeinsamen Produktbundles anbieten kann. Außerdem wird man multiplizier- und skalierbar, man entwickelt sich vom Einzelkämpfer zum Unternehmer, und wenn man es über die Jahre richtig betreibt, kann man auch ein verkaufsfähiges Unternehmen aufbauen. Man hat also ein ganzes Bündel an Vorteilen, wenn man sich aus dem Alltagsgeschäft zurücknimmt und sich mit seiner eigenen Positionierung beschäftigt. Das Gleiche gilt auch durchaus für Führungskräfte oder Fachexperten in der Wirtschaft. Da geht es darum, was biete ich meinem Arbeitgeber beziehungsweise, was biete ich den Endkunden, und wie kann ich mich auch im Unternehmen gut positionieren? #00:07:03-7#

Thomas: Das sind tatsächlich sehr viele gravierende Vorteile, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Hört sich alles sehr spannend an. Aber jetzt zur Frage aller Fragen, die du sicher sehr oft gestellt bekommst, wie erreicht man, dass man zum gefragten Experten wird? #00:07:20-9#

Markus: Bevor man loslegt, benötigt man einen sehr wichtigen und mächtigen Verbündeten, den man ins Boot holen sollte. Und zwar ist das unser limbisches System oder Reptiliengehirn, ein Überbleibsel aus der Reptilienzeit. Das kennt nur zwei Impulse, entweder die Belohnung, es fühlt sich gut an oder die Bestrafung, es fühlt sich schlecht an. Neunzig Prozent aller Kaufentscheidungen werden emotional getroffen. Je höher man kommt, auch in Konzernbereiche, wird dort in der Regel aus dem Bauch heraus entschieden. Wir müssen dafür sorgen, dass sich alles, was wir tun oder kommunizieren, auch im Bereich Positionierung, für unsere Kunden gut anfühlt. Und dazu ist es wichtig, dass wir Emotionen ganz gezielt in der Positionierung in unseren Werbebotschaften einsetzen. Ganz wichtig ist da auch wieder unser gemeinsames Thema, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, also immer die Essenz herauszuarbeiten. Bei meinen Kunden packe ich auch nie etwas von außen dazu, sondern ich schaue mir immer an, was da ist und streiche weg, so lange, bis die Essenz da ist. #00:08:39-9#

Ganz wichtig ist auch, dass man authentisch ist. Das limbische System unseres Kunden spürt, wenn es nicht passt. Er sagt dann, „ich weiß nicht, ich muss es mir nochmal überlegen. Ich melde mich wieder“. Es ist also besonders wichtig, authentisch zu sein. Die Werbebotschaften und auch die Positionierung müssen schnell erfassbar sein. Es wird nicht überlegt, was war jetzt da, sondern eins, zwei, drei, und dann muss das sitzen. Ich muss es mir merken können, damit ich weiß, für was der Anbieter steht, wenn ich ihn denke. Oder ich komme ins Unternehmen, bespreche es mit meinem Partner, und dann muss ich das natürlich auch wieder rekapitulieren können. Wichtig auch, das Ganze braucht eine klare Struktur. Und wenn das alles da ist, dann fühlt sich das limbische System, der Bauch des Gegenübers wohl, und dann hat man einen Türöffner. Also das ist mal die Voraussetzung, um gezielt mit Emotionen und mit dem Bauchgefühl zu arbeiten. #00:09:38-2#

Thomas: Das kann ich alles sehr gut unterschreiben, vor allem, authentisch zu sein. Ich merke sehr schnell, wenn jemand nicht authentisch ist, und dann schrillen bei mir immer alle Alarmglocken. Aber wie du sagst, das sind alles sehr wichtige Punkte.  #00:09:53-5#

Markus: Zunächst müssen wir mit unserem eigenen limbischen System beginnen. Es muss sich für uns alles gut anfühlen. Im ersten Schritt schaue ich, dass ich mir eine innere starke Positionierung aufbaue, wo stehe ich und was ist meine Ausgangssituation? Aber auch die Ziele und Visionen sind wichtig, sowohl materielle als auch immaterielle Ziele. Was möchte ich für meine Kunden bewirken? Wie fühlt sich das an, was ich tue und was ich erreichen will? Ich frage die Kunden, was es für sie bedeutet, wenn ein bestimmtes Ziel erreicht ist, denn nur dann fängt das innere limbische System an, zu arbeiten. Und wenn die innere Kerze brennt, wenn ich dafür stehe und weiß, was ich erreichen und wo ich hinwill, dann funktioniert es auch. #00:10:52-1#

Das Dritte ist, die eigenen Stärke und Werte zu hinterfragen. Was macht mich einzigartig, wofür stehe ich? Das sollte man schriftlich definieren, um zu schauen, dass diese Grundlagen gewährleistet sind. Wenn man genau weiß, wo stehe ich, wo will ich hin, was macht mich einzigartig, gibt es trotzdem Erfolgsbremsen, die Leute blockieren. Dann gilt es sich zu fragen, was bremst mich in meinem derzeitigen Erfolg aus? Das sind oft mentale Blockaden und Glaubenssätze, die hinderlich sind. Und das muss man beleuchten. Sind es wirkliche Blockaden oder denke ich bloß, dass sie mich aushebeln? Und sind es behebbare Blockaden, also kann ich sie durch eine Assistenz oder eine effektivere Arbeitsweise beheben oder muss mich mir jemand von außen holen, der mich optimal ergänzt? Dahingehend muss man eine starke innere Positionierung aufbauen, das ist die Basis, von innen nach außen zu arbeiten. #00:11:55-8#

Thomas: Absolut. Vor allem das Thema „Werte und Glaubenssätze“ wird vielfach sehr unterschätzt. Ich versuche auch immer, den Menschen beizubringen, bitte schaut euch eure Werte genau an. Welche sind das überhaupt? Und schaut euch eure Glaubenssätze genau an. Da merke ich oft, dass man das gar nicht wirklich will, warum auch immer, dabei ist das sehr wichtig, da gebe ich dir vollkommen recht. #00:12:19-5#

Markus: Da tut man sich auch oft selbst schwer, wenn man es zwar im Gefühl hat, es für den Kopf aber gar nicht sichtbar ist. Irgendwo stoße ich da immer wieder an, und dazu mache ich auch Experten-Audits. Das geht zurück bis in die Kindheit. Das muss man einfach mal beleuchten, und da gibt es auch gute Leute, Therapeuten, die sich damit beschäftigen, wo man das herausarbeiten und auch auflösen kann.  #00:12:51-9#

Thomas: Okay Markus, das heißt, wir wissen jetzt, was wir wollen, und wir wissen, wohin wir wollen. Wir kennen unsere eigenen Stärken, und wir kennen die Erfolgshürden ein wenig. Was kommt als nächstes, um ein gefragter Positionierungsexperte zu werden? #00:13:04-6#

Markus: Genau, wenn ich die innere Positionierung habe, wenn ich weiß, wo ich hinwill und wo ich vielleicht auch nicht hin will, dann ist es ganz wichtig, die idealen Kunden zu finden. Und das sind die Unternehmen oder Menschen, bei denen ich auch auf der emotionalen Ebene die höchste Resonanz erzeuge, wo einfach die Chemie stimmt. Das sind diejenigen, die am meisten von meinen Potenzialen, Stärken, Werten, von meiner Ausbildung, von Fortbildungen und von meinen Erfahrungen und Talenten profitieren. Und es sind diejenigen, mit denen es auch mir selbst am meisten Freude bereitet, zu arbeiten, und wo ich die höchste emotionale und materielle Wertschätzung erhalte. Viele kennen das, wenn man mal seine Top-Kunden beleuchtet und aufschreibt, was sie ausmacht, dann kommt da sehr schnell ran. #00:14:03-9#

Allerdings beobachte ich immer wieder einen Fehler, vor allem, wenn man am Anfang ist und sich neu positioniert oder wachsen will, dass man dann versucht, eine möglichst breite Zielgruppe abzudecken. Man sagt sich, wenn man erst einmal den Erfolg und den Umsatz hat, den man sich erhofft, dann kann man sich später auf eine Kundenauswahl spezialisieren. Das führt jedoch in der Regel zu einem falschen Ergebnis, denn ich habe dann bereits Resonanz bei den falschen Leuten erzielt. Manchmal verzettelt man sich dann auch und kann das, was einen ausmacht, nicht mehr voll leben. Am Anfang sollte man so spitz wie möglich in den Markt hineingehen, so sagt man, auch von der Zielgruppe her, und erst später, wenn man sich aus der Masse erhoben hat und weiß, mit wem man am besten arbeitet, dann kann man links und rechts schauen und leichter erweitern.  #00:14:45-3#

Thomas: Das ist alles sehr gut nachvollziehbar. Was wäre der nächste Schritt? #00:14:49-6#

Markus: Wenn man dann die innere Positionierung hat und den idealen Kunden kennt und ihn beschrieben hat, dann ist es wichtig, für ihn ein Nutzenkonzept aufzubauen, das aus drei Elementen besteht. Als erstes muss man die Mehrwerte für die idealen Kunden herausarbeiten. Und das sind nicht Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Qualität oder Kundenorientierung, wie man es auf vielen Webseiten liest. Das alles sind heute Voraussetzungen, damit überhaupt jemand anfragt und mit einem Geschäfte macht. Und es werden auch keine Coachings, Trainings, Dienstleistungen oder was auch immer gekauft.  #00:15:24-8#

Was dann? Es sind die Ergebnisse, die wir für unsere Kunden erzielen. Das kann zum Beispiel Umsatz oder Gewinnsteigerung sein, Einsparung von Zeit oder Kosten, dass man mehr in weniger Zeit erledigt, was wieder dein Spezialgebiet ist. Oder eine Lösung für ein ganz bestimmtes Problem, beispielsweise auch auf einer emotionalen Ebene. Dass Partnerschaften stabiler sind, dass Mitarbeiter zufriedener sind, dass die Fluktuation zurückgeht. Das ist ganz wichtig. Bei den Ergebnissen tun sich viele meiner Kunden auch schwer. Deswegen rate ich, auch mal die eigenen Kunden zu befragen, denn dabei kommen oft sehr interessante Dinge heraus. #00:16:10-5#

Und die Mehrwerte sind die Antwort auf die Frage, warum sollen unseren idealen Kunden ausgerechnet zu uns kommen und bei uns kaufen? Wenn die Mehrwerte klar sind, die man auch vor sich hertragen kann und mit denen man Sogwirkung erzeugt, empfehle ich, ein Expertensystem aufzubauen. Das ist ein Erfolgskonzept, wie wir unsere Kunden von der Ausgangssituation bis zum Erfolg führen, ein Modell, das sich dann auch als roter Faden durch unsere ganze Leistungspalette zieht. Das können die fünf Schlüsselbereiche sein für irgendetwas oder die drei Schritte. Bei mir ist es „In drei Schritten zum gefragten Experten“. Und dieses Expertensystem beantwortet dann die Frage, was ich tun muss, um das Warum, das versprochene Ergebnis zu erreichen. Habe ich dieses Expertensystem, dann baue ich mit dem Kunden modulare Leistungspakete auf, wie bei einer Treppe, die nutzensteigernd angeordnet ist. Mit einem klaren Nutzen, einer möglichst immer gleichen Vorgehensweise und auch durchaus mit einem Preis oder einer Preisspanne. Dann sinkt auch der Aufwand für Angebote signifikant. Man muss das Ganze nicht immer wieder von A bis Z neu aufbauen, sondern ich habe dann ein Leistungspaket, das auf der Webseite beschrieben ist, zum Beispiel in Form einer PDF-Datei. Ich mache heute Angebote in fünf bis zehn Minuten, für die ich früher einen halben Tag gebraucht habe, weil ich sie immer wieder individuell neu gemacht habe. Hier also Leistungspakete aufbauen, zumindest für den Einstieg, die einen ganz klaren Nutzen haben. Und das ist die Antwort auf die Frage, wie ich als Experte meine idealen Kunden bei der Umsetzung des Expertensystems unterstütze. #00:18:09-7#

Thomas: Sehr coole Herangehensweise, gefällt mir sehr gut. Ist damit die Positionierung als Experte abgeschlossen oder gibt noch andere Punkte? #00:18:19-0#

Markus: Nein, noch nicht ganz. Wir haben im ersten Schritt Klarheit durch die innere Positionierung geschaffen. Im zweiten Schritt schaffen wir Struktur durch das Nutzenkonzept, durch klare Mehrwerte, ein Expertensystem und Leistungspakete. Jetzt muss das Ganze noch auf das Wesentliche reduziert werden. Dafür empfehle ich, dies in Form eines Expertenprofils auf einer DIN A 4-Seite quer zu tun. Ich mache das immer dreispaltig. In der linken Spalte stehen die idealen Kunden und die fachlichen und persönlichen Mehrwerte, die ich ihnen biete. In der mittleren Spalte ist das Expertensystem skizziert, und in der rechten Spalte werden die Leistungspakete aufgeführt. Dadurch präsentiere ich sichtbar für jeden, für mich selbst, für potenzielle Kunden und für Kooperationspartner, was mich einzigartig macht, was mich ausmacht und was meine Positionierung ist. Kunden legen das dann in der Form, wie ich es liefere, auf den Tisch oder lassen es noch durch einen Grafiker aufbereiten in Form eines Flyers. Und deren Kunden haben dann wieder die gesamte Leistungspalette auf dem Tisch und fangen dann auch an, sich selbst Dinge zu verkaufen. Sie sagen, „genau, das ist wichtig“ oder „das machen wir zwar im Moment noch nicht, aber in einem halben Jahr ist es durchaus interessant“. Da findet dann nochmal die Reduktion auf das Wesentliche statt. Und dieses Expertenprofil, das zieht sich dann durch alles, was ich vorhin bereits erwähnt habe auf, XING-Profil, Webseiten, Webtexte, Präsentationen, Verkaufsgespräche und so weiter. Es sind also drei Schritte: Klarheit, Struktur, Reduktion auf das Wesentliche.  #00:20:04-0#

Thomas: Jetzt gibt es natürlich die Möglichkeit, das alles selbst zu tun, das kann man machen, wie im Selbstmanagement auch. Oder es gibt die Möglichkeit, sich einen Experten wie dich an die Seite zu holen, was ich immer für die bessere Variante halte, weil es natürlich viel Zeit spart und weil man auch das ganze Wissen gebündelt hat. Wenn jetzt einer meiner Hörerinnen und Hörer sagt, „klingt super, da will ich weitermachen und mich als gefragter Experte positionieren“, was bietest du dafür genau an? #00:20:31-2#

Markus: Ich habe auf meiner Webseite www.amann.de gleich oben auf der Startseite ein kostenfreies Arbeitsbuch, „In drei Schritten zum gefragten Experten“ im PDF-Format, das kann man sich herunterladen. Dort wird das, was wir heute besprochen haben, nochmals vertieft mit Praxisbeispielen, Anleitungen und Checklisten. Wer aber sagt, er möchte relativ schnell starten und auch mal ausloten, ob Markus Amann zu ihm oder zum Unternehmen passt, dann biete ich eine dreißigminütige Kurzberatung am Telefon ohne Berechnung an. Die Wiener Kunden kommen meist hier ins Büro. Dann werden es meist sechzig Minuten, und es gibt noch einen Kaffee dazu. Du hast auch einen bekommen, als du damals da warst. (Lacht) #00:21:36-1#

Thomas: Einen wunderbaren Kaffee! #00:21:37-5#

Markus: Und wir besprechen dann nochmal die Ausgangssituation und die Ziele. Ich liefere gleich praktische Umsetzungsempfehlungen, die sofort eingesetzt werden können, und wir besprechen dann auch, wenn es passt, wie ich konkret dabei unterstützen kann und welche die Investition ist. Einen Termin für die Kurzberatung kann man auch über meine Webseite www.amann.de/kurzberatung vereinbaren. Ich weiß nicht, ob du nochmal Links herausgibst, wo man draufklicken kann? #00:22:09-4#

Thomas: Klar. Wir werden das natürlich alles in den Show Notes verlinken. #00:22:14-3#

Markus: Und da alle guten Dinge natürlich drei sind, haben wir beide für deine Podcasthörer und Newsletter-Leser nächste Woche etwas ganz Besonderes anzubieten, nämlich ein „Erfolgs-Duo-Webinar“. Es nennt sich „Erfolgs-Duo – klare Positionierung und effizientes Selbstmanagement. Die richtigen Dinge richtig tun.“ Im Gespräch haben wir beide festgestellt, dass wir durchaus auch zusammenpassen. Im ersten Teil präsentiere ich als Beispiel meine Kundin Doris Paulus und erläutere, wie sie durch eine authentische und klare Positionierung ihren Umsatz von 37.000,- auf konstant 500.000,- Euro gesteigert hat. Sie hat sich von einer Einzelkämpferin zur Unternehmerin entwickelt mit zwei festangestellten Beratern und zwei Halbtagskräften im Büro. An ihrem Beispiel werde ich das Konzept beleuchten, damit dann auch plastisch wird, wie man es in die Praxis umsetzt. Und deinen Part, Thomas, den erläuterst du am besten selbst. #00:23:27-3#

Thomas: Von mir wird es zehn Tipps zur sofortigen Produktivitätssteigerung geben. Einer davon ist zum Beispiel, wie man den inneren Schweinehund überwindet und ins Tun kommen kann. Zum Thema „Willensstärke“ wird es etwas geben, unliebsame Aufgaben abarbeiten, eine produktive Arbeitsatmosphäre herstellen, Fokuszeiten, Zieljournal und vieles, vieles mehr. Ich will jetzt gar nicht alles verraten, aber es wird zehn coole Tipps geben, die im Anschluss an deinen Part dann noch von mir in diesem Webinar vorgestellt werden. #00:24:01-0#

Markus: Das ist auch für meine Newsletter Leser und für meine Kunden sehr interessant. In den Experten-Audits stelle ich immer wieder fest, dass viele sagen, dass sie ich bei den Schwächen, Erfolgsblockaden und Engpässen verzetteln. Sie sagen, „mir macht Büroarbeit keinen Spaß“, „ich schiebe die Dinge immer vor mir her“, „ich bin zu chaotisch“ und so weiter. In fast jedem Audit ist das irgendwo drin. Ich kenne dich jetzt schon einige Jahre, und du hast viele praktische Tipps, wie man das typengerecht umsetzen kann, denn es gibt viele Zeit- und Selbstmanagementtipps, die nicht zur eigenen Persönlichkeit passen. #00:24:45-7#

Thomas: Genauso ist es. Das Webinar wird am 08. Februar 2018 um 11:00 Uhr stattfinden, und einen Link dazu, den gibt es in den Show Notes. #00:24:56-3#

Markus: Ich freue mich auch schon sehr darauf. #00:24:57-9#

Thomas: Markus, dann sage ich vielen Dank für dieses tolle Interview. Es war ein Ausflug in Richtung Business, der wirklich spannend war und von dem sicherlich viele profitieren können. Die letzten Worte in diesem Interview gehören dir. Was willst du meinen Hörerinnen und Hörern noch mit auf den Weg geben? #00:25:14-3#

Markus: Jeder Mensch ist ein Experte, man muss es nur herausarbeiten. Es muss zu einem passen, man muss dazu stehen, und man muss es dann auch leben. Und in diesem Sinne wünsche ich, dass jeder sein Expertentum findet und auch lebt. #00:25:33-0#

Effizienter arbeiten, leben und lernen – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast. #00:25:51-9#

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2018-02-03T08:18:32+00:000 Comments

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