Mit 4 einfachen Regeln zu enormer Zufriedenheit – ein Praxisbeispiel

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Meine vier Regeln für enorme Zufriedenheit kennst du ja bereits. Nun will ich dir in einem Praxisbeispiel aus meinem Leben zeigen, wie ich diese vier Regeln anwende. Was ich neu in mein Leben implementieren will und wie ich dabei vorgehe, das erfährst du in diesem Artikel.

Dieser Artikel gehört zu einer ganzen Artikel-Serie. Bitte lies dir eingangs die ersten vier Teile durch, bevor du diesen Artikel liest. Hier findest du die Links zu den Artikeln:


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Was will ich in mein Leben implementieren?

Nachdem ich die letzten Jahre sehr gut mit ETFs gefahren bin (dank meinem Freund und Kollegen Holger Grethe von Zendepot), will ich mich wieder aktiver um meine Finanzen kümmern. Wer ETFs nicht kennt, das sind Anlageprodukte, die die Entwicklung eines Korbes an Aktien oder anderen Anlageprodukten nachbilden. So gibt es zum Beispiel ETFs, die die Entwicklung des Deutschen Aktienindex nachbilden. Steigt der Index, steigt mein gekaufter DAX-ETF annähernd in derselben Höhe.

Ich brauche also nichts weiter tun, als diese ETFs zu kaufen oder mit einem gewissen monatlichen Betrag anzusparen. Beim Ansparen legst du einen gewissen monatlichen Betrag fest, zu dem du Anteile an einem ETF zukaufst. So weit der kurze Ausflug in die Finanzwelt.

Das ist eine eher passive Anlagemethode, bei der man im Großen und Ganzen nicht viel tun muss. Ich habe mich zu diesem Zeitpunkt einmal monatlich zwei bis drei Stunden mit der Geldanlage beschäftigt, das war es dann aber auch schon.

In Zeiten eines Bullenmarktes (= steigende Kurse) ist das auch eine gute Strategie. Allerdings glaube ich nicht erst seit der Corona-Krise, dass die Zeit des Bullenmarktes vorbei ist. Und damit wird es für mich wieder sinnvoller, eine genauere Auswahl meiner Aktieninvestments zu treffen und nicht bloß das Gießkannenprinzip anzuwenden.

Um das tun zu können, brauche ich jedoch mehr Zeit. Mein Ziel lautet also: Ich will meine Geldanlage optimieren. Legen wir nun also los, uns das nach den 4 Regeln anzusehen.

Regel 1: Wie viele Ressourcen will ich in meine Finanzen stecken?

Nachdem ich schon öfters aktiv mit Aktien und anderen Finanzprodukten gehandelt habe, kann ich den Aufwand recht gut einschätzen. In meinem Fall ist das eine Stunde pro Handelstag, plus drei Stunden am Wochenende für Analysen, Recherchen und Fortbildung. Insgesamt sind es also acht Wochenstunden, die ich als Ressource in dieses Thema stecken will.

Diese acht Wochenstunden müssen nun aber irgendwo herkommen. Also werfen wir zunächst einmal einen Blick auf meine ideale Woche:

Meine ideale Woche

Falls du diese ideale Woche für dich erstellen willst, lade ich dich recht herzlich dazu ein, dies mit mir gemeinsam zu tun. Hier gibt es nämlich einige wichtige Dinge zu beachten. Alle Infos, die du dazu brauchst, findest du hier.

Ich habe nun drei Möglichkeiten:

  • Ich kann meine Freizeit beschneiden und mich in meiner Freizeit mit dem Thema Geldanlage beschäftigen.
  • Ich muss andere Dinge finden, auf die ich zugunsten meiner Geldanlage-Zeit verzichten will.
  • Es ist eine Mischung aus beidem.

In meinem Fall entscheide ich mich für Variante 3, denn ich werde unter der Woche meine Projekt-Ressourcen um eine Stunde verkürzen und am Wochenende drei Stunden meiner Freizeit einsetzen. Dann sieht das so aus:

Meine ideale Woche

Ich musste also die Zeit, die ich mit anderen Projekten verbringe, zunächst verkürzen oder ändern, was ich auch gemacht habe. Natürlich heißt das automatisch, dass ich innerhalb dieser Projekte ebenfalls auf gewisse Dinge verzichten muss. Bei der Erstellung meiner YouTube-Videos LINK bin ich zum Beispiel wieder auf zwei Videos (statt drei) pro Woche zurückgegangen.

Es reicht also nicht, einfach die Zeit zu streichen, sondern man muss bei den Projekten, denen man Zeit streicht, schauen:

  • Worauf will ich in diesem Projekt verzichten?
  • Was will ich in diesem Projekt auslagern?

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Regel 2: Bestimme das Wesentliche

Nun gibt es Menschen, die sich beruflich intensiv mit dem Thema Geldanlage beschäftigen. Also zumindest 40 Stunden oder mehr pro Woche. Mein Zeitbudget sind aber nur 8 Wochenstunden. Also muss ich mich auf das Wesentliche fokussieren. Wie mache ich das?

Nun, einerseits habe ich meine Werte und Prinzipien zur Geldanlage bereits erstellt. Das würde hier jetzt zu weit führen, aber hier ganz kurz zusammengefasst:

  • Meine Werte bestimmen, in welche Unternehmen und Anlageprodukte ich investiere und in welche nicht.
  • Meine Prinzipien bestimmen, zu welchen Zeitpunkten ich ein- und aussteige und wie ich mich in gewissen Situationen verhalte.

Meine Antwort auf die Frage „Wovon profitiere ich in den nächsten 10 Jahren am allermeisten?“

Zehn Jahre sind in der Geldanlage ein großer Zeitraum. Aber für die nächsten zwei bis drei Jahre werden es auch weiterhin meine ETF-Sparpläne sein, die ich natürlich nicht anfasse. Andererseits werde ich aber auch in Aktien investieren. Und wenn es Chancen gibt, werde ich auch an kurzfristigen Bewegungen mittels CFDs und Optionen partizipieren.

Regel 3: Vereinfache

Vereinfachung ist bei meinem Mini-Zeitbudget von acht Wochenstunden ein ganz wichtiger Faktor. Also gehen wir die Möglichkeiten der Vereinfachung mal ordentlich durch:

Vereinfachen durch Weglassen

Bei einem so geringen Zeitbudget macht es keinen Sinn, einzelne Aktien selbst zu analysieren. Also habe ich mich entschieden, diesen Service zuzukaufen. Ich habe mich dabei für das Angebot von AlleAktien entschieden.

Vereinfachen durch Entwirren

Da ich schon als 17-Jähriger begonnen habe, mich mit Themen wie Börse & Co zu beschäftigen, habe ich diesen Part zum Glück schon hinter mir. Zumindest größtenteils. Ich habe einen recht klaren Blick auf die Geldanlage und die einzelnen Möglichkeiten dazu. Teils durch viele gute Bücher und tolle Fortbildungen. Die letzte habe ich vor ein paar Jahren in Hamburg zum Thema Optionen gemacht. Im Anschluss an das Seminar durfte ich Philipp Müller für meinen Podcast interviewen.

Vereinfachen durch Delegieren

Ich delegiere hier zwar nicht im herkömmlichen Sinne, aber ich hole mir die Meinung von einigen Menschen ein, die ich sehr schätze. Diese Menschen kenne ich zum Teil persönlich, zum Teil lese ich ihre Publikationen. Im Anschluss gebe ich den Meinungen dieser Menschen Wahrscheinlichkeiten und nutze sie so für meine Geldanlage.

Die Zeit, möglichst viele Informationen anhand von Nachrichten aufzusaugen und mir so meine eigene Meinung zu bilden, habe ich nicht. Allerdings bin ich mit der Variante, mir die Meinungen anderer anzuhören und sie zu bewerten, immer sehr gut gefahren (nicht nur in der Geldanlage).

Vereinfachen durch Zusammenfassen

Ich werde das Wochenende mit der Analyse der zugekauften Aktien-Analysen verbringen und Entscheidungskriterien für Ein- und Ausstiege festlegen. Unter der Woche stehen der Handel und die Meinungsbildung zum Gesamtmarkt im Vordergrund.

Vereinfachen durch Systematisieren

Dazu habe ich meine Prinzipien zur Geldanlage erstellt. Die Idee dazu habe ich aus dem Buch der Investmentlegende Ray Dalio und ich kann sie nur sehr empfehlen. Diese Prinzipien machen das Anleger-Leben massiv einfacher.

Außerdem habe ich mir einige Checklisten erstellt. Zum Beispiel zur Aktien-Analyse, aber auch zum Handel selbst und Ähnliches. Einfach um sicherzugehen, nichts zu vergessen.

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Regel 4: Konzentration

Wenn du was tust, dann mache es voll konzentriert. Am Wochenende werde ich die drei Stunden voll konzentriert nutzen und daher im Full-Focus-Mode sein. Das bedeutet, dass alle Störungen und Ablenkungen ausgeschaltet sind.

Unter der Woche stellt sich das weit schwieriger dar, denn viele der Informationen, die ich da verarbeite, finde ich in den sozialen Medien, auf News-Seiten und Ähnlichem. Aber auch in dieser Zeit wird zumindest das Smartphone im „Nicht stören“-Modus sein.

Das Fazit für dein Selbstmanagement

Schöpfe deine Ressourcen (Regel 1) voll aus, indem du hochkonzentriert (Regel 4) an den vorher vereinfachten (Regel 3) wesentlichen (Regel 2) Projekten und Zielen arbeitest. Tust du das, wird sich deine Zufriedenheit massiv steigern.

Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Erfolg dabei :).

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Liebe Grüße

Thomas

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Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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