Ich freue mich wieder einen Gastartikel veröffentlichen zu dürfen. Diesmal zu einem spannenden Thema, das deinen ganzen Tag sehr beeinflussen kann. Aber ich will gar nicht viele Vorworte verlieren, sondern Vorhang auf für den Gastartikel von Maria.

Social Media würde dich glauben lassen, dass der perfekte Mensch bei Tagesanbruch aus dem Bett springt.

Er küsst seinen wunderschönen Partner auf die Wange, bevor er den ersten Berg erklimmt, mit wilden Tieren im Wald tanzt und durch einen See schwimmt.

All das selbstverständlich vor 7 Uhr morgens.

Die Realität ist anders. Du drückst morgens die Snooze Taste am Wecker und bereust die Netflix Serie letzte Nacht fertig geschaut zu haben, die dir nun den kostbaren Schlaf geraubt hat. Zudem beschleicht dich das unangenehme Gefühl, dass die Arbeit ruft.

Aber mal ernsthaft.

Aus eigener Erfahrung weiß ich dass es nicht den perfekten Morgen gibt, aber mit ein wenig Disziplin ist es jedem Möglich mehr gute als schlechte Tagesanbrüche zu erleben. Doch wieso sollte man sich überhaupt auf eine Morgenroutine einlassen?

Wer sich mit Lebensratgebern auseinandersetzt wird immer wieder auf dasselbe Thema stoßen und zwar die Morgenroutine.

Die Morgenroutine wird uns von großen und bedeutenden Menschen vorgelebt. Schauspieler, Unternehmer und Leistungssportler haben oft eines gemeinsam. All diese haben eine Morgenroutine. Doch bei all dem muss es nicht unbedingt um den Perfektionismus oder Leistung und Effizienz gehen. Eine Morgenroutine, zumindest in meinem Fall, hat mir zu einem glücklicheren und entspannten Leben, vielleicht sogar einem gesünderen Leben, verholfen.

Besteht dein aktueller Morgen darin, den Wecker noch bis zur letzten Minute hinauszuzögern, sich die nötigsten Sachen anzuziehen, mit dem Handy in der einen Hand und dem Frühstück in der anderen, zum Auto zu rennen? Falls du dich in diesem Beispiel wiederfindest weißt du wie es sich anfühlt dem Tag hinterher zu laufen. Man fühlt sich fast als würde man versuchen etwas aufzuholen, allerdings ohne sich produktiv zu fühlen und die Kontrolle über seinen Tag zu haben.

In diesem Artikel versuche ich dich zu motivieren, dir ein paar Gedanken über deinen eigenen Morgen zu machen. Keiner von uns ist perfekt und schon gar nicht so wie es Hollywood gerne darstellt. Aber mit ein paar einfachen Tricks verspreche ich dir, holst auch du deutlich mehr aus deinem Tag heraus. Doch was bringt eine Morgenroutine eigentlich?

Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein reicht weiter als das schliche „Ich mag mich selbst“. Wirkliches Bewusstsein über dich selbst bezieht sich vor allem auf die Wahrnehmung deiner Selbst und den Glauben an dich. Durch eine Selbstreflektion (durch Meditation, Yoga oder einer stillen Minute) tritt man in der Öffentlichkeit ganz anders auf. Man lernt sich selbst besser kennen und kann seine eigenen Entscheidungen besser verstehen. Wann ist dafür ein besserer Zeitpunkt gefunden, als früh am Morgen. Im Alltagsstress denken wir an vieles, doch vergessen oft uns selbst. Unsere Ausstrahlung, die wir nach außen geben wird sich drastisch ändern, vom verschlafenen Träumer, zum wachen selbstbewussten und vitalen Menschen.

Ruhe

Mit einer Morgenroutine gibt uns nicht mehr der Chef vor, wann wir uns gehetzt auf den Weg zur Arbeit machen müssen, sondern wir selbst geben den Ton an. Wir planen den Tag proaktiv und konzentrieren und auf die wirklich relevanten Dinge des Tages. Dadurch gehen wir nicht nur deutlich gelassener durch den Tag, wir lernen zudem auch wie wir uns und unsere Zeit besser priorisieren können.

Doch wie sieht jetzt eigentlich eine Morgenroutine aus?

Zur einfachen Veranschaulichung stelle ich hierbei meine Morgenroutine vor. Wichtig ist, dass sich deine Morgenroutine weiterentwickelt und ändert. Wenn etwas nicht funktioniert, ändere es. Folge nicht blind den Aktivitäten eines Anderen, sondern überlege dir was zu dir passt und teste verschiedene Strukturen durch. Zur Inspiration hilft es sich zahlreiche verschiedene Morgenroutinen anzuschauen.

Aus diesem Grund hier ein kurzer Überblick meiner Morgenroutine:

  • Aufwachen zwischen 5-6 morgens
  • Trinken von mindestens 0,5 Liter Wasser
  • Aufschreiben der großen 5 Ziele und 3 kleine Tagesziele
  • Tägliche Affirmation meiner Ziele
  • Kurze Planung des Tages
  • 10. Min Meditation
  • Ein kleines Sportprogramm
  • Eine kalte Dusche

Um seine eigene Morgenroutine auszuarbeiten gehe ich hier noch auf ein paar wichtige Tipps ein und versuche dir zu helfen, deinen ganz eigenen Morgen zu kreieren.

Der Start in den Tag

Wie du bereits an meiner Routine siehst, stehe ich relativ früh auf. Das mache ich ganz bestimmt nicht, weil ich es liebe in der Morgendämmerung von meinem Wecker geweckt zu werden. Vielmehr ist das der Startschuss zu meiner Routine, denn nur wer am Morgen ausreichend Zeit hat, hat auch die Möglichkeit zu einer solchen Routine. Der Schlüssel, um ein Morgenmensch zu werden, ist jeden Tag relativ zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzuwachen. Das gilt auch am Wochenende! Das hilft unserem Gehirn zu verstehen, wann Ruhezeit ist und wann es aktiv werden muss. Auf diese Weise lassen wir unsere innere Uhr tagsüber zu bestimmten Zeiten laufen und nachts inaktiv sein. Versuche deinen Zeitplan allmählich um 15 Minuten nach vorne zu verschieben, um deinen Körper langsam an ein früheres Aufstehen anzupassen. So kannst du dich langsam an dein perfektes Zeitfenster anpassen und sorgst nicht mehr dafür, dass dein Körper durch unregelmäßiges ins Bett gehen in Mitleidenschaft gezogen wird.

Jetzt bist du wach! Und wie geht es weiter?

Wie bereits erwähnt ist jeder verschieden und muss seinen eigenen Weg finden. Aber ein kleiner Tipp von mir lautet:

Stehe direkt auf und mach dein Bett!

Klingt doof und einfach? Ist es auch.

Doch wieso sollte man das tun? Das Bett zu machen, kann einen riesigen Effekt auf unseren Tag haben. Wir Menschen lieben Checklisten und auch wenn diese nur in unserem Kopf existieren, ist es ein super Gefühl für uns, wenn wir eine Aufgabe nach der anderen von dieser Liste abhaken können. Der große Vorteil beim Bett machen liegt darin, dass du den ersten Haken in deiner gedanklichen Checkliste direkt setzten kannst und dadurch gewillt bist dich an deinen Plan zuhalten, da die erste Aufgabe bereits erledigt wurde.

Selbst wenn an diesem Tag alles gegen dich und deinen Plan verlaufen sollte, hast du einen großen Vorteil. Du kannst ich in dein gemachtes Bett legen. Dann sieht die Welt nur noch halb so schlimm aus.

Dieser Tipp stammt übrigens von dem Buch „Make your bed“ von Admiral William H. Raven.

Bett

Die Ziele für den Tag setzen

Ich bin mir sicher du hast davon gehört haben gehört, dass wenn du ein Ziel erreichen willst, erhöht sich die Chance deutlich, wenn du es aufschreibst. Zwar klingt das alles nach Hokuspokus, allerdings funktioniert das wirklich.

Wie kann das sein? Du speicherst die in deinem Ziel enthaltenen Informationen an einem Ort, wie dein Notizbuch, einem Zettel am Kühlschrank oder ein einfaches Bild an der Wand. Es ist dir bestimmt nicht neu, dass wenn du etwas öfter siehst, du dich besser daran erinnerst. Es gibt mittlerweile Beweise dafür, dass dein Gehirn aufgrund der Informationen über dein Ziel nicht nur dein Handeln anders lenkt, sondern auch deine Umwelt anders filtert. Während du ohne Morgenroutine nur das Ziel hast zur Arbeit zu kommen, möglichst nicht zu spät, führt dies oft zu einer rücksichtslosen Autofahrt und unfreundlichen Kommentare zu den Nachbarn. Wohingegen eine Fokussierung auf deine längerfristigen Ziele dich viel gelassener werden lassen, da du das ‚Warum‘ für dein Handeln kennst. Egal ob es darum geht deinen Kindern ein schönes Leben zu ermöglichen, für den nächsten Urlaub in Asien zu sparen, oder deinen Traum von der Selbstständigkeit endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Deine Ziele bringen dir Fokus auf die relevanten Dinge an deinem Tag.

Starte mit Sport in den Tag

Ein Early Morning Workout hat viele Vorteile. Der erste ist ähnlich wie beim Richten deines Betts: Du kannst direkt einen Haken bei deiner Checkliste setzten, zudem wird dir niemand mehr die Zeit, die nur für dich am Morgen ist, nehmen. Es ist zudem auch eine Möglichkeit, den Tag mit Energie zu beginnen, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen, das Energieniveau zu verbessern und die Endorphine aus dir zu kitzeln, die die glückliche Stimmung erzeugen, die für den Rest des Tages anhalten wird. Keine Sorge, du brauchst nicht vor 8 Uhr einen gesamten Marathon laufen. Deshalb folgen nun ein paar kurze Tipps, wie es dir leichter fällt dich Frühs etwas sportlich zu betätigen.

1. Dehne und strecke dich

Dehne dich am Morgen, vor allem nach dem Aufstehen fühlst du dich gleich deutlich lebendiger und das Blut fließt durch deinen gesamten Körper.

2. Lege das Smartphone zur Seite

Über 30% aller Menschen schauen innerhalb der ersten 5 Minuten nach dem Aufwachen auf ihr Smartphone. Aber du gehörst schon bald zu den 70%. Warum das Ganze? Nicht nur weil es ein Ablenkungsfaktor für dich ist, es erhöht zudem auch dein Stresslevel und sorgt dafür, dass du mit den Gedanken nicht mehr bei dir selbst, sondern bei anderen wie deiner Arbeit, deinen Social Media Freunden etc. bist.

3. Lassen Sie die Sonne herein

Dieser Tipp hat es zur aktuellen Winterzeit ein wenig schwierig, denn von der Sonne haben wir aktuell etwas wenig. Es geht darum die Vorhänge zu öffnen und so früh wie möglich Licht abzubekommen. Denn Licht sendet an dein Gehirn ein Signal und hemmt die Produktion von Melatonin. Melatonin ist ein schlafregulierendes Hormon, dass einfach gesagt dafür sorgt dich müde zu machen.

4. Fange einfach an

Morgendliche Trainingseinheiten sind einfacher einzuhalten. Du kannst sie bereits vor dem Frühstück von deiner To-Do-Liste abhaken, so dass es nach der Arbeit keine Terminkonflikte gibt. Das Training auf nüchternen Magen soll zudem helfen, bis zu 20% mehr Körperfett zu verbrennen. Meine Lieblingssporteinheit am Morgen ist definitiv das Laufen. Es wird kein externes Fitnessstudio benötigt. Du brauchst lediglich ein paar Schuhe und kannst individuell bestimmen wie lange und intensiv du heute laufen gehst. Mir hilft dieser Sport super, um mich auf den Tag gefasst zu machen und bereits direkt am Morgen den inneren Schweinehund zu besiegen. Glaube mir, wenn du Frühs erstmal gelaufen bist, fühlst du dich als könnte dich heute nichts mehr aufhalten. Schließlich bist du ganz freiwillig früher aufgestanden und hast dir selbst bewiesen, dass du den Tag kontrollierst.

Fazit

Eine Morgenroutine kann es in sich haben!

Ich hoffe ich konnte dich ein wenig inspirieren selbst aktiv zu werden. Nimm dir ruhig ein Beispiel an den Routinen anderer und fange langsam an einzelne Bausteine des Plans zu tauschen, um die für dich passende Routine zu finden.

In diesem Sinne wünsche ich dir ab jetzt einen regelmäßigen guten Morgen!

Über den Autor

Dies ist ein Gastbeitrag von Maria. Sie ist Ernährungsexpertin und Autorin auf www.vitale-motivation.com. Zusammen mit ihrem Freund schreibt sie Artikel zum Thema Sport, Ernährung und Gesundheit. Am Herzen liegt ihm vor allem, dass sich die Leser immer erst über sämtliche Wirkungen ihrer Nahrung informieren und bewusster Leben. Denn von einem gesunden Leben profitieren wir alle.