Mit Leidenschaft in die Leichtigkeit – ein Interview mit Mona Schön

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Mona ist gelernte Betriebswirtin, QM-Expertin, zertifizierter Coach und hat jahrelang als Geschäftsführerin in der Baubranche gearbeitet. Seit 2011 arbeitet sie als Business Mentorin und hilft vor allem Frauen, auf weibliche Art außerordentliche Ergebnisse zu erziehen – sowohl im persönlichen Bereich als auch im Business. All das hat sie mit zwei Kindern erreicht, davon mehrere Jahre sogar alleinerziehend. In Interview plaudern wir darüber, wie sie das alles geschafft hat, was sie aus dieser Zeit mitgenommen hat und warum man mit Leichtigkeit an große Herausforderungen gehen soll.


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Transkript dieser Podcast-Folge

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für ein besseres Selbstmanagement. Das Ziel: Mehr Zeit für dich und für die wirklich wichtigen Dinge in deinem Leben. Weil deine Zeit wertvoll ist!   #00:00:26-9#

Hallo und herzlich willkommen in dieser Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold, und ich freue mich sehr, dass du mit dabei bist. Heute habe ich wieder einen extrem spannenden Gast: Mona Schön. Sie ist gelernte Betriebswirtin, Expertin für Qualitätsmanagement, zertifizierter Coach und hat viele Jahre als Geschäftsführerin in der Baubranche gearbeitet, also in einer absoluten Männerdomäne. Seit 2011 ist sie als Business Mentorin tätig und hilft vor allem Frauen, außerordentliche Ergebnisse auf weibliche Art zu erzielen, und zwar sowohl im persönlichen Bereich als auch im Business.  #00:01:06-2#

Nebenbei hat sie noch zwei Kinder großgezogen, und das sogar mehrere Jahre alleinerziehend. Eine große Leistung! Im Interview sprechen wir darüber, wie sie diese ganzen Aufgaben unter einen Hut bekommen hat und wie der weibliche Erfolg im Business aussieht. Mona erzählt uns, welche Learnings sie aus ihrer Zeit in der Baubranche anwendet und was sie selbständigen Frauen empfiehlt, um sichtbarer zu werden. Mona ist es wichtig, dass Frauen nicht einfach die männlichen Methoden kopieren, sondern dass sie ihre eigenen Systeme finden. Dabei gibt es einige Hindernisse, die Frauen davon abhalten, effizient zu arbeiten. #00:01:45-2#

Dieser Podcast ist eher auf Frauen ausgerichtet, aber, so viel darf ich versprechen, auch ich habe in dieser Ausgabe wieder einiges dazulernen dürfen. Auch für Männer lohnt es sich, in diesen Podcast hineinzuhören. Vorhang auf für das Interview mit Mona Schön. Herzlich willkommen, Mona!   #00:02:06-6#

Thomas: Hallo Mona, es freut mich sehr, dass du dir Zeit für dieses Interview nimmst. Ich habe im Intro schon ein wenig erzählt, aber sei bitte so lieb und berichte uns, wer du bist und was du machst.  #00:02:17-6#

Mona: Danke Thomas, dass ich hier sein darf, und danke für Einladung. Mein Name ist Mona Schön. Seit ich denken kann, bin ich in der Welt des Unternehmertums unterwegs gewesen, denn ich bin in eine Unternehmerfamilie hineingeboren worden. Unser Familienunternehmen ist eine Baufirma, eine typisch männliche Domäne, in der ich lange aktiv war. Das war eine spannende und sehr lehrreiche Zeit. Als ich das Unternehmen geführt habe, stellte ich fest, dass viele Frauen Unterstützung in Sachen Unternehmertum benötigen. Ich habe das Thema weise gewählt, denn ich bin davon überzeugt, dass es Potenzial für Verbesserungen bereithält.  #00:03:11-1#

Thomas: Sehr spannend. Lass uns zu deiner Zeit als Geschäftsführerin in der Baubranche zurückgehen. Du bist außerdem zweifache Mutter. Ich stelle es mir sehr schwierig vor, das alles unter einen Hut zu bringen. Erzähl uns, wie du diese Herausforderungen angegangen bist und welche Lehren du daraus gezogen hast.  #00:03:30-2#

Mona: Coole Frage. Zuerst war das Business da. Ich bin schon mit Anfang 20 in das Gewerbe hineingekommen. Da ich meinen Job immer sehr geliebt habe und ich gerne Verantwortung trage, habe ich nach den Schwangerschaften schnell wieder in den Beruf zurückgefunden. Die Frage, ob ich längere Zeit zu Hause zu bleiben soll, hat sich mir nicht gestellt. Ich erinnere mich daran, dass ich bereits nach wenigen Wochen wieder an meinem Arbeitsplatz saß und gleichzeitig das Baby gestillt habe. Laufstall und Wägelchen standen neben mir, und ich habe meine Kinder in die Arbeit involviert. Natürlich konnte ich nur stundenweise arbeiten, aber ich habe mich nach den Geburten schnell wieder auf der Arbeit blicken lassen. Dadurch war ich nie in der Lage, mich zwischen Beruf und Familie entscheiden zu müssen. Ich habe beides immer irgendwie hinbekommen.  #00:04:25-9#

Natürlich gab es Momente, wo ich ein schlechtes Gewissen hatte, spätestens zu dem Zeitpunkt, als die Kinder in den Kindergarten gekommen sind und die Muttis alle gefühlt entspannter unterwegs waren als ich. Die anderen Mütter konnten sich viel mehr engagieren, zum Beispiel, wenn es darum ging, Kuchen für diverse Events zu backen. Ich selbst kam immer mit einem gekauften Kuchen ums Eck. Ich habe mich ziemlich schnell als berufstätige Mutter positioniert, die Verantwortung trägt und keine Ambitionen hat, Perfektionismus bei den Aktivitäten im Kindergarten an den Tag zu legen. Ich möchte für meine Kinder präsent sein und habe schnell gelernt, Abstriche zu machen. Viele Muttis wollen immer perfekt in allem sein und es jedem recht machen. Das war nichts für mich.    #00:05:17-8#

Thomas: Ist es dir schon immer leicht gefallen, Grenzen zu setzen?  #00:05:20-4#

Mona: Nein, einfach war es nicht. Ich habe auch heute noch mit dem Thema zu tun, weil ich merke, dass ich in jedem Entwicklungsschritt neue und andere Grenzen setze. Es gibt verschiedene Grundwerte, über die ich nichts kommen lasse, aber ansonsten gibt es immer wieder Menschen, die meinen, sie müssten versuchen, die Grenzen zu übertreten. In der Baufirma habe ich mit meinem Vater zusammengearbeitet. Es war ein männlich geprägtes Business, und dort habe ich schnell gelernt, dass sich niemand für meine Grenzen interessiert, zumindest am Anfang nicht. Das hat sich bei mir sowohl körperlich als auch mental stark ausgewirkt. Es hat mich sehr mitgenommen, und mir wurde klar, dass ich aus diesem Muster ausbrechen muss.  #00:06:12-0#

Thomas: Und heute unterstützt du Frauen dabei, ein Business aufzubauen. Wie ist es zu diesem Schritt gekommen?  #00:06:27-1#

Mona: Ich habe mich 2011 selbständig gemacht. Während dieser Zeit war ich noch in der Geschäftsführerposition, und ich spürte, dass sich meine Ära in diesem Betrieb dem Ende zuneigt. Wie gesagt, ging es mir körperlich und mental nicht gut, und ich habe die Zelte nach und nach abgebrochen. Es gab fast niemanden, der mir Mut zugesprochen hätte. Ich hatte weder einen Coach noch einen Mentor, ich habe nur gewusst, dass ich das Business verlassen muss. Außerdem stand meine Scheidung kurz bevor. Schließlich entschied ich, mich selbständig zu machen. Alle hielten mich für verrückt, denn ich war alleinerziehend für zwei Kinder verantwortlich.  #00:07:24-6#

Ich war entsetzt, dass es außer meinen Eltern niemanden gab, der an mich glaubte. Ich habe erkannt, dass wir Frauen uns darin üben müssen, dass unser Business stark, präsent, aber gleichzeitig leicht sein darf. Wir müssen nicht kämpfen, um erfolgreich zu sein. Wir dürfen weiblich sein und Spaß bei der Arbeit haben. Wir können unser Business als Spielwiese betrachten. Viele Frauen, die in einen Kampfmodus hineingeraten sind, schauen nur nach rechts und nach links. Da kommt Neid auf oder die Angst, langsamer als die andere und nicht gut genug zu sein. Wenn wir diese Emotionen beiseite schieben und uns mit Freude unserer Berufung widmen, in einem Bereich, wo wir richtig gut sind, dann haben wir die Chance, ein erfolgreiches Business zu führen.  #00:08:21-3#

Dadurch wird es uns auch möglich, eine coole Kind-Mutter-Beziehung aufzubauen. Das wurde mir bewusst, als ich begann, auszusteigen. Wenn ich als Mutter ein Vorbild bin und meine Kinder ganz elegant durch alle Höhen und Tiefen mitnehme, dann können sie davon lernen. Mein Sohn wird demnächst 19, und er absolviert eine Ausbildung in seinem Traumjob. Er möchte seinen Meister machen und später selbst ein Unternehmen gründen. Was kann mir als Mutter Besseres passieren? Das ist mein Fokus.  #00:09:05-2#

Thomas: Mir ging es ähnlich, als ich mich damals selbständig gemacht habe. Meine Familie ist sehr sicherheitsbewusst, und ich traf auf Bedenken, als ich von meinen Plänen erzählte. Lass uns noch kurz auf die Zeit in der Baufirma zurückkommen. Was hast du für dich mitgenommen? Hast du dort gelernt, dass man mit Lockerheit besser durchs Leben kommt? Welche Benefits hast du in dieser Zeit erlangt, die du anderen Frauen vermitteln kannst?  #00:09:49-4#

Mona: Während meiner Zeit in der Baufirma habe ich mich intensiv mit Qualitätsmanagement auseinandergesetzt. Ich bin eine Frau, die sich sehr an Zahlen, Daten, Fakten orientiert. Das heißt, in mir vereinen sich unterschiedliche Welten. Das ist ein großer Benefit. Ich habe gelernt, dass Qualität immens wichtig ist, egal, in welchem Segment man unterwegs ist. Und ich habe gelernt, hochpreisige Angebote zu machen. Die Scheu, große Summen zu nennen, habe ich verloren. Das war für mich sehr lehrreich. Du arbeitest in der Baubranche nicht mit Stundensätzen von 50,- oder 70,- Euro. Wir hatten 200 Männer, und da ging es um Millionen von Euro, wenn wir Angebote verhandelt haben.  #00:10:34-9#

Das hat mir sehr geholfen, die üblichen Zahlenspiele kennenzulernen, und auf diesen Erkenntnissen habe ich später mein eigenes Business aufgebaut. Ich habe nicht in Stundensätzen gedacht, sondern gleich im großen Ganzen. Natürlich war es auch sehr lehrreich zu erfahren, wie Männer in der Kundengewinnung agieren. Sie werben auf eine leicht konkurrierende, aber sympathische Art und Weise. Ich habe mich oft in diese Gespräche eingeklinkt und von meinen Erfolgen erzählt, aber es hat nicht gepasst. Ich habe mich verstellt, und das war ein Kampf. Diese Kontroverse haben mir die Männer, mit denen ich mich messen wollte, gespiegelt.   #00:11:29-6#

Meine wichtigste Erkenntnis aus dieser Zeit war, dass die Qualität sehr wichtig ist. Du darfst To-do’s haben, die du abarbeitest, aber alles muss mit Leichtigkeit geschehen. Setze deinen Fokus so entspannt wie möglich um.    #00:11:47-1#

Thomas: Das ist eine Formel, die sich einfach anhört, aber schwierig umzusetzen ist. Hier in Wien hatten wir früher regelmäßige Meet-ups zum Thema Online-Marketing. An diesen Treffen haben wahnsinnig tolle Frauen teilgenommen, aber sie standen immer irgendwie im Hintergrund. Die Männer haben immer etwas lauter getrommelt. Sie wurden gehört. Was empfiehlst du Frauen, um sichtbarer zu werden und sich Präsenz zu verschaffen?  #00:12:30-2#

Mona: Meine persönliche Meinung ist, dass diese Präsenz nicht zwingend laut sein muss. Ich selbst bin ein introvertierter Mensch. Ich kann wochenlang alleine sein. Wenn es jedoch um mein Business geht, ist es mir wichtig, gut zu kommunizieren. Zunächst sollten wir Frauen herausfinden, welcher Typ wir sind und diese Erkenntnis dann anzunehmen. Manche Frauen kämpfen gegen ihren Charakter an. Sie denken, sie müssten sich ändern. Und dem „Müssen“ folgt jedes Mal ein Kampf. Kämpfen ist schlecht, denn der Kunde beziehungsweise der Interessent spürt, wenn du nicht im Einklang mit dir selbst bist.   #00:13:09-8#

Mein zweiter Tipp ist, einen Weg zu finden, wie man mitsamt seinen Eigenarten sympathisch und authentisch kommuniziert. Mit Hilfe von Profis kann man lernen, wie man einen Pitch entwickelt oder eine Positionierung ausarbeitet. Das sind erste geniale Schritte, aber es geht auch darum, der eigenen Interaktion eine persönliche Note zu verleihen. Bin ich ein humorvoller oder eher ein zurückhaltender und stiller Mensch? Auf der Suche nach dem eigenen Stil darf man sich nicht von irgendwelchen Mentoren verbiegen lassen. Dann findet sich die Leichtigkeit wie von selbst.  #00:13:48-6#

Der nächste wichtige Tipp ist, sich darüber klar zu werden, welches Produkt oder welche Dienstleistung ich vermitteln möchte. Mein Angebot muss zu meiner Persönlichkeit passen. Die Kunden sind nicht dumm, und wenn du deine Botschaft kennst und die Eigenschaften, die dir wichtig sind, dann ziehst du auch die passenden Menschen an. Mein persönliches Fazit aus all diesen Learnings mit vielen verschiedenen Männern und Frauen lautet, wenn du weißt, wie du tickst, wenn du deine Botschaft kennst und richtig kommunizierst, dann kommen die geeigneten Menschen zu dir, und das Business wird dir leicht fallen.   #00:14:35-8#

Das Netzwerken ist übrigens gerade in schwierigen Zeiten enorm wichtig, zum Beispiel während der Corona-Pandemie. Ich bin gerade umgezogen, und als Erstes habe ich mir in meiner neuen Umgebung eine Unternehmer-Community gesucht. Demnächst starten auch wieder die persönlichen Netzwerktreffen. Wir Frauen müssen lernen, in den Dialog mit anderen zu treten. Vor allem müssen wir uns von einer übertriebenen Erwartungshaltung lösen. Wir werden nicht automatisch gebucht, nur weil wir einen super Content veröffentlicht haben. In den letzten Wochen war ich nur damit beschäftigt, Content zu kommunizieren sowie mir eine größere Reichweite und Mehrwert zu erarbeiten. Trotzdem habe ich meine Erwartungen heruntergeschraubt, denn diese Arbeiten sind nicht mein eigentliches Business.  #00:15:29-1#

Thomas: Du hast das Thema Leichtigkeit angesprochen. Wie schaffe ich es, Leichtigkeit in mein Leben zu bekommen? Als Selbständiger steht man oftmals unter Druck. Die Umsätze müssen reinkommen, und das Leben muss finanziert werden. Wenn du Kinder hast, musst du erst recht Verantwortung übernehmen. Aus welchen Grundelementen besteht die Leichtigkeit?  #00:15:56-5#

Mona: Gerade heute habe ich auf meinem Telegram-Kanal ein Audio zu diesem Thema veröffentlicht. Danke, dass du es angesprochen hast, denn es ist sehr wichtig. Meiner Erfahrung nach sind Selbständige gerade zu Beginn ihrer Tätigkeit sehr aktiv, denn sie hoffen darauf, viele gute Ergebnisse zu erzielen. Ich kann meine To-do-Listen noch so vollpacken, aber letztendlich führt nur ein Bruchteil dieser Aufgaben wirklich zum Ziel und generiert den Umsatz, den ich mir erhoffe. Damit ich meine Aufgaben fokussiert angehen kann, ist es wichtig, mein Ziel zu kennen. „Ich hätte gerne mehr Umsatz“, dieser Wunsch reicht nicht aus. Wir alle wollen gerne mehr Umsatz haben, aber was ist der Zwischenschritt, der nötig ist, um tatsächlich mehr Umsatz zu erzielen? Kann es sein, dass ich dringend meine Reichweite erhöhen oder üben muss, gute Verkaufsgespräche zu führen? Vielleicht benötige ich einen professionellen Sales-Funnel?  #00:17:14-0#

Das Ziel sollte so konkret wie möglich formuliert werden, damit es erreichbar wird. Wir alle brauchen gute Verkaufsgespräche. Wir verkaufen uns ständig, und wenn wir uns davor scheuen, unseren Mehrwert anzubieten, dann wird es nichts mit dem Verkaufen. Was ist also nötig, damit ich eine gute Verkäuferin werde? Brauche ich einen Coach oder ein Skript? Diese Parameter muss ich anschließend in allen einzelnen Schritten in meinen Alltag integrieren. Ich muss mich nicht zwölf Stunden lang mit dem Thema Verkaufen beschäftigen, sondern ich muss es schaffen, mir im Alltag eine bestimmte Zeit dafür zu blocken, ob ich will oder nicht. Und damit sind wir bei der Leichtigkeit.  #00:18:29-9#

Jetzt werden die einen oder anderen sagen: Aber es sollte sich doch leicht anfühlen! Wenn es im Business Dinge gibt, die nur ich machen kann, die ich nicht ans Team auslagern kann, dann darf ich den Muskel des Verkaufens trainieren. Ich kann mir täglich eine halbe Stunde nehmen, um ein Skript zu entwickeln und zu üben. Das sollte jeden Tag passieren. Jeder von uns kennt die Frage, ob die Henne oder das Ei zuerst da war. Viele fragen sich, ob erst die Motivation kommt oder erst der Erfolg. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Motivation beim Umsetzen kommt. Sie kommt vor allem dann, wenn ich mich überwinde, etwas zu machen, zu dem ich keine Lust habe.  #00:19:38-2#

Wenn ich einen kleinen Schritt mache und mit der Umsetzung beginne, dann fällt mir diese ungeliebte Arbeit plötzlich leichter als gedacht. Ich habe mir eine halbe Stunde eingeplant, und mir nichts, dir nichts, ist sie vorüber. Es macht mir nichts mehr aus, weiterzuarbeiten. Es fühlt sich leicht an, und ich bin gespannt, wie es weitergeht. Das ist ein Muskel, der trainiert werden will. Viele Coaches sagen, man soll nur die Dinge machen, die sich leicht anfühlen. Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Tatsächlich gibt es im Business Dinge, die nicht leicht sind, ganz besonders am Anfang. Das kennst du sicher auch, nicht wahr?  #00:20:11-8#

Thomas: Ja, definitiv. Emotionen folgen auf Handlungen, das habe ich schnell gelernt. Ergebnisziele sind wichtig, aber wenn die Prozessziele dazwischen fehlen, wird die Umsetzung schwer. Danke für den kurzen Ausflug in die Leichtigkeit, denn davon können sich sicher auch viele Männer eine Scheibe abschneiden.  #00:20:42-1#

Du hast angesprochen, dass männliche Systeme für Frauen oftmals nicht funktionieren. Auch ich erkenne, dass ich Methoden von anderen zunächst super finde, dann aber feststelle, dass sie nicht wirklich zu mir passen. Kann ich auf mein Bauchgefühl hören oder gibt es einen besseren Weg, das richtige System für mich finden?  #00:21:06-8#

Mona: Bevor ich die Frage beantworte, rutsche ich kurz zu den Emotionen rüber. In den letzten sechs Jahren habe ich über 1.500 Frauen und Männer begleiten dürfen. Überschneidungen gibt es an dem Punkt, an dem es zur Entscheidung kommt, etwas von anderen zu kopieren. Wenn ich mich selbständig mache, habe ich eine bestimmte Erwartungshaltung. Ich habe bei anderen gesehen, dass das Geschäftsmodell gut funktioniert, und deshalb möchte ich die Idee auch für mich selbst aufgreifen. Zwischen der Idee und der Entscheidung steht in vielen Fällen der Faktor Angst. Warum möchte ich die Modelle der anderen übernehmen und gehe nicht meinen eigenen Weg? Warum lerne ich die Prozesse nicht selbst? Meist ist es die Angst, die mich abhält. Ich befürchte, nicht gut genug zu sein oder die Erwartungshaltung meiner Kunden nicht erfüllen zu können.  #00:22:18-8#

Meine Workshops zielen darauf ab, frei zu werden von Ängsten und Zweifeln. Wenn wir unsere Entscheidungen ohne Angst treffen könnten, würden wir nicht die vielen Sales Funnel verfolgen und die unzähligen Newsletter abonnieren, die unsere Mailbox verstopfen. Wir haben Angst, etwas zu verpassen. Wenn ich in mir selbst ruhen kann und weiß, was ich erreichen will, dann bewerte ich die Dinge anders, die von außen an mich herangetragen werden. Ich erkenne, wenn mir ein Funnel tatsächlich einen Mehrwert bieten kann. Den finde ich spannend, und er bringt etwas in mir zum Schwingen. Ich bin entspannt und prüfe ganz in Ruhe, ob ich mir davon etwas abschauen kann.   #00:23:19-5#

Dir gefällt die Art, wie Videos gestaltet oder Texte geschrieben sind, und du übernimmst einige dieser Ideen? Dann kopierst du nicht, sondern du nimmst dir lediglich heraus, was für dich stimmig ist. Diejenigen, die mit Angst an eine Sache herangehen, kopieren das komplette System. Bei uns Frauen schwingt oft Unsicherheit mit, weil wir denken, wir dürften keine Fehler machen und alles müsste sofort funktionieren. Das gilt natürlich nicht nur für Frauen, auch Männer tappen in diese Falle. Ich persönlich hatte immer Angst davor, Fehler zu machen. Deswegen habe ich in den ersten Monaten viel mehr kopiert als in den Folgejahren. Es hat einfach nicht funktioniert, und deswegen habe ich meine Strategie im Laufe der Zeit geändert.  #00:24:07-0#

Thomas: Das Puzzlestück muss passen, und dieses Stück sieht bei jedem von uns anders aus. Welche inneren Hürden halten uns davon ab, effizient zu arbeiten? Gerade Effizienz ist ein Thema, das mir bei der Arbeit mit Selbständigen oft begegnet. Ich weiß nicht, ob es in Sachen Effizienz Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, aber wo siehst du Möglichkeiten, Hindernisse zu überwinden?  #00:24:42-1#

Mona: Der erste Punkt ist die Erwartungshaltung, denn sie tötet jegliche Kreativität und Lösungsorientierung. Vor allem würgt sie den Spaß an der Umsetzung ab. Das ist meine persönliche Erfahrung, und das höre ich auch von vielen Anderen. Wenn die Erwartungen zu groß werden, lassen sie keinen Spielraum mehr für die Freiheit der Prozesse. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, ein geiles Ziel zu haben, aber gleichzeitig frei zu sein in der Umsetzung. Als ich meine ersten Umsätze generiert habe und mir das Ziel gesetzt habe, 10.000,- Euro im Monat zu erwirtschaften, war ich in einer starren Umsetzungsidee gefangen. Ich dachte mir, dass es drei Kunden sein müssten, die mir diesen Umsatz bescheren. Und plötzlich ging gar nichts mehr.  #00:25:58-0#

Als ich gelernt hatte, täglich viele kleine Schritte zu gehen, kam das Geld aus unterschiedlichen Ecken in mein Leben. Diese Sichtweise ist sehr wichtig, um Effizienz zu erlangen. Das Ziel ist perfekt, aber wie ich es erreiche, das lasse ich offen. Ich bin frei für Menschen, die zu mir kommen und mir Arbeit abnehmen. Und ich befreie mich von Menschen, die sich von mir lösen wollen, die nicht zu mir passen und die mir im Wege stehen. Wir klammern uns an Menschen, weil wir denken, wir würden ohne sie etwas Wichtiges verlieren, aber im Endeffekt kann genau das unserem Ziel dienlich sein. Effizienz setzt voraus, sich von Erwartungen zu lösen, in welcher Form auch immer.  #00:26:47-3#

Der nächste wichtige Punkt ist, sich über die Zwischenschritte klar zu werden. Sie sollten so weit heruntergebrochen werden, dass sie machbar und einfach umzusetzen sind. Wenn wir den Wunsch, mehr Umsatz haben zu wollen, unterteilen, dann könnte der erste Schritt sein, gute Verkaufsgespräche zu führen. Und welche Schritte benötige ich, um gute Verkaufsgespräche führen zu können? Was braucht es noch, um das Ergebnis zu erreichen? Wenn du diese einzelnen Abfolgen erkennst, wirst du effizient.  #00:27:24-4#

An dieser Stelle möchte ich ein Buch empfehlen, nämlich „The One Thing: Die überraschend einfache Wahrheit über außergewöhnlichen Erfolg“ von

Gary Keller und Jay Papasan. Es geht darum, die eine Sache zu tun, die dich wirklich weiterbringt und nicht die 175 Dinge, die auf deiner To-do-Liste stehen. Es braucht viel Zeit, um herauszufinden, was diese eine Sache ist. Die kann unterschiedliche Lebensbereiche betreffen. Das „One“ konzentriert sich nicht nur auf den Business-Kontext, sondern wir sind alle auch Menschen, egal, in welchem Feld wir agieren. Beziehungen und soziale Kontakte gehören genauso dazu. Was ist diese eine Sache in der Beziehung, zum Beispiel zu meinen Kindern? Deswegen liegt mir die Leichtigkeit so sehr am Herzen. Ich möchte mich nicht vergraben müssen unter den vielen Dingen, die ich denke, tun zu müssen. Und genau das ist Effizienz.  #00:28:36-3#

Thomas: Das Buch werde ich in den Show Notes verlinken. Danke für den Tipp. Mona, du hast uns geniale Antworten, Ansätze und Methoden geliefert. Jetzt stellt sich die Frage, mit welchen Angeboten du Frauen und auch Männer unterstützt und wo im Netz man dich finden kann?  #00:29:07-2#

Mona: Danke, dass ich das kommunizieren darf. Am besten findet man mich und meine Workshops auf der Webseite monaschoen.com. Die Workshops zielen darauf ab, Ängste und Zweifel abzubauen und erste Schritte zu gehen. Ich bin ein großer Freund des Gebens, und das heißt, dass ich immer viel Content biete. Außerdem biete ich Coachings an. Ich coache aus Leidenschaft und habe mir damit ein System aufgebaut, das mir ermöglicht, nicht mehr zu arbeiten. Das finde ich total klasse, denn ich kann deswegen Dinge machen, die andere Dimensionen haben. Die Frauen und Männer, die zu mir kommen, coache ich gerne, regelmäßig und tief, denn ich weiß, dass persönliche und berufliche Entwicklungen nicht innerhalb von wenigen Tagen möglich sind. Die notwendigen Schritte integrierst du in deinen Alltag und machst dich auf den Weg zum Ziel.  #00:30:13-3#

Lange Rede, kurzer Sinn, alle Informationen findest du auf meiner Webseite. Ich habe eine Telegram-Gruppe, in der ich dreimal pro Woche coolen Content herausgebe. Aber wenn es um die persönliche Umsetzung geht, dann empfehle ich dir, in den Workshop einzusteigen oder direkt ein Gespräch mit mir zu vereinbaren.  #00:30:31-2#

Thomas: Die Webseite werden wir natürlich verlinken. Mona, das waren viele wichtige Informationen, und ich finde, du sprühst vor Energie. Die Hörerinnen und Hörer des Podcasts können dich nicht sehen, aber deine Körpersprache ist extrem cool und verrät, dass du für deine Leidenschaft brennst. Vielen Dank für das Interview. Es hat mir riesigen Spaß gemacht, und ich bin mir sicher, dass viele Zuhörerinnen und Zuhörer davon profitieren werden. In meinem Podcast gehören die letzten Worte immer dem Gast. Wenn du noch ein kurzes Shout-Out für uns hast, dann freue ich mich darüber. Ich wünsche dir viel Erfolg und danke dir für deine Zeit.  #00:31:05-3#

Mona: Vielen lieben Dank Thomas für dieses mega coole Gespräch. Es hat mir sehr viel Freude gemacht. Meine letzten Worte ganz kurz und knackig, genauso, wie ich auch mein Business betreibe: Trage Sonne im Herzen und im Business, und der Rest kommt von allein.  #00:31:23-5#

Thomas: Ein wahnsinnig schöner Schlusssatz. Vielen Dank nochmal, liebe Mona, für das inspirierende Interview. Wenn du mehr über Mona erfahren willst, dann findest du alle Links in den Show Notes. Wie immer bedanke ich mich fürs Zuhören, machs gut und genieße deinen Tag.  #00:32:00-0#

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Liebe Grüße

Thomas

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Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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