Neues Jahr, alter Scheiß? Ein Interview mit Brain-Effect Gründer Fabian Fölsch

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Mein heutiger Interview-Partner ist Fabian Fölsch, der gegen das Motto „neues Jahr, alter Scheiß“ ankämpfen will. Fabian ist einer der Gründer von Braineffect, der Perfomance Food-Marke schlechthin. Er hat uns einiges aus seinem großen Wissensfundus mitgebracht. Gemeinsam sprechen wir über das Thema Stressmanagement, das gerade jetzt während des Corona Lockdowns besonders wichtig ist. Einen solchen Start ins neue Jahr hat sicher noch keiner von uns erlebt. Außerdem gibt uns Fabian viele gute Tipps zur Selbstoptimierung, und am Ende des Podcasts sprechen wir darüber, wie uns Nahrungsergänzungsmittel helfen können. Diese Folge solltest du auf keinen Fall verpassen!


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Fabian Fölsch

Transkript dieser Podcast-Folge:

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast.  #00:00:18-0#

Herzlich willkommen zur heutigen Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold, und ich freue mich sehr, dass du wieder mit dabei bist. Wenn du diesen Podcast zeitnah zu seiner Veröffentlichung am 21. Jänner 2021 hörst, dann wünsche ich dir ein tolles und wirklich geniales neues Jahr. Mögen alle deine Wünsche in Erfüllung gehen!  #00:00:38-2#

Heute hörst du eine Spezialfolge, denn ich habe einen extrem spannenden Interviewgast mitgebracht: Fabian Fölsch, der gegen das Motto „neues Jahr, alter Scheiß“ ankämpfen will. Fabian ist einer der Gründer von Braineffect, der Perfomance Food-Marke schlechthin. Er hat uns einiges aus seinem großen Wissensfundus mitgebracht. Gemeinsam sprechen wir über das Thema Stressmanagement, das gerade jetzt während des Corona Lockdowns besonders wichtig ist. Einen solchen Start ins neue Jahr hat sicher noch keiner von uns erlebt. Außerdem gibt uns Fabian viele gute Tipps zur Selbstoptimierung, und am Ende des Podcasts sprechen wir darüber, wie uns Nahrungsergänzungsmittel helfen können. Fabian Fölsch wird uns seine Lieblingsprodukte von Braineffect vorstellen, und auch ich werde etwas über meine Favoriten erzählen.  #00:01:42-7#

Du wirst sehr viel aus diesem Interview mitnehmen können, denn es sind spannende Tipps dabei. Wenn du ein regelmäßiger Hörer dieses Podcasts bist und dich für die Produkte von Braineffect interessierst, dann weißt du, dass Braineffect meinen Podcast sponsert. Deswegen gibt es einen besonderen Rabatt für dich. Mit dem Code THOMAS20 sparst du 20 Prozent auf deinen Einkauf bei Braineffect. Und jetzt gebe ich den Vorhang frei für das Gespräch mit dem Gründer von Braineffect, Fabian Fölsch.  #00:02:32-3#

Thomas: Hallo Fabian, es freut mich, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Unser letztes gemeinsames Gespräch ist schon länger her. Das war in der Podcastfolge 266, und damals haben wir über Schlaf und Jetlag gesprochen. Meine erste Frage: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie stressig ist dein Arbeitstag beziehungsweise dein Leben in Zeiten von Corona?  #00:03:01-1#

Fabian: Hallo Thomas, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich, zum zweiten Mal bei dir zu sein. Wie stressig ist mein Leben aktuell in Zeiten von Corona? Ich glaube, ich habe als ehemaliger Leistungssportler und Gründer von Braineffect eine natürliche Stresstoleranz. Ich brauche den Stress, denn er macht mir Spaß. Ich muss aber auch zugeben, dass er mir aufgrund von Corona und auch von anderen Veränderungen, die gerade bei mir und in meinem Umfeld stattfinden, manchmal etwas zu viel wird. Deswegen würde ich auf einer Skala von 1 bis 10 eine solide 8 wählen. Manchmal ist es sogar eine 9. Dann nutze ich bestimmte Methoden und Werkzeuge, um runterzukommen.   #00:03:53-4#

Thomas: Auf deine Werkzeuge zur Stressbewältigung werden wir gleich noch näher eingehen. Du hast Braineffect im Oktober 2016 gegründet. Was hast du davor gemacht, und wie bist du auf Idee gekommen, Nahrungsergänzungsmittel anzubieten, die in Richtung Bio-Hacking gehen? Und wie hast du es geschafft, eine solch geile Marke in so kurzer Zeit aufzustellen? Diese drei Fragen wären wahrscheinlich ausreichend, um einen eigenen Podcast zu füllen, aber vielleicht kannst du uns einen kurzen Abriss geben.  #00:04:28-6#

Fabian: Ich komme ursprünglich aus dem Leistungssport. Ich war Leichtathlet, habe Discs geworfen und zusammen mit dem Diskuswerfer Robert Harting trainiert. Körperlich gesehen bin ich weder der Größte noch der Breiteste, und deswegen musste ich mir schon als kleiner Junge Lösungen suchen, um mithalten zu können. Ich habe mich schon sehr früh mit den Themen Mindset und Ernährung beschäftigt, damit ich wettkampffähig und leistungsfähig werde. Mein Vater ist Arzt, und er hat mich maßgeblich bei diesem Findungsprozess unterstützt.  #00:05:16-8#

Relativ früh habe ich zwei wichtige Dinge realisiert. Erstens, wenn man richtig Gas geben und leistungsstark sein will, dann spielt die Regeneration eine wichtige Rolle. Zweitens, wenn man sehr gut funktionieren will, dann sind ein starkes Mindset und mentale Fähigkeiten sehr wichtig. Diese Erkenntnis habe ich auch später auf mein Studium angewandt. Ich habe in Wien BWL studiert, später als Unternehmensberater gearbeitet und weltweit Konzerne beraten. Dann bin ich in die Selbständigkeit gegangen und habe gemeinsam mit drei Partnern Braineffect gegründet. Unsere Vision ist, mit Nahrungsmitteln die mentale Leistungsfähigkeit zu verbessern, das so genannte „Mental Well-being“. Wir haben dafür außerdem den Begriff „Mind Nutrition“ geprägt. Damals waren wir zu dritt, und heute sind wir knapp 70 Mitarbeiter. Unser Ziel ist, die Vision des Mind Nutrition nach Europa zu tragen und dafür zu sorgen, dass mentale Gesundheit, Balance und Leistungsfähigkeit den Stellenwert in der Gesellschaft bekommen, den sie aus unserer Perspektive benötigen. Daran arbeiten wir. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir gute Produkte. Wir möchten Menschen ins Tun bringen und ihnen Inspirationen liefern. Deshalb freue ich mich besonders, heute hier im Podcast zu sein. Wir machen verschiedene Kampagnen rund um das Thema „The daily nurturing of a focussed calm and healthy brain becomes the new normal“. Das ist unsere Vision.  #00:06:49-9#

Thomas: Eine extrem spannende Vision! Du bist auf der Skala bei einer 8 beziehungsweise 9. Was stresst dich momentan an Corona am meisten?  #00:07:11-7#

Fabian: Es gibt viele Menschen da draußen, die sich gerade gestresst fühlen. Zum Glück habe ich Tools, die mir helfen, wieder runterzukommen. Normalerweise nutzen wir die Zeit am Ende des Jahres, um zu reflektieren, und wir setzen uns Ziele für das kommende Jahr. Aber leider sieht es so aus, also ob das neue Jahr nicht sehr viel anders sein wird als das vergangene. Bei Braineffect nennen wir unsere Kampagne „neues Jahr, selber Scheiß“. Dieser Slogan fasst die Stimmung zusammen, in der viele Menschen sind, mit denen ich interagiere. Alle haben das Gefühl, dass sie die aktuelle Situation weder kontrollieren noch verändern können. Corona sorgt dafür, dass sie Stress im Home Office haben, dass die Masken nerven und dass sie nicht wie gewohnt Sport treiben können, weil die Fitnessstudios geschlossen sind. Der Übergang in ein neues Jahr bringt normalerweise eine Magie mit sich, die von Hoffnung geprägt ist. Das neue Jahr symbolisiert Neuanfang und Veränderung.  #00:08:37-1#

Wenn dieser Podcast veröffentlicht wird, sind wir wahrscheinlich nach wie vor in einem Lockdown, der eine riesige Herausforderung für uns alle ist. Dabei gilt es, die richtigen Tools an der Hand zu haben, um den eigenen Stress abzufedern. Diese Werkzeuge geben mir zu verstehen, dass ich die Situation nicht kontrollieren kann und dass der Stress eine Antwort darauf ist. Mit unserer neuen Kampagne wollen wir bei Braineffect den Menschen helfen, ihr persönliches neues Jahr selbst in die Hand zu nehmen, indem wir ihnen Hacks, Ticks und Tipps bereitstellen. Wir wollen ihnen trotz Corona einen stressfreien Übergang ins neue Jahr 2021 ermöglichen. Das ist ein Thema, das gerade gesellschaftlich sehr relevant ist.  #00:09:36-2#

Thomas: Was sind die besten Hacks und Tipps, die du uns mitgeben kannst? Was kann man tun, damit das neue Jahr nicht „derselbe Scheiß“ wird?  #00:09:59-8#

Fabian: Wir sitzen in Zoom-Meetings und sagen, „ja, ich kann deinen Scheißbildschirm sehen, alles ist gut. Ich habe verstanden“. „Nein! Du hast dein Mikro ausgeschaltet, du und deine Technik, ihr funktioniert nicht richtig.“ Die zunehmende Gereiztheit gehört zu den Faktoren, die immer mehr aufpoppen, weil unsere grundsätzliche Stresstoleranz durch die Herausforderung, die wir gerade durchleben, abnimmt. Je besser meine innere Balance im Gleichgewicht ist, desto besser kann ich mit externen Stressoren, die ich nicht kontrollieren kann, umgehen. Das ist das erste wichtige Takeaway, und darauf kommen wir sicher gleich noch detaillierter zu sprechen. Mentale Stärke und Resilienz helfen uns, in die Balance zu kommen.  #00:11:07-8#

Zweitens müssen wir lernen zu akzeptieren, dass es grundsätzlich vieles gibt, was wir nicht kontrollieren können. Ich habe keinen Einfluss darauf, dass mir die Regierung den Winterurlaub ruiniert, weil es einen Lockdown gibt. Ich kann nicht entscheiden, ob ich im Supermarkt eine Maske tragen oder ob ich im Homeoffice bleiben will. Ich kann aber kontrollieren, wie ich mit dieser Situation umgehe, welche Gedanken ich zulasse und ob ich mich von diesem fucking Scheiß da draußen anstecken lasse. Ich entscheide, ob ich ein Opfer bin oder ob ich versuche, das Beste daraus zu machen.  #00:11:59-7#

Thomas, du hast mir erzählt, dass dir der Umstand, den Urlaub absagen zu müssen, die Chance eröffnet hat, Projekte zu starten. In diese Denkweisen müssen wir hineinkommen. Wir müssen verstehen, dass wir zwar die Umstände nicht ändern können, aber sehr wohl unsere Antwort darauf. Das ist der wichtigste Tipp, den ich geben kann. Wer das meistert, hat den Schritt in die richtige Richtung getan.  #00:12:27-7#

Thomas: Mental stark zu sein, das ist in allen Lebensbereichen von großer Bedeutung. Und wer sein mentales Gleichgewicht im Griff hat, der hat einen großen Vorteil gegenüber anderen. Bist du der Typ, der den beruflichen Stress mit nach Hause nimmt? Hast du Strategien oder Gewohnheiten, die dir helfen, einen Cut zu machen und nach der Arbeit auszuspannen? Du arbeitest viel von zu Hause aus, und dann ist es erst recht schwer, Berufliches und Privates zu trennen.  #00:13:13-6#

Fabian: Du sprichst das Thema Stress im Home Office an. Das ist besonders gravierend für diejenigen, die Kinder haben. Dabei sind zwei Dinge relevant. Erstens ist es sehr wichtig, zu differenzieren. Das bedeutet, dass wir uns Strukturen schaffen, indem wir die Arbeit von der Freizeit trennen. Das fängt damit an, dass man sich im Home Office korrekt kleidet. Im besten Fall habe ich ein Arbeitszimmer und liege nicht mit dem Laptop auf dem Bett. Das ist sehr wichtig. Wenn ich von zu Hause aus arbeite, dann starte ich meinen Tag nicht damit, den Laptop aufzuklappen und loszuarbeiten, sondern ich gehe zunächst vor die Tür. Ich gehe raus, hole mir einen Kaffee bei meinem Lieblingsitaliener und nutze diesen Spaziergang, um den Arbeitstag einzuleiten.  #00:14:25-5#

Als zweite Routine habe ich mir angewöhnt, den Tag am Abend bewusst ausklingen zu lassen. Das mache ich ebenfalls, indem ich einmal um den Block gehe. Damit signalisiere ich meinem Kopf, dass die Arbeit zu Ende ist. Außerdem verschafft mir diese Gewohnheit Bewegung. Aufgrund von Corona bewegen wir uns viel zu wenig. Aber Bewegung ist wichtig. Sie entspannt uns und wirkt sich positiv auf den Organismus aus. Außerdem bekomme ich eine gesunde Portion Vitamin D ab, wenn ich bei Tageslicht draußen bin. Wir alle sind vom Winter-Blues geplagt, gerade jetzt während Corona, weil unser Körper nicht genug Vitamin D erhält. Vitamin D kommt über die Sonnenstrahlen und kann vom Körper nicht selbst gebildet werden. Eine Studie des Robert Koch Instituts hat gezeigt, dass 62 Prozent aller Deutschen einen Mangel an Vitamin D haben. Das schwächt das Immunsystem und schlägt sich auf die Gemütslage aus, indem es die Stressresilienz senkt. Sonnenstrahlen sind gesund!  #00:15:53-2#

Zum Schluss habe ich noch einen Geheimtipp: Wenn ich nach einem sehr stressigen Tag nach Hause komme, dann halte ich kurz inne, wenn ich in der Tiefgarage angekommen bin. Ich bleibe im Auto sitzen, nehme mir zwei Minuten Zeit und mache Atemübungen. Ich atme vier Sekunden ein, halte den Atem an und atme sechs Sekunden aus. Dadurch passieren zwei Dinge. Zum einen wird der Parasympathikus angeregt, also der Teil im Nervensystem des Gehirns, der für die Entspannung zuständig ist. Durch die Atemübung fährt die Entspannung hoch, und das hilft mir, den Stress zurückzulassen. Gleichzeitig überlege ich mir, wie ich mit meiner Freundin und mit meiner Tochter interagieren möchte, wenn ich gleich nach Hause komme. Der Tag kann noch so stressig gewesen sein, aber diese kleine Übung hilft mir, im Hier und Jetzt anzukommen und mich zu entstressen.  #00:17:21-3#

Das Unternehmen SAP nutzt diese Strategie des Ankommens für seine Mitarbeiter. Mediationen sind dort inzwischen ein fester Bestandteil von Meetings. Es klingt simpel, hat aber einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden.  #00:17:29-6#

Thomas: Die Atmung ist extrem wichtig, da hast du vollkommen recht. „Tief durchatmen“, das sage ich mir selbst auch immer wieder, wenn es stressig wird, und auch ich habe mir angewöhnt, spazieren zu gehen. Vielen Dank für deine coolen Tipps.  #00:17:53-1#

Wer beruflich im Hamsterrad gefangen ist, der ist oft ganz besonders gestresst. Man macht gefühlt siebzehn Tätigkeiten gleichzeitig, und am Ende des Tages ist der Output trotzdem nur sehr überschaubar. Wie schaffst du es, in stressigen Phasen den Überblick zu behalten? Hast du dafür auch besondere Strategien? Wie gehst du vor?  #00:18:42-6#

Fabian: Früher als Berater habe ich den festen Glaubenssatz gehabt, ich sei eine Maschine und müsse mich nur gut genug organisieren, um allen Aufgaben gerecht zu werden. Das ist jedoch sehr oft gründlich schiefgegangen. Aus dem Leistungssport weiß ich, dass kurze Pausen sehr wichtig für die Regeneration sind. Pausen helfen uns, zu regenerieren und zu fokussieren. Wenn man das Gefühl hat, dass einem alles über den Kopf wächst, dann tendiert man dazu, in einen Kampfmodus zu gehen. Das ist normal, weil unser Körper entsprechend reagiert, wenn wir im Hamsterrad drehen. Wenn es so weit gekommen ist, sollten wir einige Schritte zurücktreten, eine Pause einlegen und uns einen Überblick über die Situation verschaffen. Die kurze Pause hilft uns, die Aufgaben zu priorisieren und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.  #00:20:11-7#

Wenn wir als Sportler ein Spiel gewinnen wollen, dann gehen wir automatisch in einen Angriffmodus, der uns hart und aggressiv macht. In solchen Situationen ist es jedoch mindestens genauso wichtig, innezuhalten, um zu erkennen, was wirklich relevant ist. Wer die Fähigkeit entwickelt, Entscheidungen schnell zu treffen, gerade in Zeiten, die extrem stressig sind, der besitzt sehr gute Führungsqualitäten. Die Menschen, die mich inspirieren, haben diese Fähigkeiten. In wichtigen Situationen schaffen sie es, sich zurückzunehmen, ohne das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Sie treffen dann die richtigen Entscheidungen. So kommt man relativ schnell aus dem stressigen Hamsterrad heraus.  #00:21:09-5#

Wenn es um die Pausen geht, müssen wir zwischen aktiver und passiver Erholung unterscheiden. Du hast von deinen Spaziergängen gesprochen, Thomas, und viele meiner Kunden berichten mir, dass sie sich zum Entspannen eine Serie auf Netflix anschauen. Wer sich abends einen Film anschaut oder sich über Zoom mit anderen vernetzt, der macht eine passive Pause. Er schaltet nicht ab, sondern er konsumiert. Hormone werden ausgeschüttet, und wer Fernsehen schaut, ist blauem Licht ausgesetzt. Viel besser ist es, rauszugehen und sich in der Natur zu bewegen.  #00:22:24-3#

Waldspaziergänge sind in Japan mittlerweile eine anerkannte Heilmethode für gestresste Menschen. Die Natur löst beim Menschen biochemische Trigger aus, die dafür sorgen, dass Stress abgebaut wird. Wenn wir über Pausen sprechen, müssen wir deshalb darauf achten, keine passiven Pausen zu machen, während denen wir den Instagram Feed oder die WhatsApp Nachrichten checken. Die guten Pausen, in denen ich mich tatsächlich erhole, sind diejenigen, in denen ich mich ohne Handy im Freien aufhalte oder ein gutes Gespräch mit einem lieben Menschen führe. Am besten ist es, in Bewegung zu kommen, wie etwa bei einem Spaziergang in der Natur. Das sind aktive Pausen, die gut für uns sind.  #00:23:08-6#

Ein guter Freund von mir ist politischer Berater, unter anderem von unserer Kanzlerin Angela Merkel. Eines seiner Hauptthemen ist die Verhandlungsführung, und dabei sind die Pausen ein ganz wichtiger Punkt. Dies gilt in besonderem Maße während der hitzigen Phasen von Verhandlungen. Pausen minimieren Geschwindigkeit und Stress und sorgen dafür, dass die Teilnehmer ihre Batterien wieder aufladen. Diese Strategie können wir adaptieren und in unseren eigenen Alltag einbauen.  #00:24:04-2#

Thomas: Ich wohne nur fünf Minuten vom Wiener Prater entfernt, der grünen Lunge von Wien. Dort gehe ich gerne spazieren und kann wunderbar entspannen. Bei meinen Recherchen bin ich in der Wirtschaftswoche auf ein interessantes Interview mit dir gestoßen, lieber Fabian. Dort steht, für Fabian Fölsch ist der Mensch ein unfertiges Wesen, eine Art Beta-Version seiner selbst. Und das heißt, überall dort, wo er nicht optimal funktioniert, muss man nachhelfen. Ich treffe immer wieder auf Menschen, die ihre Schwachpunkte nicht erkennen. Wie findet man heraus, in welchen Bereichen Selbstoptimierungsbedarf besteht?  #00:25:10-4#

Fabian: Der Mensch ist niemals ein fertiges Wesen, denn er ist stets bestrebt, sich zu verbessern. Ich bin ein großer Fan von Wachstum, denn ich glaube, dass Wachstum Spaß macht. Das sehe ich täglich an meiner Tochter, die gerade anfängt, zu laufen. Es macht ihr sehr viel Spaß, sich immer wieder neu auszuprobieren. Sie feiert sich selbst, wenn sie es geschafft hat, einige Schritte zu laufen, und es ist sehr schön, ihr dabei zuzuschauen. Wir Menschen sind dazu gemacht, zu wachsen. Das ist einer meiner wichtigsten Glaubenssätze.  #00:25:53-8#

Wie kann ich wachsen? Wie realisiere ich, wo ich bereits gut bin und wo noch Optimierungsbedarf besteht? Durch Braineffect und durch meine Tätigkeit im Bio-Hacking-Bereich bin ein großer Advokat dieses Themas. Alles, was man nicht messen kann, kann man nicht verbessern, frei nach dem Motto what gets measured, gets improved. Ich überwache zum Beispiel meinen Schlaf mit einem Oura Ring. Das ist ein Schlaf-Tracker, der evaluiert, ob meine Wahrnehmung mit den Fakten übereinstimmt. Je schlechter wir schlafen, desto gestresster sind wir, denn der Schlaf ist eine wichtige Regenerationszeit für unseren Körper und für unser Immunsystem. Der Oura Ring zeigt mir an, wenn ich nicht gut geschlafen habe, und mit den Produkten von Braineffect kann ich entsprechend reagieren. Zum Beispiel nutze ich das Schlafspray mit Melatonin oder auch unser CBD-Produkt HEMP 5 CBD, das auf Basis der Hanfpflanze hergestellt wurde. Als weiteren Tipp empfehle ich, das Schlafzimmer so dunkel wie möglich und frei von Geräuschen zu gestalten.  #00:27:54-4#

Ich finde also zunächst heraus, was ich verbessern will und gehe dann an die Arbeit. Beim Thema Schlaf mache ich das zum Beispiel mit Hilfe des erwähnten Trackers, oder ich gehe zum Arzt und lasse ein Blutbild erstellen. Das zeigt mir, ob ich genug Vitamine zu mir nehme. Aufgrund meiner persönlichen DNA kann es mir auch aufzeigen lassen, welche Ernährungsform die optimale für mich ist. Am besten geschieht diese Verbesserung auf spielerische Art und Weise. Der Prozess sollte leicht sein und Spaß machen, genauso, wie es meiner Tochter Spaß macht, laufen zu lernen. Das ist auch bei dir und bei deinen Hörerinnen und Hörern der Fall. Es macht euch Spaß, euer Selbstmanagement zu verbessern, und genauso macht es mir Freude, meinen Schlaf und meine Produktivität zu verbessern. Dabei helfen mir Supplemente wie das CBD Schlafspray oder Vitamin D. Diesen freudigen und kindlichen Anteil der Selbstoptimierung sollten wir uns erhalten.  #00:29:00-3#

Thomas: Übrigens, mein Assistent hat mir aufgetragen, dir zu danken, denn er ist ein großer Fan des Sleep Sprays. Er hat mich vor dem Interview extra noch angerufen, um mich daran zu erinnern.  #00:29:29-0#

Fabian: Das freut mich. Danke!  #00:29:29-5#

Thomas: Fabian, mich interessiert natürlich ganz besonders, welche Braineffect-Produkte du selbst benutzt. Zwei von ihnen hast du bereits genannt, aber gibt es noch weitere? Wenn ich bei Braineffect arbeiten würde, würde ich mich wahrscheinlich ständig selbst bedienen! Außerdem würde ich gerne wissen, ob es eine Grenze gibt, bei der deiner Meinung nach Schluss sein sollte mit der Selbstoptimierung. Ich sehe die Gefahr, dass auch die Selbstoptimierung irgendwann in Stress ausarten kann, weil es immer wieder etwas gibt, was man noch verbessern könnte.  #00:30:15-6#

Fabian: Das sind zwei spannende Fragen. Früher hätte ich gesagt, dass ich nicht mit 100 Prozent zufrieden bin, sondern dass ich mindestens 120 Prozent anstrebe. Durch den Aufbau meines Unternehmens, und vor allem, seit ich Vater bin, habe ich gemerkt, dass 100 Prozent genug sind. Diese Mantras, 120 Prozent erreichen zu müssen, ist im Grunde nicht erstrebenswert. Ich kann mich ständig verbessern, aber ich kann niemals 120 Prozent meiner Fähigkeiten erreichen. Diese Erkenntnis war sehr wichtig für mich, denn sie reflektiert die Veränderung meiner Glaubenssätze. Ich glaube, dass Selbstoptimierung und Bio-Hacking sehr wichtige Themen sind, aber im Grunde geht es darum, Verantwortung zu übernehmen. In meinem Fall ist es die Verantwortung für die eigene Gesundheit und für die persönlichen Ziele, und bei dir geht es um das individuelle Selbstmanagement. Das gilt ebenfalls für das eigene Stresslevel. Wie kann ich meinen Stress reduzieren? Funktioniert bei mir Meditation? Wunderbar! Vielleicht kann ich CBD nehmen oder dafür sorgen, dass ich besser schlafe. Ich kann Atemübungen machen, an meiner mentalen Stärke arbeiten und Pausen einlegen. Das trifft es ganz gut, und deswegen glaube ich, dass man sich nicht zu Tode optimieren kann.  #00:31:48-8#

Vielmehr geht es darum, spielerisch mehr über den Körper und die eigene Gesundheit zu lernen und dadurch in ein perfektes Selbstmanagement hineinzukommen. Das schafft langfristig Freiheiten. Es bedeutet allerdings nicht, dass man sich alles versagen muss. Ich zum Beispiel esse sehr gerne Pizza, aber ich weiß, dass sie nicht gut für mich ist. Trotzdem esse ich hin und wieder Pizza. Ich würde mir keine Pizza zusammen mit zwei Gläsern Wein gönnen, wenn am nächsten Morgen eine wichtige Verhandlung ansteht, denn ich weiß, dass ich dadurch schlechter schlafen werde. Bei einem wichtigen Ereignis möchte ich die beste Version meiner selbst sein, und deshalb werde ich mich gut darauf vorbereiten. Die Selbstoptimierung hat mir dabei geholfen, diese Erfahrung zu machen und zu lernen, dass ich mir Freiheiten gönnen kann. Wenn ich Lust habe, über die Stränge zu schlagen und zu genießen, dann mache ich das. Ich weiß jedoch auch, dass meine Regeneration in stressigen Zeiten schlechter ist, wenn ich Alkohol trinke. Deswegen verzichte ich bewusst mehrere Wochen lang auf Alkohol, weil ich dann besser schlafen kann und mein Stresspegel sinkt. Ich fühle mich besser, und ich lerne dadurch, meinen Körper wertzuschätzen und zu optimieren.  #00:33:20-7#

Deine andere Frage war, ob ich meine eigenen Produkte nutze. Natürlich bin ich unser bester Kunde! Ich bin ein Versuchskaninchen und teste alle Mittel regelmäßig selbst. Unabhängig davon sind wir auf der Kölner Liste und lassen alle unsere Produkte überprüfen. Vitamin D würde ich jedem empfehlen, gerade in der aktuellen Zeit, weil es das Immunsystem stärkt und wichtig für die Produktion von Serotonin ist, unserem Wohlfühlhormon. Gerade im Winter in der dunklen Jahreszeit haben wir einen Mangel an Vitamin D und benötigen eine Zufuhr von außen, um uns gut zu fühlen.  #00:34:02-2#

Neben Vitamin D nutze ich täglich Magnesium und Omega 3-Fettsäuren in Form von Supplementen. Die sind besonders für das Gehirn wichtig, das in seiner Trockenmasse zu 60 Prozent aus Fetten besteht. Für die langfristige mentale Gesundheit sind essenzielle Fettsäuren sehr wichtig, die wir auch über Nüsse, Avocados und MCT-Öl zu uns nehmen können. Darüber hinaus nutze ich, wie bereits erwähnt, unser Schlafprodukt CBD, um meinen Stress zu managen. Wenn ich besonders viel Energie benötige, nehme ich unser hochdosiertes Trinkprodukt „Stressless“ zu mir.  #00:35:02-6#

Unsere Produkte funktionieren am besten, wenn wir sie mit einer Veränderung unserer Verhaltensweisen kombinieren. Es bringt nichts, sich abends die Pizza mit einer Flasche Rotwein reinzufahren, und anschließend unser Schlafspray zu nehmen. Die Schlafqualität wird dann trotzdem nicht gut sein. Deshalb verbinden wir unsere Produkte mit einem digitalen Coaching. Das Stressless ist eine Trinkkur, die 21 Tage dauert. Sie enthält viele Aminosäuren und Vitamine und hilft dem Körper, Cortisol und das Dauerstressproblem zu reduzieren. Gleichzeitig wird es von einem einundzwanzigtägigen Stresscoaching begleitet. Der digitale Coach hilft dir per App, mit Stress besser klarzukommen. Verbesserung tritt ein, wenn wir eine Veränderung der Verhaltensweisen mit tollen Produkten kombinieren. Dadurch erreichen wir eine wirkliche Veränderung, und dafür stehen wir bei Braineffect. Ich freue ich mich, dass wir deine Hörerinnen und Hörer dafür sensibilisieren können und hoffe, dass das Thema Mindfulness auf ihre Agenda kommt.  #00:36:25-0#

Thomas: 2 Kapseln Focus, die wirken Wunder bei mir, und den Focus Coach nutze ich selbst auch. An eurem Programm gefällt mir  besonders gut, dass ihr die Produkte mit dem digitalen Coaching verbindet. Das ist wirklich genial. Dank deiner Produkte erlebst du mich gerade hoch konzentriert, obwohl es schon 17:00 Uhr am Nachmittag ist.  #00:37:05-4#

Fabian: Dein Thema, das Zeitmanagement, fließt natürlich auch in unsere Coachings mit ein. Am Ende des Tages geht es darum, dass wir die Corona-Zeit nutzen, um jetzt erst recht neue Routinen zu etablieren und uns mit den Themen mentale Balance und gesunder Schlaf zu beschäftigen. Mit deinem Podcast und mit deinen Büchern sind wir sozusagen „Partner in Crime“, um die Menschen zu inspirieren und ihnen zu helfen, das Ruder ihres Lebens zu übernehmen. Sie bestimmen, wie produktiv und wie gestresst sie sind und ob sie 2021 zu einem wundervollen Jahr werden lassen. Und das freut mich sehr.  #00:38:06-0#

Thomas: Fabian, ich hoffe, dass es nicht wieder 140 Podcastfolgen braucht, bis wir uns wiederhören. Das würde mich sehr freuen, denn es gibt noch so viele Punkte, die wir besprechen könnten. Ich bedanke mich für deine Zeit. Echt cool, dass du uns wieder geniale Inputs gegeben hast. In meinem Podcast hat der Gast immer das letzte Wort. Wenn du noch einen Shout-out für uns hast, vielleicht zum Thema „neues Jahr, alter Scheiß“, dann gerne auch dazu. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du dir Zeit für uns genommen hast.  #00:38:56-7#

Fabian: Gerne können wir unser Gespräch wiederholen. Neues Jahr, selber Scheiß, ich denke, das muss nicht sein. Stress kann man gemeinsam angehen, und gerade jetzt ist die richtige Zeit, um neue Routinen zu etablieren und Stress aktiv zu managen. Je mehr wir in eine mentale Balance kommen, desto besser. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet auf www.braineffect.com weitere Informationen oder hört sich geile Podcasts wie deinen an. Vielen Dank, Thomas, für die Chance, heute bei dir zu sprechen.  #00:39:28-6#

Thomas: Ich bedanke mich nochmals bei dir, lieber Fabian. Wenn dich die Produkte von Braineffect interessieren, dann schau auf braineffect.com vorbei. Mit dem Code THOMAS20 erhältst du einen Rabatt von 20 Prozent. In den Show Notes habe ich dir auch den ersten Podcast mit Fabian verlinkt, der ebenfalls sehr spannend ist. In diesem Sinne bedanke ich mich fürs Zuhören und wünsche dir einen wunderbaren Start in das neue Jahr 2021. Lass dich von den Dingen, die du nicht beeinflussen kannst, nicht aufhalten. Starte durch! Ich freue mich, wenn wir uns am Sonntag wiederhören mit einer weiteren spannenden Folge, wo es um das Thema Retikuläres Aktivierungssystem geht. Was das ist, erfährst du am Sonntag. Machs gut und genieße deinen Tag.  #00:40:31-2#

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast.  #00:40:49-1#

Hallo & herzlich willkommen

Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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