Hast du den richtigen Filter für deine Ziele? (Retikuläres Aktivierungssystem)

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Über unsere Sinne nehmen wir jeden Tag Millionen von Eindrücken auf, verarbeiten können wir aber nur einen Bruchteil davon. Wir haben einen natürlichen Filter in uns, der gewisse Informationen in unser Gehirn vorlässt, den Großteil davon allerdings abblockt. Dieser Filter nennt sich in der Fachsprache retikuläres Aktivierungssystem. Wie dieser Filter arbeitet und wie wir das retikuläre Aktivierungssystem nutzen können, um unsere Ziele zu erreichen, das sehen wir uns nun näher an.


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Wie funktioniert das retikuläre Aktivierungssystem?

Wir nehmen pro Sekunde zwischen 50.000 und 100.000 Signale über unsere Sinnesorgane wahr (je nach Quelle gibt es dazu verschiedene Zahlen). Ständig sehen, hören, fühlen, riechen oder schmecken wir etwas. Ob es jetzt 50.000 oder 100.000 Signale pro Sekunde sind, ist nicht wichtig, denn für unser Gehirn sind auch 50.000 schon bei Weitem zu viel Information. Diese Kapazität hat unser Gehirn gar nicht, also muss es sich eines Tricks bedienen. 

Dabei filtert es die unzähligen Informationen, die auf uns einprasseln, nach drei Gesichtspunkten:

  • Ist diese Information neu?
  • Ist diese Information emotional?
  • Ist diese Information lebenswichtig?

Es gibt dann noch ein paar wenige Ausnahmen, aber in der Regel sind es genau diese drei Arten von Information, die in unser Gehirn vordringen dürfen.

Das retikuläre Aktivierungssystem und das österreichische Bundesheer

Lass mich dir dazu eine kleine Geschichte erzählen, die mir sofort in den Sinn gekommen ist, als ich vom retikulären Aktivierungssystem zum ersten Mal gelesen habe. Ich war damals 18 Jahre alt und habe gerade mit der Post meinen Einberufungsbefehl zugestellt bekommen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich überall nur noch Soldaten in Uniform und Militärfahrzeuge wahrgenommen.

Diese Soldaten und Militärfahrzeuge waren natürlich auch auf der Straße unterwegs gewesen, bevor ich meinen Einberufungsbefehl bekommen habe . Allerdings hat mein retikuläres Aktivierungssystem diese Information einfach nicht in mein Bewusstsein durchgelassen. Jetzt aber, wo ich meinen Einberufungsbefehl in der Hand hielt, war diese Information einerseits neu und andererseits emotional. Daher sah ich überall Soldaten und Bundesheerfahrzeuge. Ich dachte teilweise schon, wir sind im Krieg. 😉

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Was beeinflusst das retikuläre Aktivierungssystem?

Einerseits ist deine Grundeinstellung ein wichtiger Faktor dafür und andererseits deine Einstellung zu den verschiedensten Themen, Dingen oder Personen.

Die Grundeinstellung

Es gibt Menschen, die alles negativ sehen und ständig am Nörgeln und Raunzen sind. Sie sehen in allen Dingen ausschließlich die negativen Aspekte und nehmen die positiven nicht mal annähernd wahr. Und dann gibt es Menschen, die trotz vieler Schicksalsschläge eine positive Ausstrahlung haben und fast nur die positiven Dinge im Leben wahrnehmen. 

Wenn wir eine dieser beiden Grundhaltungen haben, wählen wir fast ausschließlich Nachrichten aus, die unsere Meinung bestätigen. Du bist der Meinung „Die Welt ist schlecht!“, dann wirst du Informationen aufsaugen, die dir genau diese Meinung bestätigen. Wenn in einer Zeitung 99 positive Meldungen stehen würden und nur eine einzige negative, du würdest genau diese wahrnehmen.

Außerdem kommt in der heutigen Zeit noch ein weiteres Problem hinzu, nämlich das der sozialen Medien. Dadurch wird die Grundhaltung meist noch verstärkt und das ist ein enorm gefährlicher Trend. Der Algorithmus zeigt dir nämlich genau das an, was du sehen willst. Dieser Verstärkungseffekt gilt nicht nur für die Grundeinstellung, sondern auch für die Einstellung zu gewissen Themen, Dingen und Personen. Eine hochgefährliche Sache, die du auf alle Fälle bei der Verwendung von sozialen Medien berücksichtigen solltest.

retikuläres Aktivierungssystem

Deine Einstellung zu verschiedenen Themen, Dingen und Personen

Wir Menschen entwickeln sehr schnell eine Meinung zu gewissen Dingen. Nehmen wir als Beispiel eine fremde Person, die wir in unserem Leben niemals zuvor gesehen haben. Wir bilden uns schon binnen eines Bruchteils einer Sekunde eine Meinung zu dieser Person. Meist noch, bevor sie ein einziges Wort gesprochen hat.

  • Der 19-Jährige, der aus einem Ferrari aussteigt
  • Die Frau mit Rastalocken, die eine Bank betritt

Was für Assoziationen hast du zu diesen beiden Personen? Wobei, eigentlich spielt das gar keine Rolle, viel wichtiger ist, dass du überhaupt welche hast. Dieser erste Eindruck von Personen stellt schon einen Filter dar. Gefällt mir, was ich da sehe, werde ich eher die Vorzüge als die Nachteile sehen. Gefällt es mir nicht, werde ich eher die Nachteile als die Vorteile wahrnehmen. Der Filter ist gesetzt!

Wie du das retikuläre Aktivierungssystem für deine Ziele nutzen kannst

Der Vorteil des retikulären Aktivierungssystems ist, dass du es so programmieren kannst, wie du es willst. Du kannst von einer negativen zu einer positiven Grundeinstellung kommen und du kannst deine Einstellung zu verschiedenen Themen, Dingen und Personen ändern. Das alles funktioniert. Allerdings ist das erstens kein einfaches Unterfangen und zweitens geht es, wie vieles im Leben, nicht von heute auf morgen. 

Was hat das retikuläre Aktivierungssystem aber nun mit deinen Zielen zu tun? Nun, die einfachen, aber enorm wichtigen Fragen, die du dir dazu stellen musst, sind:

  • Habe ich eine positive Grundeinstellung zu meinen Zielen?
  • Habe ich eine positive Grundeinstellung zu jenen Dingen, die mich meinen Zielen näher bringen?

Aber Vorsicht: Das hört sich recht logisch an und es ist verführerisch, sehr schnell „Ja, natürlich“ auf diese Fragen zu antworten. Ich kann dir nur empfehlen, einen sehr genauen Blick drauf zu werfen.

So änderst du dein retikuläres Aktivierungssystem

Solltest du nun festgestellt haben, dass dein retikuläres Aktivierungssystem nicht mit deinen Zielen übereinstimmt, dann hast du zwei Möglichkeiten:

  • Du passt deine Ziele an dein retikuläres Aktivierungssystem an.
  • Du passt dein retikuläres Aktivierungssystem an deine Ziele an.

Für die Anpassung deines retikulären Aktivierungssystems an deine Ziele habe ich dir einen 6-Schritte-Plan mitgebracht.

Schritt 1: Erkenne deinen Filter

Achte genau darauf, in welche Richtung deine Gedanken laufen. Denkst du positiv über deine Ziele? Denkst du positiv über jene Dinge, die auf der Liste der nächsten Schritte stehen? Falls nicht, überprüfe, ob es sich dabei um ein Problem mit deinem Filter handeln könnte.

Schritt 2: Finde die dahinter liegenden Glaubenssätze

Was sind jene Sätze, die dir in den Sinn kommen, wenn du an deine Ziele denkst?

  • „Schaffe ich ohnehin nie!“
  • „Ich bin zu dumm dafür!“
  • „Ich habe die Gene nicht dazu!“
  • „Mir fehlt das Talent!“

Lass uns nochmal kurz vom Thema Ziele abschweifen, um dir das Problem zu verdeutlichen. Was sind die Sätze, die dir in den Sinn kommen, wenn du an … denkst? 

  • Politik: „Sind doch alle unfähig!“ Du wirst immer und überall die Unfähigkeit von Politikern sehen und jene Dinge, die sie gut machen, ausblenden!
  • Geld: „Die Reichen werden immer reicher!“ Du wirst überall Nachrichten sehen, dass Warren Buffet, Jeff Bezos und Bill Gates wieder um einige hundert Milliarden reicher geworden sind. Aber jene Nachrichten ausblenden, in denen von Reichen, die verarmt sind, die Rede ist!

Zunächst einmal besteht deine Aufgabe also darin, die hinter solchen Aussagen liegenden Glaubenssätze herauszufinden.

Schritt 3: Löse dich von deinen Glaubenssätzen

Das Auflösen von Glaubenssätzen mag nicht das Einfachste auf der Welt sein, aber unheimlich schwer ist es auch nicht. Alles, was man dazu braucht, ist eine Anleitung, wie es funktioniert. Das würde hier den Rahmen sprengen, aber ich habe zum Thema Glaubenssätze loswerden schon eine Podcastfolge aufgenommen, die du dir hier anhören kannst. Und in meinem Sportmentaltraining-Podcast findest du auch einige Folgen, in denen wir die Glaubenssätze von Sportlern auflösen.

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Schritt 4: Überprüfe deine Ziele nochmal

Wenn du deine Glaubenssätze zu deinen Zielen und den Schritten, die du gehen musst, um das Ziel zu erreichen, aufgelöst hast, solltest du nochmals überprüfen, ob nun alle Filter tatsächlich weg sind.

Schritt 5: Visualisierungstraining

Stell dir einfach so oft wie möglich und so intensiv wie möglich vor, wie es ist, wenn du dein Ziel erreichst. Was passiert da? Wie fühlst du dich? Was siehst, hörst, fühlst, riechst und schmeckst du?

Visualisierungstraining hilft dir dabei, deinen Filter immer und immer wieder zu bereinigen. Hör also auf keinen Fall damit auf, bevor du nicht am Ziel bist. 

Schritt 6: Finde Role Models

Suche nach Menschen, die schon dort sind, wo du hinwillst. Wenn das möglich ist, dann gewinne sie als Mentoren, und wenn das nicht geht, finde so viel wie möglich über sie heraus. Das wird deinen Filter nochmals nachjustieren. 

Fazit für dein Selbstmanagement

Nutze das retikuläre Aktivierungssystem zur Erreichung deiner Ziele. Es ist unheimlich wichtig, dass du diesen Filter optimal auf deine Ziele ausrichtest. Tust du das, wirst du deine Ziele nicht nur unheimlich schnell, sondern auch mit einer noch nie dagewesenen Leichtigkeit erreichen. Dabei wünsche ich dir auf alle Fälle viel Erfolg.

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Liebe Grüße

Thomas

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Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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