Schöner Leben ohne Frust!

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Martina hat schon vor einiger Zeit einen Gastartikel auf meinem Blog veröffentlicht. Anlässlich ihres neuen Buches folgt nun der zweite Artikel. Schöner Leben ohne Frust, wer will das nicht. Einige spannende Inputs dazu findest du im Artikel und in Martin’a neuen Buch. Viel Spaß beim Lesen.

Jahrelang habe ich in Sachen Frust recherchiert – meist, indem ich zuverlässig in jedes Frustfettnäpfchen getreten bin. Dabei habe ich gelernt: Frust ist eine Wahl – und ohne lebt es sich besser!

Frust lässt sich leider nicht vermeiden. Das ist nicht weiter schlimm, denn immerhin erfüllt unser alter Freund eine Aufgabe: Er will uns im Grunde nur daran hindern, Energie in eine Sache zu stecken, die er für aussichtslos hält. Statt „Du wirst es nie schaffen!“ will er uns eigentlich sagen: „Vielleicht magst du es mal anders ausprobieren? Und wenn’s dir zu viel wird, dann steig aus. Aufgeben ist keine Schande!“ Was er uns dagegen definitiv nicht sagen will, ist: „Geh an den Kühlschrank und stopf dich voll, überzieh deine Kreditkarte mit wahllosen Einkäufen, suche Streit in Familie und Freundeskreis, steck den Kopf unter die Bettdecke.“ Blöderweise ist dies allerdings das, was bei uns in der Regel ankommt.

Mit diesen Methoden kommst du weder beruflich noch privat weiter – vor allem dann nicht, wenn du selbständig und darauf angewiesen bist, dich selbst zu motivieren. Also lohnt es sich, neue Strategien zu entwickeln, um Freund Frust zu begegnen. Und zwar möglichst viele, damit du irgendwann über ein schönes Repertoire an optionalen Frustreaktionen verfügst, die du individuell und ganz nach Tagesform einsetzen kannst.

Frust kommt immer dann zum Zug, wenn du etwas, das du möchtest, nicht bekommst, oder wenn deine Absichten und Vorhaben – punktuell oder dauerhaft – vereitelt werden. Drei weitere wesentliche Komponenten von Frustfallen sind: deine Erwartungshaltung; die Höhe des Einsatzes deinerseits und die Schuldfrage. Lass uns das mal an drei Beispielen veranschaulichen: 

Situation 1: Die Frustfalle ist fremdverschuldet.

Eine Anfrage von potentiellen Kund*innen für dein Business. Du witterst einen fetten Auftrag und investierst – natürlich unbezahlt – viel Zeit und Mühe ins Erstellen deines Angebots, mit Vorgesprächen, Recherche und toller Präsentation. Und dann hörst du nichts mehr von der Kundschaft. Nicht einmal eine Absage! Erst auf Nachfrage bekommst du ein laues „haben den Auftrag andersweitig vergeben“, ohne Angabe von Gründen. 

Reflexhafte Reaktion: Am liebsten würdest du diesen Leuten so richtig den Kopf waschen – und wenn du impulsiv bist, machst du es vielleicht sogar. Mit dem Ergebnis, dass du sie auf Dauer vergrätzt, einen schlechten Ruf kassierst und dich selbst durch den Ärger verausgabst. Vielleicht bist du auch so geplättet, dass du bei der nächsten Anfrage völlig unmotiviert bist, ein Angebot zu erstellen, und uninspiriert mit Copy & Paste arbeitest. Beides nicht ideal. 

Optionen:  Ich nenne es die „Apfelchutney-Alternative“: Akzeptiere zunächst einmal, dass du – zu Recht! – Frust empfindest. Und dann verabschiede dich von der Vorstellung, dass ein gutes Angebot auch unweigerlich immer den Zuschlag bekommt, dass der Sinn der ganzen Sache nur in dem Zuschlag liegt und dass dir diese Menschen Schaden zugefügt haben. Ist es nicht vielmehr eine Lernerfahrung? Immerhin weißt du jetzt, wie viel Zeit dich das Erstellen eines Angebots kostet. Vielleicht kannst du doch irgendwie von diesem Kontakt profitieren?  Eventuell magst du dir für die nächste Situation dieser Art vornehmen, nur noch eine Menge XY an Zeit in die Vorbereitung zu stecken oder das Vorgespräch in Rechnung zu stellen? Wenn du keinen Apfelkuchen backen kannst, wäre Chutney eine Alternative – wenn du flexibel bleibst!

Hier geht es zum Buch!

Situation 2: Die Frustfalle sind widrige Umstände.

Freitagnachmittag. Fünf Minuten vor der Zeit sitzt du vor der Zoom-Konferenz, frisch gescheitelt, perfekt vorbereitet und bester Laune. Oder aber du hast eine Arbeit soeben auf die letzte Minute beendet und möchtest sie jetzt abschicken. Und genau diesen Moment wählt dein Computer, um dir die Kooperation zu verweigern und zu streiken. Du startest das Ding dutzendfach neu, du flehst es an oder gibst ihm Tritte: ohne Erfolg. Die wichtige Konferenz muss ohne dich stattfinden, dein Abgabetermin geht flöten.

Reflexhafte Reaktion: Du schmeißt den tumben Elektroknecht schreiend auf den Boden. Und weil eh alles egal und nicht nur der Tag, sondern dein ganzes Jahr verdorben ist, schiebst du eine kleine Fressorgie ein. 

Optionen: Ärger setzt jede Menge Energie frei, und Zeit hast du eben auch gewonnen – also nutze den „Energie-Effekt“ und versuche, ob du „the power of anger“ nicht vielleicht anderswo gerade gut einsetzen kannst. Am besten sind dafür Arbeiten geeignet, die sofortige Erfolgserlebnisse liefern und / oder körperlich fordern: die Küche neu streichen, den Schrank endlich ausmisten, das Leergut wegfahren. Ich verspreche dir: Die Situation läuft dir nicht davon – aber du wirst sie, nachdem die Frustenergie verraucht ist, mit freiem Kopf anders anpacken können.

Situation 3: Die Frustfalle ist selbstverschuldet.

Eine Geschäftsfreundin schließt dich mit einem ihrer Kontakte kurz, weil sie meint, dass ihr beide beruflich gut zusammenarbeiten könntet. Du glaubst, dass es sich nur um ein zwangloses Kennenlernen handelt, und bereitest dich nicht wirklich darauf vor. Im Endeffekt entpuppt sich das Ganze allerdings als regelrechtes Bewerbungsgespräch, bei dem du dastehst wie der Ochse vorm Scheunentor, weil du bestenfalls eine flüchtige Vorstellung vom Business deines Gegenübers hast. Chance gehabt und nicht genutzt. 

Reflexhafte Reaktion: Der Typ ist eh ein unsympathischer Angeber, mit dem du gar keine Geschäfte machen möchtest. Und deine Freundin hätte dich darauf vorbereiten müssen, was dich erwartet. Außerdem hast du schlecht geschlafen und gerade so viel um die Ohren, du musst ja schließlich immer alles ganz allein stemmen, du armes Ding. 

Optionen: Setze den „Humor-Hebel“ an und schaue, ob du der Situation nicht dich irgendetwas Erheiterndes abgewinnen kannst. Zur Not ist die eigene Reaktion selbst das, was witzig ist! Mir hilft es sehr, wenn ich meine spontane Reaktion so lange und massiv übersteigere, bis sie ins völlig Groteske umschlägt. Also bedauer dich, bis der Arzt kommt, und wehklage nicht nur innerlich, sondern lamentiere lautstark in die Welt hinaus. Wetten, dass du irgendwann dann nur noch darüber lachen kannst? Kleine Warnung: Diese Methode nur an sich selbst ausprobieren, und nicht über andere Leute lachen, die in ihrer eigenen Frustfalle stecken und Humor jetzt für unangebracht halten. 

Je mehr, desto besser: In meinem neuen Ratgeber: „Runterkommen und drüberstehen“ stelle ich 26 alliterierende Methoden von A bis Z vor, wie du mit Frust umgehen kannst.  

Über die Autorin:

Martina Pahr hat in ihren Zeiten als Fernsehredakteurin, Reiseleiterin und PR-Fachfrau gelernt, für sich selbst zu sorgen und mit Frust umzugehen – was ihr jetzt als freie Autorin ganz entschieden hilft. Sie lebt und arbeitet im Sommer meist in Schottland, im Winter in Asien und zwischendrin im Schrebergarten in München.

Www.martinapahr.de

Links zum Buch:

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Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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