Sei magnetisch – ein Interview mit Christian Conrad!

Share on whatsapp
WhatsApp
Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on twitter
Twitter

In dieser Podcastfolge habe ich mit Christian Conrad einen Interviewpartner, der Unternehmen für Mitarbeiter und Kunden magnetisch macht. Christian ist Moderator, Redner, Autor, Blogger, Podcaster und Unternehmensberater und stellt Maßnahmen vor, wie Unternehmen, aber auch Menschen einfach und effizient magnetisch werden können.


Der Podcast zum Artikel:

Hier findest du alle weiteren Infos zum Podcast sowie eine Übersicht aller Folgen!

Podcast kostenlos abonnieren via iTunes (Apple), Google (Andriod)Spotify oder RSS Feed!

Täglich einen neuen Selbstmanagement-Tipp findest du in meinem Alexa Flash Briefing!


Links dieser Podcast-Folge:

Transkript dieser Podcastfolge:

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast.   #00:00:23-2#

Ich freue mich sehr, dass diese Podcastfolge wieder einen Werbepartner gefunden hat. Es ist ein Hersteller, den ich selbst sehr schätze, denn ich bin seit Jahren Kunde bei ihm. Die Rede ist von Braineffect, Europas führendem Hersteller von Performance Food für all deine Ziele, sei es das Tanken von Energie, ein besseres Wohlbefinden, schneller einzuschlafen, effektiver zu regenerieren sowie entspannter aufzuwachen und fokussierter zu arbeiten. Dafür bietet Braineffect die richtigen Produkte auf der Basis wertvoller Nährstoffe. Mit ihnen unterstützt du deine mentale und körperliche Leistungsfähigkeit jederzeit optimal und holst das Beste aus dir heraus. Alle Produkte werden in enger Zusammenarbeit mit Athleten und Ernährungswissenschaftlern auf Basis von wissenschaftlichen Studien entwickelt, und deswegen ist Braineffect besonders empfehlenswert.  #00:01:17-1#

Das Produkt, das ich dir heute vorstelle, ist das Sleep Spray, das dir hilft, wenn du abends schwer einschlafen kannst. Schlaf ist ein wichtiger Hebel für deinen Erfolg, denn dein Körper regeneriert sich im Schlaf. Zu diesem Thema habe ich bereits einige Podcastfolgen veröffentlicht. Das Sleep Spray führt dir das natürliche Schlafhormon Melatonin zu, so dass du am nächsten Tag fit und erholt aufwachst und bereit für neue Bestleistungen bist. Das Spray ist sehr einfach zu dosieren. Vor dem Zubettgehen sprühst du es auf deine Mundschleimhäute auf. Vier bis acht Sprühstöße reichen aus. Das Ganze hat einen frischen Minzgeschmack und enthält weder Zucker noch Alkohol. Du wirst schnell einschlafen und erholt aufwachen. Das Sleep Spray hat keine Gewöhnungseffekte, und beim Kauf erhältst du außerdem einen digitalen Sleep Coach gratis. Es ist ideal für Schichtarbeiter und Reisende, die sich in verschiedenen Zeitzonen aufhalten. Das Sleep Spray von Braineffect findest du auf der Webseite www.brain-effect.com. Den Link findest du auch in den Show Notes dieses Podcasts. Mit dem Code Thomas20 erhältst du außerdem einen Rabatt von 20 Prozent auf deinen Einkauf.  #00:02:52-1#

Thomas: Hallo und herzlich willkommen in dieser Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold, und ich freue mich sehr, dass du auch diese Woche wieder mit dabei bist. Heute habe ich Christian Conrad zu Gast. Er ist Moderator, Mentor, Redner, Autor, Blogger, Podcaster und Unternehmensberater. Seine Arbeit ist sehr spannend, denn sie dreht sich darum, wie man als Unternehmen beziehungsweise als Unternehmer ein Magnet für Mitarbeiter und Kunden werden kann. Du bist kein Unternehmer? Wirklich nicht? Du bist der Unternehmer deines eigenen Lebens, und deshalb kannst du aus dem heutigen Gespräch sehr viel mitnehmen. Christian wird uns viele spannende Tipps geben, die zwar in erster Linie für Unternehmer gedacht sind, die aber jeder von uns 1:1 in seinem eigenen Leben umsetzen kann. Hör hinein in diese Podcastfolge, denn sie ist sehr lehrreich und von vielen interessanten Fragen geprägt. Vorhang auf für das Interview mit Christian Conrad. #00:04:08-2#

Hallo Christian, es freut mich sehr, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Im Intro habe ich schon ein wenig über dich erzählt, aber stell dich bitte selbst noch einmal vor. Wer bist du, und was machst du? #00:04:16-1#

Christian: Hallo Thomas, ich bin ganz happy, dass ich bei dir im Podcast sein darf. Danke für die Einladung. #00:04:23-9#

Thomas: Sehr gerne. Es freut mich.  #00:04:24-0#

Christian: Seit fünfundzwanzig Jahren lebe ich im norddeutschen Bremen. Ursprünglich komme ich aus dem Konsumgüter-Marketing und habe elf Jahre in einem großen Konzern gearbeitet. Ich war Marketing Director für Kellogg’s für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Aus diesem Grund war ich bereits mehrfach in Wien. Danach habe ich eine Unternehmensberatung für den Bereich Nachhaltigkeit aufgebaut, und seit zwölf Jahren bin ich als Coach, Trainer, Moderator sowie als Team- und Organisationsentwickler tätig. Mein Thema ist die Unternehmenskultur. Ich nenne es „magnetische Unternehmenskultur“, und auf die kommen wir bestimmt noch zu sprechen. Außerdem habe ich ein Buch zu diesem Thema geschrieben. Ich begleite Unternehmen darin, magnetisch anziehender für Kunden und Mitarbeiter zu werden.  #00:05:19-5#

Thomas: Dort werden wir gleich tiefer einsteigen. Ich habe mich auf deiner Webseite und auch in den Sozialen Medien umgeschaut. Wahnsinn, was du alles machst. Respekt! Erzähl uns, was Unternehmenskultur ist und was die magnetische Unternehmenskultur bedeutet.  #00:05:38-8#

Christian: Unternehmenskultur ist eine Frage, über die sich sogar die Gelehrten streiten. Für mich ist es die Summe aller Einstellungen, also der Mindsets, wie man heute sagt. Das umfasst die Verhaltensweisen und die Kommunikation eines Unternehmens. So lautet meine Definition. Gerade habe ich von einer australischen Kollegin gelesen, die sagt, Unternehmenskultur, das sind die Regeln der Zusammengehörigkeit. Wann man zu einer Gruppe dazugehört, das sei Unternehmenskultur. Wahrscheinlich gibt es starke Überschneidungen.  #00:06:22-1#

Und „magnetisch“ ist eine Unternehmenskultur, wenn sie so attraktiv ist, dass Menschen kommen und bleiben wollen. Es geht nicht nur darum, zu kommen, sondern vor allem geht es darum, zu bleiben. Als Kunde fühlt man, wenn man gerne bei einem Unternehmen kauft. Ich erzähle gerne von meinem Weinhändler, Herrn Rubel. Ich freue mich immer auf ein Gespräch mit ihm über einen guten Wein, und ich verlasse seinen Laden nie ohne einige Flaschen Wein. Wichtig ist, dass ich dort gerne bin. Das ist für mich magnetisch. Und genauso ist es bei den Mitarbeitern eines Unternehmens. Wenn sie gerne dort arbeiten, dann kann es sein, dass sie dir mit Begeisterung von ihrer Arbeit erzählen. Das ist der absolute Best Case, ein untrügliches Zeichen für einen magnetischen Arbeitsplatz.  #00:07:35-9#

Thomas: Du sagst, dass die Unternehmenskultur für mittelständische Unternehmen besonders wichtig ist. Warum ist das so?  #00:07:48-8#

Christian: Kürzlich war ich in einem anderen Interview zu Gast, und zwar bei Philipp Breitenfeld. Sein Unternehmen vermittelt Fachkräfte aus Osteuropa in den deutschsprachigen Raum. Die Hauptzielgruppe sind Handwerker, also typische kleine Mittelständler. Viele von ihnen finden weder Lehrlinge noch gut qualifizierte Mitarbeiter. Das Personal aus Osteuropa, das gerne zum Arbeiten nach Deutschland kommt, wird oft nicht willkommen geheißen. Die fehlende deutsche Gesellenprüfung wird bemängelt, und es fehlt an Einarbeitungsprogrammen. Ein zweistufiges Ausbildungssystem wie bei uns gibt es in den osteuropäischen Ländern nicht, aber das heißt nicht, dass sie nichts können. Aus diesem Grund ist Philipp Breitenfeld sehr an dem Thema Unternehmenskultur interessiert. Seine Firma kann passende Leute mobilisieren, aber das funktioniert nur, wenn die Kunden den neuen Mitarbeitern einen guten Einstieg bieten und eine Umgebung schaffen, in der sie sich entfalten können, auch, wenn sie vielleicht ein bisschen anders sind als die Gesellen, die im eigenen Betrieb ausgebildet wurden.  #00:09:23-0#

Ein weiterer Grund ist, dass mittelständische Unternehmen meist keine astronomischen Gehälter wie Google und Apple zahlen können, und deswegen müssen sie andere Vorzüge bieten. Und das können sie auch. In einem kleinen oder mittleren Unternehmen hat man häufig andere Möglichkeiten, sich zu entfalten. Wenn erkannt wird, dass diese Arbeitsstätten etwas bieten, was es in den großen Läden nicht gibt, dann kann das sogar ein Wettbewerbsvorteil im Kampf um gute Mitarbeiter sein.  #00:10:07-8#

Thomas: Ich bin mit meinen Workshops auch oft im Mittelstand unterwegs, und ich nehme die Stimmung eines Unternehmens bereits in dem Moment wahr, indem ich die Eingangshalle betrete. Auch an der Motivation der Mitarbeiter in meinen Workshops lässt sich vieles ablesen. Die ersten Minuten spiegeln die Zufriedenheit im Unternehmen wider. Das ist mir schon sehr oft aufgefallen. Große Unternehmen wie Apple und Google locken nicht nur mit hohen Gehältern, sondern auch mit Tennis- und Golfplätzen und vielen anderen Benefits.  #00:10:45-9#

Christian: Google ist eine Ausnahmeerscheinung mit seiner sehr starken Unternehmenskultur. Sie zahlen nicht nur gut, sondern bieten ihren Mitarbeitern viele Extras. Es gibt beispielsweise ein eigenes Achtsamkeitstraining, das als eines der besten der Welt gilt. Man lernt dabei, wie man gut mit sich selbst umgeht. Das ist sehr menschlich. Deswegen ist es für kleine und mittlere Unternehmen sehr wichtig, in diesem Bereich nicht ins Hintertreffen zu geraten. Amazon zum Beispiel hat nicht den Ruf, ein guter Arbeitgeber zu sein, aber was Kundenorientierung angeht, ist Amazon nicht zu schlagen. Das ist unheimlich magnetisch. Genauso Apple, denn die lösen jedes Problem für dich als Kunden. Dem müssen andere Unternehmen etwas entgegensetzen können.  #00:12:06-0#

Thomas: Was können Sie dem entgegensetzen, und auf welche Art und Weise wird ein Unternehmen magnetisch? #00:12:11-7#

Christian: Einiges hängt vom Purpose ab, also vom Sinn der Unternehmungen, die man bietet. Gerade für die jüngere Generation ist das sehr wichtig. Als Unternehmer muss ich begründen können, warum ich mit meinen Produkten tätig bin. Wenn der Zweck lediglich das Geldverdienen ist, dann ziehst du niemandem die Wurst vom Teller und motivierst niemanden. Wer einen Auftrag hat, beispielsweise, die zufriedensten Kunden zu haben oder den Kunden ein außergewöhnliches Erlebnis bieten zu wollen, der kann andere begeistern. Das Motiv muss kein weltveränderndes sein, sondern es muss etwas sein, zu dem ein potenzieller Mitarbeiter gerne einen Beitrag leisten möchte. Darüber sollten Unternehmen nachdenken, ohne zu philosophisch zu werden. #00:13:17-0#

Das Zweite ist die Beziehungsorientierung, die ich „Verbindung“ nenne. Sie ist eine sehr wichtige Dimension, die sehr viel mit Wertschätzung zu tun hat. Mitarbeiter sollen nicht nur dann wertgeschätzt werden, wenn sie etwas Besonderes leisten, sondern auch für ihre Person und ihre Unterschiedlichkeit und Individualität. Das Normale ist nicht normal, und deswegen gilt die Wertschätzung auch für den täglichen Beitrag, den sie leisten. Mit dieser Geisteshaltung motiviert man Menschen. Ich hatte das Glück, einen Chef mit dieser Einstellung zu haben, und ich habe alles darangesetzt, ihn nicht zu enttäuschen. Für ihn und auch für das Team wollte ich mein Bestes geben. Mit diesen beiden Grundhaltungen komme ich sehr weit.  #00:14:19-4#

Thomas: Diese Einstellungen kann man als Führungskraft erlernen?  #00:14:26-7#

Christian: Ja, das kann man erlernen, und zwar, indem man bei sich selbst damit beginnt. Das klingt banal, aber wenn ich eine Verbindung zu anderen Menschen aufbauen will, dann muss ich zunächst mit mir selbst verbunden sein.  #00:15:00-4#

Thomas: Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Kommunikation, die oft eine Quelle für Differenzen und Missverständnisse ist. Welche Probleme siehst du in der Kommunikation?  #00:15:19-4#

Christian: Das größte Missverständnis ist, zu glauben, dass wir einander verstehen. Die Ausgangslage zwischen zwei Menschen ist immer das Missverständnis. Wenn sich zwei Menschen kennenlernen, dann wissen sie nichts übereinander, und sie verstehen sich nicht. Das ist die Wahrheit. In der Paartherapie gibt es ein Tool, dass sich „Zwiegespräch“ nennt. Dieses Gespräch beginnt immer mit dem Satz, „ich bin nicht du, und ich kenne dich nicht“. Das bestätigt, dass ich selbst meinen Partner, mit dem ich viele Jahre zusammenlebe, nicht wirklich kenne. Das ist jetzt sehr philosophisch, aber wenn wir es operativ angehen, dann ist es Fakt, dass wir einander nicht verstehen. Bei der simplen Kommunikation zwischen zwei Abteilungen eines Unternehmens kann ich nicht sagen, „ich habe dich verstanden“, denn woher will ich das wissen? Aktives und einfühlsames Zuhören ist gefragt, und das wird gezeigt, indem ich erkläre, was ich verstanden habe. Dann kann man einen Abgleich machen.  #00:16:42-9#

Als ich im Marketing gearbeitet habe, sind wir automatisch so vorgegangen. Wir haben mit Werbeagenturen zusammengearbeitet, die oft ein anderes Verständnis haben. Sie sprechen zwar auch Deutsch, aber gefühlt eine völlig andere Sprache, und es gibt Übersetzer, die sich Kontakter nennen. Wir hatten die eiserne Regel, dass niemand mit der Arbeit beginnen durfte, bevor nicht ein schriftliches Briefing mit einer klaren Struktur vorlag. Das wird heutzutage viel zu wenig gemacht. Später haben wir ein Debriefing bekommen, ein so genanntes „Created Brief“. Das war das, was sie verstanden hatten, in ihrer Sprache ausgedrückt.  #00:17:39-2#

Beim Abgleich stimmte vieles nicht überein, und wir mussten noch ein bisschen hin und her ruckeln. Aber erst dann durften sie anfangen, zu arbeiten, denn sonst wäre nur Murks dabei herausgekommen. Bei der Präsentation ihrer Arbeiten haben wir uns trotzdem oft genug gefragt, was in aller Welt sie geraucht haben, denn es gab trotz schriftlichem Briefing viele Missverständnisse. Durch Fehldeutungen geht sehr viel Zeit und leider auch Vertrauen flöten. Wenn ich umgekehrt das Gefühl habe, dass mir jemand gut zuhört und dass er mich verstehen will, dann baut das Vertrauen auf. Und wenn Vertrauen existiert, dann gehen Dinge schneller und kosten weniger Geld. Deswegen ist die Kommunikation ein absoluter Schlüssel, um die Unternehmenskultur zu steigern.  #00:18:48-5#

Thomas: Einer meiner ersten Kunden war eine Marketingagentur, und mit ihnen habe ich Ähnliches erlebt. Das war das erste Mal, dass ich mit wirklich kreativen Menschen zusammengearbeitet habe, und ich musste mich auf diese Arbeitsweise umstellen. Ich habe gedacht, ich sei in einem falschen Film, aber am Schluss haben wir alles hinbekommen.  #00:19:19-7#

Christian: Sie haben auch eine andere Art zu denken, und neben der inhaltlichen Komponente gibt es noch die zwischenmenschliche. Im Marketing arbeiten häufig Künstler, die anders ticken, und man muss so manches Mal aufpassen, dass man ihnen nicht auf den Schlips tritt. Es gibt verschiedene Dinge, die man im Umgang mit solchen Menschen beachten muss. Wenn du mit ihnen arbeiten und sie begeistern möchtest, dann musst du verstehen, was sie antreibt. Und auch das ist eine Form der Kommunikation. Man muss mit ihnen mal ein Gläschen Wein trinken oder schön zusammen essen gehen, denn wenn sie auftauen, dann erfährst du, was sie tatsächlich motiviert. Oft geht es nicht um Geld, sondern sie wollen vielleicht eine tolle Idee realisieren. Oder es geht um Ruhm, denn sie träumen davon, für Cannes nominiert zu werden. Dann wird dir klar, welche Schwerpunkte du setzen musst, um eine Basis für eine gute Zusammenarbeit zu schaffen. Das ist sowohl innerhalb als auch außerhalb eines Unternehmens sehr wichtig für die Kultur.  #00:20:46-2#

Thomas: Diese Tipps gelten nicht nur für kreative Menschen, sondern sie sind generell ein wichtiger Punkt im Umgang miteinander.  #00:20:52-3#

Christian: Ein normales Unternehmen hat eine Finanzabteilung, eine IT-Abteilung und einen Vertrieb. Man kann sich vorstellen, dass sie alle unterschiedliche Sprachen sprechen, denn auch innerhalb einer Firmenstruktur sind die Mitarbeiter in den einzelnen Bereichen sehr unterschiedlich und vielfältig. Alle sind anders, und diese Andersartigkeit gilt es, als Chance zu begreifen. Wenn das klappt, entsteht eine starke Unternehmenskultur.  #00:21:29-6#

Thomas: Auf deiner Webseite habe ich entdeckt, dass du ein  Unternehmer-Jahres-Coaching anbietest. Was passiert dabei? #00:21:40-8#

Christian: Das Jahres-Coaching beginnt ab dem kommenden Jahr und ist offen für Unternehmer, die sich zwölf Monate lang begleiten lassen. Ich werde individuell mit einzelnen Unternehmern und deren Unternehmen zusammenarbeiten, je nach ihren Bedürfnissen. Es ist aber auch möglich, in Gruppen mit maximal zehn Leuten zusammenzuarbeiten. Auf jeden Fall wird es sehr spannend, mit vielen verschiedenen Unternehmern zusammenzukommen.  #00:22:15-6#

Wenn ich in ein Unternehmen hineingehe und ein Programm zur Entwicklung einer magnetischen Unternehmenskultur beginne, dann ist klar, dass das nicht von jetzt auf gleich funktioniert. Man benötigt zunächst drei Monate, um den Wagen anzuschieben. Der erste Schritt ist die Standortbestimmung, um herauszufinden, wo wir stehen. Im zweiten Schritt bestimmen wir, wohin es gehen soll. Das hört sich nach einem großen Ziel an, nach einer Vision, aber es ist wichtig zu definieren, wie die gewünschte Unternehmenskultur aussehen soll. Wo wollen wir hin? Vielen ist nicht klar, wo sie gerade stehen, und deswegen ist diese Analyse wichtig. In meinem Buch beschreibe ich den Weg von Mars Deutschland, einem zwar großen, aber einem Familienunternehmen. Vor zehn Jahren haben sie zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Gallup eine Standortbestimmung gemacht und sind aus allen Wolken gefallen. Sie haben gedacht, sie seien in den Top 20 Prozent aller Unternehmen. Aber Gallup hat herausgefunden, dass das nicht der Fall ist. Sie waren sogar ziemlich weit davon entfernt. Daraufhin haben sie sich an die Arbeit gemacht, und jetzt, zehn Jahre später, sind sie zwar noch nicht ganz dort, wo sie hinwollen, aber sie haben riesige Fortschritte gemacht. Das sind die Zeiträume, die man einplanen muss, denn es geht um die Veränderung von Einstellungen, Gewohnheiten und Kommunikation.  #00:23:55-0#

Und der dritte Schritt ist der Aufbau von Kernprioritäten und von einer Unternehmensstrategie, damit das Ganze den nötigen Zug bekommt. Man muss Ideen entwickeln, mit denen es möglich wird, die neuen Komponenten in das Gesamtunternehmen einzubringen. Und das machst man gemeinsam mit den zwei Führungsebenen. Die erste Führungsebene stellt Thesen auf und nimmt die zweite Ebene mit an Bord, denn die ist näher an der Operative dran. Das Ganze kombiniert dann in ein Launch Event. Wir machen ein richtiges kreatives Event daraus. In meinem Buch wird das sehr schön von meinem ehemaligen Chef beschrieben, der solche Events mehrfach in Skandinavien durchgeführt hat. Es muss kreativ sein, denn man möchte die Mitarbeiter emotional auch mitnehmen. #00:25:08-0#

Kulturprojekte scheitern häufig an der Banalität. Es werden Mousepads verteilt, auf denen steht, „Unsere Werte sind…, wir verhalten uns alle verantwortlich…“, aber das wirkt nicht. Du musst die Menschen im Herzen erreichen, so dass sie aus voller Überzeugung sagen, ja, das ist wirklich cool, und ich weiß, was mein Beitrag dazu ist.  #00:25:41-7#

Die vierte Phase dauert ein bisschen länger, und in der Regel brauchst du zu diesem Zeitpunkt keine Externen mehr. Je nach Größe des Unternehmens sollte man eine unterschiedliche Zahl von Kulturbotschaftern installiert haben, die den erreichten Prozess weiter begleiten. Dabei geht es um kleine, aber stetige Veränderungen. Diese Kulturbotschafter haben die Aufgabe, immer wieder in die verschiedenen Bereiche des Unternehmens hineinzuhorchen und herauszufinden, wo man kleine Verbesserungen vornehmen kann.  #00:26:24-6#

Du kennst sicher die Thematik, wie man Gewohnheiten entwickelt. Viele kleine Veränderungen führen zu einem großen Ergebnis. Und das ist auch in einer Organisation der Fall, vielleicht sogar noch stärker, weil dort viele Menschen sind. Wenn viele Menschen viele kleine Dinge verändern, dann kann nach einer gewissen Zeit etwas Großes dabei herauskommen. Und dann fühlt sich die ganze Kultur anders an. Das hat Mars für sich entdeckt und umgesetzt. Das Unternehmen macht jährlich eine neue Erhebung, um zu kontrollieren, wie sie vorangekommen sind und wo sie noch nachjustieren müssen.  #00:27:18-0#

Thomas: Wer an diesen Themen und an Christians Buch interessiert ist, der findet in den Show Notes zu dieser Podcastfolge die entsprechenden Links. Vielleicht können wir uns irgendwann zu einer zweiten Ausgabe treffen, denn es gäbe noch sehr viel Interessantes zu besprechen. Ich hätte noch so viele Fragen an dich!  #00:27:36-8#

Christian: Ja, sehr gerne. Du stellst sehr gute Fragen, und unser Gespräch macht mir riesigen Spaß.  #00:27:44-5#

Thomas: Wo im Netz kann mehr über dich erfahren? #00:27:49-2#

Christian: christianconrad.org ist meine Webseite, und du findest mich auf Instagram, Facebook und LinkedIn und XING. Ich habe auch einen Podcast und schreibe einen Blog. Wer Interesse daran hat, regelmäßig von mir zu hören, kann den wöchentlichen Newsletter zur magnetischen Unternehmenskultur abonnieren.  #00:28:26-6#

Thomas: Das werden wir natürlich alles in den Show Notes verlinken. Ich bedanke mich für das spannende Gespräch. Es hat einen Riesenspaß gemacht. Jetzt musst du nur noch schauen, dass euer Fußballverein Werder Bremen nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. (Lacht).  #00:28:43-1#

Christian: Das kostet echt Nerven! (Lacht)  #00:28:45-2#

Thomas: Das glaube ich. Ich war früher Fußballtrainer, und einer meiner besten Kollegen von damals ist Fan von Werder Bremen. Er leidet jedes Mal extrem mit.  #00:28:52-9#

Christian: In den großen Zeiten von Werder gab es viele Österreicher im Team, zum Beispiel Andreas Herzog und Marko Arnautović. Jeder Verein hat seine Quellen, wo gute Spieler herkommen, und wir bei Werder hatten viele Teamplayer aus Österreich.  #00:29:20-6#

Thomas: In meinem Podcast gehört das letzte Wort immer dem Gast. Wenn du noch ein kurzes Statement für meine Hörerinnen und Hörer hast, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Ich sage vielen lieben Dank und freue mich auf eine Fortsetzung. Ich wünsche dir einen schönen Tag.  #00:29:37-5#

Christian: Mein kleiner Shout-Out ist folgendes Zitat: Versuche, Menschen dabei zu erwischen, wie sie Dinge richtig machen und schau, was dann passiert.  #00:29:52-2#

Thomas: Ein Dankeschön für diesen letzten Tipp, lieber Christian. Das war ein wirklich spannendes Interview, bei dem auch ich wieder viel gelernt habe. Das ist das Schöne für mich als Podcast-Host, denn ich habe nicht nur interessante Gäste, sondern darf auch von ihnen lernen. Die ganzen Links zu den Angeboten von Christian findest du wie üblich in den Show Notes in der Beschreibung zu diesem Podcast. Ich sage vielen lieben Dank fürs Zuhören, machs gut und genieße deinen Tag.  #00:30:37-3#

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für dein Selbstmanagement. Damit du endlich wieder mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben hast.  #00:30:54-6#

Hallo & herzlich willkommen

Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

Frisch aus dem Blogger-Ofen

Bleib am laufenden

Facebook

Mit dem Laden des Beitrags akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Facebook.
Mehr erfahren

Beitrag laden

Schon gesehen?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden