Selbständig machen im E-Commerce – wie geht das

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Von zuhause aus arbeiten können, selbständig sein, deine Zeit frei einteilen können und trotzdem Geld verdienen…vielleicht sogar sehr viel Geld – für mich klingt das nach einem absoluten Traumberuf, oder etwa nicht?! Tatsächlich gibt es dank Internet mittlerweile einige Berufe, auf welche diese Beschreibung zutrifft. Klar, sie sind gefragt und dementsprechend groß ist der Konkurrenzdruck. Dennoch solltest du dich davon nicht abschrecken lassen, denn gerade der E-Commerce bietet jetzt sowie in Zukunft große Potenziale. Wenn auch du also von der Selbständigkeit mit einem Online-Shop träumst, verrate ich dir folgend, wie du aus diesem Traum deine neue Realität machen kannst.

Noch ein Online-Shop mehr?

In der Theorie klingt dein Vorhaben ganz einfach: Du gründest einen eigenen Online-Shop, verkaufst Waren deiner Wahl und wirst dadurch reich. Ganz so simpel ist das in der Praxis aber leider nicht. Schließlich ist die Konkurrenz im Internet groß, es wimmelt geradezu von Online-Händlern und selbst viele Nischen sind bereits besetzt. Die Frage, ob sich die Selbständigkeit im E-Commerce überhaupt noch lohnt, hat daher ihre Daseinsberechtigung. Dennoch lässt sie sich mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten, sofern du die Sache richtig angehst. Schließlich befindet sich der E-Commerce in einem rasanten Wachstum und somit bietet der Markt noch Platz für zahlreiche neue Anbieter in vielen verschiedenen Branchen.

Diese Fehler solltest du vermeiden

Viele Gründer im Bereich E-Commerce machen jedoch dieselben Fehler und verhindern dadurch unbewusst, dass ihr Online-Shop erfolgreich werden kann. Um „richtig“ an die Sache heranzugehen, solltest du also erst einmal folgende Fehler nicht machen – und bist somit deiner Konkurrenz bereits einen großen Schritt voraus:

  1. Sei kein „Allrounder“, sondern spezialisiere dich auf eine gewisse Art von Produkten, welche du online verkaufen möchtest. Deine Nische zu finden, ist vor allem zu Beginn extrem wichtig, um aus der Masse herauszustechen und dich von den größeren Konkurrenten abzuheben. Je mehr dein Business wächst, umso weiter kannst du es später diversifizieren.
  2. Unterschätze nicht die Bedeutung der URL, denn diese ist deine Identität im Internet und bestimmt, womit dich deine (potenziellen) Kunden assoziieren. Kreativität ist dabei weniger wichtig als der Wiedererkennungswert. Deine Domain muss also selbsterklärend und möglichst kurz sein, um den Usern bestmöglich im Gedächtnis zu bleiben.
  3. Informiere dich vorab über steuerliche und rechtliche Fragen. Ansonsten musst du deinen Online-Shop vielleicht unerwartet schließen, obwohl du bereits erste Erfolge verzeichnet hast, oder riskierst sogar noch schlimmere Strafen. Wichtig ist daher, dass du deine Selbständigkeit im E-Commerce von Anfang an auf solide Beine stellst.
  4. Beginne nicht unprofessionell und mit dem Motto „Das mache ich später irgendwann besser“ – sondern gib von Anfang an dein Bestes. Denn einerseits verleitet das Aufschieben dazu, deinen Online-Auftritt niemals zu verbessern, und andererseits strahlt nur Professionalität auch Seriosität aus. Mit einem unprofessionell wirkenden Online-Shop wirst du also keine Kunden gewinnen können.
  5. Vernachlässige nicht das Marketing, denn dieses ist von Anfang an ein wichtiger Erfolgsfaktor für jeden Online-Shop. Es ist daher wichtig, dass du von Beginn an ausreichend Zeit und Geld investierst, um deine Marke zu bilden oder deine Zielgruppe zu erreichen und in Stammkunden umzuwandeln.
  6. Und zuletzt darfst du nicht die Bedeutung der Kundenzufriedenheit unterschätzen. Denn dein Schlüssel zum Erfolg sind nicht einmalige Käufe durch Kunden, sondern zufriedene Stammkunden, die immer wiederkehren, deinen Online-Shop weiterempfehlen und dir gute Bewertungen hinterlassen. Kundenservice sollte für dich deshalb jederzeit an oberster Stelle stehen.

Wenn du diese typischen Anfängerfehler vermeidest, hast du beste Chancen, dass dein Online-Shop überhaupt sowie schnellstmöglich erfolgreich wird. Doch das reicht natürlich noch nicht aus…

Erfolgsfaktoren für dein E-Commerce-Business

Es geht schließlich nicht nur darum, so wenig wie möglich falsch zu machen, sondern du musst natürlich auch vieles richtig machen. Dafür musst du also Persönlichkeit gewisse Grundvoraussetzungen mitbringen. Du brauchst sozusagen einen „Unternehmergeist“, sprich eine gewisse Risikofreude und die Bereitschaft, notfalls auch zu scheitern, aus deinen Fehlern zu lernen und es noch einmal zu versuchen – anstatt frustriert den Kopf in den Sand zu stecken. Du brauchst eine gute Selbstorganisation sowie -motivation und wirkungsvolle Strategien zur Stressbewältigung. Wenn du eine solche „Unternehmerpersönlichkeit“ mitbringst, stehen deine Chancen auf eine erfolgreiche Selbständigkeit im E-Commerce bereits sehr gut. Weitere wichtige Erfolgsfaktoren sind

  • ausreichend finanzielle Mittel, um die notwendigen Investitionen tätigen und Zeiten ohne Einnahmen überbrücken zu können, denn diese wird es vor allem zu Beginn geben. Das Gute an der Internet-Selbständigkeit ist, dass du vergleichsweise geringe Anfangsinvestitionen hast. Dennoch brauchst du natürlich eine Domain, ein Webdesign, einen Lagerbestand deiner zu verkaufenden Produkte und einige weitere Dinge, die Geld kosten, noch bevor du deinen ersten Verkauf tätigen kannst.
  • genügend Zeit, denn viele Online-Händler haben nebenberuflich mit ihrer Selbständigkeit begonnen. Entscheidest auch du dich dafür, musst du deinen Online-Shop neben deiner Haupterwerbstätigkeit sowie deinen weiteren Verpflichtungen aufziehen. Das bedeutet, dass du eine Menge Freizeit brauchst, um die Sache mit der notwendigen Ernsthaftigkeit angehen zu können – denn eine Selbständigkeit ist mehr als nur ein „Hobby“.
  • exklusive Branchen-Insights, damit du den Wettbewerb realistisch einschätzen und die Marktsituation analysieren kannst. Nur so findest du deine Nische und kannst deine Konkurrenz ausstechen. Es ist daher wichtig, dass du vor (!) der Konkretisierung deines Geschäftsmodells eine entsprechende Analyse durchführst.
  • ein tragfähiger Businessplan, wie bei jeder anderen Selbständigkeit auch. Er ist dein „Wegweiser“ durch die nächsten Jahre und beinhaltet sowohl dein gegenwärtiges Konzept als auch die wichtigsten Ziele für die Zukunft. Diesen Businessplan erstellst du am besten mit professioneller Hilfe wie einer Gründungsberatung oder einem Steuerberater. Er ist zudem dein Weg zu Fördergeldern oder zur Gewinnung von Investoren. Selbst, wenn du dich also vorerst „nur“ nebenberuflich selbständig machen möchtest, musst du die Sache mit der notwendigen Professionalität angehen.
  • eine starke Marke, denn diese ist dein Erfolgsrezept, um dich von der Konkurrenz abzuheben, die Kunden von dir zu überzeugen und zu treuen Stammkunden zu machen. Das Branding sollte für dich daher von Anfang an eine tragende Rolle spielen und sich bereits in der URL, dem Namen sowie Design deines Online-Shops, ebenso wie in deinen Produkten wiederfinden. Du brauchst zum Beispiel eine einheitliche Verpackung mit Etiketten, die hochwertig wirken und auf denen dein Logo oder Slogan,  zu finden ist, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.
  • die richtige Plattform, denn dein eigener Online-Shop ist zwar die wichtigste Grundlage, dennoch kann sich eine Diversifikation auszahlen. Prüfe also, ob du deine Produkte zusätzlich auf Marktplätzen wie Amazon oder Ebay anbieten kannst – jedoch macht auch das nur Sinn, wenn du deine dortigen Präsenzen pflegst sowie mit aktivem Marketing bewirbst.
  • sichere Bezahlmöglichkeiten, und zwar in der Mehrzahl. Denn deine Kunden wünschen sich verschiedene Optionen, wenn sie ihre bestellte Ware bezahlen möchten und vertrauen dabei vor allem auf namhafte Services wie PayPal oder Sofortüberweisung.
  • gute Bewertungen, denn das Empfehlungsmarketing ist die mitunter wirksamste und zugleich eine kostenfreie Art der Werbung. Biete daher die Möglichkeit an, deinen Online-Shop oder sogar einzelne Produkte zu bewerten – und als Kunde entsprechende Rezensionen zu lesen. Das gilt auch für deine weiteren Plattform wie beispielsweise einen Amazon-Shop.
  • aussagekräftige Bilder und Beschreibungen deiner Produkte, denn der große Nachteil im E-Commerce ist nach wie vor die fehlende Haptik. Je besser die Kunden also die Optik sowie Qualität der Ware im Detail einschätzen können, umso mehr Vertrauen fassen sie und desto größer ist die Chance, dass sie das Produkt tatsächlich in deinem Online-Shop kaufen.
  • das „richtige“ Marketing. Wie bereits erwähnt, entscheidet es von Beginn an über deinen Erfolg oder Misserfolg. Das bereits erwähnte Branding ist dabei ein wichtiger, aber eben nicht der einzige Faktor. Vor allem die Suchmaschinenoptimierung spielt heutzutage außerdem eine wichtige Rolle, damit dein Online-Shop überhaupt von deiner Zielgruppe gefunden wird. Zudem erweist sich das Influencer-Marketing gerade bei noch jungen Marken als äußerst wirkungsvoll.

Wenn du diese Tipps berücksichtigst und dadurch von Anfang an richtig an die Sache herangehst, stehen deine Chancen gut, von deiner Selbständigkeit im E-Commerce eines Tages (sehr gut) leben zu können. Solltest du also mit diesem Gedanken spielen, ist genau jetzt die richtige Zeit, um ihn umzusetzen – bevor der Konkurrenzdruck am Markt weiter steigt. Ich wünsche dir viel Erfolg!

Bilder:

  • Bild 1: Adobe Stock – deagreez / 208223997
  • Bild 2: Adobe Stock – Stanisic Vladimir / 91792355
  • Bild 3: Adobe Stock – terovesalainen / 296727294
  • Bild 4: Adobe Stock – mrmohock / 220352362

Hallo & herzlich willkommen

Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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