Selbstmanagement – 1 x schlecht, 1 x gut + eine Strategie

Selbstmanagement ist etwas, das nicht von heute auf morgen Erfolge bringt, sondern man muss sie sich erarbeiten. Im heutigen Artikel schreibe ich mir ein wenig den Frust von der Seele und möglicherweise werde ich auch etwas emotional (zumindest im Podcast).

Aber ich möchte einfach versuchen, für dieses Thema zu sensibilisieren und die Menschen da draußen (vielleicht ja auch dich) wachzurütteln.

Extrem viele Menschen denken ja, dass sie jetzt einfach mal ein wenig Selbstmanagement machen und dann ist alles wieder gut. Wenn ich heute ein paar Tricks oder Übungen für mein Selbstmanagement anwende, dann sind der Stress und die Hektik plötzlich wieder weg und ich habe dann wieder mehr Zeit zur Verfügung.

Jaaaaa, genau so läuft das! Schnipp, schnipp: aufwachen!


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Selbstmanagement: Die schlechte Nachricht

Nein, sorry, ich muss dich enttäuschen, genau so läuft das nämlich nicht. Wie in allen Bereichen des Lebens musst du auch im Selbstmanagement zuerst Zeit investieren, um in Zukunft mehr freie Zeit für dich zu schaffen.

Ich verstehe nicht, warum viele Menschen das im Bereich Selbstmanagement nicht verstehen wollen, es in anderen Bereichen des Lebens aber ganz normal ist:

  • Du musst ja schließlich auch dein Auto erst tanken, bevor du losfährst. Oder hast du schon jemals gesagt, nein, die Zeit kann ich jetzt nicht investieren?
  • Ebenso musst du Wasser zuerst erhitzen, um im Anschluss Tee trinken zu können.
  • Und du musst das Essen erst einkaufen und zubereiten, bevor du es zu dir nehmen kannst.
  • Und wenn du Gemüse anbauen solltest, dann musst du auch erst die Zeit in die Aufzucht investieren, um es im Anschluss genießen zu können.

Aber verflucht noch mal, warum glaubt fast jeder, im Selbstmanagement muss man nichts investieren und kann die Früchte sofort ernten? Das funktioniert so nicht!

Du musst jetzt die Zeit in die Verbesserung deines Selbstmanagements investieren, um zukünftig dann mehr Zeit zur Verfügung zu haben. „Mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben“ funktioniert nur, wenn du jetzt bereit bist, mehr Zeit zu investieren.

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Ein paar Beispiele gefällig?

Zeitprotokoll führen: Wenn du die nächsten 5-10 Werktage Zeit investierst, ein Zeitprotokoll zu führen, um herauszufinden, welche deiner Tätigkeiten du eliminieren, automatisieren, oder delegieren kannst, wirst du nach diesen 10 Werktagen mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben.

Morgenritual erstellen: Wenn du jetzt die Zeit in ein neues Morgenritual investierst und dieses die nächsten 30 Tage durchziehst und zur Gewohnheit machst, dann wirst du zukünftig den ganzen Tag über produktiver sein und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben generieren.

Tagesplanung: Wenn du täglich 5 Minuten in deine Tagesplanung investierst, wirst du den gesamten Tag über strukturierter und effizienter arbeiten und mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben schaffen.

Umgang mit Evernote erlernen: Wenn du dir jetzt die Zeit nimmst und dir meinen Videokurs zu Evernote ansiehst und so den sinnvollen Umgang mit diesem Programm erlernst, wirst du dich dein gesamtes weiteres Leben viel leichter dabei tun, dich selbst zu managen.

Nie mehr aufschieben: Wenn du Dinge im Leben hast, die du schon lange vor dir herschiebst, dann musst du dich auf die Erledigung dieser Dinge erst vorbereiten und einen Plan erstellen (wie genau, erkläre ich in meinem Aufschieben-Kurs).

Wie du anhand dieser Beispiele siehst: Du musst jetzt mal Zeit investieren, um zukünftig mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu haben.

Selbstmanagement: Die gute Nachricht

Wenn du diese Zeit jetzt investierst, profitierst du dein gesamtes restliches Leben davon.

Das Zeitprotokoll führe ich einmal jährlich, Evernote eignest du dir ein einziges Mal an, Tagesplanung kostet einmal täglich ein wenig Zeit und so weiter und so fort.

Je öfter du diese Dinge anwendest, umso schneller, effizienter und produktiver erledigst du sie und umso weniger Zeit kosten sie. Je öfter du diese Dinge anwendest, umso besser wird sich dein Selbstmanagement optimieren.

Wenn du das Mindset „Ich muss jetzt Zeit investieren, um in Zukunft davon zu profitieren“ verinnerlicht hast, dann wird vieles möglich:

  • Mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben
  • Produktiver und effizienter bei der Arbeit
  • Mehr Spaß an der Arbeit
  • Weniger vergessen und (dank Evernote) besser organisiert sein
  • Du wirst vom Aufschieber zum Umsetzer und Dranbleiber

Die Strategie

Sieh meinen gesamten Blog hier, aber auch meinen Campus als großen Selbstmanagement-Selbstbedienungsladen. Sieh dich in diesem Laden einmal um und such dir einen der Tipps oder Strategien daraus aus.

Ganz wichtig: Suche dir zunächst einmal nur einen einzigen aus und mach nicht den Fehler, mehrere gleichzeitig umsetzen zu wollen.

Probiere dieses Ding aus und überprüfe, ob es dir gefällt. Falls es dir gefällt, mach daraus eine Gewohnheit, indem du es die nächsten 30-60 Tage umsetzt. Erst wenn du dieses Ding vollkommen automatisiert hast, betrittst du den großen Selbstmanagement-Laden wieder und suchst dir das nächste Ding aus.

Mehr zum Thema Gewohnheiten installieren erfährst du in meinen beiden Büchern der „Alles im Griff“-Reihe (hier geht es zu Teil 1 und hier zu Teil 2).

Fazit für dein Selbstmanagement

Hör auf zu glauben, du musst nichts investieren, um mit Selbstmanagement was zu erreichen. Schaffe den Mindshift hin zu „Ich muss jetzt Zeit investieren, um zukünftig Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu schaffen“.

Beginne dann, Zeit in dein Selbstmanagement zu investieren, indem du dir die richtigen Gewohnheiten antrainierst.

Dabei wünsche ich dir viel Spaß und viel Erfolg!

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße,

Thomas

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.

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2017-08-24T15:22:20+00:00 16 Comments

16 Comments

  1. JOHANN feichtinger 31. Januar 2016 at 09:37 - Reply

    Hallo Thomas!
    Dein heutiger Blog hat mir sehr gut gefallen, besonders die deutliche Ansprache.
    Das Grundprinzip ist einfach, wenn man etwas bekommen will, muss man vorher etwas investieren. Dies erfordert natürlich einen Zeitaufwand, zahlt sich im Ergebnis aber aus.
    Deine klaren Worte haben mir einen schönen Einstieg in den heutigen Sonntag gebracht.

    Danke, lG. Hans

    • Thomas 31. Januar 2016 at 09:41 - Reply

      Hallo Hans!

      Vielen Dank für dein Feedback. Das freut mich sehr 🙂

      lG Thomas

  2. Andrea 31. Januar 2016 at 11:32 - Reply

    Hallo Thomas,

    dein Artikel heute bringt es auf den Punkt. Ich bin gerade dabei dein Buch mit der effizienten Tagesplanung durchzuarbeiten. Ich habe zwar einen Beruf der nicht wirklich in die Zielgruppe passt, aber ich passe alles so an das es passt. Ich arbeite, schlafe, esse und organisiere alles auf weniger als 10 qm (ich bin LKW Fahrerin).
    Ich kenne heute meine Termine für die Woche noch nicht, wobei ich als Termin meine Lade- und Entladestellen sehe, auch wenn ich nicht an bestimmte Uhrzeiten gebunden bin, sondern nur an die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten.
    Ich möchte nebenbei Betriebswirtschaft und Französisch lernen, aber bei max 11 Stunden pause ist das gar nicht so einfach.
    In den 11 Stunden muss ich essen, duschen, schlafen, beruflichen Papierkram erledigen und natürlich mit meinem Hund, der mich begleitet, raus.

    Aber ich beiße mich durch und investiere die Zeit die ich brauche, um alles in den Griff zu bekommen und mir am Tag zumindest 30 min Zeit freizuschaufeln um Zeit zum lernen zu finden.

    LG Andrea

    • Harald 31. Januar 2016 at 14:48 - Reply

      Das muss ich jetzt einfach mal loswerden: Andrea, vor so einer Einstellung, vor solch einem Willen und Fokus habe ich einen Heiden-Respekt! Ich wünsche Dir ganz, ganz viel Erfolg bei Deinem Vorhaben!!! Und grüß mir Deinen Hund 🙂
      Cheers – H.

    • Thomas 31. Januar 2016 at 16:08 - Reply

      Hallo Andrea!

      Das ist echt super, dass du das schaffst. Du hast meinen Respekt und an dir können sich sicher viele ein Beispiel nehmen.

      Mach weiter so!

      Viel Erfolg dabei.

      Liebe Grüße,
      Thomas

  3. Lydia 31. Januar 2016 at 22:39 - Reply

    Hallo Thomas,
    danke für diesen krassen Artikel, Er rüttelt echt wach und ja ich erkenne mich wieder. Auch ich hab diese Gedanken gehabt und war gefrustet, als das alles nicht funktionierte. Aber dann hab ich entdeckt, dass ich die richtige Selbstmanagement-Methode für mich gar nicht entdeckt hatte. Evernote, TodoIst… das funktioniert bei mir nicht. Aber ein BulletJournal funktioniert komischerweise. Da schaue ich ganz automatisch jeden Tag rein, Todoist vergesse ich trotz Erinnerung und Evernote genauso.
    Vielleicht ticken da auch Frauen und Männer anders 😉

    Herzliche Grüße
    Lydia

    • Thomas 1. Februar 2016 at 07:57 - Reply

      Hallo Lydia!

      Ich glaube gar nicht, dass der Unterschied zwischen Männern und Frauen so groß ist, ich denke eher das alle unterschiedlich ticken was Selbstmanagement betrifft. Insofern muss jeder herausfinden, was zu ihm passt.

      Freut mich, dass du das geschafft hast.

      lG Thomas

  4. will bauer 4. Februar 2016 at 15:02 - Reply

    Hallo Thomas,

    toller Artikel. Ich merke selbst wie schwer mir das fällt, selbst trotz technischer Unterstützung mit der hauseigenen Software, die mich vor Ablenkungen schützt. (übrigens ein sehr effektives Mittel)

    Habe letztens das Beispiel von Tiger Woods aus den Jahren 2003 rum gehört. Er hat 2 Jahre gebraucht, um deinen „Schwung“ wieder zu ändern. Und das mit täglichem Training!!“

    Die meisten von uns trainieren mit Sicherheit nicht so hart, wie er und glauben trotzdem sie können, ihre Gewohnheiten von heute auf morgen ändern, aber so läuft das nun mal nicht.

    Immer eine Sache nach der anderen! Dann bekommt man die investierte Zeit auch wieder zurück.

    Also nicht Zeitprotokoll führen & Morgenritual & Evernote gleichzeitig lernen, sondern eins nach dem anderen…

    Liebe Grüße aus Paderborn
    Will

    • Thomas 4. Februar 2016 at 16:02 - Reply

      Hallo Will!

      Genau so ist es.

      Danke für das super Beispiel mit Tiger. Wahnsinn.

      lG Thomas

  5. Torsten | ausdauerblog 5. Februar 2016 at 22:18 - Reply

    Thomas, du sprichst mir aus der Seele!!!

    Danke für die klaren und wahren Worte!
    Anfangen, dranbleiben und jeden Tag ein bisschen besser werden, ist der Schlüssel zum Erfolg.

    Die viel gerühmte Ausdauer halt!

    Viele Grüße
    Torsten

    • Thomas 6. Februar 2016 at 07:43 - Reply

      Hallo Torsten!

      Genau so ist es 😉

      lG Thomas

  6. Daniele 8. Februar 2016 at 22:36 - Reply

    Eigentlich richtig und auch logisch.
    Aber wie oft höre ich auch in Firmen: „Nö, haben wir nicht, nie gemacht, dafür haben wir keine Zeit.“ Obwohl man ganz genau weiss, dass damit alles schneller gehen könnte.
    Vielleicht ist es das Problem aus „Alltagstrott“ raus zu kommen um zu sagen: „So, jetzt mache ich meine Tagesplanung“.
    Vielleicht ist es aber auch das Problem, dass man davon nicht viel hält: „Morgenritual, investiere Zeit, und dann klappt doch nicht oder es verspricht nicht das, was ich dachte.“

    • Thomas 9. Februar 2016 at 11:33 - Reply

      Richtig, man muss sich die Zeit nehmen um es zu TUN, aber auch die Zeit nehmen um die richtigen Selbst-Management Dinge für sich zu finden.

  7. […] „Selbstmanagement – 1 x schlecht, 1 x gut eine Strategie“ – Selbstmanagement ist etwas, das nicht von heute auf morgen Erfolge bringt, sondern man […]

  8. Maren Kaiser 24. April 2016 at 09:34 - Reply

    Hallo Thomas,

    das sind ganz wichtige Faktoren, die du genannt hast.

    Sie reichen allerdings nicht immer aus, um das eigenen Selbstmanagement zu verbessern.

    Dann heißt es tiefer zu blicken:
    Welche inneren Antreiber, hinderlichen Glaubenssätze oder Werte stehen mit mir im Weg?

    Herzliche Grüße
    Maren

    • Thomas 24. April 2016 at 14:20 - Reply

      Hallo Maren!

      Danke für dein Feedback, da hast du natürlich absolut recht.

      lG Thomas

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