Stressmanagement 2.0 – ein Interview mit Stefan Brandt

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Unter Stress leiden heutzutage immer mehr Menschen. Wann ist es zu viel Stress? Und wie kann ich wieder für Entspannung sorgen, selbst dann wenn ich viel um die Ohren habe. Antworten auf diese Fragen liefert Stefan im Interview.


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Transkript der Podcastfolge

Effizienter arbeiten, lernen und leben – der Podcast für ein besseres Selbstmanagement. Das Ziel: Mehr Zeit für dich und für die wirklich wichtigen Dinge in deinem Leben. Weil deine Zeit wertvoll ist!   #00:00:26-0#

Hallo und herzlich willkommen in dieser Podcastfolge. Mein Name ist Thomas Mangold, und ich freue mich sehr, dass du wieder mit dabei bist. Heute dreht sich alles um das Thema Stress. Immer mehr Menschen leiden unter hohen Belastungen. Aber wann wird der Stress zu viel, und wie kann ich vor allem dann für Entspannung sorgen, wenn ich extrem viel um die Ohren habe? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, habe ich mir einen Experten eingeladen, den du wahrscheinlich schon kennst. Es ist Stefan Brandt, der bereits vor einer Woche bei mir zu Gast war, als wir über den Weg vom Kollegen zur Führungskraft gesprochen haben. Aber Stefan verfügt auch über eine große Expertise beim Thema Stressmanagement. Deswegen habe ich ihn nochmal zu diesem Thema gelöchert, und er hat viele interessante Antworten gegeben. Stress ist auch ein Thema, wenn es um Versicherungen geht. Deswegen freut es mich, dass die heutige Podcastfolge einen Partner gefunden hat, der dir diesen Stress nehmen kann.  #00:01:27-6#

Sponsor dieser Podcastfolge ist Swiss Life Select, eines der größten deutschen Finanzberatungsunternehmen. Seine Kernkompetenz ist der ganzheitliche Beratungsansatz nach dem Best-Select-Prinzip. Das bedeutet, dass dir Swiss Life Select aus einem Produktportfolio von über 250 geprüften Investmentgesellschaften, Banken, Bausparkassen und Versicherungen diejenigen Angebote zusammenstellt, die am besten zu dir und zu deinen Bedürfnissen passen. Solltest du bereits versucht haben, Finanzprodukte im Internet zu vergleichen, dann weißt du, dass das nicht nur schwer, sondern auch sehr mühsam ist. Ich habe es selbst versucht, und glaube mir, ich habe mich tief im Tarifdschungel verirrt.   #00:02:11-3#

Das Angebot von Swiss Life Select ist mega spannend, denn damit sparst du nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben. Und genau darum geht es in meinem Podcast. Einen ersten Einblick zur Überprüfung deines Sparpotenzials findest du in einem Whitepaper, das dir Swiss Life Select zur Verfügung stellt. Meine zwei größten Learnings aus diesem Whitepaper waren, wie viel Geld ich bei der Optimierung von Laufzeit und Zahlung sparen kann, und wie viel Geld ich mir mit Kombi-Policen einsparen kann. Das zu wissen ist ein großer Vorteil.   #00:02:43-2#

Das Whitepaper inklusive Spartabelle ist für euch, liebe Hörerinnen und Hörer, kostenlos erhältlich. Wer mit seinen Versicherungen monatlich lediglich 30,- Euro spart, der kann sich damit jährlich einen Kurzurlaub finanzieren, zum Beispiel, um Zeit zu gewinnen für die eigene Jahresreflexion und für die Zielsetzung für das kommende Jahr. Swiss Life Select berät dich gerne unverbindlich sowohl online als auch vor Ort. Lerne den ganzheitlichen Beratungsansatz nach dem Best-Select Prinzip kennen und besuche dazu swisslife-select.de/elal. Dort findest du das Whitepaper „Checken-Sparen-Ratgeber“ inklusive Spartabelle, mit dem du dir einen ersten Einblick darüber verschaffen kannst, wie hoch dein Sparpotential ist. Den Link dazu findest du auch in den Show Notes.   #00:03:42-4#

Jetzt aber hinein in das Interview mit Stefan Brandt.  #00:03:49-9#

Thomas: Hallo Stefan, herzlich willkommen zurück. Du warst bereits letzte Woche bei mir zu Gast. Ich freue mich sehr darüber, dass du dir noch einmal Zeit für uns genommen hast. Für alle, die beim letzten Mal nicht dabei waren: Stell dich bitte kurz vor und erzähl uns, wer du bist und was du machst.  #00:04:20-2#

Stefan: Ich freue mich sehr darüber, dass ich wieder hier sein kann. In der letzten Podcastfolge haben wir spontan entschieden, die besprochenen Themen zu vertiefen. Den Bereich Stressmanagement hatten wir im Zusammenhang mit der Führung beleuchtet, und heute wollen wir den Dingen auf den Grund gehen. Ich bin Stefan Brandt, Diplom-Psychologe aus Hamburg. Mein Fachgebiet ist die Führungskräfteentwicklung, insbesondere für Nachwuchsführung. In diesem Kontext geht es auch um Stressmanagement und Burnout-Prävention. Das sind meine Steckenpferde.  #00:05:03-6#

Thomas: Du hast auch einen eigenen Podcast, den ihr sehr gerne abonnieren könnt. Was hältst du von den einschlägigen Zeitmanagement-Methoden? Häufig funktionieren sie nicht so wie erhofft. Hast du eine Idee, woran das liegen könnte?  #00:05:23-7#

Stefan: Ich halte viele Seminare zum Thema Zeitmanagement in Unternehmen. Immer wieder beobachte ich, dass die angewandten Techniken sehr simpel sind. Organisieren, Eisenhower-Prinzip und alle anderen Methoden, die sind euch sicherlich längst bekannt. Sobald man jedoch beginnt, diese Strategien anzuwenden, scheitert man, weil man sich selbst im Wege steht. Aufgrund dieser Beobachtung liegt mir das Selbstmanagement ganz besonders am Herzen. Ich möchte, dass wir lernen, den inneren Schweinehund zu überwinden, denn der versperrt uns den Weg zum Ziel.   #00:06:19-6#

Wir lassen uns ablenken, und es gelingt uns nicht, die vielen guten Tools sinnvoll anzuwenden. Wenn wir diese Herausforderung erkannt haben, dann sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir beginnen müssen, uns selbst zu managen und zu lernen, mit den eigenen inneren Stimmen klarzukommen. Für manche ist es schwierig zu verdauen, dass man diese unterschiedlichen Stimmen in sich hat.  #00:06:57-7#

Vielleicht hat der eine oder andere schon einmal etwas vom Konzept des inneren Teams gehört. Dieser bildhafte Vergleich gefällt mir im Zusammenhang mit dem Thema Zeitmanagement sehr gut. Es geht darum zu erkennen, dass ich verschiedene Charaktere in mir trage. Das fällt einem besonders dann auf, wenn man eine Entscheidung treffen muss. Will ich kündigen oder nicht? Will ich „nein“ sagen oder will ich nicht? Helfe ich der Kollegin oder nicht? Du hast verschiedene Impulse in deinem Kopf. Die eine Stimme sagt, „du musst unbedingt helfen, sonst redet die Kollegin nicht mehr mit dir“, während dir die andere Stimme sagt, „du kannst heute nicht länger bleiben, denke an deine Verabredung zum Abendessen“. Womöglich gibt es sogar eine dritte Stimme mit einem weiteren Argument in deinem Unterbewusstsein.  #00:07:38-9#

In deinem Kopf, da ist echt was los, und diese inneren Impulse kommen alle aus deinem eigenen Ich. Es ist sehr hilfreich, sich vorzustellen, dass diese Stimmen aus unterschiedlichen Richtungen kommen und ein gemeinsames Team bilden. Sie formen sich aus den unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen deines Charakters. Manche kommen aus deiner Kindheit, andere hast du erst später entwickelt. Beim Selbstmanagement geht es darum, mit diesen unterschiedlichen Impulsen umzugehen, indem du dich als deine eigene Teamleitung erkennst. In solchen Situationen musst du dir darüber bewusst werden, was in deinem Kopf vor sich geht.  #00:08:28-4#

Wenn du eine bestimmte Zeitmanagement-Methode anwenden willst, dann gibt es sicher ein Teammitglied, das diese Methode ganz wunderbar findet. „Gute Idee, wir sortieren jetzt unsere Zeit nach dem Eisenhower-Prinzip, und ich konzentriere mich auf die wichtigen Dinge, die nicht dringlich sind. Ganz easy, super!“ Kommt jedoch eine weitere Aufgabe auf dich zu, dann meldet sich die nächste Stimme, „du musst erst diese neue Aufgabe erledigen, denn die ist viel wichtiger“. Und schon habe ich es mit zwei verschiedenen Stimmen zu tun, die ich in Einklang bringen muss. Wenn mir das nicht bewusst wird, dann agiere ich anstatt zu reagieren,  und das womöglich aus einem Impuls heraus, der nicht unbedingt ein gutes Ergebnis bringt.  #00:09:11-4#

In diesen Situationen braucht es einen Teamleiter, der sich an den Rand stellt, die inneren Stimmen bewertet und eine Entscheidung trifft. Hast du keinen solchen Entscheider, dann gewinnt diejenige Stimme, die am lautesten schreit oder die mir in dem Moment am bequemsten erscheint. Zurück zu unserem Beispiel: Helfe ich der Kollegin, ist der Ärger mit meiner Frau vorprogrammiert, denn die muss abends auf mich warten, weil wir zum Essen verabredet sind. Deine innere Stimme warnt dich davor. Sie wirft dir vor, der Kollegin geholfen zu haben, denn die konnte selbst pünktlich nach Hause gehen, während du Überstunden gemacht hast. Es ist sehr schwierig, in solchen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen.  #00:10:02-9#

Thomas: Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Problemstellungen dieser Art fallen in den Bereich des Mentaltrainings. Die verschiedenen inneren Stimmen erzeugen Druck. Schauen wir uns an, wie man Stress definiert. Ich höre und lese immer wieder verschiedene Erläuterungen.  #00:10:31-9#

Ich bin kein Befürworter davon, Stress grundsätzlich zu vermeiden. Jeder von uns hat arbeitsintensive Phasen, und ich denke, dass das ganz normal ist. Für mich passt die folgende Metapher gut. Auch bei einem normalen Auto ist es möglich, den Motor für eine kurze Zeit im roten Bereich zu fahren, ohne dass er Schaden nimmt. Der Motor eines Formel-1-Wagens hingegen wird ständig im roten Bereich auf Hochtouren gebracht, und deswegen hält er nicht lange. Was ist deine Definition von Stress?  #00:11:12-1#

Stefan: Deine Metapher gefällt mir sehr gut. Für mich ist Stress zunächst ein Freund, der auf mich aufpasst. Die so genannten Stressoren erzeugen Druck von außen, und diese muss man in Relation zur Leistung setzen. Wenn man in diesem Zusammenhang eine Grafik erstellt, ergibt sich eine Glockenkurve. Mit zunehmender Belastung steigt die Leistung an. Bei der Betrachtung dieser Kurve erkennt man, dass man ein gewisses Herausforderungsniveau benötigt, um in Fahrt zu kommen und gute Leistungen zu bringen. Wenn ich dir drei Millionen Euro schenken würde und du nicht mehr arbeiten müsstest, dann würdest du dich vielleicht im ersten Moment freuen, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis du beginnst, dich zu langweilen. Du genießt das Leben in der Hängematte mit einem Cocktail in der Hand, aber früher oder später landest du in einem Boreout, und der kann genauso schädlich sein wie ein Burnout.  #00:12:44-9#

Wir Menschen müssen uns möglichst häufig im grünen Bereich aufhalten, wo Herausforderung und Leistungsfähigkeit in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Da wollen wir hin. Wir wollen weder unterfordert noch überfordert sein. Und es ist genau so, wie du bereits gesagt hast: Eine kurzfristige Belastung ist kein Problem. Wir müssen darauf achten, ein Gleichgewicht herzustellen, und deshalb ist der Entspannungsaufbau besonders wichtig.  #00:13:25-0#

Thomas: Es gibt viele Menschen, die zu spät merken, dass ihnen alles über den Kopf wächst. Gibt es Symptome, an denen man eine gefährliche Belastung erkennen kann?  #00:13:42-1#

Stefan: Ja, die gibt es. Leider passiert es vielen Menschen häufig, dass sie sich überfordern. Sie merken es nicht, weil der Körper alles dafür tut, um sie über die Phasen hoher Belastungen hinwegzuretten. Stress sichert unser Überleben, heute noch genauso wie damals bei den Neandertalern. Diesen Vergleich hat sicher jeder schon einmal gehört.  #00:14:31-2#

Thomas: Der Stress, der durch das Auftauchen des Säbelzahntigers verursacht wurde.  #00:14:30-3#

Stefan: So geht es auch allen Tieren, die in der Natur leben. Sie sind permanentem Stress ausgesetzt. Wenn du eine Meise auf dem Ast beobachtest, dann siehst du, dass sie ständig in der Gegend herumschaut, um eventuelle Gefahren zu erkennen. Das ist ihre Strategie, das Überleben zu sichern. Wir Menschen machen es nicht anders. Wenn du auf der Autobahn fährst und siehst, dass dein Vordermann bremst, dann trittst du automatisch ebenfalls auf die Bremse. Dein Gehirn hat die roten Bremslichter und damit eine potenzielle Gefahr registriert und reagiert entsprechend. Diese Handlungsweise erfolgt intuitiv, denn dein Bewusstsein erkennt die wahre Gefahr erst später. Die Antwort deines Körpers auf die stressige Situation hat dir geholfen, einen Unfall zu vermeiden.  #00:15:28-7#

Stress ist dein Freund, denn er warnt dich vor Überlastung und löst eine körperliche Reaktion aus. Beim Säbelzahntiger sind wir geflüchtet, und beim Auto treten wir auf die Bremse. Das sind körperliche Aktivitäten beziehungsweise muskuläre Reaktionen. Die Folgen einer Überlastung nimmst du als Verspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen wahr. Vielleicht fängt ein Körperteil an, plötzlich zu zittern. Solch ein Tick tritt oft an den Augenlidern auf. Das alles können Signale für eine erhöhte Beanspruchung sein.  #00:16:25-4#

Damit deine Muskeln gut funktionieren, müssen sie mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Hier kommt das vegetative Nervensystem mit ins Spiel. Es hat die Aufgabe, deine unbewussten Körperprozesse zu steuern. Dazu gehören Atmung, Verdauung, Körpertemperatur und die Sexualität. All das spielt in die Stressreaktion mit hinein und läuft unbewusst ab. Veränderungen des vegetativen Nervensystems lösen Verdauungsprobleme, Magenschmerzen, Schlafstörungen oder Herzprobleme aus. Das sind ebenfalls Symptome, die dir zeigen, dass die Belastung zu hoch ist.  #00:17:26-6#

Auch häufige Erkältungskrankheiten können eine Folge von Überlastung sein, weil das Immunsystem nicht mehr ausreichend bedient wird. Dein Körper konzentriert seine Kräfte aufs Überleben und fährt das Immunsystem herunter. Deswegen bist du eventuell anfälliger für Infektionskrankheiten. Das alles können Anzeichen für Stress sein. Oft nehmen wir diese Symptome nicht ernst, aber irgendwann macht der Körper nicht mehr mit. Deswegen ist es mir ein Anliegen, das Bewusstsein dafür zu stärken, besser auf den eigenen Körper zu hören und gegenzusteuern, bevor es zu spät ist.  #00:18:21-8#

Thomas: Das bedeutet, in sich hineinzuhören und regelmäßig beobachten, wenn etwas schiefläuft. Lass uns gleich zu den Lösungen übergehen. Welche Möglichkeiten gibt es, Stress zu vermeiden, um gesünder, zufriedener und vielleicht sogar gelassener zu werden? Hast du uns einige Tipps mitgebracht?  #00:18:46-6#

Stefan: Es gibt mehrere Möglichkeiten, vorzubeugen. Zunächst müssen wir die Zusammenhänge ganzheitlich betrachten, und das fängt mit den eigenen Gedanken an. Stress wird über den Körper ausgelöst, und zwar durch die Stressoren, die Reaktionen darauf sowie die Gedanken, die du dir über die Belastungen machst. Diese Faktoren hast du selbst im Griff. Du kannst sie beeinflussen. Mit Entspannungsübungen allein schaffst du das allerdings nicht. Du musst akzeptieren, dass Stress zum Leben dazugehört. Die Frage ist, wie du mit den Belastungen umgehst und wie du den nötigen Ausgleich regelmäßig und langfristig hinbekommst.   #00:19:55-3#

Folgende Möglichkeiten gibt es: Du kannst versuchen, deine Stressoren zu minimieren, indem du ein gutes Zeitmanagement betreibst. Du verbesserst deine Stressreaktionen mit Sport, Massagen und Spaziergängen in der Natur. Das sorgt für Ausgleich. Wichtig ist auch, dass du an deiner Einstellung zum Stress arbeitest. Das ist dein Eigenanteil, den du selbst übernehmen kannst. Du bist den Stressoren, die von außen kommen, nicht ausgeliefert, sondern du kannst ihnen begegnen, indem du deine Einstellung änderst. Du hast die Wahl.  #00:20:48-5#

Viele sehen sich in einer Opferrolle und denken, sie seien den äußerlichen Umständen ausgeliefert. Aber wenn du durch die Stadt gehst, dann liegt es an dir, ob du auf die Gänseblümchen am Wegesrand achtest oder ob du dich über die Hundehaufen aufregst. Das ist deine Entscheidung. Man kann sich eine positive Sichtweise antrainieren. Dazu ist es nicht nötig, ständig eine rosarote Brille aufzusetzen. Am besten kommt man klar, wenn man die Dinge realistisch betrachtet. Auch hier geht es wieder um den Ausgleich.   #00:21:33-6#

Thomas: Da hätten wir sie wieder, die Waage.  #00:21:39-5#

Stefan: Langfristig erkennt man, wie Stress funktioniert und welchen Mechanismen er folgt. Man erkennt den Ablauf von Stressreaktionen. Wichtig ist auch, dass man lernt, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Auch wenn ich Familie und Kinder habe, so bleibe ich trotzdem der wichtigste Mensch, denn ohne mich funktioniert mein Leben nicht. Im Flugzeug wirst du aufgefordert, im Falle eines Druckabfalls die Sauerstoffmaske zuerst dir selbst aufzusetzen, bevor du anderen hilfst. Genauso ist es im Leben auch. Bevor du für andere da sein kannst, muss es dir selbst gut gehen.  #00:22:38-1#

Beobachte, wie du die Welt wahrnimmst und richte einen positiven Blick auf alles. Natürlich sind auch die Ernährung und der Sport ein wichtiger Baustein bei der Bewältigung von Stress, aber auch die Kommunikation und die Erwartungen anderer sind ein Thema. Welche Rollen spiele ich in meinem Leben, und wer erwartet was von mir? Das sind Dinge, die man besprechen muss. Was erwartet mein Partner, meine Partnerin von mir, was mein Arbeitgeber, meine Freunde oder meine Kinder? Wenn diese Rollen nicht klar definiert sind, dann versuche ich verzweifelt, allen gerecht zu werden. Das gelingt meist nicht, und dann ist der nächste Stress vorprogrammiert. Diese Falle haben die meisten Menschen nicht auf dem Schirm.   #00:23:42-1#

Thomas: Das waren viele gute Ansätze.  #00:23:50-5#

Stefan: Überprüfe deine Werte. Wo und wie möchtest du leben? Wenn jemand an deinem 80. Geburtstag eine Rede hält, was möchtest du, was zu diesem Anlass über dich gesagt wird? Was willst du selbst sagen können? Nimm diese Werte als eine Art Richtschnur, an der du dich orientierst. Es ist ein wichtiger Teil des Stressmanagements, einen roten Faden und einen Sinn im Leben zu haben  #00:24:30-4#

Thomas: Man hat einen großen Werkzeugkasten, aus dem man herausnimmt, was man gerade benötigt. Dazu möchte ich eine spannende Frage anschließen, die ich oft gestellt bekomme. Viele möchten gerne an ihrem Zeitmanagement arbeiten, schaffen es aber aufgrund ihrer vielen Aufgaben und Belastungen nicht. Sie leben im Hamsterrad und können nichts an ihrer Situation ändern. Was würde ihnen jetzt ganz schnell helfen, um weniger Stress zu haben? Was würdest du diesen Fragestellern antworten?  #00:25:12-8#

Stefan: 1 ist besser als 0! Man denkt, man müsse alles komplett und sofort ändern, aber es sind immer die kleinen Dinge, die zum Erfolg führen. Langfristig macht es die Summe Maßnahmen aus. Macht euch zunächst eine Liste der Dinge, die euch entspannen, zum Beispiel ein Buch lesen, einen Kaffee trinken, in die Natur gehen oder den Sonnenuntergang beobachten. Dann nehmt euch den ersten Punkt heraus und fangt an, ihn umzusetzen. Baut ihn in euren Tagesablauf ein. Das ist mein Tipp für eine schnelle Umsetzung.  #00:26:06-3#

Thomas: Diesen Ratschlag gebe auch ich immer gerne. Nimm dir nach einem stressigen Tag 15 Minuten Zeit für dich selbst, und mach etwas Angenehmes, das dir gut tut. Bereite dich danach auf den kommenden Tag vor.  #00:26:20-1#

Stefan: Vor allen Dingen ist wichtig, die Aktivitäten bewusst durchzuführen. Den Kaffee trinkt man sowieso, aber wenn man auf seinen Geschmack und seinen Duft achtet, dann wird er zu einem Vehikel der Entspannung. Der Kaffee schmeckt und wirkt anders, wenn du ihn nicht gedankenlos hinunterstürzt.  #00:26:37-7#

Thomas: Diese bewusste Tasse Kaffee genieße ich ganz besonders, wenn ich am Bahnhof warte oder in einer belebten Wiener Einkaufsstraße gemütlich in einem Caféhaus sitze und den anderen beim geschäftigen Herumlaufen zuschaue. Das ist für mich eine der besten Entspannungen.  #00:26:52-8#

Stefan: Siehst du, damit hast du etwas Gutes gefunden, das dir hilft, zu entspannen.  #00:27:00-5#

Thomas: Das waren viele wertvolle Tipps. Vielen Dank, lieber Stefan.  #00:27:07-0#

Stefan: Sehr gerne.  #00:27:07-8#

Thomas: Wo kann kann man mehr über dich und deine Methoden zum Stressmanagement erfahren?  #00:27:14-2#

Stefan: Wer das Thema vertiefen möchte, für den ist meine Webseite www.psychappy.com/entspannung gut geeignet. Dort kann man meinen Online-Kurs „In neun Wochen komplett entstresst“ buchen. Jetzt zucken einige womöglich zusammen, wenn sie hören, dass sie sich neun Wochen lang mit Stressmanagement beschäftigen sollen. Die Umsetzung der Strategien, mit denen man neue Gewohnheiten etabliert, benötigen eine gewisse Zeit. Dieser Kurs wird dich in neun Wochen dabei unterstützen, einen Werkzeugkoffer anzulegen, der dir hilft, stressigen Situationen aus dem Weg zu gehen.  #00:28:21-6#

Die gesetzlichen Krankenkassen investieren in Prävention. Einmal im Jahr kannst du Präventionskurse besuchen und sie von der Krankenkasse bezuschussen lassen. Ich finde das Thema so wichtig, dass ich mich entschlossen habe, als Kursgebühr nur so viel zu nehmen, wie du von deiner gesetzlichen Krankenkasse erstattet bekommst. Die meisten Krankenkassen zahlen 100 Prozent, manche nur 80 Prozent, und dann steuert man einen kleinen Eigenbeitrag hinzu. Das heißt, der Kurs kostet dich nichts bis sehr wenig.  #00:29:06-1#

Auf meiner Seite www.psychappy.com/entspannung kannst du dir die Inhalte des Kurses anschauen und ihn buchen. Dort kannst du auch prüfen, welchen Betrag deine Krankenkasse übernimmt.  #00:29:25-0#

Thomas: Das System gefällt mir. Sehr cool. Vielen Dank für deine Zeit, lieber Stefan. Ich bin mir sicher, dass sich unsere Wege in diesem Podcast nochmal kreuzen werden, so dass wir noch tiefer in das Thema einsteigen können.  #00:29:35-4#

Stefan: Ja, das hoffe ich auch, denn ich plaudere wirklich gerne mit dir.  #00:29:36-2#

Thomas: Mir macht es auch riesigen Spaß. Die letzten Worte des heutigen Podcasts gehören dir. Wenn du jetzt noch ein kurzes Shout-Out an unsere Hörerinnen und Hörer hast, dann sehr gerne her damit. Ich sage vielen lieben Dank für deine Zeit, und bis bald mal wieder.  #00:29:57-1#

Stefan: Ich finde es auch toll, dass ich dabei sein durfte. Das Thema Stress ist für mich eine Herzensangelegenheit, denn ein stressfreies Leben bildet die Grundlage für persönliche Zufriedenheit. In die Balance zwischen Anspannung und Entspannung kommen, gut mit sich selbst klarkommen, das ist wichtig für jeden von uns, denn es betrifft alle Lebensbereiche. Wer diesen Ausgleich gut hinbekommt, der geht einen wichtigen Schritt in Richtung Prävention.  #00:30:59-6#

Thomas: Ich bedanke mich für deine Abschlussworte. Die Links findest du natürlich auch alle in den Show Notes. Schau auf jeden Fall bei Stefan vorbei, denn es lohnt sich.  #00:31:12-4#

Das wars für heute. Ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wiederhören. In diesem Sinne, machs gut und genieße deinen Tag.  #00:31:36-0#

Hallo & herzlich willkommen

Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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