Sympathie als Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg

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Wodurch entsteht letztendlich wirtschaftlicher Erfolg? Wie kann man als Unternehmer sicherstellen, dass Geschäftspartner und Kunden möglichst lange treu bleiben, wie gewinnt man wichtige Aufträge für das eigene Unternehmen?

Auf diese und andere Fragen gibt es tausende verschiedener Antworten, die allesamt ihre Existenzberechtigung haben. Der Fokus liegt häufig auf relevanten Kennzahlen und detaillierten Marketingmethoden – doch ein ganz simples Konzept wird dabei häufig vergessen: Die Sympathie. Ganz ohne großen Aufwand stecken große wirtschaftliche Potentiale dahinter, die ganz einfach erschlossen werden können.

Sympathie in der Business-Welt

Egal, ob als Angestellte in einem größeren Unternehmen, oder im Fall von selbstständigen Unternehmern – der berufliche Erfolg hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Dabei ist fachliche Kompetenz natürlich sehr wichtig, aber letztendlich nur ein Teil des Ganzen.

Viele Aspekte, die auf den ersten Blick nicht direkt etwas mit der Arbeitswelt zu tun haben, haben einen mindestens genauso großen Einfluss darauf. Daher ist es über alle wichtigen Kennzahlen und das Vertiefen von Fachwissen hinaus auf lange Sicht unvermeidbar, auch auf diese zusätzlichen Faktoren zu achten.

Ein Konzept, dessen Wichtigkeit häufig übersehen wird, ist die Sympathie. Sie hat wenig mit eiskalt kalkulierten ökonomischen Entscheidungen zu tun – doch letztendlich ist sie nicht aus jeder zwischenmenschlichen Interaktion wegzudenken.

Da insbesondere bei Unternehmern der Kontakt mit anderen Menschen ein sehr wichtiger Teil der täglichen Aufgaben ist, hat die Sympathie auf diesem Wege einen großen Einfluss auf die unternehmerischen Aktivitäten.

Wer in der Vergangenheit bereits mehrere Firmen als Angestellter in der Karriere durchlaufen hat, muss vermutlich gar nicht besonders angestrengt zurückdenken – gute Führungspersönlichkeiten heben sich sehr deutlich ab und bleiben gut im Gedächtnis. Meistens haben sie alle eines gemeinsam: Ein sehr sympathisches Auftreten und eine fördernde, positive Art, die automatisch auf alle anderen Personen einwirkt.

Das betrifft dann natürlich nicht nur die Mitarbeiter im Unternehmen. Auch Kunden oder Geschäftspartner sind gleichermaßen davon betroffen. Nicht zufällig bemühen sich immer mehr Unternehmen darum, in ihrer Gesamtheit möglichst menschlich und freundlich zu wirken. Positive Teamvorstellungen und freundliche Einblicke in den Unternehmensalltag gehören daher mittlerweile zum guten Ton. Insgesamt kann daher eine positive Grundeinstellung ein großer Faktor sein, wenn es darum geht, die Unternehmung zu fördern.

Denn egal wie sachlich und nüchtern wir versuchen, an Dinge heranzugehen: Letztendlich sind wir alle nur Menschen und soziale Aspekte beeinflussen, wenn auch unterbewusst, jede Entscheidung, die wir treffen. Überlege doch einfach mal: Mit wem machst du lieber Geschäfte? Mit Bekannten und freundlichen, langjährigen Partnern, oder mit kühl agierenden, steifen und stets überernsten Business-Personen, die alles bis ins Detail durchkalkulieren?

Sympathie bewusst nutzen

Antionioguillem © Adobe Stock

Meistens wird Sympathie als Charaktereigenschaft bezeichnet – entweder man hat einfach eine offene, freundliche Art die mit viel Charisma auf Mitmenschen einwirkt, oder eben nicht. Doch das bedeutet nicht, dass es an dieser Stelle nicht möglich ist, ganz bewusst aktiv zu werden und zu versuchen, das eigene Verhalten entsprechend zu verbessern.

Auch die Sympathie ist nämlich nur eine Tugend, die bewusst praktiziert werden kann. Von Verkäufern beispielsweise wird erwartet, dass sie in diesem Bereich gut aufgestellt sind, aber unabhängig von der Tätigkeit ist es im Berufsleben wichtig – für Unternehmer ganz besonders.

Achtung: Es ist häufig ein Fehler, beim eigenen, möglichst sympathischen Auftreten über das Ziel hinaus zu schießen. Eine stetige, überschwängliche Freundlichkeit kann von manchen Menschen auch als Charakterschwäche gedeutet werden, was besonders in der häufig knallharten Business-Welt ausgenutzt werden könnte.

Wie bei allem im Leben gilt: Die Dosis macht das Gift. Völlig kompromisslose Sympathie auszustrahlen kann auch ein Fehler sein – etwa, weil man nicht mehr ernst genommen wird. Ein gewisser Grad an Coolness sollte also durchaus bewahrt bleiben.

Daher ist es wichtig, das richtige Maß an Freundlichkeit bewusst in den richtigen Situationen anzuwenden. Die Sympathie sollte die restlichen Charakterzüge positiv ergänzen und auf der gleichen Ebene wie geschäftliche Fähigkeiten stehen, anstatt alles andere zu überschatten.

Doch wie kann man es schaffen, mit Absicht sympathischer zu wirken und sie auf diesem Wege von sich zu überzeugen? Vielen Menschen fällt dies relativ leicht, da sie ganz natürlich bereits so eingestellt sind, doch für andere wiederum ist es etwas schwieriger, Sympathie zu verkörpern – insbesondere in stressigen oder komplizierten Situationen, wie sie in der Arbeitswelt häufig vorkommen.

Mit einigen Tipps zum richtigen Auftreten und Verhalten ist es jedoch kein Problem, sich stets von seiner besten Seite zu zeigen und Mitarbeiter, Partner oder Kunden von sich zu überzeugen:

  • Interesse zeigen: Nicht nur von sich selbst erzählen, sondern sich tatsächlich auch für Mitmenschen zu interessieren und sie gezielt in Gespräche einzubeziehen ist ein wichtiger Faktor. Ebenfalls essenziell: Aktiv auf andere zugehen, anstatt auf die perfekte Gelegenheit zu warten. Von Beginn an Namen behalten und Personen direkt damit anzusprechen ist einer der kleinen Tricks, die die größte Wirkung haben können.
  • Empathie zeigen: Ohnehin eine nützliche Fähigkeit im Business – Empathie hilft dabei, andere Menschen richtig einzuschätzen und sich automatisch entsprechend ihrer Bedürfnisse zu verhalten. Wer keine natürliche Gabe dazu hat, kann jedoch bewusste Maßnahmen einleiten und beispielsweise Mitarbeiter öfter nach ihrer Zufriedenheit befragen.
  • Vertrauen hoch bewerten: Vertrauen schafft Vertrauen. Wer nicht ständig Dinge hinterfragt, sondern sich klar auf andere Menschen verlässt, zeigt seine Wertschätzung, was eine sehr positive Wirkung hat. Ein wichtiger Faktor für die Moral im Unternehmen.
  • Angepasst verhalten: Nicht jede Situation und nicht jedes Gegenüber schafft die gleichen Voraussetzungen. Ein bisschen Fingerspitzengefühl ist daher sehr wertvoll – Geschäftsleute unter Zeitdruck haben beispielsweise nicht immer Geduld für allzu viele Höflichkeitsfloskeln.
  • Natürlich auftreten: Wenn man sich verstellt, merken das viele Mitmenschen schnell. Sei du selbst und versuch, möglichst unverfälscht aufzutreten. Es ist also wichtig, möglichst alles unter Kontrolle zu haben, um auf natürlichem Wege Selbstsicherheit auszustrahlen. An dieser Stelle hat auch Ehrlichkeit ihren Platz – wir sind nicht perfekt, genau so wenig sind es Unternehmer und Unternehmen. So lange dies richtig kommuniziert wird, sollte es kein Problem sein, Fehler entsprechend zuzugeben.

Bei diesen wirtschaftlichen Aspekten ist Sympathie wichtig

Foto: ASDF © Adobe Stock

Es schadet nie, sich bewusster auf eine positivere Ausstrahlung zu konzentrieren. Doch in bestimmten Situationen wirkt sich die Sympathie besonders stark auf das Ergebnis aus – ist gegebenenfalls sogar ein Hauptfaktor.

  • Internes Betriebsklima: Dieses ist extrem wichtig, wenn es darum geht, das maximale Potenzial aus der Belegschaft herauszuholen. Wer gestresst ist und nur wenige positive Emotionen für Vorgesetzte oder Mitarbeiter übrighat, wird kaum alles daransetzen, stets die beste Arbeit abzuleisten. Außerdem vermeidet man damit auf lange Sicht das Entstehen zwischenmenschlicher Probleme, die große Schäden verursachen können.
  • Kundenbindung: Das gilt natürlich ganz besonders für Unternehmer, die im direkten Kundenkontakt stehen. Die Sympathie kauft mit, zumeist ganz unbewusst – wer stets eine positive Erfahrung mit einem Unternehmen hat, sieht nicht viele Gründe, sich anderweitig umzuschauen. Gerade bei kleinen Betrieben oder Einzelunternehmen, bei denen Kunden direkt mit der Geschäftsführung in Berührung kommen, kann dies enorm wichtig sein.
  • Kundengewinnung: Nicht nur für die Bewahrung von Stammkunden, sondern auch oder gerade im Erstkontakt macht ein sympathisches Auftreten sehr viel aus. Es steigert auch gleichzeitig die Chancen, von Kunden weiterempfohlen zu werden.
  • Verkaufs- oder Vertragsgespräche: Wo auch immer Menschen aufeinandertreffen, ist menschliches und sympathisches Verhalten genau richtig. Selbst, wenn es sich beim Zweck um ein nüchternes, von Geschäftszahlen bestimmtes Verkaufsgespräch handelt, erhöht Sympathie eindeutig die Erfolgschancen. Denn sogar Vertreter der größten Firmen und Konzerne sind letzten Endes Menschen, die zumindest zu einem gewissen Grad auch emotionale Entscheidungen treffen.
  • Verhandlungen jeder Art: Wer sich von einer beliebigen anderen Partei einen Gefallen erhofft, hat größere Chancen, eine Zusage zu bekommen, wenn in der Vergangenheit bereits eine stimmige, auf Sympathie basierende Beziehung aufgebaut wurde.

Das sind nur einige der Punkte, die eindeutig zeigen, dass ein Fokus auf einen sympathischen Umgang mit geschäftlich relevanten Personen durchaus ein wichtiger Erfolgsfaktor sein kann. Trotz allen ökonomischen Drucks solltest du also stets versuchen, auch menschlich zu bleiben und möglichst viel Positivität auszustrahlen – es wird dir gedankt werden.

Foto-Credits:

Hallo & herzlich willkommen

Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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