Warum du NICHT im Home-Office arbeiten solltest

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Inspiriert von einem Post von Sven Schmidt möchte ich diese Frage aufgreifen. Er ist CMO der Machine Seeker Group. Ich kenne Sven nicht persönlich, lediglich aus dem OMR Podcast. Er gehört für mich zu den Menschen, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Und ebenso ist es bei seiner Meinung zum Home-Office.


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Im Dezember 2020 schrieb er auf LinkedIn:

LinkedIn Post Sven Schmidt

„Die Machineseeker Group hat sich GEGEN Home Office entschieden. Warum haben Thorsten Sven Muschler und ich uns so entschieden?

1. Wir glauben am die Trennung von Berufs- und Privatleben. Im Home Office ist die Trennung schwerer möglich.

2. Wir sind überzeugt, dass die meisten Mitarbeiter von strukturierten Tagen profitieren. Im Home Office ist dies u.E. nach schwieriger zu gestalten. Gerade im Lockdown besteht die Gefahr, dass die Tage so „wegfließen.“

3. Wir bieten für die meisten Mitarbeiter im Office die besseren Arbeitsbedingungen – Breitband, höhenverstellbare Arbeitstische, drei Monitore, Klimaanlagen, großzügige Büros etc.

4. Wir glauben an die Kraft von sozialen Kontakten. Auch wenn diese mit Masken stattfinden.

5. Wir meinen, dass der Aufbau & die Etablierung einer Firmenkultur im Office einfacher ist. Dies gilt insbesondere, wenn man wächst und trotz Corona neue Mitarbeiter anstellt.

Folgende Hinweise:

i) Wir haben sehr großzügige Büros & insbesondere keine Großraumbüros.

ii) Wir haben relevant investiert (Luftfilteranlagen etc.) & strenge Regeln (Masken-Pflicht etc.) etabliert.

iii) Mitarbeiter, die zu Risikogruppen gehören, steht WfH offen.

iv) Wir leben eine 38,5h Woche.“

Hier geht es zum LinkedIn Profil von Sven!

Unter den folgenden Aufzählungen möchte ich meine Ansicht zu den Punkten geben, die Sven Schmidt in seinem Post auf LinkedIn geteilt hat. 

Wir glauben am die Trennung von Berufs- und Privatleben. Im Homeoffice ist die Trennung schwerer möglich.

Natürlich können wir das Arbeiten im Homeoffice nicht über einen Kamm scheren. Homeoffice ist nicht gleich Homeoffice und die Umstände sind sehr unterschiedlich. Bei manchen sind Kinder zu Hause, andere haben zu wenig Platz. Viele leben gemeinsam mit dem Partner, andere alleine als Single.

Dabei ist das Verständnis wichtig, dass Mitarbeiter entsprechend der individuellen Umstände geschult werden können. Und zwar mit einfachen Tipps und Tricks. 

Dazu findest du bereits verschiedene Episoden in diesem Podcast. Zum Beispiel das Gespräch mit Thomas Oberrauner, in dem wir uns über „Teamführung aus dem Homeoffice“ unterhalten haben. 

Oder auch „Gesundes Arbeiten im Homeoffice Martin Krowicki. 

Und dann gibt es auch noch Episoden, in denen ich persönlich über das Homeoffice geplaudert habe:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Arbeiten im Homeoffice schwieriger ist, weil es keine räumliche Trennung gibt. Jedoch bin ich der Meinung, dass Mitarbeiter hinsichtlich des Arbeitens im Homeoffice richtig geschult werden können. Das betrifft das Fördern des richtigen Mindsets, genauso das Vermitteln von hilfreichen Tipps, Strategien und Methoden. 

Dadurch lassen sich viele Nachteile abfedern, die durch das Arbeiten im Homeoffice entstehen.

Nicht vergessen werden darf, dass das Arbeiten im Homeoffice auch viele Vorteile für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer bringt.

Entsprechend muss abgewogen werden:

Können so viele Nachteile abgefedert werden, sodass die Vorteile überwiegen? Oder überwiegen die Nachteile?

Die Antwort muss je nach individuellen Umständen und Bedürfnissen gefunden werden. Dabei darf jedoch stets an die Ehrlichkeit und Verantwortung der Mitarbeiter appelliert werden.

Am Ende zählt nicht die Arbeitszeit oder der Arbeitsort, sondern die tatsächliche Produktivität, Effizienz und Effektivität. Ganz egal, wo gearbeitet wird. 

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Wir sind überzeugt, dass die meisten Mitarbeiter von strukturierten Tagen profitieren. Im Homeoffice ist dies u.E. nach schwieriger zu gestalten. Gerade im Lockdown besteht die Gefahr, dass die Tage so „wegfließen“

Meines Erachtens ist diese Einschätzung von Sven falsch. Mir ist nicht klar, welche Strukturen das Arbeiten in einem Bürogebäude bringen soll. Klar gibt es Kaffeepausen, einen eindeutigen Arbeitsbeginn und die Gespräche mit Kollegen. 

Das mag ein Grundgerüst darstellen, doch ist es wirklich eine ernstzunehmende Struktur?

Ein Mitarbeiter hat den Skill, sich selbst Struktur aufzuerlegen oder er hat diesen Skill eben nicht. Dabei ist es irrelevant, ob dieser im Homeoffice oder im Bürogebäude arbeitet. 

Auch hier sind Schulungen die beste Möglichkeit, den Mitarbeitern diese Skills zu vermitteln. Vor allem auf Grund der Tatsache, dass die Fähigkeit der Selbstorganisation in unserem Bildungssystem nicht gelehrt wird. Selbst ein hoch gebildeter Mitarbeiter hat sich vielleicht noch nie mit grundlegenden Methoden des Selbst- und Zeitmanagements auseinandergesetzt. 

Wo du arbeitest, kann überhaupt keinen Aufschluss über deine Struktur geben! 

Was Sven in seinem Post vielleicht ansprechen möchte, sind die Ablenkungen, die es nur im Homeoffice gibt: Die Couch, Netflix, Familienmitglieder, den Abwasch usw. 

Doch auch im Büro lauern verschiedenste Störfaktoren, angefangen beim plaudernden Kollegen, bis hin zu verschiedensten Umgebungsgeräuschen. 

Zusammengefasst ist Struktur nichts, was durch das Arbeiten in einem klassischen Büro entsteht. Vielmehr ist es eine Frage der notwendigen Skills und deren Schulung. In fast allen Unternehmen gibt es hier Potenzial zur Verbesserung und Luft nach oben.

Homeoffice
lukasbieri / Pixabay

Wir bieten für die meisten Mitarbeiter im Office die besseren Arbeitsbedingungen – Breitband, höhenverstellbare Arbeitstische, drei Monitore, Klimaanlagen, großzügige Büros etc.

Hier kann ich 100% zustimmen. Nur die wenigsten schaffen es, im Homeoffice eine gleichwertige Infrastruktur einzurichten. 

Sei es, weil kein eigener Raum vorhanden ist oder die notwendige Technik nicht zur Verfügung steht. 

Selbst wenn der Arbeitgeber dabei unterstützt, das Homeoffice bestmöglich einzurichten, kann das Niveau eines Firmenbüros kaum erreicht werden. 

Wir glauben an die Kraft von sozialen Kontakten. Auch wenn diese mit Masken stattfinden

Auch hier kann ich 100% zustimmen. Ich halte den Austausch mit Kollegen für enorm wichtig und bin überzeugt, dass sich dieser über digitale Kommunikationskanäle nicht gleichwertig abbilden lässt. 

Das ist vermutlich der größte Nachteil, wenn du zu 100% im Homeoffice arbeitest. 

Office Meeting
Wer achtsamer durch den Alltag geht, vermeidet es in der Regel auch, zu viele Aufgaben gleichzeitig erledigen zu wollen und damit Risiken einzugehen – hilfreich für erfolgreiches Selbstmanagement. fotolia.de © Ivan Traimak (#217039493)

Wir meinen, dass der Aufbau & die Etablierung einer Firmenkultur im Office einfacher ist. Dies gilt insbesondere, wenn man wächst und trotz Corona neue Mitarbeiter anstellt

Dieser Aussage von Sven kann ich nicht zu 100% zustimmen. Der Aufbau und die Etablierung einer Firmenkultur geschieht meines Erachtens durch das Vorleben. Und dieses Vorleben ist auch online möglich. 

Internationale Konzerne, die über verschiedenste Kontinente miteinander arbeiten, könnten ansonsten niemals eine Firmenkultur etablieren.

Auch kommt es immer häufiger vor, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht mehr im Hauptsitz arbeiten lassen, sondern diese überall auf der Welt einsetzen. Oft gibt es nicht einmal ein örtliches Büro oder eine örtliche Vertretung.

So ist das Etablieren einer Firmenkultur in einem Büro bestimmt einfacher, doch ist es über digitale Kommunikationswege bzw. durch das Arbeiten im Homeoffice bestimmt nicht unmöglich. 

Wenn Vorgesetzte eine Vorbildfunktion einnehmen und die Kultur aktiv vorleben, ist das der beste Weg. Und das schafft man auch online. Ich sehe keinen gravierenden Unterschied. 

Für Unternehmer: Der gravierende Unterschied zwischen Homeoffice und Büro

Ich finde es wichtig, nicht in Schwarz und Weiß zu denken. Viele Unternehmer setzen zum Beispiel auf eine Mischform aus Homeoffice und Bürotagen. In vielen Fällen hat sich diese Herangehensweise als enorm erfolgsversprechend erwiesen. 

Die Produktivität und Effektivität steigt dabei in vielen Fällen an. Das bestätigen mir viele Kunden und auch Kollegen. 

Abgesehen der Produktivität muss bedacht werden, dass das Arbeiten im Homeoffice die Möglichkeit eröffnet, kompetente Mitarbeiter außerhalb der regionalen Grenzen einzustellen.

Vielleicht ließen sich durch das Homeoffice somit bessere und produktivere Mitarbeiter finden. Mitarbeiter, die nicht bereit wären, in die Stadt des Unternehmens zu ziehen. 

Für Angestellte: Der gravierende Unterschied zwischen Homeoffice und Büro

Rüste dich so gut es geht, auch im Homeoffice arbeiten zu können. Ganz unabhängig von möglichen Lockdowns. 

Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Arbeiten im Homeoffice in der Wirtschaftswelt einen immer höheren Stellenwert bekommt. 

Eine Entwicklung, die durch die Pandemie natürlich verstärkt wurde.

So würde ich als Arbeitnehmer, bei der Anmietung einer neuen Wohnung oder bei Umbauarbeiten darauf achten, ein eigenes Büro zu berücksichtigen. 

Hinzu kommt, dass du dich vom regionalen Arbeitsmarkt unabhängiger machst und ohne Ortswechsel in internationalen Unternehmen tätig sein könntest. 

Dabei ist es von Bedeutung, für die notwendige Struktur im Homeoffice zu sorgen, von der auch Sven in seinem Post geschrieben hat. Erstelle einen klaren Stundenplan, eine Not-to-do-Liste und nutze hilfreiche Methoden des Selbstmanagements.

Tipps dazu findest du in den verlinkten Episoden und Beiträgen. 

Mein Blick in die Zukunft

Auch in Zukunft werden wir nicht alle im Homeoffice arbeiten. Viele Jobs die Präsenz erfordern, würden das gar nicht zulassen. 

Jedoch sollten wir vorbereitet sein, aus dem Homeoffice professionell und effektiv arbeiten zu können. Unternehmen werden in Hinblick auf die Produktivität kritischer werden, vor allem dann, wenn die Notsituation der Pandemie vorbei ist. Halbherzige Homeoffice-Lösungen die bisher toleriert wurden, könnten den Vorgaben nicht mehr genügen.

Rüste dich für die Zukunft, ganz egal ob du Angestellter oder Unternehmer bist. 

Als Unternehmer sorge dafür, deine Mitarbeiter zu schulen und die notwendigen Skills zu fördern. Sei es Produktivität, Effektivität oder Effizienz. 

Wenn du Angestellter bist, übernimm Verantwortung und eigne dir diese Skills in Eigenregie an. Warte nicht, bis dein Arbeitgeber auf dich zukommt. Rüste dich für die Zukunft und alle Eventualitäten. Sei es ein neuer Job oder weitere Lockdowns. 

Denn eines ist klar: Die Wunderwaffen des 21. Jahrhunderts heißen Fokus und Konzentration.

Ganz egal ob du im Homeoffice oder im Büro arbeitest, diese Fähigkeiten musst du überall abrufen können. Und wenn du sie abrufen kannst, wirst du zu den Gewinnern des 21. Jahrhunderts gehören. 

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Liebe Grüße

Thomas

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Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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