Finanzmanagement ist für mich ein Teil eines guten Selbstmanagements. Deswegen freue ich mich sehr, mit Jan Duden einen Finanzcoach gefunden zu haben, der sehr viel zum Thema Finanzmanagement erzählen kann. Unter anderem plaudern wir darüber, warum du dich selbst um deine Finanzen kümmern solltest, warum du finanzielle Ziele brauchst und wie du diese planst, was finanzielle Freiheit bedeutet und warum der nächste Aktiencrash zwar bestimmt kommt, aber halb so schlimm ist.


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finanzielle Ziele

Transkript des Interviews:

Interview Jan Dudek

Thomas: Hallo Jan, es freut mich sehr, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. Ich habe im Intro bereits ein wenig über dich erzählt, aber sei doch so lieb und stell dich meinen Hörerinnen und Hörern noch einmal vor. Wer bist du, und was genau machst du?

Jan: Sehr gerne. Mein Name ist Jan Dudek, und ich bin Finanzcoach. Ich helfe Menschen dabei, sich eigenständig um das Thema Finanzen und Geldanlagen zu kümmern. Im Gegensatz zu den meisten Bank- und Finanzberatern gebe ich den Leuten einen Werkzeugkasten an die Hand, mit dem sie am Ende in der Lage sind, ihr Geld selbständig und erfolgreich anzulegen.  

Thomas: Ein prägnanter Elevator Pitch, sehr gut!  

Jan: Den habe ich oft geübt. (Lacht)

Thomas: Das Thema Finanzen ist besonders im Bereich des Selbstmanagements sehr wichtig. Wie kann man seine Finanzen im Hinblick auf die Ziele, die man hat, besser managen? Welche Tipps hast du uns mitgebracht?

Jan: Die Finanzen zu managen, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Viele Leute glauben, dass Geldmanagement und Investieren ein heiliger Gral ist. Sie bauen keine Rücklagen auf, weil es ihnen an Wissen fehlt und weil sie keine finanziellen Ziele planen. Auch bei meinen Kunden fällt mir immer wieder auf, dass sie keine Ziele festgelegt haben. Das heißt, man muss versuchen, einige Jahre in die Zukunft zu schauen und sich zu überlegen, was man in den nächsten Jahren benötigt. Habe ich vielleicht eine Hochzeit in Planung? Eine Hochzeit kostet in Deutschland im Schnitt 21.000,- Euro. Will ich Kinder haben, ein Haus bauen oder meine Wohnung renovieren?

Die meisten Menschen planen nicht. Sie werden von größeren Ausgaben überrascht und verwenden dann ihre vorhandenen Rücklagen. Das sorgt dafür, dass sie kein Vermögen aufbauen. Im ersten Schritt ist es deshalb wichtig, sich zu überlegen und aufzuschreiben, welche Kosten in den nächsten drei bis fünf Jahren anstehen könnten. Das wäre ein guter Start in die eigene Finanzplanung.  

Als nächsten Schritt überlegt man sich, wie viel man monatlich zur Seite legen muss, um dieses finanzielle Ziel zu erreichen. Das führt einen vor Augen, ob der eigene Plan realistisch ist, und man beginnt, sich Gedanken über seine langfristige Finanzplanung zu machen. Wie sollte ich mein Geld anlegen, um andere langfristige Ziele wie die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau anzugehen, und wie viel Geld bleibt im Monat dafür übrig?

Thomas: Das ist ein wichtiger Faktor. Die 21.000,- Euro habe ich zum Glück nicht ausgegeben (lacht). Drei bis fünf Jahre, das ist ein überschaubarer Zeitraum, um zu erkennen, was ich an Ressourcen benötige. Wieso ist das Geldmanagement überhaupt so wichtig für die Geldanlage? Kannst du definieren, was Geldmanagement für dich bedeutet?

Jan: Für mich bedeutet Geldmanagement, dass man einen Überblick über seine Finanzen hat. Man beginnt damit, eine Aufstellung darüber machen, was man in den letzten zwölf Monaten ausgegeben hat. Was ist der finanzielle Status quo? Das Geldmanagement fängt damit an, sich seiner finanziellen Situation bewusst zu werden. Es ist wichtig, eine klare Übersicht zu haben. Fakt ist, jeder, der ein Haushaltsbuch führt, stellt fest, dass er mehr Geld ausgibt, als er gedacht hat. Viele vergessen zum Beispiel, den Urlaub in die Finanzaufstellung einzubauen.

Wenn man eine Übersicht darüber hat, was man monatlich ausgibt, was hereinkommt und was übrigbleit, dann wird man sehr schnell feststellen, wie viel Geld man für seine finanziellen Ziele zur Seite legen kann. Das ist meiner Meinung nach der erste wichtige Schritt auf dem Weg zum Geldmanagement. Bei dir, Thomas, geht es auch darum, dass man seine Verträge, Versicherungen und die persönliche Finanzverwaltung im Griff hat. Soweit ich weiß, nutzt du dafür Evernote.  

Thomas: Ja, genau. Ich habe alle Excel-Listen in Evernote liegen, meine ganzen Verträge und Finanzdaten. Ich mache das genauso, wie du es vorschlägst, ich bilde Rücklagen für Urlaube und diverse andere Dinge. Und schon morgen, übrigens, fliege ich in Urlaub. (Lacht) Ich habe diese Art der Finanzplanung auch erst lernen müssen, denn als junger Mensch hat mir auch regelmäßig am Ende des Monats das Geld gefehlt. Evernote ist natürlich ein cooles Tool, um alle Informationen zu speichern und übersichtlich an einem Ort zu haben. Wenn du mich nach der Policen Nummer meiner Hausratversicherung fragst, dann kann ich sie dir in zehn Sekunden nennen. Das ist schon cool.

Jan: Genau. Wenn man keine Übersicht über seine finanzielle Situation hat, dann bleibt am Ende des Monats nicht viel Geld übrig. Das ist genau das Problem. Man lebt vor sich hin, und dann übernimmt das Geld die Kontrolle über einen selbst, und man hat immer zu wenig davon. Wenn man keinen Überblick hat, dann fließt das Geld einfach nur so vom Konto weg. Deswegen gilt der oft gehörte Standardsatz: Man sollte sich zuerst selbst bezahlen, das heißt, am Anfang des Monats das Geld beiseitelegen. Man weiß meist genau, wie die finanzielle Situation aussieht.  

Und wenn alles nichts hilft, dann sollte man sich Budgets setzen, zum Beispiel höchstens 200,- Euro monatlich für Amazon oder 300,- Euro für Freizeitaktivitäten, was schon relativ viel ist. Dann nimmt man sich einfach ein zusätzliches Girokonto, das man bei Direktbanken kostenlos führen kann und überweist monatlich die 200,- Euro auf dieses Konto. Ist das Konto leer, dann geht man am Monatsende eben nicht mehr ins Kino oder kauft sich Bücher, sondern man akzeptiert, dass das Budget für diesen Monat aufgebraucht ist. Das ist ein ganz einfacher Trick, um Geld zu sparen und eine Übersicht über seine finanzielle Situation zu behalten. Wenn man diese Konzepte umsetzt, dann wird man deutlich zufriedener mit sich selbst. Wenn man sich mit seiner finanziellen Situation auseinandersetzt, bekommt am Monatsende keinen Schock mehr und findet Ruhe und Zufriedenheit.  

Thomas: Du hast uns erzählt, dass du deinen Kunden einen Werkzeugkasten zur Verfügung stellst, mit dem sich jeder eigenständig um seine Finanzen kümmern kann. Trotzdem gibt es viele Menschen, die einem Guru folgen oder kopflos in einen Investmentfonds investieren. Warum sollte jeder, der sein Geld vermehren möchte, die Verantwortung für seine Finanzen selbst übernehmen?

Jan: In Deutschland legt höchstens 15 Prozent der Bevölkerung ihr Geld in Aktien an. Viele bunkern es einfach auf dem Sparbuch, und das ist, wie man sich denken kann, langfristig nicht unbedingt die beste Möglichkeit, sein Geld zu vermehren. Ein Großteil der Leute gibt die Verantwortung einfach ab. Und das ist das größte Problem. Man geht man zum Bank- oder Finanzberater und lässt sich dort einen Aktienfonds oder ein Versicherungsprodukt verkaufen. Läuft alles gut, dann beschwert man sich nicht, aber sobald es schlecht läuft und der Aktienmarkt nach unten geht, wird der Bankberater beschuldigt, ein schlechtes Produkt verkauft zu haben.  

Wenn etwas Schlechtes passiert, gibt man die Verantwortung ab. Das passiert auch Anlegern, die sich Tipps aus Börsenbriefen holen. Ich habe einige Kunden, die sich auf Tipps verlassen haben, die nicht funktionierten. Wenn man die Verantwortung abgibt, wird man niemals erfolgreich Vermögen aufbauen, weil man am Ende immer jemand anderem die Schuld gibt. Und das sorgt dafür, dass man nicht vorankommt. Das ist das große Problem der meisten Leute.

Thomas: Das ist im Zeitmanagement genauso. Wenn ich mich um meine Zeit nicht selbst kümmere, dann gebe ich immer anderen die Schuld, zum Beispiel dem Chef oder den Kunden. Das ist exakt dasselbe. Hier gibt es sehr schöne Parallelen. Was verbirgt sich deiner Meinung nach hinter dem Mythos der finanziellen Freiheit, und wie kann man sie erreichen? Ich glaube, „Frugalisten“ ist der Fachausdruck für Menschen, die schon mit 30 oder 40 nur noch am Strand in Griechenland liegen. Wie stehst du zu diesem Thema?

Jan: Viele Leute, mit denen ich ins Gespräch komme, haben das Ziel, finanziell frei zu sein und passives Einkommen zu erzielen. Sie wollen nicht mehr für ihren Lebensunterhalt und für ihre finanziellen Ziele arbeiten müssen. Ich stelle jedoch fest, dass die meisten Leute trotzdem irgendetwas machen wollen. Niemand will den ganzen Tag am Strand liegen und Cocktails schlürfen. Die meisten wollen irgendeinen Mehrwert schaffen. Das heißt, mit finanzieller Freiheit ist eher die finanzielle Sicherheit gemeint, die Freiheit so zu genießen, wie man es möchte.  

Grundsätzlich ist finanzielle Freiheit eine einfache Rechnung. Man muss sich ausrechnen, wie viel man monatlich zur Seite legen kann. Und wenn man ein Frugalist ist, wenn man also sehr sparsam lebt und viel Geld beiseitelegt, dann kann man durchaus in zwanzig oder fünfzehn Jahren seine finanzielle Freiheit erreichen, je nachdem, wo man aktuell steht. Das ist auf jeden Fall machbar. Am Ende steht jedoch die Frage, wofür man das macht. Die Leute streben eine bestimmte Zahl an, wollen zum Beispiel Millionär werden, aber wenn sie dieses Ziel erreichen würden, wären sie nicht unbedingt glücklicher.  

Sie streben nach immer mehr Geld und nach mehr vermeintlicher Freiheit. Aber das ist gar nicht der Sinn der Sache, sondern man sollte sein Leben von Anfang an so gestalten, dass man die angestrebte Freiheit möglichst schon jetzt genießt und sich nicht zu sehr einschränkt. Auf der anderen Seite sollte man trotzdem für seine Sicherheit vorsorgen. Wenn man einen sechsstelligen Betrag auf dem Konto liegen oder ihn investiert hat, dann spürt man eine innere Ruhe. Egal was kommt, ob ich meinen Job verliere oder was auch immer passiert, ich habe genug Geld, um die nächsten fünf, zehn oder sogar zwanzig Jahre gut zu überleben. Und dann kann ich mir eine weitere Strategie überlegen. Das ist meiner Meinung nach die finanzielle Freiheit oder besser die finanzielle Sicherheit, die man anstreben sollte.  

Thomas: Nehmen wir an, ich bin Frugalist und habe bereits einige Ersparnisse. Worauf sollte ich bei der Geldanlage achten?

Jan: Die meisten Leute wissen nicht, wie viel ihr gewähltes Finanzprodukt überhaupt kostet. Der erste Punkt umfasst also die Kosten der Geldanlage. Wer bei seiner Hausbank einen Aktienfonds führt, sollte prüfen, wie hoch die Jahresgebühren sind. Der Kunde erhält keine Rechnung für diese Kosten, und das ist das große Problem. Am Ende hat man einfach nur weniger Vermögen, und dieses Vermögen erweitert sich nicht so stark wie geplant. Das ist, als würde man mit angezogener Handbremse Auto fahren. Man kommt irgendwann ans Ziel, aber man kommt nur langsam voran. Deswegen ist der erste wichtige Schritt, auf die Gebühren zu achten.  

Zum Beispiel machen viele junge Leute den Fehler, Aktien im Wert eines kleinen Kleckerbetrages zu kaufen und dafür 10,- bis 20,- Euro Transaktionsgebühren zu bezahlen. Damit hat man bereits zu Beginn durch die anfallenden Gebühren 10 Prozent verloren, bevor man überhaupt einen Ertrag erzielt hat.  

Gerade, wenn man länger investiert, sollte man Risiken bewusst einkalkulieren. Man muss die gewählte Geldanlage verstehen, und man sollte sich der Risiken bewusst sein. Wenn man verstanden hat, wie Aktien funktionieren, kann man auch mit einem kleinen Betrag loslegen und erfahren, wie sich das Ganze überhaupt anfühlt. Wie ist es, wenn die Kurse schwanken und wenn sich mein Depotwert verändert? Man sollte also zunächst verstehen, wie das Investieren funktioniert und dann einfach loslegen.  

Thomas: Das unterstreiche ich voll und ganz. Im Bereich der Geldanlagen werden viele Fehler gemacht. Kannst du uns sagen, welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte?

Jan: Jeder Mensch macht Fehler, das ist klar, aber wenn es um das eigene Geld geht, dann sind die Leute noch viel anfälliger für Fehler. Verluste fühlen sich dreimal so schlimm an wie Gewinne. Das gilt besonders für den Aktienmarkt und kann so weit gehen, dass die Leute nachts nicht schlafen können. Man sollte also darauf achten, dass man keine Geldanlage wählt, die einen dazu veranlasst, nachts nicht mehr schlafen zu können. Man sollte seine Anlagen so wählen, dass man auch einen Aktiencrash überstehen kann, der den Wert des Depots halbiert. Wenn man das mental nicht aushält, dann wird man langfristig nicht durchhalten. 

Außerdem sollte man sich mit seiner Geldanlage intensiver beschäftigen als mit seinem Urlaub. Viele Leute kaufen einfach irgendeine Anlage, denn heutzutage ist es einfach, Geld anzulegen. Das gilt besonders für den Aktien- und Finanzmarkt, wo man schon mit wenigen Klicks sein Geld anlegen kann. Und das ist genau das Problem. Wer sich mit seinen Geldanlagen beschäftigt, beginnt damit, Verantwortung zu übernehmen. Das ist besser, als irgendwelchen Tipps von anderen hinterherzulaufen, weil die anscheinend mehr Ahnung haben. Wichtig ist, dass man sich selbst mit den Hintergründen auseinandersetzt. Diese Fehler muss man vermeiden, um erfolgreich zu sein.

Thomas: Ich bin ein finanziell interessierter Mensch, der sich selbst um seine Geldanlagen kümmert. In den Medien ist immer die Rede davon, dass der nächste Aktiencrash quasi vor der Tür steht. Unlängst habe ich mir die beiden Hörbücher von Dirk Müller angehört, und als Reaktion gräbt man sich am besten in den nächsten Bunker ein. Wie kann ich mich auf einen Crash vorbereiten? Was ist deine Meinung dazu?

Jan: Sicherst du dich in irgendeiner Weise ab, Thomas oder investierst du einfach weiter?

Thomas: Ich habe meine Aktieninvestments zurückgefahren und investiere jetzt mehr im Immobilienbereich. Ich wäre froh, wenn ich von einem Aktiencrash verschont bleiben würde.  

Jan: Sehr interessant. Es gibt eine alte Börsenweisheit, die lautet, wer auf dem Weg nach unten nicht dabei ist, der wird auch auf dem Weg nach oben nicht mit dabei sein. Viele Leute scheuen sich, am Aktienmarkt zu investieren, weil sie Angst vor einem Crash haben. Aber sie sollten einfach damit beginnen. Das gilt besonders, wenn sie noch jung sind, denn im Laufe ihres Lebens werden sie noch viele Krisen miterleben. Durch die Drohung von Krisenszenarien wurde bereits mehr Geld vernichtet als durch die Krisen selbst. Es ist deshalb sehr wichtig, dass man früh mit dem Investieren anfängt, damit man die Erfahrung macht, wie es sich anfühlt, Geld zu verlieren.  

Wenn man nicht investiert und einem Aktiencrash von jetzt auf gleich gegenübersteht, dann sorgt das dafür, dass man sich erst gar nicht traut, einzusteigen, weil man befürchtet, dass die Kurse noch weiter nach unten gehen könnten. Denn wenn ich bei einem Stand von minus 40 Prozent 100.0000,- Euro investiere und die Kurse danach weitere 30 Prozent fallen, dann habe ich in diesem Fall 33.000,- Euro verloren, und zwar, obwohl ich gedacht habe, zu einem sehr günstigen Zeitpunkt eingestiegen zu sein.

Damit möchte ich sagen, dass es sehr schwierig ist, einen Aktiencrash vorherzusagen. Niemand weiß, wann die Kurse an ihrem Tiefpunkt angekommen sind. Und wenn man nicht am Tiefpunkt investiert, dann kann es eben passieren, dass die Kurse noch weiter fallen. Und diese Verluste dann wieder aufzuholen, das kann dauern. Man benötigt praktisch eine Erholung um 50 Prozent, um sein Geld wiederzubekommen. Und das ist genau die Problematik. Deshalb ist es besser, konstant zu investieren und regelmäßig dabeizubleiben. Gerade, wenn man noch jung ist und einen längeren Anlagehorizont vor sich hat, kann man den Risiken gelassen entgegensehen.  

Niemand kann Wertentwicklungen der Aktienmärkte voraussehen. Es ist durchaus möglich, dass der Markt weitere zehn Jahre nach oben geht. In Japan ist er beispielsweise Anfang der Neunzigerjahre komplett zusammengefallen, nachdem er Jahre zuvor auf ein unglaubliches Maß angestiegen war. Das hätte sich vorher niemand vorstellen können. Es entsprach einem Kurs-Gewinnverhältnis von 200. Im Vergleich: Heutzutage bewegt sich das Verhältnis etwa bei 20. Das heißt, es kann noch sehr lange nach oben gehen, ohne dass es zu einem Aktiencrash kommt. Und das ist das Wichtige. 

Thomas: Ich gebe dir vollkommen recht. Über so manchen Crash habe ich mich früher sogar gefreut, weil ich wusste, dass ich neue Anteile günstig einkaufen kann. Das war cool. Aber jetzt komme ich langsam in ein Alter, wo man ein wenig vorsichtiger wird. (Lacht)  

Wenn sich jemand am Anfang steht und sich bisher noch nicht um seine finanziellen Angelegenheiten gekümmert hat, wie sollte er vorgehen? Wie sehen die ersten Schritte aus?

Jan: Der erste Schritt ist, sich einen Überblick über die finanzielle Situation zu verschaffen. Leg ein Haushaltsbuch an. Wie viel Geld hast du in den letzten Monaten ausgegeben, und was bleibt am Ende des Monats übrig? Der nächste Schritt ist, die finanziellen Ziele festzulegen. Dabei kann man die Möglichkeit nutzen, verschiedene Konten für verschiedene Ziele anzulegen, sei es ein neues Auto oder die anstehende Hochzeit. Das sollte man sich alles konkret durchrechnen. Und sobald diese Zahlen stehen, kann man damit beginnen, sich mit dem Thema Geldanlage zu beschäftigen. Was sind Aktien, und wie funktioniert der Aktienmarkt? Für viele Anfänger ist es leicht, sich mit dieser Frage zu beschäftigen, denn der Aktienmarkt hat den Vorteil, dass man sich zeitlich nicht so viel mit ihm auseinandersetzen muss wie beispielsweise mit Immobilien. Man kann mit deutlich weniger Zeit- und Geldaufwand anfangen. 

Natürlich darf man nicht alles sofort investieren, sondern man sollte zunächst eine eiserne Reserve auf der hohen Kante haben, um kurzfristige Ausgaben tätigen zu können. Danach kann man relativ schnell damit beginnen, zu investieren, wenn man sich denn dazu bereit fühlt und genug Ahnung von dem Thema hat. Gerade als Anfänger sollte man möglichst breit streuen, zum Beispiel in Aktien auf der ganzen Welt. Das wäre ein guter Start, um das Risiko zu minimieren. Einfach anfangen, Geld beiseite zu legen und Vermögen aufzubauen.  

Thomas: Super. Jan, das war ein sehr spannendes Gespräch mit tollen Tipps. Vielen Dank dafür. Ich bin mir sicher, dass wir noch ein paar Stunden weiter über das Thema philosophieren könnten. Wenn jemand mehr über dich erfahren möchte, wo im Netz kann er oder sie dich finden?

Jan: Im Netz kann man mich auf jan-dudek.de finden. Du wirst den Link sicher in den Show Notes hinterlegen. Gerne könnt ihr euch für ein kostenloses Erstgespräch bewerben. Gemeinsam schauen wir uns eure derzeitige finanzielle Situation an und prüfen, wie wir euch helfen können, den Vermögensaufbau zu starten. Einfach Kontakt zu mir aufnehmen, das ist relativ einfach, und dann schauen wir, wo du aktuell stehst und wie ich konkret weiterhelfen kann.

Thomas: Perfekt. Jan, ich bedanke mich für das spannende Interview. In meinem Podcast gehören die letzten Worte immer meinem Gast. Wenn du noch eine kurze Message für meine Hörerinnen und Hörer hast, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Vielleicht hören wir uns bald wieder.  

Jan: Sehr gerne. Finanzielle Bildung ist der Schlüssel zur finanziellen Freiheit. Wenn man anfangen möchte, Vermögen aufzubauen und seine finanziellen Ziele zu erreichen, dann muss man anfangen, Verantwortung zu übernehmen und sich mit dem Thema Geldanlagen, Finanzen und Vermögensaufbau zu beschäftigen. Niemand kann dein Geld besser managen als du selbst, und dessen muss man sich bewusstwerden.  

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