Wie du durch diese 4 täglichen Routinen lernst, immer bessere Texte zu schreiben

Ich freue mich sehr, dir wieder einen spannenden Gastartikel von Sebastian Prohaska präsentieren zu dürfen. Schreiben muss fast jeder von uns, egal ob beruflich oder privat. Daher lege ich dir diesen Artikel sehr ans Herz. Jetzt aber Vorhang auf für Sebastian.

Gute Texte schreiben zu können, ist immer von Vorteil. Dazu musst du gar keinen eigenen Blog haben. Ein gut formuliertes Bewerbungsschreiben, eine wichtige E-Mail oder ein Liebesbrief an deine oder deinen Liebste(n).

Das Geheimnis jeder regelmäßigen Routine ist die Beständigkeit. Je länger du es schaffst durchzuhalten, desto besser wirst du.

Ich war letztens im Theater in Baden (Österreich) und wir haben uns Dr. Jekyll & Mr. Hyde angesehen. Der Hauptdarsteller hat dieses Stück 850-mal aufgeführt. Das merkte man. Es war unglaublich gut gespielt von ihm. Aber laut eigenen Aussagen lernt er noch immer, bei jeder Aufführung, etwas dazu.

Ähnlich verhält sich das mit dem Schreiben von Texten. Du musst gewisse Dinge regelmäßig tun, um besser werden zu können. Dabei muss es aber nicht immer viel an einem Stück sein. Höre dir dazu am besten die Podcast-Folge von Thomas und mir zum Thema Minigewohnheiten an.

1.    Lerne das Free-Writing

Um beim Schreiben täglich besser und besser zu werden, musst du…..

Richtig.

Täglich Schreiben.

Klingt dies ein wenig wie ein Eisberg für dich? Ist dies schwierig umzusetzen für dich?

Was ist, wenn ich dir aber sage, dass 25 Minuten pro Tag ausreichen würden!?

Was ist, wenn ich dir sage, dass es gar nicht wichtig ist, wie qualitativ hochwertig dein Text ist!?

Du solltest des Schreibens willen schreiben. Plane dir ein Zeitfenster an einem Tag ein, an dem du dich fix für 25 Minuten hinsetzt und schreibst. Ich tue dies in meiner Miracle Morning Routine.

Eine Sache kann ich dir versprechen. Wenn du dies regelmäßig durchführst, kannst du nur besser werden!

2.    Schreibe um nachzudenken

Dieser Tipp ist mir sehr wichtig, deswegen widme ich ihm einen eigenen Punkt. Wir sind gewohnt und darauf trainiert, einen Text sofort perfekt zu schreiben. Eine Schularbeit muss auf einmal sitzen. Wenn möglich ohne Fehler.

Aber das ist nicht richtig und auch nicht sehr gut. Manchmal kann man Schreiben des Denkens willen. Also du schreibst einen Text, den du danach wieder löscht. Klingt pervers nicht wahr?

Das Schreiben des Denkens willen wird am meistens von Kindern oder von Selbstmanagementprofis angewandt. Kinder schreiben nämlich Tagebücher, um ihr Erlebtes zu verarbeiten. Selbstmanagementprofis schreiben Journals.

Auch das typische Brainstorming funktioniert nicht, ohne Gedanken in irgendeiner Form aufzuschreiben.

Wenn du Sorgen hast, dann schreibe dies doch einmal auf. Diese Gedanken spucken dir plötzlich nicht mehr im Kopf herum. Ich empfehle dir, dir täglich 5-10 Minuten Zeit zu nehmen, um ein Journal (5-Minute Journal) zu schreiben. Dieses schreibst du täglich in der Früh und am Abend. Ich stelle mir folgende Fragen, deren Antworten ich immer notiere:

  • Wofür bin ich dankbar?
  • Worauf bin ich stolz?
  • Was würde den heutigen Tag großartig machen?
  • Welches Versprechen gebe ich mir für heute? (Verbesserung)
  • Welche Aktion setze ich, um mein Ziel zu erreichen?
  • Am Abend: Welche 3 unglaublichen Dinge sind heute passiert?
  • Am Abend: Wie hätte ich den heutigen Tag besser gestalten können?
  • Am Abend: Was habe ich heute dazugelernt?

Hier kommt schon einiges an Text zusammen. Natürlich nicht immer, aber meistens. Versuche es 21 Tage lang und schreibe mir deine Erfahrungen damit.

3.    Konsumiere Texte

Liest du gerne? Mein Bruder Florian hat es früher gehasst. Er hat durchschnittlich ein Buch pro Jahr gelesen. Oder zumindest angefangen. Heute liest er ein Buch pro Woche.

Wie er das gemacht hat? Er hat sich angewöhnt, nur ein paar Zeilen pro Tag zu lesen. Danach waren es nur ein paar Seiten.

Ob er dadurch bessere Texte schreibt? Die Leser unseres ithelps Blogs lieben seine Blogartikel. Das sehen wir an unseren Zugriffszahlen.

Du musst aber keine Bücher lesen. Du kannst auch Blogartikel, Nachrichten oder Zeitschriften lesen. Beobachte dich dabei selbst. Welche Eigenschaften muss ein Text für dich haben, damit du ihn zu lesen beginnst und du diesen Text auch bis zum Ende durchliest?

Du kannst kein Schauspieler werden, wenn du niemals anderen beim Schauspiel zugesehen hast.

Hörbücher zählen an dieser Stelle leider nicht. Sorry Thomas J  Es geht tatsächlich um das Erlebnis  des Lesens.

bessere Texte

voltamax / Pixabay

4.    Den perfekten Zeitpunkt und Ort finden

Schreibe täglich zu einer fixen Uhrzeit und an einem fixen Ort. Würde ich das lesen, ohne es zu tun, würde ich mir denken: „Das schaffe ich nie, in meinen Alltag zu integrieren“. Dachte ich auch einmal.

Ich sitze gerade an einem schönen Spätsommertag auf meiner Terrasse in Eichgraben. Es ist Sonntag und 13 Uhr. Ich liebe es, am Sonntag um 13 Uhr einen Blogartikel zu schreiben.

Wir sind Gewohnheitstiere. Ich habe einmal versucht, um 17 Uhr am Sonntag einen Artikel zu schreiben. Funktioniert nicht. Man findet zu viele Ausreden, warum man es doch nicht tun sollte. Aber auch der Ort ist extrem wichtig.

In meinem Arbeitszimmer zu Hause schreibe ich nicht sehr gerne. Ich muss entweder draußen sitzen oder ins Kaffeehaus fahren. Kopfhörer hinein und mit Focus@Will oder einer Youtube Playlist mit klassischer Musik die Außenwelt ausblenden.

Unter der Woche sieht dies schon wieder anders aus. Hier schreibe ich täglich in der Früh, wenn es um eigene Blogartikel geht. Aber wenn ich für andere Blogs, im Namen einer anderen Person schreibe, dann schreibe ich um 10 Uhr vormittags am effektivsten.

Es wird dir nicht immer leicht fallen, zu schreiben. Dabei kann dir eine fixe Uhrzeit oder ein bestimmter Ort sehr helfen.

Wenn du keine Lust zum Schreiben hast, dann setze dich trotzdem zur festgelegten Uhrzeit an diesen Ort und erlaube dir in die Luft zu schauen. Hierbei darfst du nichts Anderes machen. Kein Handy, kein Internet, keine Gespräche, nichts.  Aber du musst die gesamte, vorgesehene Schreibzeit dort sitzen. Glaub mir, es dauert meist nur ein paar Minuten und du beginnst doch, zu schreiben. Und hinterher bist du sogar heilfroh darüber.

Über den Autor:

Sebastian Prohaska ist Gründer von ithelps, einer 5-köpfigen Full-Service-Agentur aus Wien mit den Schwerpunkten auf IT-Betreuung, Bloggen und Google Optimierung (SEO). Privat liest er 1 Buch pro Woche, liebt den Kraftsport und hat 4 Hunde.
sebastian

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2017-09-29T11:05:45+00:002 Kommentare

2 Comments

  1. Dennis Fischer 13. September 2016 um 17:56 Uhr - Antworten

    Hallo Sebastian,

    da ist einiges Wahres dran. Ich persönlich bin morgens vor 11 Uhr am produktivsten. Wichtig ist dabei aber, dass ich vorher keine Mails oder Social Media Kanäle checke, sonst sind die ersten Stunden des Morgens gelaufen.
    Cooler Artikel und wenn du weitere Tipps zu guten Büchern brauchst, schaue doch mal auf meiner Seite vorbei =)

  2. Dominik 15. September 2016 um 00:20 Uhr - Antworten

    Hallo Sebastian.
    Vielen Dank für deinen Artikel. Meine Website befindet sich erst im Aufbau, und einige Texte habe ich schon geschrieben, aber die muss ich wohl nochmals überarbeiten, sind nicht so gut geworden, da ich nicht immer richtig Lust auf das Texten hatte.
    Danke für deine Tipps!

    Beste Grüße aus Innsbruck,
    Dominik

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