Wie Intervall-Fasten dein Energielevel erhöht

Ich freue mich immer sehr, wenn ich Gastartikel zu Themen bekomme, die ich selbst nicht abdecken kann. Energiemanagement ist ja ein wichtiger Teil von Selbstmanagement, daher freue mich sehr über den Gastartikel von Moritz Bauer. Er erklärt darin sehr schön, wie du Intervall-Fasten dazu nutzen kannst um dein Energielevel zu erhöhen. Viel Spaß beim Lesen!

  • Bist du oft müde, energielos und unkonzentriert?
  • Greifst du dann gerne zu einer Banane, einem Müsli-Riegel oder einem anderen Snack, der dir Energie geben soll?
  • Glaubst du, du tust dir und deinem Körper damit etwas Gutes?

In diesem Fall hab ich eine wichtige Nachricht für dich:
Diese ständige Nahrungsversorgung schadet deinem Energielevel und deiner Gesundheit! Denn unser Körper ist nicht dafür geschaffen, permanent etwas verdauen zu müssen. Ganz im Gegenteil – unsere Gesundheit und unsere Energie profitieren deutlich von regelmäßigen längeren Fasten-Perioden.
Wie genau das Fasten auf deinen Körper wirkt und wie du es in deinen Alltag integrieren kannst, ohne hungern zu müssen, erkläre ich dir jetzt:

Mehr Energie durch weniger Essen – Wie funktioniert das?

Wir sind es heutzutage gewohnt, dass uns rund um die Uhr Nahrung zur Verfügung steht.
Das Problem daran ist: Unser Körper ist es nicht gewohnt!

Er musste Jahrtausende lang mit Phasen klar kommen, in denen es wenig oder gar nichts zu essen gab. Die Menschheit hätte nicht überlebt, wenn sie in diesen unfreiwilligen „Fasten-Zeiten“ energielos in der Höhlenecke liegen geblieben wäre. Daher passiert bei Nahrungsmangel genau das Gegenteil: Sobald der Körper merkt, dass der Nachschub an Nahrung ausbleibt, mobilisiert er sämtliche Energiereserven – wir bekommen einen regelrechten Power-Schub!

Der Steinzeitmensch konnte dann kraftvoll und konzentriert auf die Jagd gehen. Der Mensch von heute kann diesen Zustand nutzen, um effektiver und effizienter zu arbeiten!

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Warum aber glauben wir, wir müssten ständig etwas essen, um leistungsfähig zu sein?
Dazu muss man wissen, dass unser Körper im Grunde sehr „faul“ ist. Solange ihm ständig Energie (in Form von Nahrung) zugeführt wird, nutzt er diese auch und geht nicht an seine Reserven. Bleibt der Nachschub dann aus, fährt der Körper erstmal seinen Energieverbrauch runter und wartet… An diesem Punkt empfinden wir Hunger und fühlen uns etwas schlapp und müde.

Unsere Körper sind inzwischen leider so „verwöhnt“, dass sie diesen „Energiesparmodus“ ziemlich lange durchhalten…

Daher glaubte man lange Zeit, viele kleinere Mahlzeiten wären besser als wenige große. Um ein Abfallen der Leistungskurve zu verhindern, gibt es zahlreiche (mehr oder weniger gesunde) Snacks für Zwischendurch. Damit befinden wir uns jedoch in einem Teufelskreis – wir haben unseren Körper darauf trainiert, ständig Nahrung zu brauchen, indem wir ihm ständig Nahrung geben.

Für unsere Gesundheit ist das alles andere als gut!
Nahrung zu verdauen bedeutet Stress für unseren Körper! Selbst die gesündeste Bio-Tomate muss in ihre Bestandteile zerlegt werden. Die nützlichen Nährstoffe müssen herausgefiltert, verwertet oder gespeichert werden. Alles Überflüssige muss wieder abtransportiert werden. Unser ganzer Körper arbeitet dabei auf Hochtouren. Währenddessen kann er sich natürlich nicht ausruhen.

Auch alles andere (z.B. Heilungsprozesse) muss solange warten. Nicht umsonst haben wir während einer Erkrankung oftmals keinen Appetit, da möchte sich unser Körper lieber um die Abwehr kümmern als um die Verdauung.

Wenn du das mal mit der Arbeit im Büro vergleichst, bedeutet es: Jemand bringt dir einen Stapel Akten, den du durchschauen und sortieren musst. Ein paar Unterlagen musst du zu deinem Chef bringen. Einiges musst du kopieren, ablegen oder weiter bearbeiten. Ein paar Akten müssen im richtigen Schrank korrekt einsortiert werden und der Rest kommt in den Reißwolf.

Anschließend würdest du dich gern deinen Mails oder dem blinkenden Anrufbeantworter zuwenden – oder einfach mal kurz durchatmen. Leider kommt da schon der nächste Schwung Akten herein und das ganze Spiel beginnt von vorn.
Stressig, oder?

Kannst du dir vorstellen, dass dein Energielevel dadurch langfristig immer schwächer wird?
Genauso geht es deinem Körper! Deswegen ist es so wichtig, dass du ihm regelmäßige Pausen gönnst, in denen er sich erholen, regenerieren und seine Kräfte sammeln kann! (Für maximale Entspannung solltest du übrigens lernen, zu meditieren! Meditation tut dir und deinem Körper unglaublich gut.) Genauso wie DU ab und zu entspannen solltest, braucht auch dein Körper seine „Auszeiten“.

Inzwischen ist erwiesen, das unser Überangebot an Nahrung nicht nur energielos, sondern auch krank macht. Fasten hingegen hat extrem positive Auswirkungen auf den Körper.
Hier nur ein paar Vorteile des bewussten Nahrungsverzichts:

  • dein gesamter Gesundheitszustand verbessert sich, da sich dein Körper erholen oder sich um wichtige „Reparaturarbeiten“ kümmern kann
  • dir steht mehr Energie zu Verfügung, da dein Körper nach etwa 14 Stunden beginnt, auf seine eigenen Energiereserven zuzugreifen
  • dein Gewicht reguliert sich auf natürliche Weise und überflüssige Fettreserven werden nach und nach abgebaut
  • dein Stoffwechsel wird angeregt und verbessert, weshalb es auch nicht zum gefürchteten Jojo-Effekt kommt
  • sobald sich dein Körper an die ausbleibende Dauerversorgung gewöhnt hat, hast du weniger oder gar keinen Hunger mehr – und bist gleichzeitig leistungsfähiger
  • dein Schlaf verbessert sich und du fühlst dich morgens erholt und voller Power
  • du kannst klarer und konzentrierter denken, da dein Gehirn im „Fastenmodus“ viel besser arbeitet (die meisten kennen genau das Gegenteil: das sogenannte „Suppenkoma“ nach dem Essen)
  • deine Haut, deine Haare, dein gesamtes Aussehen verbessern sich… Fasten wirkt wie eine Verjüngungskur

Vielen Menschen fällt es jedoch sehr schwer, eine Woche oder länger komplett aufs Essen zu verzichten. Das Intervall-Fasten, auch intermittierendes Fasten genannt, bietet hier eine hervorragende Möglichkeit, die Vorteile des Fastens in den Alltag zu integrieren…

Intervallfasten

Intervall-Fasten: So funktioniert der gesunde Verzicht

Es gibt etliche Varianten des Intervall-Fastens.
Das Grundprinzip ist jedoch immer gleich: Man verzichtet für mindestens 16 Stunden auf Nahrung. So lange braucht der Körper in der Regel, bevor er auf „interne Energieversorgung“ umschaltet und die Vorteile des Fastens zur Wirkung kommen.
16 Stunden nichts essen – das klingt schlimmer, als es in Wirklichkeit ist. Mit 8 Stunden Schlaf hast du die Hälfte der Zeit schon geschafft.
Anschließend verschiebst du einfach das Frühstück noch ein paar Stunden nach hinten und isst relativ zeitig zu Abend und schon hast du die häufigste Methode des Intervall-Fastens erreicht: die sogenannte 16 : 8 Methode.

Das bedeutet nichts anderes, als dass du in einem Zeitraum von 8 Stunden normal isst, während du dann für 16 Stunden keine Nahrung zu dir nimmst. Du kannst also beispielsweise um 10 Uhr frühstücken und solltest dann ab 18 Uhr nichts mehr essen. Die Zeiten kannst du dabei ganz deinen Vorlieben und Bedürfnissen anpassen. Ich frühstücke zum Beispiel um 6 Uhr und esse ab 14 Uhr nichts mehr. Viele kommen aber besser damit klar, das Frühstück wegzulassen und dafür abends nochmal eine Mahlzeit einzunehmen.

Eine weitere beliebte Methode ist die 5 : 2 Variante. Dabei isst du an 5 Tagen pro Woche ganz normal, währen du an 2 Tagen fastest oder maximal 500-600 kcal zu dir nimmst. Die 2 Tage sollten dabei übrigens nicht hintereinander liegen. Diese Version des Intervall-Fastens erfordert meiner Erfahrung nach allerdings etwas mehr Selbstdisziplin als die 16 : 8 Methode. (Falls dir Disziplin generell etwas schwer fällt, findest du hier ein paar tolle Tipps für mehr Selbstdisziplin: Disziplin lernen – 10 goldene Tipps)
Probier einfach aus, was für dich am besten funktioniert.

Ganz wichtig: Setz dich nicht unter Druck. Gib deinem Körper Zeit, sich an dein neues Essverhalten zu gewöhnen. Dehne einfach die nächtliche Nahrungspause von 8 Stunden nach und nach aus. Wenn du momentan um 8 Uhr frühstückst, dann verlegst du das auf 9 Uhr. Und wenn du dich daran gewöhnt hast, versuchst du bis 10 Uhr zu warten. Gleichzeitig verlegst du auch dein Abendessen schrittweise ein bisschen nach vorn. Du verschiebst also deine erste und deine letzte Mahlzeit des Tages so lange, bis du eine Fastenperiode von 16 Stunden erreicht hast.

Während der nahrungsfreien Zeit solltest du viel trinken. Das hilft auch gegen gelegentliche Hungergefühle. Diese entstehen übrigens eher im Kopf als im Magen. Du bist bisher an eine ständige Nahrungsaufnahme gewöhnt, so dass du DENKST, du hättest Hunger! Sobald der Magen dann mit Wasser oder ungesüßtem Tee gefüllt ist, verschwindet das Hungergefühl. Kaffee ist auch erlaubt – er wirkt sogar Appetit zügelnd – aber bitte OHNE Milch und Zucker.

Und was darfst du nun in der Nahrungs-Phase essen?
Prinzipiell alles, worauf du Lust hast! Das ist ja gerade das Schöne am Intervall-Fasten, dass man im Grunde auf NICHTS verzichten muss.

Allerdings tust du dir und deinem Körper keinen Gefallen, wenn du dich in den 8 Stunden sinnlos mit allem vollstopfst, was du in die Finger bekommst. Außerdem solltest du auch hier auf Zwischensnacks verzichten. Iss lieber 3 ordentliche Mahlzeiten und gönn deinem Körper dazwischen 3 – 4 Stunden Pause. Denk immer daran: Je mehr „Arbeit“ du deinem Verdauungssystem „auf den Tisch knallst“, umso mehr stresst du deinen Körper.

Möchtest du deiner Gesundheit, deiner Energie und auch deinem Gewicht einen Gefallen tun, iss auch beim Intervall-Fasten viel frisches Gemüse, Obst und Vollkornprodukte.

Zucker, Alkohol und Weißmehl-Produkte solltest du möglichst meiden. Sie sind nicht nur extrem ungesund, sondern erschweren dir auch das Durchhalten in der Fastenzeit, weil dein Körper regelrecht süchtig danach wird. Du musst dann hinterher jedes Mal einen kleinen „Entzug“ durchmachen.

Es gibt allerdings noch eine weitere gute Nachricht:
Durch das Intervall-Fasten wird dein Essverhalten nach und nach automatisch bewusster und gesünder. Wenn du erstmal den energetischen Zustand während der Fasten-Phase erlebt hast, wirst du sehr deutlich merken, welche Nahrungsmittel dir gut tun und welche nicht. Du glaubst gar nicht, wie unglaublich müde und energielos man sich nach einem Stück Kuchen fühlt! Das merkst du erst, wenn du mal den Unterschied dazu erlebt hast…

Probier es aus!
Der freiwillige Verzicht auf Nahrung ist die beste Methode, wenn du dir mehr Energie, Vitalität und Gesundheit wünschst.

Dazu musst du weder tagelang hungern noch dir krampfhaft irgendwas verbieten. Dehne einfach deine nächtliche „Fastenzeit“ nach und nach aus, bis du bei 16 Stunden Nahrungspause angelangt bist.
Iss in den verbleibenden 8 Stunden drei normale Mahlzeiten. Achte dabei auf deinen Körper – er signalisiert dir sehr deutlich, was ihm gut tut und was nicht.

Wenn du noch nie gefastet hast, kannst du dir momentan nicht vorstellen, wie vital und voller Energie du dich fühlen wirst. Deshalb probier es unbedingt mal aus. Ich bin sicher, du wirst es lieben!
Ich wünsche dir viel Spaß dabei und jede Menge Power.

Über den Autor:

Moritz Bauer ist digitaler Unternehmer und betreibt Deutschlands größte Seite zum Thema Selbstbewusstsein. In seinem Buch sowie zahlreichen kostenlosen Blog-Artikeln beschreibt er, wie er selbst zu innerer Stärke und Zufriedenheit gefunden hat. Gesunde Ernährung ist dabei schon immer ein wichtiger Bestandteil in Moritz Leben, denn nur mit der nötigen Energie und Gesundheit kann er all seine Projekte verwirklichen. Sein Ziel ist es, Menschen zu helfen, ihre volle Power und Lebensfreude zu finden, ihre Ängste und negativen Gedanken zu überwinden und sich ihrer Stärken bewusst zu werden.

2018-07-17T20:38:40+00:00 0 Comments

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