Wie man sein kreatives Potential beflügelt

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Kreativität ist ein extrem spannendes Thema, auch für mich. Ich würde mich jetzt nicht als besonders kreativen Menschen bezeichnen, daher bin ich Carlos Müller sehr dankbar, dass er mir dazu einen Gastartikel zur Verfügung gestellt hat. 

Beim kontinuierlichen Streben nach mehr Innovation setzen Unternehmen immer mehr auf die Kreativitätsförderung der eigenen Mitarbeiter: Denn es wurde erkannt, dass sich Innovationen schwer im Sinne eines Top-Down-Managements von oben nach unten implementiert lassen,. Vielmehr gilt es eine Innovationskultur bei allen Mitarbeitern und damit im gesamten Unternehmen zu etablieren. Aber nicht alle freuen sich über diese Entwicklung – die Wahrheit ist, dass unsere kindliche Neugier und Kreativität vielen von uns während des Arbeitsalltags abhanden gekommen ist. Was lässt sich also tun, um sein inneres kreatives Potential wieder zu erwecken? 

Sich Zeit nehmen

Kreativität ist eine Fähigkeit, die jedem Mensch gegeben ist. Das Problem ist nur, dass wir ihr in unserem Alltag oftmals nicht den gebührenden Raum lassen, um sich frei zu entfalten. Denn Kreativität lässt sich nicht erzwingen oder unter Zeitdruck abrufen. Vielmehr geschieht sie zufällig, in unerwarteten Momenten. Kreative Ideen entstehen dort, wo neue Verbindungen im Gehirn entstehen, wo ein Wissensbereich mit einem anderen vernetzt wird, so die trockene wissenschaftliche Definition. Wird man sich dieser Tatsache bewusst, ist schon ein großer Schritt getan, hin zu einem sogenannten “Flow-Erlebnis”, bei dem man sich in einem hochkonzentrierten Arbeitsfluss befindet und einem die Ideen scheinbar nur so zufliegen.

Bewusst ernähren

Besonders die richtige Ernährung hat einen sehr starken Einfluss auf die Produktivität im Allgemeinen und den kreativen Output im Besonderen. Doch wie genau sieht die richtige Ernährung aus? Dazu gibt es sehr viele wissenschaftliche Studien und ebenso viele beinahe schon religiöse Ansichten und Dogmatismen. Ist vegane oder vegetarische Ernährung besser? Oder sind die tierischen Eiweiße doch zu wichtig für das Funktionieren des Gehirns, dass darauf kreative Menschen nicht verzichten dürfen? Ist vielleicht die individuelle Blutgruppe des Menschen der entscheidende Hinweise, um dieses Thema richtig beantworten zu können? Fragen über Fragen, die sich nicht einfach mal so auf die schnelle klären lassen.

Den vielleicht wichtigsten Hinweis liefert der nach dem berühmten Arzt und Philosophen benannte Satz des Paracelsus, wonach nur die Dosis entscheidet, ob etwas Gift oder Heilmittel ist. Immer nur das rechte Maß zu wählen, ist sicherlich einer der besten Definitionen für eine gesunde Ernährung. Zu dieser Erkenntnis gelangte auch die vom Kreativitätsforscher Eliot Gattegno und der Ernährungswissenschaftlerin Caroline Bienert kuratierte experiMENTAL-Studie, nach der es keine Empfehlung gibt, ob man nun zu Mittag besser einen fettigen Hamburger mit Pommes essen sollte oder doch besser einen energieoptimierten Protein-Bowl – beide Nahrungsmittel fördern gleichermaßen die Kreativität! Wichtig bei der Nahrungsaufnahme ist es, in sich hineinzuhören und darauf zu achten, was einem der Körper sagt.

In Bewegung kommen und bleiben – Spazieren gehen

“Wenn nichts mehr geht, dann muss man gehen”, sagt eine bekannte Volksweisheit. Das ist auch eine grundlegende Erkenntnis der Medizin. Was die Durchblutung anregt, fördert auch die Produktivität und erleichtert kreative Geistesblitze.

Ein schöner Spaziergang ist dabei die schnellste und einfachste Möglichkeit, aus einer eingefahrenen Situation oder aus seinem Alltag auszubrechen. Dies regt nicht nur den Kreislauf an, ein Spaziergang spendet auch viele visuelle Inspirationen, bei denen man seine Seele baumeln lassen kann und neue Blickwinkel gewinnt – beste Bedingungen also für kreative Ergebnisse.

An einem anderen Ort arbeiten

Auf die Arbeit bezogen heißt das, dass es sehr hilfreich sein kann, einmal an einem anderen Ort über Probleme nachzudenken. Täglich am gleichen Arbeitsplatz, die immer gleichen Handgriffe und Abläufe auszuführen, kann das Gehirn träge machen. Ein Ortswechsel erhöht durch die neue inspirierende Umgebung nicht nur die Eigenmotivation an der Arbeit, sondern schafft durch den Perspektivenwechsel auch automatisch viele inhaltliche Rekombinationsmöglichkeiten, die nachweislich die Kreativität erhöhen. Als Grundregel lässt sich formulieren, je mehr Selbstständigkeit die Tätigkeit erfordert, desto wichtiger ist es, dass auch die Arbeitsumgebung eine anregende Wirkung besitzt und Gestaltungsspielräume bietet. Je wohler man sich in diesen Räumen fühlt, desto leistungsfähiger ist man dann auch.

Sich mit anderen austauschen 

Jeder von uns hat seine ganz persönliche Sicht auf die Dinge. Eine einfache Möglichkeit, kreativer zu werden, ist die Kooperation mit anderen Menschen – je unterschiedlicher deren Sichtweisen auf ein Problem oder eine Fragestellung ist, desto differenzierter und kreativer wird die Auseinandersetzung.

Fazit für dein Selbstmanagement

Im Gegensatz zu den meisten anderen Bereichen des Selbstmanagements stehen beim Erkunden der eigenen Kreativität weder Effizienz noch Disziplin im Vordergrund – Kreativität lässt sich nun einmal schwer skalieren. Vielmehr gilt es beim Versuch die Kreativität zu steigern, einen inneren Dialog mit sich selbst zu beginnen und ein inspirierendes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem neue Gedanken und Lösungen für unsere immer komplexer werdende Welt mit Leichtigkeit entstehen können.

Carlos Müller Kurz-Bio:
Carlos Müller studierte Wirtschafts-, und Kommunikationswissenschaften und arbeitet für das Berliner Startup Spacebase als Community Strategist.

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Liebe Grüße

Thomas

Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Premium-Plattform SelbstmanagementRocks!

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Thomas Mangold, Autor, Podcaster, Keynote-Speaker

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