Wie mir binaurale Beats helfen, die Konzentration zu steigern

Hast du den Begriff binaurale Beats schon gehört? Falls du damit nichts anfangen kannst, dann solltest du diesen Gastartikel von Katharina Vollus lesen, denn er wird dir eine super Einsicht in dieses spannende Thema bringen. Also Vorhang auf für Katharina.

Tust du dich manchmal schwer in einen konzentrierten Modus zu kommen? Könnte es ein wenig mehr Inspiration und Kreativität sein? Arbeiten mit dem Team im gleichen Büro ist für dich eine Herausforderung?
Eigentlich hatte ich das Thema Musik für mich zum Arbeiten schon völlig abgeschrieben. Wenn du wissen willst, warum und welche Musik für mich wider Erwarten doch noch zu einem Produktivititätsbooster wurde und was überhaupt binaurale beats sind, lies weiter.

Wie binaurale Beats meinen Fokus beeinflussen

Du kennst vermutlich auch diese kreativen Menschen, die den ganzen Tag mit dicken Kopfhörern vor dem Rechner sitzen. Ich hatte sie als Projektmanagerin immer neidisch beäugt, denn mit Musik auf den Ohren bin ich bei meiner Arbeit nie richtig warm geworden. Sie lenkte mich viel zu sehr vom Denken ab, weil ich dann doch der Melodie oder dem Text folgte.

Das ist auch ganz normal, wenn man ein auditiver Typ ist.

Kürzlich machte ich aber eine für mich bahnbrechende Entdeckung: Ich probierte es einfach nach einer Empfehlung von einem Freund mal mit den relativ eintönigen Tunes von www.brain.fm.

Nach wenigen Minuten bin ich viel tiefer in meiner Aufgabe versunken, häufig auch in einem richtigen flow Zustand. Ich komme dann gar nicht mehr auf die Idee, irgendwelche Social Media Seiten zu checken oder vom Schreibtisch aufzustehen. Bis tatsächlich eine Unterbrechung von außen kommt, kann ich viel konzentrierter an der Sache dran bleiben. Das ist natürlich ein schönes Gefühl. Es fühlt sich fast komisch an, wenn die Sounds dann auf einmal aus sind.

Wenn man bestimmte Sounds regelmäßig nutzt, wird vermutlich auch das Unterbewusstsein drauf trainiert, dass jetzt ein gewisser Geisteszustand dran ist. Jedenfalls schreiben das viele Nutzer in den entsprechenden Foren.

Eine Testversion von 5 Session ist bei brain.fm kostenlos und man kann je Session zwischen Entspannung, kreativem oder fokussiertem Arbeiten wählen.

Das Team hinter brain.fm verweist auf über 10 Jahre lange Erfahrung und Weiterentwicklung auf der Basis von “binauralen beats”. Sie sagen, dass ihre Sounds jedoch noch um Dimensionen besser funktionieren, als “binaurale beats”.

Aber was sind denn überhaupt diese “binauralen beats”?

Schauen wir erstmal zu Wikipedia:

“Binaurale Beats können Einfluss auf Hirnwellen haben und auch jene Bereiche des Gehirns stimulieren, die nicht mit dem Hören verknüpft sind.”

Die Hirnströme eines schlafenden Menschen schwingen auf anderen Frequenzen als im Wachzustand. (Das kann man mit Elektroenzephalografie nachweisen.) Die meisten dieser Frequenzen liegen unterhalb der Wahrnehmungsgrenze des Hörsinns von ca. 20 Hz, können also nicht direkt wahrgenommen oder beeinflusst werden. Mit Hilfe von binauralen beats können solche Frequenzen jedoch virtuell im Hirn erzeugt werden.

Je nachdem welcher Bewusstseinszustand erreicht werden soll, wird dem Gehirn dabei einer der 5 neurologisch relevanten Frequenzbereiche angeboten:

  • Deltawellen (0,1-4 Hz) – Tiefschlaf
  • Thetawellen (4-8 Hz) –Inspiration ( leichte Schlafphase sowie Tagträumen)
  • Alphawellen (8-13 Hz) – Kreativzustand (sehr entspannter Zustand z. B. kurz vor dem Einschlafen)
  • Betawellen (13-30 Hz) – Konzentration (Wachphase, konzentriert, aber nicht angespannt)
  • Gammawellen (31-30 Hz) – starke Konzentration, intensives Lernen

Wird jeder von dieser Musik konzentrierter?

Die Meinungen über die Funktionsweise und die Nachweisbarkeit gehen auseinander. Auf Wikipedia heiß es “ Messbare Effekte wurden bislang nur vereinzelt festgestellt.” Es ist sicher ein Feld, über das wir in den nächsten Jahren noch mehr erfahren werden. Aber mal abgesehen von der wissenschaftlichen Erklärung lohnt es sich einfach, mal selbst zu testen, ob es für dich auch funktioniert und ob du deine Konzentration steigern kannst.

Schau doch mal im Android Playstore oder iTunes nach „Brain Waves“  bzw. „Binaurale Beats“.

Nutze meine Liste zu passende Sounds

Bei den meisten Diensten findest du etwas zum Entspannen und Konzentrieren:

Produktivitäts-Soundtrack im Browser z.B. auf dem Rechner

  • www.brain.fm 3,60€ pro Monat im Jahresabo und für ca. 130€ ein Leben lang.
  • https://www.calm.com/  wunderbar natürliche Geräuschkulisse von Sommer-Wiese über Gebirgsbäche bis hin zu prasselndem Kaminfeuer.
  • http://endlessstorm.com/ wenn verregnete Tage für dich genau die richtige Stimmung für das Texten und kreativ sein sind, dann wirst du hiermit sicher glücklich.
  • https://www.noisli.com/ auch als Chrome Extension direkt verfügbar. Simples Design und gute Sounds, die du selbst zusammen mischen kannst, erlauben dir deine perfekte Sound-Atmosphäre zu schaffen. Presets für Produktivität und Entspannung gibt es natürlich auch.
  • https://play.spotify.com/genre/focus Wenn du ohnehin ein Spotify Nutzer bist, versuch es doch mal mit dieser passenden Playlist.

Mehr Konzentration durch die App auf dem Handy

  • Insight Timer – eigentlich hatte ich diese App als wohlklingelnden Kurzzeit-Wecker genutzt. Denn er endet mit einem wunderbaren Gong. Sie ist aber zu einer meiner absoluten Favorites geworden, weil man hier auch auf eine Vielzahl kostenloser geführter Meditationen zurück greifen kann (meist auf englisch). Und schließlich kann man sich auch einen akustischen Hintergrund für eine längere Zeit auswählen, der für Konzentration, Kreativität oder Meditation förderlich ist.
  • Bain Waves – hier kann man binaurale beats selbst nach den eigenen Bedürfnissen einstellen. D.h. man legt selbst die Frequenz für linkes und rechtes Ohr fest. Also etwas für Fortgeschrittene.

Binaurale beats auf Youtube

  • Auch bei Youtube findet man viel dazu. Hier kannst du dir eine eigene playlist aus den passenden Videos anlegen. Aber Vorsicht: schon mit dem Öffnen von Youtube setzt du dich wieder einer verlockenden Quelle der Ablenkung aus.

 

Foto-Credit: Katharina Vollus

Fazit: warum du Sounds zur Konzentrationssteigerung nutzen solltest

Unsere Gedanken beeinflussen uns. Nur ist es mit den Gedanken, wie mit dem Eisberg – der größte Teil findet im Unterbewusstsein statt – nur über einen kleinen Teil unserer Gedanken, genauer 5 Prozent, sind  wir uns tatsächlich bewusst.

Dieses Unterbewusstsein haut uns immer wieder irgendwohin ab und es ist verdammt schwer bis hin zu unmöglich, es wie einen Hund an die Leine zu nehmen. Warum nicht lieber dieses Hündchen wie ein Schoßhündchen gut kennen lernen, wahrnehmen was es braucht und auch einmal verwöhnen.

Verwöhnen könnte im Sinne des heutigen Artikel der richtige Soundtrack sein – dann macht das Unterbewusstsein hoffentlich ein bissl mehr das, was du möchtest 😉
Welche Tricks kennst du noch um deinen Lumpi (das Unterbewusstsein-Hündchen) an die Leine zu nehmen?

Über die Autorin:

Katharina Vollus ist Expertin für Projektmanagement mit 15 Jahre Erfahrung. Ihre Methoden reichen von PMI® bis agil. Aufgrund ihrer langjährigen Projektmanagement Erfahrung weiß sie, wie wichtig Strukturen für das Erreichen von Erfolgen sind. Katharina fokussiert sich auf die persönliche Einstellung und Persönlichkeitsentwicklung von Projektleitern und Führungskräften, die zum stressfreieren Umgang mit den Herausforderungen führt. Mehr auf ihrem Blog www.KatharinaVollus.de oder auf LinkedIn.

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2018-09-09T06:51:24+00:000 Kommentare

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