Mir Zeit für mich selbst zu nehmen, ist eines meiner Erfolgsgeheimnisse, um einen hohen Output zu schaffen und sehr viel weiter zu kommen. Dazu gehören eben Dinge wie Erholung, Entspannung, Regeneration, Abschalten und Axt schleifen. Daher will ich dir in diesem Blogartikel einerseits aufzeigen, wie wichtig es ist, dir mehr Zeit für dich selbst zu nehmen, und andererseits natürlich auch zeigen, wie du „Zeit für mich“ in deinen Tagesablauf integrierst.


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Was ist Zeit für mich eigentlich?

Lass mich zunächst einmal damit beginnen, was „Zeit für mich“ nicht ist: Es ist nicht jene Zeit, die du in deinem Job, mit deiner Familie, mit Freunden oder deinem Partner verbringst. Ich kenne Menschen in meinem Umfeld, deren einzige Zeit, die sie mit sich selbst verbringen, die ist, wenn sie schlafen oder wenn sie auf der Toilette sitzen. Klingt lustig, ist aber traurig. Zeit für mich bedeutet tatsächlich Zeit, die du mit dir selbst verbringst und zwar ausschließlich mit dir selbst.

Halte an dieser Stelle hier kurz inne und überlege mal, wie viel Zeit du pro Tag, pro Woche, pro Monat oder pro Jahr mit dir selbst verbringst.

Wenn du dir diese Frage ehrlich beantwortest, kann die Antwort erschreckend sein. Und bei vielen Menschen ist sie das auch tatsächlich. Aber warum ist das so?

Nun, das ist relativ einfach und hat seine Ursache darin, dass wir jene Zeit, die wir für uns selbst reserviert haben, immer als Erstes streichen.

  • „Herr Maier, können Sie bitte noch ein paar Überstunden drauflegen, um dieses Projekt abschließen zu können?“
  • „Schatz, kannst du bitte noch dies und jenes erledigen?“
  • „Hey Kumpel, ich übersiedle nächste Woche! Du hast doch sicher ein paar Stunden übrig und kannst mir dabei helfen, oder?“

Na klar legen wir Überstunden drauf, na klar erledigen wir dies und das, na klar helfen wir bei der Übersiedlung. Es ist doch viel zu unangenehm, NEIN sagen zu müssen. Bevor wir NEIN sagen, schneiden wir lieber an unserer „Freizeit“ oder am Zeitbudget, das für uns reserviert ist, ein paar Stunden weg. Ich kann mir ja auch noch nächste Woche Zeit für mich nehmen. Ist doch halb so schlimm.

Ist es leider doch, denn nächste Woche beginnt das gesamte Spiel wieder von vorne. Und am Ende bleibt dir dann über Wochen oder gar Monate nur die Zeit für dich, in der du schläfst oder auf der Toilette sitzt. Was für ein Trauerspiel!

Zwei Holzhacker in den Tiefen der kanadischen Wälder

Lass mich dir hier an dieser Stelle eine kleine Metapher erzählen, die in vielen meiner Keynote-Reden vorkommt. Die Geschichte handelt von zwei Holzhackern, die ihren schweren und anstrengenden Job in den kanadischen Wäldern ausüben. Der eine von ihnen ist ein junger, muskulöser und hochmotivierter Mann, der vor Energie nur so sprüht. Der andere ist älter und man sieht ihm an, dass er schon viele Jahre im Wald arbeitet. Er ist schlaksig, geht gekrümmt und ein Bein schleift er schon ein wenig nach.

Die beiden wandern gerade zu ihrer heutigen Arbeitsstelle, als ein kleiner Streit zwischen ihnen entsteht, wer der bessere Holzhacker ist. Also wetten die beiden um einen Tageslohn, wer am Ende des Tages mehr Bäume gefällt hat. Kaum sind sie an ihrem heutigen Arbeitsplatz angekommen, schlägert der junge Holzhacker los, als gäbe es kein Morgen. Ein Baum nach dem anderen fällt. Der junge Holzhacker nimmt sich nur selten Zeit, mal einen Blick auf den Alten zu werfen, wenn er es aber tut, sieht er ihn relativ oft sitzen. Siegessicher schlägert er dann weiter.

Am Ende des Tages zählen die beiden die Bäume. Wer, denkst du, hat die Wette gewonnen?

Ich will es dir gerne verraten: Der alte Mann hat gewonnen. Und warum? Ganz einfach, weil er nicht nur dagesessen ist, sondern weil er immer und immer wieder seine Axt geschliffen hat. Während der junge Holzhacker schon am Vormittag mit stumpfer Axt gearbeitet hat, hat der alte Mann immer mit scharfer Axt gearbeitet. Dadurch war er natürlich wesentlich effizienter und effektiver als der Junge.

Was bedeutet Axt schleifen eigentlich?

In der Metapher ist es relativ klar, was es für einen Holzhacker bedeutet, seine Axt zu schleifen, aber wie kann denn nun ein Büroangestellter seine Axt schleifen? Oder eine Managerin? Oder ein Programmierer? Nun, das ist natürlich sehr individuell und das muss jeder für sich selbst herausfinden. Ich kann dir hier an dieser Stelle nur verraten, wie ich das mache. Ich unterscheide dabei nach Zeitfenstern, die ich mir nehmen will.

Paar Minuten (immer wieder zwischendurch):

Bis zu 2 Stunden (täglich):

  • Ein gutes Buch in einem Café lesen
  • Spaziergang
  • Sport
  • Videokurs schauen
  • Hörbuch hören
  • Dampfbad & Sauna
  • Sonnenbad nehmen

Bis zu einem Tag (wöchentlich)

  • Therme Wien
  • Wandern
  • Ortswechsel (z.B. an einen See fahren)
  • Gartenarbeit
  • Kurztrips in andere Städte

Mehrere Tage (halbjährlich):

  • Cluburlaub
  • Sporturlaub
  • Städtetrips
  • Erlebnisurlaub

Wachstum entsteht in Wellen

Ein weiterer wichtiger Punkt, der hier zum Tragen kommt, ist, dass Wachstum immer in Wellen entsteht. Nichts und niemand wächst über einen langen Zeitraum in einer konstanten Linie, die nach oben zeigt. Nehmen wir hier als Beispiel einen Muskel her. Ein Muskel wächst, indem man ihn trainiert und indem er im Anschluss regeneriert. Ein Muskel, der ständig nur trainiert wird, wird sehr bald reißen! Dieses Wachstum in Wellen wird von vielen Menschen leider ignoriert und das hat verheerende Folgen. Selbst dem stärksten Duracell-Hasen geht irgendwann die Batterie aus. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wie lange es dauert, bis der Absturz kommt.

Wie sieht dein Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung denn aus? Folgen auf Phasen hoher Belastung auch Phasen von niedrigerer Belastung? Oder bist du ständig am husteln?

Aber ist es nicht egoistisch, all diese Dinge alleine zu tun?

Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt, wenn ich für „mehr Zeit für mich“ plädiere und Menschen dieses Konzept vorschlage. Die klare Antwort lautet: NEIN, ist es selbstverständlich nicht. Ganz im Gegenteil, es ist unfassbar egoistisch, auf die Zeit für sich selbst zu verzichten. Und der Grund ist ein ganz simpler:

  • Irgendwann ist die Axt so stumpf, dass sie bricht.
  • Irgendwann ist der Muskel so angespannt, dass er reißt.
  • Irgendwann ist deine Energie dermaßen im Arsch, dass du im Burnout bist oder andere Krankheiten ein jähes Ende des aktuellen Status erzeugen.

Und was passiert dann? Dann wirst du plötzlich zu jemandem, der zur Belastung anderer Menschen wird. Wenn du im Burnout bist, brauchst du plötzlich Hilfe. Sehr viel Hilfe! Weit mehr, als du im Vorfeld Zeit für dich selbst gebraucht hättest, um das zu verhindern.

Was diese ganzen Duracell-Hasen da draußen also machen, ist weit egoistischer, als sich Zeit für sich selbst in den Kalender zu schreiben.

Wie nehme ich mir Zeit für mich?

Wie kannst du nun für Erholung, Entspannung oder Regeneration sorgen? Wie kannst du mal abschalten und deine Axt wieder schleifen? Die Antwort darauf ist ein 5-Schritte-Plan, den ich dir zusammengestellt habe.

Schritt 1: Erstelle eine Liste, was für dich Axt schleifen bedeutet

Erstelle eine Liste mit Dingen, die für dich „Axt schleifen“ bedeuten. Diese Liste muss nicht gleich vollständig sein, aber nimm dir einfach mal 30 Minuten Zeit und schreibe alle Ideen auf eine Liste. Wenn du damit fertig bist, unterteilst du diese Ideen in Zeitspannen, die du dafür brauchst:

  • Paar Minuten
  • 1-2 Stunden
  • 1 Tag
  • Mehrere Tage

Schritt 2: Lege den Zeitrahmen fest

Wie viel Zeit willst du überhaupt für dich selbst haben? Mach dir darüber mal Gedanken. Wie viel Zeit pro Tag, pro Woche, pro Monat und pro Jahr sollen es denn deiner Meinung nach sein?

Schritt 3: Blockiere die Zeit in deinem Kalender

Bei deiner Jahresplanung könntest du zum Beispiel mehrere Tage am Stück für dich einplanen, bei der Monatsplanung die Auszeit-Tage, die du pro Monat verbringen willst, bei der Wochenplanung die ein bis zwei Stunden, die es nur für dich geben soll, und bei der Tagesplanung die kleineren Auszeiten, die nur ein paar Minuten dauern.

Ganz wichtig: Blockiere diese Zeit in deinem Kalender, auch wenn es nur ein paar Minuten sind!

Schritt 4: Erstelle eine Regel, wann du Termine mit dir selbst verschieben oder absagen darfst

Sie nur in den Kalender einzutragen, reicht nicht aus, du musst auch sicherstellen, dass du diese Termine mit dir selbst nicht wieder wegen anderer Verpflichtungen verschiebst oder gar absagst. Ich habe mir hier drei Regeln zurechtgelegt:

  1. Ich bin krank.
  2. Es gibt einen Notfall in meinem engsten Familien- und Freundeskreis.
  3. Ich habe eine UNGLAUBLICHE berufliche Chance.

Tritt eine dieser Ausnahmen ein, dann sage ich ab oder verschiebe. Ohne diese Ausnahmen gibt es kein Absagen oder Verschieben!

Schritt 5: Zieh es durch und genieße es

Nimm den Unterschied wahr, wie es ist, mit geschliffener Axt ans Werk zu gehen. Wie es sich anfühlt, mit ausgeruhtem Muskel zu trainieren. Wie du wieder mehr Energie und Power hast. Und ganz besonders wichtig: Genieße es!

Zeit für mich

Fazit für dein Selbstmanagement

Nimm dir ausreichend Zeit für dich selbst. Nimm dir bewusst mehr Zeit für dich selbst. Du wirst sehen, wie du plötzlich produktiver, effizienter und effektiver wirst und wieder mehr Bäume fällst.

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Thomas

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