Raus aus der Komfortzone, aber flott

Ich bin nervös und habe ganz feuchte Hände. Ich atme flach und mache nur ganz kleine Schritte vorwärts. Das blaue Brett unter mir beginnt immer mehr zu wackeln, je weiter ich vortrete. Ich atme immer flach und verspüre dieses eigenartig flaue Gefühl in der Magengegend. Aber es nützt nichts, ich muss da jetzt durch, ich muss springen.


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Mein Sprung aus der Komfortzone

Nein, es handelt sich in dieser kleinen Geschichte nicht um einen Albtraum aus dem ich gerade erwacht bin, sondern um meinen ersten Sprung vom 3-Meter-Brett. Ich muss dazu sagen, dass ich unter Höhenangst leide (zwar nicht panisch, aber trotzdem kostet es mich große Überwindung sie zu besiegen).

Aber zurück zum Thema, im heutigen Artikel geht es darum die Komfortzone zu verlassen. Diesen Sprung vom 3-Meter-Brett habe ich schon vor Jahren gemacht. Um mit den Kids und Jugendlichen in meiner Arbeit in offenen Gewässern Schwimmen zu dürfen, musste ich die Rettungsschwimmer-Prüfung ablegen. Und dazu gehört ja bekanntlich auch der Sprung vom 3-Meter-Brett. Aber zu diesem Sprung kommen wir später noch.

Heute geht es darum, was die Komfortzone überhaupt ist, was dich davon abhält sie zu verlassen, warum du sie trotzdem unbedingt verlassen solltest, die Grenze zwischen Komfort- und Lernzone zu erkennen, sowie Tipps zum Verlassen der Komfortzone.

Also starten wir durch!

Was ist die Komfortzone überhaupt?

Die Komfortzone ist alles was du kennst:

  • Immer die gleichen Gewohnheiten,
  • gleichen Rituale und
  • gleichen Routinen.

Zum Beispiel mit unseren Lebensumständen, unserem Einkommen, unserem Umfeld und vielen mehr. Das paradoxe daran, wir arrangieren uns mit all diesen Dingen, obwohl wir gar nicht glücklich damit sind!

Aber hey, nichts neues heißt auch nicht ungemütliches:

  • Keine Nachrichten sind gute Nachrichten.
  • Wir brauchen keinerlei Anstrengungen zu übernehmen.
  • Es ist alles beim Alten, alles schon bekannt und damit ungefährlich.

Komfortzone, Lernzone, Panikzone

Zunächst noch ein paar Worte zu diesem Modell der Zonen. Neben der Komfortzone gibt es noch die Lernzone und die Panikzone.

Stell dir einfach ein Hühner-Ei vor. Der Dotter stellt die Komfortzone dar. Darin fühlst du dich wohl, es ist angenehm in ihr, allerdings lernst du darin nicht wirklich was (z.B. vor dem TV zu sitzen). Wenn du lernen willst, musst du in die Lernzone. Da ist es zwar nicht so angenehm, dafür kannst du dich weiterentwickeln und deine Komfortzone vergrößern (z.B. mit dem Fallschirm am Ausgang des Flugzeuges zu stehen). Das Eiweiß stellt in unserem Beispiel die Lernzone dar. Außerhalb des Eies ist dann die Panikzone. Verlässt du die Lernzone zu weit, kommt die Panik und Lernen wird unmöglich (z.B. ohne Fallschirm aus dem Flieger springen 😉 ).

Komfortzone, Wachstum, Panikzone

© michaelbaeumler – Fotolia

Was hält dich vom Verlassen der Komfortzone ab?

Es gibt natürlich Gründe, warum du dich so standhaft weigerst deine Komfortzone zu verlassen. Auf einige davon möchte ich hier ein wenig eingehen:

Bequemlichkeit

Alles uns Bekannte, Dinge in denen wir uns auskennen handeln wir in Routinen ab. Oftmals sind wir uns dessen gar nicht bewusst (z.B. fahren wir immer den gleichen Weg in die Arbeit).

Neues probieren dagegen kostet viel Aufwand und Mühe. Zum Beispiel mein „schneller Lesen“ Projekt, dass jetzt im April gerade von statten geht. Ich „muss“ jeden Morgen 15 Minuten meine Lesegeschwindigkeit trainieren (wenn du meine Fortschritte live miterleben willst adde mich auf Facebook, Twitter, oder Google+).

Natürlich kostet mich das im Moment einen gewissen Aufwand. Aber ich werde dadurch zukünftig schneller Lesen und erweitere so meine Komfortzone.

Angst

Der Sprung vom 3-Meter-Brett war bei mir mit Angst verbunden. Ja, ich gebe es zu, ich hab mir fast in die Hose … (na lassen wir das).

Da ich es für meinem Job brauchte, bin ich gesprungen. War es schlimm? Nein gar nicht. Die Prüfung zwang mich aus meiner Komfortzone heraus. Und ich habe gelernt, dass das Springen vom 3-Meter-Brett gar keine so wilde Sache ist.

Komfortzone erweitert!

Zweifel

Als ich meine Evernote-Bücher geschrieben habe, war ich voller Zweifel. Wird sich der Aufwand lohnen? Interessieren überhaupt irgendwem Bücher von Thomas Mangold? Kauft das überhaupt jemand außer meine Freunde?

Ich habe die Zweifel überwunden und die Bücher geschrieben! Zum Glück, denn sie waren ein riesen Erfolg. Mit „Evernote – Mein Life Management Tool“ bin ich seit Monaten die Nummer 1 bei Amazon in der Kategorie Management.

Aber nicht nur das, ich konnte mit dem ganzen Prozess vom Schreiben bis hin zur Veröffentlichung viele Erfahrungen sammeln.

Bücher schreiben ist cool! Mittlerweile habe ich keine Zweifel mehr dabei: Komfortzone erweitert!

Unsicherheit

Ein sehr netter Kollege und guter Freund sollte eines Tages einen Vortrag vor über 100 Menschen halten. Eine Vorstellung vor der ihm graute und die in ihm großes Unbehagen hervorrief.

Aber er stellte sich dieser Herausforderung und was passierte? Er fand so viel gefallen daran, dass er nun um die 100 Vorträge pro Jahr hält. Er findet es richtig genial!

Er hat seine Komfortzone erweitert und etwas gefunden das ihm riesen Spaß macht!

Risiko

Es könnte ja etwas schief gehen? Man könnte sich blamieren, eventuell sogar verletzen oder (Gott behüte) sterben.

Ja bei manchen Dingen (z.B. Fallschirmsprung) ist ein gewissen Risiko dabei.

Du könntest aber auch von einem Dachziegel erschlagen werden, wenn du dein Haus verlässt. Oder beim Urlaub in San Francisco in ein Mega-Erdbeben geraten.

Gefahren und Risiken gibt es überall. Solange sie kalkulierbar und überschaubar sind, gehört das einfach zum Verlassen der Komfortzone dazu.

Warum du trotzdem raus aus der Komfortzone musst!

Nun, dafür gibt es eine Menge Gründe. Die alle hier aufzuzählen wäre zu viel des Guten, daher werde ich mich mit den wichtigsten begnügen.

  • Du willst neues lernen?
  • Du willst Erfolg im Leben haben?
  • Du willst Herausforderungen annehmen?
  • Du willst charakterlich wachsen?
  • Du willst deine Persönlichkeit weiterentwickeln?Dann musst du raus aus der Komfortzone! Sieh die Ängste, Zweifel, Unsicherheiten und die Überwindung deiner Bequemlichkeit einfach als große Herausforderung an.Es gibt sooooo viele geile Dinge auf dieser Welt, die du erleben kannst. Aber wenn du nichts davon ausprobierst, wirst du niemals wissen ob dir das eine oder andere davon nicht vielleicht so taugt das es dein Leben verändert.Sieh dich einfach als kleines Kind, als unbeschriebenes Blatt, dass durch neue Erfahrungen lernt.Also geh endlich wieder Risiko ein und beweg deinen Arsch aus der Komfortzone:
  • Erst dann merkst du nämlich was zu was du wirklich im Stande bist.
  • Was du alles in deinem Leben noch schaffen kann.
  • Du entwickelst enormes Selbstvertrauen.
  • Ein hohes Selbstwertgefühl.
  • Du lernst deine Ziele zu realisieren.
  • Aber auch deinen Ängsten in die Augen zu sehen und zu ihnen zu stehen.

Ein paar Beispiele gefällig?

Ich möchte hier zwei Beispiele anführen, weil sie mir gerade (in meinen Recherchen) über den Weg gelaufen sind:

Richard Branson

Sir Richard Branson geht immer einen Schritt weiter. Mit dieser Strategie hat er sein gesamtes Imperium aufgebaut. Aber nicht nur beruflich, auch privat sucht er immer wieder neue Herausforderungen (Ballonfahrt um die Welt, Reise ins Weltall, uvm.).

Hätte er „nur“ Virgin Music gegründet und sich dann auf seinen Lorbeeren ausgeruht, wäre er heute vielleicht pleite. Aber er wagte sich immer wieder aus der Komfortzone heraus und erweiterte sie so Stück für Stück.

Felix Baumgartner

Ich nehme mal an, dass Felix Baumgartner bei seinem ersten Fallschirmsprung aus einem Flugzeug mächtig nervös war. Vom ersten Sprung aus einem Flugzeug, bis zum Sprung aus dem Weltall lagen viele weitere Schritte aus der Komfortzone (Sprung von Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, Überflug des Ärmelkanals, …). Er hat sich Schritt für Schritt aus seiner Komfortzone herausbewegt und diese immer wieder erweitert.

Ich gehe mal davon aus, dass sich sein Puls heute kaum verändert wenn er einen „stinknormalen“ Fallschirmsprung aus einem Flieger wagt.

Klar handelt es sich bei Branson und Baumgartner um zwei Extrembeispiele. Aber ich denke sie veranschaulichen das Verlassen der Komfortzone sehr gut!

Komfortzone verlassen

© Mikael Damkier – Fotolia

Wie erkennst du die Grenze von Komfort- zu Lernzone

In der Regel breitet sich ein starkes Gefühl in dir aus. Möglicherweise wirst du dieses Gefühl als unangenehm empfinden und diesen Ursprung in der Magengegend orten. Eventuell wirst du auch einen gewissen Stress-Level wahrnehmen.

Aber warum definieren das viele Menschen als schlechtes Gefühl? Ich nenne es viel lieber

  • ein Gefühl der Vorfreude etwas erleben zu dürfen, oder
  • positive Aufregung!

Tipps zum Verlassen der Komfortzone

Es gibt einige Tipps, die dir das Verlassen der Komfortzone leichter machen:

Beschreibe das Worst-Case-Szenario

Was kann schlimmstenfalls passieren? Und ist das wirklich soooo schlimm?

Nehmen wir als Beispiel meinen Sprung vom 3-Meter-Brett. Ich könnte einen Bauchfleck machen, vielleicht eine aufgesprungene Lippe davontragen, oder die anderen Besucher des Bades könnten mich auslachen weil ich mich extrem dämlich anstelle.

Eigentlich alles nicht wirklich tragisch oder?

Beschreibe das Best-Case-Szenario

  • Was kann bestenfalls passieren?
  • Wie wirst du dich, nachdem du diese Hürde genommen hast fühlen?
  • Was wird danach vielleicht noch alles möglich werden?
  • Wie wird sich dein Leben verändern?

Erstelle eine Bucketlist mit deinen Wünschen

Schreibe auf, was du alles erleben willst. Wovon willst du deinen Enkeln mal erzählen? Woran willst du dich am Sterbebett erinnern?

Hier findest du übrigens meine Bucketlist!

Erstelle einen Plan

Gehe Schritt für Schritt vor und definiere alles, das du bis zur Erfüllung deines Vorhabens zu tun hast.

Liste alles Punkt für Punkt auf. Du wirst sehen, das beruhigt zusätzlich.

Mach ein Projekt daraus

Suche dir Mitstreiter oder zumindest Unterstützer für dein Vorhaben.

Wende diese fünf Tipps an und du wirst sehen, es wird dir wesentlich leichter fallen deine Komfortzone zu verlassen.

Übungen zum Verlassen der Komfortzone

Ich habe ein wenig im Netz recherchiert und bei Max Baudasch zwei Übungen zum Verlassen der Komfortzone gefunden, die mir beide sehr gut gefallen:

Kalte Dusche

Geh jetzt sofort ins Bad und dreh die Dusche eiskalt auf. Dann zieh dich aus und stell dich drunter.

Es ist unbequem und du wirst deine Komfortzone verlassen müssen um es zu tun. Und du lernst dadurch die Gefühlszustände sehr gut kennen, die immer wieder auftauchen werden, wenn du deine Komfortzone verlässt.

Kaffeetasse

Ein ähnliches, wenn auch noch eigenartigeres Beispiel ist das Kaffeetassen-Experiment. Geh in die Küche und hole dir deine Lieblings-Kaffe-Tasse. Heb sie hoch und dann lass sie einfach auf den Boden fallen (am besten auf einem Betonboden, der wird es heil überleben).

Wer es bestimmt nicht überleben wird ist die Kaffeetasse. Aber der Prozess des Loslassen ist vergleichbar mit den Gefühlszuständen beim Verlassen der Komfortzone.

Fazit für dein Selbst-Management

Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Artikel motivieren dich aus der Komfortzone zu bewegen. Deine Lebensqualität, aber vor allem dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl werden es dir danken!

Solltest du die kalte Dusche oder den Kaffeetassen-Test angewendet haben, dann hinterlass doch einen Kommentar und beschreibe wie es dir dabei erging.

Oder erzähle uns was du getan hast, als du das letzte mal die Komfortzone verlassen hast.

Ich freue mich über jedes Kommentar von dir!

Genieße deinen Tag,

Thomas

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P.S.: Hier ein paar Quellenangaben zu diesem Artikel, bzw. Podcast:

Wie dich deine Komfortzone ständig austrickst und 7 einfache Methoden die dir helfen

16 Gründe deine Komfortzone zu verlassen

Verlassen der Komfortzone, die ultimative Anleitung

Die wichtigsten Schritte im Leben sind immer außerhalb der Komfortzone

Die Komfortzone verlassen? Nein danke, oder doch?

2018-04-02T11:05:04+00:00 30 Comments

30 Comments

  1. Ben Paul 11. April 2014 at 09:58 - Reply

    Hey Thomas!

    Schöner und ausführlicher Artikel!

    Und danke für die Verlinkung 😉

    Bis zum Podcast next week – ich freu mich drauf!

    Ben

    P.s. der link zu Max Baudasch geht zu Tim von du bist genug 😉 (Einen Artikel von Max findest du hier: http://maxbaudasch.com/verlassen-der-komfortzone-die-ultimative-anleitung/ )

    • Thomas 11. April 2014 at 10:19 - Reply

      Hi Ben!

      Gerne, frei mich auch drauf 🙂

      Danke für die Info wegen des Fehlers!

      lG Thomas

  2. Claudia 11. April 2014 at 17:23 - Reply

    Hallo Thomas, vor drei Monaten wechselte ich aus meiner Komfort- in die Lernzone. Dein Blog und deine Podcasts waren der Auslöser. Zwischendurch dachte ich „bist du deppert“…Die ersten Erfolge hab ich nun nach Hause gebracht und möchte dir von ganzem Herzen danken!!! Es grüßt Claudia

    • Thomas 11. April 2014 at 18:21 - Reply

      Hallo Claudia!
      Super, das freut mich riesig.
      Danke für dein Lob.
      lG Thomas

  3. Elfriede 13. April 2014 at 10:53 - Reply

    Hallo Thomas,

    ich genieße deinen Blog schon einige Zeit und freue mich sehr darüber dass es jedes mal „nur“ zwei Beiträge sind und dass du praktische Tipps mit reinpackst.
    Ich hab gestern meine Komfortzone verlassen und Spaß daran entdeckt, als mich mein Freund angeregt hat einige Videos aufzunehmen um die Botschaft seiner Vision „Wir(d) Zeit“ (von der ich ein Teil bin mit meiner Vision) öffentlich zu machen. Meine Bedenken (da ich nicht gerne vor der Kamera, sondern lieber dahinter stehe) spontan und ohne Vorbereitung Aufnahmen zu machen, habe ich beruhigt, indem ich mir gesagt habe, das lässt sich alles löschen, mehrmals aufnehmen bis es für mich passt bzw. ich muss der Veröffentlichung nicht zustimmen.
    Tja und dann fand ich sogar Gefallen daran. Inzwischen hab ich auch einige Ideen gesammelt um in anderen Bereichen mehr in die Lernzone zu kommen und freu mich richtig darauf. 🙂

    • Thomas 13. April 2014 at 11:04 - Reply

      Hallo Elfriede!

      Mir ging es bei meinem ersten mal vor der Kamera ähnlich. Mittlerweile ist es Routine und befindet sich in meiner Komfortzone :-).

      Freut mich riesig, dass du auch diesen Schritt gewagt hast! Es macht einfach Spaß in der Lernzone zu sein!

      lG Thomas

  4. Julia 13. April 2014 at 15:02 - Reply

    Es gibt einige Dinge beim Verlassen der Komfortzone, die einen enorm weiterbringen, und Dinge, die es (nett gesagt) nicht tun. Ich experimentiere auch viel damit und möchte mal ein paar Beispiele aus meinen Erfahrungen geben:
    – Theater spielen: Verhilft angeblich zu mehr Selbstbewusstsein und macht Spaß. Mir ehrlich gesagt nicht. Ich mag es gar nicht, mich zu verstellen, daher mag ich sogar Karneval oder Verkleidungsparties nicht!
    – Sprung vom Xm-Brett: Damals musste ich vom 3m Brett springen, um mich Abzeichen zu machen. Hab ich gemacht, sonst wäre ich die Einzige gewesen, die es nicht geschafft hätte. Ich war nur froh, da heil runter gekommen zu sein. Vor wenigen Monaten kam ich auf die Idee, „coole“ Sprünge vom 1er zu trainieren, wie die Jugendlichen sie machten. In einem unbeobachteten Moment legte ich also los. Was folgte, war schmerzhaft und ernüchternd. Ich kriegte die Saltos nicht richtig hin und hatte den Rest des Tages wirklich fiese Schmerzen und einen roten Rücken 🙁 „Aus Spaß“ würde ich nie wieder irgendwelche Sprünge machen! Nur, wenn es erforderlich ist (Menschenleben retten, Voraussetzung für Job, etc.)
    – Saunieren: Erst sehr heiß, dann eiskalt! Das kostet Überwindung, aber danach fühlt man sich für den Rest des Tages wie in Watte gepackt 🙂
    – Präsentationen halten: Irgendwie nahm ich Vorträge schon immer sehr locker. Natürlich war ich etwas nervös, ob alles klappt und der Vortrag gut ankommt, aber ich war nie verkrampft oder schweißgebadet. Ich kann nicht so recht nachvollziehen, warum es anderen so geht! Je verkrampfter man ist, desto schlimmer wird der Vortrag doch! Und je mehr Übung man hat, desto besser wird man. Ich mag es, Präsentationen zu halten!
    – Neue Sportarten ausprobieren: Definitiv immer ein Plus, selbst wenn man es dann als „Ist nichts für mich“ abhaken kann. Leider habe ich mittlerweile 5 oder 6 Mal Yoga ausprobiert, weil ich es unbedingt machen wollte, werde aber so gar nicht warm mit diesem Sport 🙁
    – Ausmisten: Befreit Wohnung und Seele gleichermaßen!
    – Seine Kaffeetasse zerdeppern: Bringt nichts außer Wehmut 🙁
    – Bloggen und e-book schreiben: Toll! Am Anfang hat man das Gefühl, Alleinunterhalter zu sein, aber es wird! 🙂

    Man muss immer schauen, warum man etwas macht und was man sich davon verspricht! Einfach nur sinnlos irgendwelche Tipps aus dem Netz umzusetzen ist nicht der richtige Weg zu einem besseren Leben 😉

    • Thomas 13. April 2014 at 17:26 - Reply

      Hallo Julia!

      Vielen Dank für die perfekten Beispiele.

      Aber eine kaputte Kaffeetasse sollte nicht wirklich Wehmut erzeugen oder? 😉
      Na wie auch immer, wird ohnehin kaum jemand gemacht haben nehme ich an.

      lG Thomas

  5. Max 18. April 2014 at 20:11 - Reply

    Es ist wirklich unglaublich wichtig, die Komfortzone zu verlassen. Ich konnte auch feststellen, dass bedeutende Fortschritte / Veränderungen in meinem Leben nur auftraten, nachdem ich etwas komplett neues gewagt habe und die Komfortzone verlassen habe.

  6. Stephanie 20. April 2014 at 11:15 - Reply

    Hallo Thomas,

    Super Podcast-Folge! Deine Begeisterung und die motivierenden Worte haben mich mitgerissen. Dank Dir weiß ich jetzt, wann ich meine Komfortzone verlasse und das ich es sogar sehr häufig tue 😉 Dieses Gefühl das du beschreibst habe ich immer als Nervosität, Stress, also als schlechte und negative Empfindungen abgetan. Jetzt weiß ich das dieses komische Gefühl im Bauch gar nichts Negatives, sondern schlicht der Weg in die Lernzone ist 😀
    Es hört sich banal an, aber diese Erkenntnis sorgt für ein super Gefühl, auch wenn es sich komisch anfühlt. Ich freue mich schon auf die nächste Lernzone, in die ich nun motiviert und mit einem Schmunzeln gehen kann 😉

    Danke

    PS: Nein, ich hab keine Kaffeetasse fallen lassen und auch nicht geduscht! Ich bin nach 5 Jahren das erste Mal wieder alleine ins Fitnesscenter gegangen :))) und was noch viel besser ist, ich gehe seitdem wieder regelmäßig hin!

    • Thomas 20. April 2014 at 19:06 - Reply

      Hallo Stephanie!

      Es freut mich sehr, dass du dieses Gefühl nun deuten kannst. Ich habe auch erst begreifen müssen, dass es sich dabei nicht um etwas negatives handelt!

      Noch cooler finde ich übrigens, dass du wieder trainierst 🙂

      Ich wünsch dir viel Erfolg und viel Spaß in der Lernzone!

      lG und frohe Ostern,

      Thomas

  7. […] Raus aus der Komfortzone, aber flott […]

  8. Jetzt lernst du mich aber kennen! | Selbst-Management 31. Juli 2014 at 07:09 - Reply

    […] versuche so oft wie möglich meine Komfortzone zu verlassen, denn nur so kann man sich täglich weiterentwickeln. Außerdem gestalte  ich meine […]

  9. […] Raus aus der Komfortzone, aber flott […]

  10. Tobias Günther 3. März 2015 at 14:19 - Reply

    Hallo Thomas,

    ein wirklich sehr netter Podcast. In der Tat ist die Komfortzone etwas um uns das Leben einfach zu machen. So lange wir überleben, bewegen wir uns nicht da heraus, deshalb heißt es bewusste Entscheidungen und Impulse zu setzen, damit man innerlich wachsen kann. Angst, Zweifel und viele andere negative Gefühle lassen uns verharren. Dabei kann uns sehr viel gutes auf der anderen Seite erwarten.

    Viel Erfolg weiterhin!

    Tobias Günther
    Coach im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung

    • Thomas 4. März 2015 at 09:52 - Reply

      Hallo Tobias!

      Genau so ist es.

      Vielen Dank, dir ebenso.

      lG Thomas

  11. […] nicht bereit fühlst, es aber trotzdem startest, ist das eine Herausforderung. Du verlässt die Komfortzone und trittst in die Lernzone ein. Dort wirst du viele neue Erfahrungen sammeln, die dir später bei […]

  12. Daniele 25. Juli 2015 at 23:16 - Reply

    Zur Komfortzone gehört wie Du schon sagst die Bequemlichkeit. Wenn man am Leben nichts ändern möchte, weil es einem gut geht.

    Die Sachen, die Du mit Routine machst waren bestimmt auch mal ungewohnt und außerhalb der Komfortzone.
    Das heißt, die Komfortzone wächst an den Aufgaben, denen man sich stellt.

    Neues ist meistens mit Risiko verbunden, weil man es nicht kennt. Und weil man es nicht kennt, weiss man nicht, was passiert.

    Es gibt aber auch mit Sicherheit Dinge, die nicht in der Komfortzone sind und dennoch risikolos gemacht werden. Aber das ist vermutlich sehr theoretisch und selten.

    Das einzige was man braucht (als Unterstützung) ist Wissen und Mut.
    Was haben ich zu machen und wie habe ich es zu machen.

    Und das, was ich bemerkt habe und ganz wichtig ist:
    Wenn man nichts tut, könnte die Komfortzone immer kleiner und kleiner werden… plötzlich liegen Dinge in der Lernzone, die man doch immer wieder routiniert gemacht hat. Warum bloß? Weil die Komfortzone schrumpft, wenn man nichts tut und wächst, wenn man aus ihr raus geht…

    • Thomas 26. Juli 2015 at 10:42 - Reply

      Hallo Daniele!

      Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag. Kann nur voll und ganz zustimmen.

      lG Thomas

  13. Alexander 5. Oktober 2015 at 16:23 - Reply

    Ein sehr interessanter Artikel mit anregenden Methoden zum Verlassen der Komfortzone.
    Da ich selbst im Coachingbereich arbeite, habe ich mir auch schon viele Gedanken gemacht, wie Blockaden und Ängste am Besten gelöst werden können.
    Ich ziehe gerne die Parallele zum Lösen von Problemen bei Kindern. Da Angst ein Schutzmechanismus ist und Kinder schutzbedürftiger sind als Erwachsene haben sie vor vielen Dingen Angst bspw. dem Keller, dem Monster unter dem Bett etc. Zum Überwinden hilft es diese Ängste auszusprechen und zu visualisieren. Worst Case und Best Case Szenarien können da, wie Sie auch schon erwähnt haben, sehr nützlich sein.
    Durch das häufige Wiederholen des Unbekannten z.B. dem Betreten des Kellers wird uns bewusst, dass keine Gefahr hinter der Kellertür lauert und diese Handlung wird zur Routine. Sie ist jetzt Teil unserer Komfortzone.
    Die Angst ist definitiv nicht von Grund aus negativ, aber wenn sie uns dabei blockiert unser Glück und Erfolg zu erreichen, dann ist es meiner Meinung nach wichtig dieser zu überwinden.

    • Thomas 5. Oktober 2015 at 17:10 - Reply

      Hallo Alexander!

      Danke für diesen Beitrag, ich pflichte dir da absolut bei.

      lG Thomas

  14. […] du ein paar Tipps zum Verlassen der Komfortzone brauchst, kann ich dir nur Podcast-Folge 42 ans Herz legen. Darin beschäftige ich mich sehr intensiv mit diesem […]

  15. Lothar Miethe 1. Februar 2016 at 21:56 - Reply

    Meiner Erfahrung kommt die Lernzone nach der Panikzone. Denn in der Panikzone lauert das Unbekannte, Fremde und „Gefährliche“. Das ist die Barriere, wegen der man sich ja aus der Komfortzone nicht raus wagt. Der Lerneffekt kann erst eintreten, wenn man diese „gefährliche Zone“ überwunden hat. Dann aber hat man es sich verdient!

    • Thomas 2. Februar 2016 at 17:24 - Reply

      Hallo Lothar!

      Da hast du nicht unrecht, allerdings ist der Name Panik-Zone dann doch der falsche.

      lG Thomas

  16. lena 9. Februar 2016 at 14:24 - Reply

    hey,vielen dank für den Artikel!
    Ich will mich unbedingt beim klettern anmelden aber es liegt weit aus meiner Komfortzone (eine stunde Bahnfahrt,unbekannte Leute,unbekannte Halle,unbekannte Sportart,die Angst das sich die anderen über „die neue“ lustig machen).
    Ich schiebe das schon lange vor mir her.
    Das doofe ist halt wirklich, dass es verdammt unbequem ist seine Komfortzone zu verlassen.
    Ich halte mich mal an die Tips und hoffe das ich mich überwinden kann^^
    LG

    • Thomas 10. Februar 2016 at 08:28 - Reply

      Hallo Lena!

      Am besten jetzt sofort einen Termin da vereinbaren. 😉

      Viel Erfolg dabei.

      lG Thomas

  17. […] Grenzen gehen. Man muss sich überwinden, Grenzen überschreiten und viel Zeit außerhalb der Komfortzone verbringen. All das ist ohne Selbstdisziplin wohl kaum […]

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  19. Christian Gremsl 7. Juli 2017 at 14:48 - Reply

    Hi, ein sehr guter Artikel. Danke dafür. Felix Baumgartner hat aus seinem Orbit-Sprung eine große Show gemacht. Nur kurze Zeit später wurde sein Rekord von einem Techniker von google überboten. Ganz ohne Show.
    Der Techniker von Google hat seine Komfortzone verlassen. Er ist kein professioneller Fallschirmspringer und Spitzensportler wie Felix Baumgartner. Er hat sich sein Ziel gesetzt, die Ängste überwunden und ein unglaubliches erreicht.
    Liebe Grüße,
    Christian

    • Thomas 8. Juli 2017 at 07:18 - Reply

      Hallo Christian!

      Genau so ist es. Vielen Dank für dieses tolle Beispiel.

      Liebe Grüße,
      Thomas

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