5 Tipps um neue, erfolgsproduzierende Gewohnheiten zu installieren

Hast du schon einmal probiert neue Gewohnheiten zu installieren? Falls ja, wirst du sicher wissen wie schwer das ist. Einerseits die neuen Gewohnheiten zu installieren und andererseits die alten (schlechten) Gewohnheiten loszuwerden.

Das bedarf sehr viel Arbeit, daran können auch meine fünf Tipps nichts ändern. Vielmehr sollen diese Tipps helfen, die richtigen Ansatzpunkte zu finden.

Tipp 1: Die neue Gewohnheit in eine Routine einfügen

Zum Einfügen neuer Gewohnheiten ist es sinnvoll, diese entweder in eine bereits vorhandene Routine einzufügen, oder gleich ganz neue Routinen einzuführen. Routinen helfen uns dabei Energie zu sparen. Jeder von uns, auch du, handelt den ganzen Tag über größtenteils in Routinen, nur bewusst ist es dir selten.

Nehmen wir da zum Beispiel die Morgenroutine, zu diesem Thema habe ich ja erst vergangene Woche einen Artikel veröffentlicht. Die Morgenroutine hilft uns dabei, schon am frühen Morgen mit dem Energiesparen zu beginnen. Wenn du aufstehst wirst du, nehme ich zumindest einmal an, nicht lange überlegen ob du zuerst Kaffeetrinken oder Zähneputzen geht. Das erledigt eine Routine, die du vor langer Zeit installiert hast.

Finde Triggerpunkte zu deinen Gewohnheiten

Wenn wir neue, erfolgsproduzierende Gewohnheiten einstudieren wollen, lohnt es sich diese in eine Routine zu verpacken. Randzeiten eignen sich besonders gut für diese Routinen, also zum Beispiel in der Früh oder am Abend. Aber auch zu Mittag kann eine gute Zeit für eine Routine sein. Warum ausgerechnet diese Zeiten? Die Antwort ist relativ simpel, weil es sich dabei um einen Trigger handelt. Das Aufstehen, oder das zu Bett gehen, ist ein Trigger. Ebenso ist das Besteck in die Hand nehmen und mit dem Mittagessen zu beginnen ein Trigger.

Wie du ja vielleicht weißt, bin ich auch als Sport-Mentaltrainer tätig. Und gerade bei Sportlern baue ich immer wieder Routinen ein, die einen Trigger als Auslöser haben. Der muss nicht immer Tageszeit spezifisch sein, sondern einfach eine Handlung. Wichtig ist aber nur das du diesen Trigger wirklich wahrnimmst und in nicht übersehen kannst.

Diese Routinen sind vor allem deshalb sinnvoll, weil sie dir dabei helfen nicht ins Grübeln oder ins Zweifeln zu kommen, sondern du sie einfach wie eine normale Checkliste abarbeiten kannst. Du brauchst nicht mehr darüber nachzudenken, du tust es ganz einfach! Und was gibt es Schöneres, als eine neue Gewohnheit fast automatisiert auszuführen.

Natürlich gibt es weitere Möglichkeiten und Ideen wie du die Umsetzungswahrscheinlichkeit deiner neuen Gewohnheiten drastisch erhöhen kannst, sollte ein Tageszeitabhängiger Trigger nicht möglich sein. Hier noch ein paar Beispiele dafür:

  • Installiere ein Hintergrundbild auf deinen Desktop, bzw. auf seinen mobilen Geräten, das dich dazu motiviert die neue Verhaltensweise durchzuführen.
  • Gib einen Zettel auf deinen Badezimmerspiegel, der dich an die neue Gewohnheit, an dein Ziel und das WARUM dahinter erinnert.
  • Notier dir den Punkt, den du umsetzen willst, jeden Tag ganz oben auf der Todo Liste. So erinnerst du dich jedes Mal daran, wenn du auf diese Liste blickst.
  • Nutze Printshops zum Utensilien herstellen zu lassen, die dich an deine neue Gewohnheit erinnern. Ganz egal ob das Kugelschreiber, Kaffeetassen, Poster, Polster oder irgendwelche Anhänger sind.

Vielleicht hast du ja weitere Ideen und kleine Tipps und Tricks um den richtigen Trigger zu finden. Falls ja, hinterlasse doch deinen Trick in den Kommentaren.

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Ich will rocken!

Tipp 2: Kennst du das WARUM?

WARUM will ich etwas einführen? Was ist das Ziel das dahinter steckt? Das WARUM ist eine extrem wichtige Frage, denn:

Kennst du das WARUM, an der trägst du auch jedes WIE!

Ich werde dir am Ende dieses Artikels ein praktisches Beispiel zur Installation einer neuen Gewohnheit, die ich deine Klienten durchgeführt habe, praktisch darstellen.

Tipp 3: Disziplin!

Disziplin ist absolut wichtig für die Einführung neuer Gewohnheiten. Natürlich ist es leichter die alten Gewohnheiten beizubehalten, obwohl du genau weißt, dass sie hinderlich sind, um deine Ziele zu erreichen.

Aber gerade zu Beginn der Installation einer neuen Gewohnheit brauchst du extrem viel Disziplin. Und daher ist Disziplin auch jener Punkt der die „Möchtegern-Menschen“ von den richtigen „Machern“ unterscheidet.

„Möchtegern-Menschen“ würden gerne sehr, sehr viele Dinge tun und haben auch immer wieder sehr sehr viele Ideen dazu. Aber wirklich durchführen tun sie sehr wenig. Das liegt größtenteils daran weil ihnen die nötige Disziplin, auch die nötige Ausdauer fehlt.

Demgegenüber stehen die Macher! Diese Menschen haben nicht nur gute Ideen, sondern (und das ist der entscheidende Punkt) setzen diese Ideen in Taten um. Solche Menschen strotzen nur so vor Selbstdisziplin.

Bist du ein Macher? Falls ja, herzlichen Glückwunsch. Falls nein, keine Sorge, denn du kannst jederzeit zu einem werden.

Tipp 4: Ausdauer

Es dauert natürlich seine Zeit, bis das neue Muster, die neue Gewohnheit, im Gehirn etabliert ist. In der Regel kannst du damit rechnen, dass es ca. einen Monat dauert. Allerdings ist das nur ein grober Richtwert, denn bis du die neue Gewohnheit wirklich im Gehirn etabliert hast, hängt größtenteils auch von deinen schlechten Gewohnheiten ab.

Besonders schwierig ist es natürlich, schlechte Gewohnheiten in gute umzuwandeln. Aber natürlich ist es nicht unmöglich, sondern es braucht einfach nur jede Menge Ausdauer.

Bis du dir neue Gewohnheit in deinem Gehirn etabliert hast, musst du dich quälen und diszipliniert gegen deinen inneren Schweinehund ankämpfen. Hast du das ca. einen Monat lang gemacht, dann wird es von Tag zu Tag einfacher gegen diesen inneren Schweinehund zu kämpfen. Nach zwei Monaten wird er sich vielleicht nur noch ganz selten zu Wort melden, nach einem halben Jahr möglicherweise kaum mehr.

Besonders wichtig ist es allerdings, dass du diese neue Gewohnheit wirklich tagtäglich durchführst. Lässt du dazwischen immer wieder Tage aus, so dauert es wesentlich länger um eine neue Gewohnheit zu etablieren. Ich werde dir anhand des Beispiels am Ende des Artikels dieses Problem noch näher erläutern.

Leider haben die wenigsten Menschen die nötige Ausdauer. Viele glauben, wenn Sie einmal anstatt eines Wiener Schnitzel einen Salat im Restaurant bestellen, hat sich ihr Leben schon massiv verändert. Das ist aber maximal der Tropfen auf den heißen Stein. Um wirklich neue Gewohnheiten installieren zu können, brauchst du aber nicht den Tropfen auf den heißen Stein, sondern den steten Tropfen der den Stein aushöhlt.

Tipp 5: Selbstverpflichtung

Schließe ganz einfach mit dir selbst einen Vertrag ab. Ich würde dir sogar empfehlen, dass in schriftlicher Form zu tun. Wichtig dabei ist, dass das Ziel das du in diesem Vertrag definiert ist auch wirklich realistisch zu erreichen ist. Setze die Messlatte lieber etwas tiefer an, dann kann es weniger passieren, dass du mal einen Tag auslässt.

Schreib also in diesem Vertrag lieber anstatt „ich gehe ab heute jeden Tag 45 Minuten Joggen“ doch „ich gehe heute jeden Tag 15 Minuten Joggen“.

15 Minuten pro Tag laufen zu gehen, wird wohl für jeden noch so gestressten Menschen möglich sein. Wenn dir nach mehr ist, kannst du auch gerne länger laufen. Vermutlich wirst du größtenteils ohnehin deine 45 Minuten laufen, aber alleine zu wissen das 15 Minuten ausreichen hilft dir schon bei der Erfüllung deines mit dir selbst geschlossenen Vertrag.

Tipp 6: Starte sofort!

Es hört sich jetzt für dich vielleicht sehr eigenartig an, aber die meisten Ziele werden nicht erreicht, weil schlicht und einfach nicht damit begonnen wird sie zu realisieren. Ja, du hast richtig gelesen: Es wird nie damit begonnen sie zu realisieren!

Der Grund dafür ist ganz einfach und heißt Aufschieberitis. Nein, heute beginne ich nicht mit dem Joggen, heute ist es viel zu kalt. Nein heute auch noch nicht, das würde mich einfach viel zu sehr stressen. Nein, heute machen wir doch diesen herrlichen Familienausflug, ich starte einfach morgen damit.

Du siehst schon worauf ich hinaus will. Es wird immer wieder aufgeschoben und aufgeschoben und aufgeschoben. Und je länger du dieses Ziel vor dir herschiebst, umso weniger wird seine magnetische Anziehungskraft.

Deswegen verpflichte dich heute noch mit der Realisierung eines Zieles zu beginnen, noch besser jetzt sofort! Es gibt keine Ausreden, denn wenn du nicht jetzt sofort bereit bist dein Ziel zu realisieren, hast du es schlicht und einfach nicht weit genug oben auf der Prioritätenliste.

Also auf die Plätze, fertig, los!

Gewohnheiten, Routine, neues

© fotomek – Fotolia

Ein praktisches Beispiel

Zu meinen Klienten selbst will ich nicht besonders viel sagen, denn das tut ohnehin nichts zur Sache. Fakt ist, er ist um die 30 Jahre alt und ihn plagen mittlerweile schon gesundheitliche Probleme. Nach der Warnung seines Arztes, endlich was für seine Gesundheit zu tun, entschied er sich dafür sich gesunder zu ernähren und mit Sport zu beginnen.

Ohne fremde Hilfe, konnte er seine alten Gewohnheiten (ungesunde Ernährung und Faulenzen statt Sport) aber nicht ablegen. Also konsultierte er mich als Sport-Mentaltrainer und engagierte gleichzeitig eine Ernährungsberaterin.

Meine Aufgabe war es, seine Motivation um Sport zu treiben zu erhöhen.

In einem ersten Schritt sind wir seinen Tagesablauf durchgegangen. Wir haben versucht herauszufinden welche Routinen der bereits besitzt. Da er abends immer sehr lange arbeitet, haben wir uns dazu entschlossen die tägliche Sporteinheit in das Morgenritual zu integrieren.

Somit hätten wir Tipp 1, die neue Gewohnheit in eine Routine zu integrieren, also erfolgreich abgeschlossen. Das hat auch tatsächlich sehr gut funktioniert.

Als nächstes gingen wir nun daran das warum genau zu ergründen. Hier stand der ihm eindeutig die Gesundheit im Vordergrund. Meiner Meinung nach also ein sehr kräftiges warum!

Bisher sind seine sämtlichen Versuche mehr Sport zu treiben eindeutig an den Themen Disziplin und Ausdauer gescheitert. Also haben wir diese beiden Punkte in der Selbstverpflichtung, also dem Vertrag den er mit sich selbst geschlossen hat, ganz besonders berücksichtigt.

Ich kann mich nicht mehr ganz genau an den exakten Wortlaut erinnern, aber der Vertrag hat ungefähr so ausgesehen:

„Ich gehe ab heute nach dem Aufstehen in die Küche, esse einen Müsliriegel, gehe auf die Toilette, und die Zähne putzen. Im Anschluss daran nehme ich meine bereits gepackte Sporttasche und gehe für 30 Minuten in das Fitnesscenter (Anmerkung: Das glücklicherweise ganz in seiner Nähe war).

Diesen Vorgang führe ich ab sofort Tag für Tag, die nächsten 30 Tage durch!“

Somit haben wir also die Selbstverpflichtung integriert und er startete noch am selben Tag (auch wenn es bereits Abend war) damit, ins Fitnesscenter zu gehen und dort seine Cardio-bzw. Krafteinheiten durchzuführen.

Fazit für das Selbst-Management

Du siehst also, mit den richtigen Tipps und Tricks, kannst du es dir ein wenig einfacher machen neue Gewohnheiten zu installieren. Wichtig ist allerdings, dass du es tust! Am besten jetzt sofort. Überlege die Gewohnheiten die du installieren willst, bzw, alte, schlechte Gewohnheiten die du durch neue ersetzen willst.

Und jetzt wünsche ich dir viel Erfolg beim Installieren deiner neuen Gewohnheiten.

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße,

Thomas

P.S.: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und Invalid shortcode attributes.[/fusion_builder_column][/fusion_builder_row][/fusion_builder_container]

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2017-09-29T11:06:13+00:006 Kommentare

6 Comments

  1. […] 6 Tipps um neue, erfolgsproduzierende Gewohnheiten zu installieren […]

  2. Stephan Wiessler 18. April 2014 um 18:49 Uhr - Antworten

    Sehr schön! Gute Anleitung. Jetzt heißt es nur noch: Machen!

    Beste Grüße,

    Stephan Wießler

  3. […] Artikel: 5 Tipps um neue, erfolgsproduzierende Gewohnheiten zu installieren […]

  4. Dennis Fischer 21. September 2016 um 08:07 Uhr - Antworten

    Sehr gute Zusammenfassung. Ich beschäftige mich gerade intensiv mit Gewohnheiten und fand auch den Artikel in der Zeit sehr interessant: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/02/Psychologie-Gewohnheiten/seite-4

    Viele Grüße
    Dennis

  5. Lisa 26. Februar 2018 um 15:11 Uhr - Antworten

    Hey Thomas,
    sehr interessanter Artikel und ich mache auch wieder ganz ähnliche Erfahrungen. Beschäftigt dich das Thema noch (der Artikel ist ja jetzt schon etwas älter)? Ich habe schon oft an mir, aber auch an anderen bemerkt, dass man, sobald man mal wieder so richtig „sein Leben umkrempeln“ möchte, am liebsten alles auf einmal machen will. Da fehlt dann natürlich auf Dauer die Willenskraft, das auch wirklich durchzuhalten. Deswegen starte ich gerade mein Projekt #12x12habits, in dem es darum geht, dass die Gewohnheiten auch Gewohnheiten bleiben.
    Super Blog jedenfalls und viele Grüße,
    Lisa

    • Thomas 27. Februar 2018 um 08:11 Uhr - Antworten

      Hallo Lisa!

      Spannendes Projekt hast du da am Start. Gewohnheiten sind eine wichtige Sache. Wer sie neue Gewohnheiten gut antrainieren kann ist klar im Vorteil.

      Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung.

      lG Thomas

  6. Johanna Klein 13. April 2018 um 13:33 Uhr - Antworten

    Hallo!

    Sehr toller Beitrag, der wirklich inspirierend geschrieben ist. Was auch noch hilft, um eine neue Gewohnheit zu installieren, ist, diese Gewohnheit immer um die selbe Uhrzeit auszuführen. Mit der Zeit wird sich nämlich dein Gehirn automatisch darauf einstellen, wenn du siehst, es ist z.B. jetzt acht Uhr, joggen zu gehen.

    Ich habe kürzlich ein eBook zu genau diesem Thema veröffentlicht. Falls du mal hereinschauen willst, hier der Link:
    https://www.amazon.de/Gewohnheiten-%C3%A4ndern-erfolgreich-Morgenroutine-Pers%C3%B6nlichkeitsentwicklung-ebook/dp/B07C1RB4YK

    Derzeit kostet es noch 0,99€, ab dem 14.04 über das Wochenende ist es sogar kostenlos erhältlich! Wenn es dir gefällt, hätte ich nichts dagegen, wenn du es in deinem Blog erwähnst 🙂

    Liebe Grüße
    Johanna

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