Die Produktivitäts-Formel: Leistung = Kraft x Weg : Zeit

In diesem Artikel machen wir einen Ausflug in die Physik und sehen uns an, was du aus der Physik für dein Selbstmanagement lernen kannst. Du wirst überrascht sein, was es da für Parallelen und Ähnlichkeiten gibt. Also rein in das Abenteuer Physik.


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Vielleicht kommen dir diese Formeln ja noch aus deiner Schulzeit bekannt vor:

  • Leistung = Arbeit / Zeit
  • Arbeit = Kraft x Weg
  • Leistung = Kraft x Weg / Zeit

Aber was hat das mit Selbstmanagement oder Produktivität zu tun? Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach:

Wenn du Dinge von mehr Gewicht oder auch Wichtigeres (Kraft) weiterbringst (Weg) und das in kürzerer Zeit, dann steigt deine Leistung, dein Output unheimlich an.

Das heißt also nichts anderes als:

In kürzerer Zeit wichtige Dinge (Kraft) weiter voranzubringen (Weg)!

Leistung = Kraft x Weg / Zeit

Zerlegen wir diese Formel mal in ihre Einzelteile:

Kraft

Kraft bedeutet in diesem Zusammenhang für mich „Aufgaben von mehr Gewicht“ oder „wichtigere Aufgaben“ zu erledigen. Bedeutet nichts anderes als:

  • Fokussiere dich auf die wirklich wichtigen Aufgaben.
  • Fokussiere dich auf jene Aufgaben, die dich in einem, in fünf oder in zehn Jahren noch weiterbringen.

Das ist auch der Grund, warum ich in vielen Blogartikeln immer und immer wieder vom „Most Important Task (MIT)“, also der wichtigsten Aufgabe des Tages schreibe. Ich starte immer mit der wichtigsten Aufgabe in den Tag und du solltest das ebenso tun.

Ich weiß ja nicht, wie das bei dir ist, aber die meisten Menschen starten eher mit leichten und einfachen Aufgaben in den Tag. Meistens sind das irgendwelche administrativen Aufgaben oder eher unwichtige Dinge.

Kraft bedeutet für mich aber auch, dem 80/20-Prinzip (auch Pareto-Prinzip genannt) zu folgen. Die 80/20-Regel besagt nichts anderes, als dass 20 % des Inputs für 80 % des Outputs sorgen. Hier zwei Beispiele:

  • 20 % der Produkte eines Einzelhandelsunternehmens machen 80 % des Umsatzes aus.
  • 20 % deiner Kleidung trägst du zu 80 % deiner Zeit.

Fokussiere dich also auf die wirklich wichtigen Aufgaben. Das sind jene Aufgaben, die den größten Mehrwert bzw. den größten Output für dich haben.

Stellschrauben für den Faktor Kraft sind also:

  • Prioritäten setzen
  • An den wirklich wichtigen Dingen arbeiten
  • Planung (Jahres-/Monats-/Wochen- und Tagesplanung)

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Weg

Den Faktor Weg würde ich in zwei Teile unterteilen:

Teil 1: Deine Visionen, Ziele, Projekte und Aufgaben weiter voranzubringen

Mit einer höheren Leistung kannst du dir höhere Ziele setzen. Du musst dich nicht mit Mittelmaß zufriedengeben! Mit einer höheren Leistung hast du außerdem die Power, um die Extra-Meile zu gehen. Somit ist es ein Leichtes, deine Vision weiter voranzutreiben.

Teil 2: Gehe keine Umwege

Die volle Leistung kannst du nur auf die Straße bringen, wenn du den Weg zu deinem Ziel genau kennst. Es bringt dir schließlich sehr wenig, wenn du zwar mit voller Leistung fährst, aber dafür in die vollkommen falsche Richtung!

Zielplanung ist daher ein extrem wichtiger Punkt. Versuche also, deinen Weg vom Start zum Ziel so gut es geht vorauszuplanen.

Zeit

Je weniger Zeit du zur Erledigung deiner Aufgaben benötigst, umso höher ist die Leistung! Es gilt also, mehr Aufgaben in kürzerer Zeit mit der gleichen Qualität zu erledigen. Aber wie ist das möglich? Hier ein paar Vorschläge:

  • Fokussiertes Arbeiten (z.B. mit Fokuszeiten)
  • Strukturierteres Arbeiten
  • Arbeiten mit den richtigen Tools (Evernote, Meistertask, Mindmeister, ToDoist, TextExpander …)
  • Eliminieren
  • Automatisieren
  • Delegieren

Fertig und eine Warnung

Schon kannst du mit der Formel „Kraft x Weg / Zeit“ deine Leistung explodieren lassen.

Aber hier will ich nicht vergessen, gleich eine Warnung auszusprechen: Selbst die beste Maschine kann nicht dauerhaft unter Höchstleistung arbeiten. Nur wenn du es schaffst, zwischen hoher Leistung auf der einen Seite und Entspannung bzw. Erholung auf der anderen Seite hin und her zu wechseln, wirst du die optimalen Erfolge erzielen.

Übrigens, alle Komponenten von hoher Leistung, die ich dir hier in diesem Artikel vorgestellt habe, sind auch Thema in den folgenden Kursen auf SelbstmanagementRocks:

Kraft:

  • Gewohnheiten-Kurse (produktivitätsfördernde Gewohnheiten antrainieren)
  • Projektmanagement mit Evernote und ToDoist
  • 101Produktivitätstipps

Weg:

  • Jahresplanung live
  • Ziele setzen – Ziele erreichen

Zeit:

  • Mehr freie Zeit (eliminieren, automatisieren, delegieren, tun)
  • Automatisierung mit IFTT und Zapier
  • Evernote Basiskurs (strukturierter arbeiten)
  • Fokussierter arbeiten
  • Workflow Management
  • Wochen- und Tagesplanung
  • Effiziente Meetings
  • Nein sagen lernen

Ein Ausflug in den Perfektionismus

Sehen wir uns anhand unserer Formel einmal an, warum Perfektionisten alles andere als leistungsstark sind. Ganz im Gegenteil, Perfektionisten bringen nämlich kaum PS auf die Straße. Das hat natürlich einige Gründe, aber zunächst zur Veranschaulichung nochmals die Formel:

Leistung = Kraft x Weg / Zeit

  • Kraft:
    Aufgaben von mehr Gewicht oder wichtige Aufgaben. Kümmern sich Perfektionisten um solche? Nein, wohl kaum. Ganz im Gegenteil, sie halten sich mit Nebensächlichkeiten auf und schaffen es damit nicht, Leistung abzuliefern.
  • Weg:
    Weg bedeutet, die Dinge weiterzubringen! Ein Perfektionist bringt aber gar nichts oder nur sehr wenig weiter. Die meisten Perfektionisten treten auf der Stelle und merken es nicht mal.
  • Zeit:
    Mehr Aufgaben in weniger Zeit erledigen, auch das schaffen Perfektionisten wohl kaum. Ganz im Gegenteil, ein Perfektionist schafft weniger und braucht dazu noch mehr Zeit.

Anhand dieser Formel sieht man also sehr gut, dass es absolut keinen Sinn hat, seine Aufgaben und Projekte mit zu viel Perfektionismus anzugehen.

Produktivitäts-Formel

Fazit für dein Selbstmanagement

Wenn du die einzelnen Komponenten (Kraft, Weg und Zeit) berücksichtigst und die Formel in deinem Arbeitsalltag umsetzt, dann wird deine Leistung explodieren. Achte aber wie gesagt bei aller Leistung auch auf deine Erholungsphasen, denn glücklich sein ist das allerwichtigste im Leben!

Bei der Umsetzung helfen dir die Kurse auf SelbstmanagementRocks.

Genieße deinen Tag!

Liebe Grüße

Thomas

PS: Weitere Informationen zu diesem Thema findest du auch auf meiner Membership-Plattform SelbstmanagementRocks und in meinem Newsletter.

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2018-10-08T16:25:01+00:005 Comments

5 Comments

  1. Christine Stange 11. März 2018 at 11:35 - Reply

    Danke für den wertvollen Beitrag. Hat mir an einigen Stellen die Augen geöffnet.

    • Thomas 11. März 2018 at 15:01 - Reply

      Vielen Dank für dein Feedback.

      Freut mich sehr.

      lG Thomas

  2. Stephan 15. März 2018 at 11:19 - Reply

    Hallo Thomas,
    die MIT kann man gar nicht genug betonen.
    Ich habe viele Morgenrituale für mich getestet und starte am besten in den Tag, wenn ich die schwerste oder wichtigste Aufgabe zuerst löse.
    Das bringt mich nicht nur im Business weiter, sondern gibt auch immer Motivation für den ganzen Tag. Meine Erfahrungen dazu habe ich in einem Artikel zusammengefasst.
    Wenn du magst, lasse ich einen Link da.

    Viele Grüße
    Stephan

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